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Änderung der Photovoltaik-Förderung (Einspeisevergütung)

23.02.2012, 15:50
Hallo Zusammen!


Allen, die sich mit den Thema Photovoltaik in jüngster Zeit beschäftigt haben, wird bekannt sein, dass die Förderung von 24,43€-cent pro produzierter kWh zum 1. Juli 2012 sinken sollte. Heute haben die Herren Rößler und Röttgen auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, das die Förderung für Kleinanlagen auf 19,5 ct bereits ab dem 9.3.2012 herabgesetzt wird. Außerdem entfällt der Zuschuss von 8,05ct für jede selbstverbrauchte kWh.


Nähere Infos dazu gibt's auf der Seite des Bundesumweltministeriums.


Da ich mich gerade mit der Anschaffung einer solchen Anlage beschäftige, ja bereits einen Antrag gestellt habe, ist das für mich natürlich ein Schlag ins Gesicht. Ich stelle mir die Frage, ob sich eine PV-Anlage für den Privatanwender nun überhaupt noch lohnt?


Ist jemand in einer ähnlichen Situation? Hier tummeln sich doch auch einige Solateure, oder? Was sagt ihr dazu?


Ich bin ratlos und sauer! Das ist die Energiewende - um 360°
 
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32 Antworten
Das die Zuschüsse stetig sinken, war ja von vorne rein klar. Die Module werden durch die Massenproduktion ja auch immer billiger.
Ich habe mir 2008 und 2010 mein Dach mit Photovoltaik zugepflastert. Insgesamt knapp 4.800 Wp. Bekomme für die Einspeisung 46 Cent und 34 Cent pro kWH.
Zum Vergleich:
Anlage 2008
1.750 Wp / Vergütung: 46,75 Ct / Preis: 13.000 €

Anlage 2010
3.040 Wp / Vergütung: 34,05 Ct / Preis: 12.200 €

Da sieht man schon Unterschiede und das innerhalb von nur 2 Jahren.

 

Also das mit der Förderung recht und schön allerdings sind das teuer finanzierte KWh.
Besser wäre es meines Erachtens, Fördermittel auch andere umweltfreundliche Technologien zu fördern.

 

Ich hab es eben in den Nachrichten gehört und tut mir leid wenn ich das so schreibe aber die Förderungen waren doch der einzige Grund warum die Leute das gemacht haben. Kaum wegen der Umwelt. Jeder wollte Geld sparen bzw. welches Verdienen und das mit dem Geld  das wir wieder bezahlen. Also ich komm gut damit zurecht wenn die Förderungen gestrichen werden und die Kosten für Strom gespart werden.


Wo ich auch noch Zustimmen muss das wir zwar ne Menge Strom produzieren aber zu den Stosszeiten der Strom gar nicht in der Menge gebraucht wird. Also wo ist da der Sinn das auch noch zu finanzieren?

 

So wirklich verstanden habe ich das heute Morgen auch nicht. Hängt das damit zusammen, dass man für Regenwasser auch zahlen muss? Oder weniger als drei Kinder hat?
Gibt es eigentlich eine Verblödungssteuer für Politiker?

Also nochmal...
Man kauft eine PV-Anlage, baut die aufs Dach und speist den Strom, den man über hat ins öffentliche Netz.
Man produziert also für die Stromanbieter mit.
Die Überschussmenge, die man dem Stromanbieter ins Netz schiebt, bekommt man vergütet, um seine Investition refinanzieren zu können.

Und weil man nun denkt, der umweltfreundliche Privatmann oder das Unternehmen könnte Gewinn machen, wird nun verhindert, dass neue PV Anlagen aufgebaut werden, um den Stromkonzernen wieder mehr Futter für mehr CO² Auststoss zu geben?

Wem muss man jetzt in Berlin in den Allerwertesten treten, damit dessen Hirn an seinen Ursprung zurückkehrt?

 

@rainerwahnsinn: Ich kann dir nur zustimmen.

Ich warte nur auf den Tag, an dem die Förderung, oder besser gesagt der Kaufpreis des Stroms, vollständig freigegeben wird und jeder selbst mit den Energieerzeugern verhandeln darf.

Dann hat die Konzernlobby endlich wieder das erreicht was sie wollte: Die Marktmacht bleibt bei ein paar Großkonzernen, die ihre zentral aufgebaute Versorgungsstruktur und die damit verbundenen Investitionen schützen! Die dezentrale, ortsnahe und damit effiziente Stromversorgung verschwindet langsam wieder und dann kann man ja die Energiewende für gescheitert erklären.

Ein sinnvolle Eigennutzung des erzeugten Stroms wird ja aufgrund von unterdrückter Forschung in der Speichertechnologie jetzt schon gekonnt vereitelt.

Stellt euch vor, jeder produziert den Strom den er braucht selbst. Und was man grad nicht braucht wird für die Nacht gespeichert! Ein Alptraum für die Energiekonzerne!

Aber hauptsache den Konzernen gehts gut und sie machen Milliardengewinne. Genauso wie die ganzen Geier die weiterhin hohe Spekulationsgewinne durch Scheinkäufe an der Strom oder allen anderen Rohstoffbörsen in die eigene Tasche stecken können! Oder woher kommen nochmal die irrsinnigen Spritpreise?

Ach ja, da hatte ich doch glatt noch einen Satz vergessen:
Was sonst als Wortbruch kann man schon von dieser Regierung erwarten. Und es ist nichts anderes als Wortbruch all denen gegenüber, die geplant hatten/haben in diesem Frühjahr eine Anlage zu installieren.

 

Geändert von scaranow (23.02.2012 um 20:48 Uhr)
Sry aber was bringt es wenn Strom erzeugt wird und der dann in der Luft verpufft weil nix damit gemacht werden kann? Seht ihr das nicht kritisch dafür dann noch Geld zu bezahlen als Steuerzahler?

 

Sicherlich war ein Ende der Förderung abzusehen - der Termin stand ja schon. Umso schlimmer, dass unser "Kinderkanzler" und sein Kumpane nun mit fadenscheinigen Behauptungen daher kommen (man wolle keinen Schlussverkauf) und kurzerhand eine Novelle der Novelle durchwinken.

Mal abgesehen davon, dass das den großen Stromkonzernen wieder Auftrieb gibt, so ist es doch ein äußerst fragwürdiger Kurs in Sachen Energiewende. Sicherlich kann man Strom auch günstiger produzieren - aber ist er dann auch "sauber"?

Ich mache mir schon Gedanken darüber, wo die Dinge herkommen. Ich brauche keine Erdbeeren im Winter und keinen Atomstrom von dem man nicht weiß, wo man die "Produktionsreste" entsorgt. Natürlich ist es für den Steuerzahler teurer private PV-Anlagen zu subventionieren. Aber in meinen Augen ist das sinnvoll investiertes Geld.

Mal abgesehen davon, dass da auch wieder Arbeitsplätze dran hängen...

Habe mich nach reichlichem Überlegen trotzdem dafür entschieden, die PV-Anlage aufs Dach zu setzen - auch wenn Sie sich erst zwei Jahre später amortisiert oder im ungünstigen Fall auf null läuft.

 

Das mit Solarstrom kann vergleichen wie mit den Eiern früher im Osten da wurden die Eier vorne für 20Pf eingekauft und hinten 6Pf verkauft.... Es kann doch nicht sein das der Strom teuer eingekauft wird und hinten wieder günstiger verauft wird..... Ich bin echt kein Freund von den Anlagen weil erst hat man einen haufen Energie nötig um die Platten herzustellen und wenn man den meisten Strom braucht bekommt man von den Anlagen keinen. Dann sollte viel mehr die Windkraft gefördert werden die Teile sehen zwar nicht besonders schön aus leifern aber immer Strom wenn man ihn braucht.

 

Zitat von Mopsente
Habe mich nach reichlichem Überlegen trotzdem dafür entschieden, die PV-Anlage aufs Dach zu setzen - auch wenn Sie sich erst zwei Jahre später amortisiert oder im ungünstigen Fall auf null läuft.
Wo ist denn der Unterschied zwischen amortisieren und auf null laufen??

Ich habe mich mit dem Thema bisher nicht befasst. Im Moment erwecken die Beiträge aber den Eindruck, das die Besitzer einer solchen Anlage, sich ihre Investition in x Jahren reinholen wollen um dann noch y Jahre daran zu sparen/verdienen.
Warum sollte ich als Steuerzahler das befürworten?

 

Und weil man nun denkt, der umweltfreundliche Privatmann oder das Unternehmen könnte Gewinn machen, wird nun verhindert, dass neue PV Anlagen aufgebaut werden, um den Stromkonzernen wieder mehr Futter für mehr CO² Auststoss zu geben?

Wem muss man jetzt in Berlin in den Allerwertesten treten, damit dessen Hirn an seinen Ursprung zurückkehrt?[/QUOTE]

Kann Ich nur zustimmen wie immer wird der Bürger Verarsc.....

 

Hab ich das richtig verstanden? Es gibt einen Zuschuss für selbst verbrauchten Strom? Warum bitte denn das? Wenn ich Tomaten und Gurken im Garten anbaue und die Dinger dann selber ess, bekomme ich auch kein Geld vom Staat.

Diese Zuschüsse werden aus Steuergelder bezahlt? Das heißt also, der einfache Arbeiter in seiner kleinen Mietwohnung zahlt dem Mittelstand die PV Anlagen.

Worum geht es eigentlich? Ums Geld oder um unsere Umwelt?

Falls ich einen Denkfehler gemacht haben sollte, bitte ich um Berichtigung.

 

Also von einem Zuschuss für selbstverbrauchten Strom, weiß ich nichts. Die meisten, die so eine Anlage haben, speisen den Strom zu 100% ein. Auf der anderen Seite müssen sie ja dann weiterhin ihren normalen Strom bezahlen.

Zum Thema Strom den keiner braucht: Diesen Strom kann man Speichern! Oder besser gesagt, diesen Strom könnte man Speichern, wenn man nicht Geld in die Entwicklung neuer Kohle oder Atomkraftewerke stecken würde, sondern in die Entwicklung effizienter Stromspeicher!

Fragt mal einen Elektriker wieviel Strom in den Überlandkabeln verloren geht! Die Dinger sind teilweise aus Aluminium und zumindest ich habe in der Schule mal gelernt, dass Alu kein besonders guter Stromleiter ist. Ist aber billiger als Kupfer-Kabel!

Eine umweltfreundliche Lösung kann nur dezentral mit effizienten Stromspeichern funktionieren! Und genau das wollen die Energieerzeuger nicht, weil das ihre Macht brechen würde!
Und an alle die jetzt schreien, Solaranlagen werden so hoch subventioniert: Schaut mal nach, wie hoch die "normale" Stromerzeugung subventioniert wird. Die Energieerzeuger können doch nur so riesen Gewinne einfahren, weil sie sich um nichts wirklich selbst kümmern müssen. Wer glaubt ihr zahlt für die AKWs nachdem sie still gelegt worden sind und wer bezahlt den Rückbau von allen Kraftwerksanlagen? Glaubt ihr, die Energieerzeuger kümmern sich darum, wie und wo das Problem mit abgebrannten Kernelementen gelöst wird? Ne, das wird alles über Steuern bezahlt! Und Das wird vor allem alles um längen teurer, als die Subventionen für Solarstrom! Und das einzige was bei PV strahlt - hoffentlich auch noch in 1 Million Jahre - ist die Sonne!

 

@Holzwurm
Nun, Windkraft ist derzeit leider keine wirkliche Alternative. Kleine Anlagen sind nicht so leistungsstark und preislich derzeit noch unattraktiv. Genauso unattraktiv wie die großen Windräder, die unsere Landschaft "verschönern". PV ist eine der wenigen wirklichen Alternativen. Und heute ist es nicht mehr so, dass die Module in der Produktion mehr Energie verbrauchen als sie währen Ihres Produktlebenszyklus erwirtschaften - das war in den 80ern so!

@HansJoachim
Sorry, hab mich falsch ausgedrückt. Ich meinte natürlich amortisiert oder rentiert. Und mit letzterem hofft man natürlich auf einen "Gewinn", wenn auch nur einen relativ kleinen. Denn schließlich will eine solche Anlage vorfinanziert werden. Zudem trägt man auch ein gewisses unternehmerisches Risiko (Wartungskosten, Betriebskosten etc.). Und es glaubt ja wohl niemand, dass unsere Energieriesen nicht vom Staat subventioniert werden. Ich persönlich finde es da deutlich besser, wenn diese Subventionen an den Steuerzahler zurückfließen, als in Managergehältern zu versumpfen.


@HobbyholzwerkerJa, bisher gab es eine Zulage - diese ist aber eine Umlage, die die Energiekonzerne tragen. Es gibt bisher 8,05ct für jede selbst produzierte und verbrauchte kWh. Der Energieversorger zahlt die nämlich "gern", weil er dann seinen eigenen teuren Strom verkaufen kann und nicht den "vom kleinen Mann" produzierten Strom kaufen muss, wozu er gesetzlich verpflichtet ist. Mit dem Wegfall dieser Regelung wird dadurch letztlich nur der Einkaufspreis reduziert.

 

Der Stromüberschuss wird gespeichert!

In so genannten Pumpspeicherkraftwerken wird in der Phase des Überschusses Wasser in die Speicher gepumpt um in Mangelzeiten daraus wiederum Strom zu produzieren.

Deutschland hat selber einige Pumpspeicherkraftwerke und es wird auch ins benachbarte Skandinavien + Österreich Strom exportiert und in dortigen P-Kraftwerken gespeichert.

Der Wirkungsgrad solcher Kraftwerke liegt übrigens bei 70 - 80%, was immernoch günstiger ist, als andere Kraftwerke extra in Spitzenzeiten hochzufahren...

mfg Dieter

 

Danke Mopsente für die Info mit den 8,5 Cent. Wusste ich so nicht wirklich!

Wir gehören zu denen die auch eine Anlage auf dem Dach haben. Die bringt ungefähr 10000kwh im Jahr. Wir verbrauchen etwa 7500kwh im Zweifamilienhaus. Also bleiben noch etwa 2500kwh im Jahr über. Wir speisen zu 100% ein, dafür erhalten wir 34,5ct, wenn ich es richtig im Kopf habe.

0,345 * 10000 = 3450 € - davon gehen nochmal 19% MwSt weg, was aber mit den Installationskosten wieder gegengerechnet werden kann.
7500 * 0,225 = 1687 € haben wir an Stromkosten im Jahr
Es bleibt also ein Überschuss von 1763€. Davon muss die Anlage bezahlt werden.
Die hat etwa 40000€ gekostet -> 40000/1763= etwa 22 Jahre. Dauer der zugesagten Förderung: 20 Jahre!

Durch Zinsen usw. kriegt man die Rechnung noch soweit gedrückt, dass man die Anlage innerhalb der Förderungsdauer abgezahlt hat.

Und wirklich rentieren kann sich eine Anlage nur, wenn man das Geld zum spielen hat und den eigenen Stromverbrauch nicht dagegenrechnet. Und wer kann das schon.

 

Geändert von scaranow (24.02.2012 um 10:16 Uhr)
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