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Abzug bei Rückgabe?

25.09.2015, 12:52
Geändert von Funny08 (25.09.2015 um 19:20 Uhr)
Heute wende ich mich an die wirklichen Experten unter uns.

Ich habe mir eine Maschine über das Internet bestellt und einen Betrag X als Anzahlung geleistet. Die Maschine ist bei mir angekommen und habe sie natürlich ausprobiert.
Beim arbeiten mit der Maschine habe ich gemerkt, dass sie mir absolut nicht liegt und habe sie nach absprache mit der Firma zurück geschickt.

Heute ist die Maschine bei denen eingetroffen und habe eine Mail erhalten, dass sie 30% vom Verkaufspreis einbehalten weil die Maschine ja nicht mehr als Neugerät verkauft werden kann.
Ich habe schon einige Maschine online bestellt (Amazon oder Conrad), doch die haben mir bei Rückgabe der Maschine noch nie etwas vom Kaufpreis abgezogen.

Meine Frage nun, ist das rechtens was die Firma nun mit mir macht und die 30% einfach einbehält?

Sage schon mal vielen Dank.
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80 Antworten
Wolfman  
Hast du denn mal das Kleingedruckte gelesen, dort sollte doch was über Rückgabe stehen.

 

Funny08  
Google mal nach "Wertminderung durch ausprobieren" , laut dem was ich da finde, ist der Abzug nicht gerechtfertigt....

 

Wenn es nicht in den AGB steht, dann nicht. Falls doch, einmal und nie wieder!

 

Das sind die Punkte in den AGBs. Da steht nix von Rückgabe.

§ 1 Grundlegende Bestimmungen
§ 2 Zustandekommen des Vertrages
§ 3 Besondere Vereinbarungen zu angebotenen Zahlungsarten
§ 4 Zurückbehaltungsrecht, Eigentumsvorbehalt
§ 5 Gewährleistung
§ 6 Haftung
§ 7 Rechtswahl, Erfüllungsort, Gerichtsstand

1. Identität des Verkäufers
2. Informationen zum Zustandekommen des Vertrages
3. Vertragssprache, Vertragstextspeicherung
4. Verhaltenskodizes
5. Wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistung
6. Preise und Zahlungsmodalitäten
7. Lieferbedingungen
8. Gesetzliches Mängelhaftungsrecht

 

Das hier stand imr Widerrufsrecht.

"Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist."

 

Hallo Alpenjodel,

um was für einen Maschinentyp handelt es sich denn?
Was hast du zum Ausprobieren für Arbeiten ausgeführt?

 

Eine Dekupiersäge. Ausgepackt, aufgestellt und 5 Min. gesägt. Dann gleich sauber gemacht (Druckluft und Lappen) in Orginalverpackung und dem Verküfer geschrieben das ich sie nich thaben möchte, weil ich damit nicht zurecht komme.

 

Der von dir zittierte Passus aus dem Widerrufsrecht ist Standard und vergleichbar mit "Ausprobieren wie im Ladengeschäft". Will heißen: Anfassen, zusammenbauen, Gerät anschalten.
Sägen wird hierbei schon zum nicht notwendigen Umgang. Immerhin wurde dadurch das Sägeblatt abgenutzt. Jedoch halte ich persönlich 30% für sehr überzogen.

 

Danke CaFe. Was tun sprach Zeus?

 

Funny08  
Hast du eine Rechtschutzversicherung? Falls ja würd ich da mal anrufen, ansonsten evtl. mal den Verbraucherschutz kontaktieren.

 

Zitat von Alpenjodel
Danke CaFe. Was tun sprach Zeus?
Nimm nochmals Kontakt mit dem Verkäufer auf. Nebenbei mal schauen, wo der Preis für ein neues Sägeblatt liegt und mit den Erkenntnissen (sofern deutlich unterhalb der geforderten 30%) entsprechend damit konfrontieren.

 

Zitat von Alpenjodel
Das sind die Punkte in den AGBs. Da steht nix von Rückgabe.

§ 1 Grundlegende Bestimmungen
§ 2 Zustandekommen des Vertrages
§ 3 Besondere Vereinbarungen zu angebotenen Zahlungsarten
§ 4 Zurückbehaltungsrecht, Eigentumsvorbehalt
§ 5 Gewährleistung
§ 6 Haftung
§ 7 Rechtswahl, Erfüllungsort, Gerichtsstand

1. Identität des Verkäufers
2. Informationen zum Zustandekommen des Vertrages
3. Vertragssprache, Vertragstextspeicherung
4. Verhaltenskodizes
5. Wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistung
6. Preise und Zahlungsmodalitäten
7. Lieferbedingungen
8. Gesetzliches Mängelhaftungsrecht
Das muss auch kein eigener Paragraph sein weswegen das Inhaltsverzeichnis alleine leider nicht sonderlich hilfreich ist.
Es könnte unter §1,§4,§5 bzw. 2,3,4,5,6,7,8 stehen.

Vielleicht gibst Du uns mal einen Hinweis welcher Shop/Anbieter das ist.

 

Zitat von Alpenjodel
Ich habe schon einige Maschine online bestellt (Amazon oder Conrad), doch die haben mir bei Rückgabe der Maschine noch nie etwas vom Kaufpreis abgezogen.
Anscheinend machst Du das öfter und die oben genannten Versender haben aus Kulanzgründen nichts abgezogen. Normalerweise ist eine Rücksendung eigentlich nur möglich wenn ein Gerät defekt ist oder den Angaben nicht entspricht. Eine Rückgabe mit der Begründung "man komme nicht zurecht" halte ich nicht für ganz angemessen den vollen Kaufpreis zurück zuverlangen. Sonst könnte man sich bei einem Großhändler mehrere Modelle schicken lassen - alle ausprobieren und sich letztendlich für eins entscheiden. Ich möchte auch keine Maschine haben die schon "ausprobiert" wurde. Ob nun 30% Abzug gerechtfertigt sind, hätte man immo vor Rücksendung abklären müssen.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt

 

Im BGB ist geregelt, in wieweit man Waren bei Onlinegeschäften zurückgeben kann. Dort ist auch geregelt, in wieweit man für die Nutzung als Käufer Ersatz leisten muss. Generell gilt aber, dass die Prüfung der Waren der entsprechen muss, die man bei einem Kauf im Laden vornehmen kann. Wenn du jetzt eine Dekupiersäge benutzt, geht das über eine übliche Prüfung wie im Laden hinaus. Daher kann der Verkäufer dafür einen Ersatz verlangen. Aber, er muss dich bei Kaufabschluss darauf hinweisen! Diese Info muss also in den AGB oder in den Infotexten im Onlineshop auftauchen. Sollte es nirgends stehen, hat der Verkäufer pech.

http://www.fernabsatz-gesetz.de/wide...rrufsrecht.htm

@Holzpaul: Der Gesetzgeber hat gerade für den Fernabsatz ein gesondertes Rückgaberecht erlassen, damit man Waren prüfen und bei nichtgefallen ohne Angabe von Gründen zurückschicken kann. Bei Kleidung etwa, ist es recht üblich, dass sich Leute das selbe Teil in mehreren Größen schicken lassen und nur die passende behalten. Damit das nicht überhand nimmt, wurde ein Mindestwert von 40 Euro festgelegt, den die Waren haben müssen, ab dem der Verkäufer auch noch die Rücksendekosten tragen muss.

 

Zitat von Holzpaul
Anscheinend machst Du das öfter und die oben genannten Versender haben aus Kulanzgründen nichts abgezogen. Normalerweise ist eine Rücksendung eigentlich nur möglich wenn ein Gerät defekt ist oder den Angaben nicht entspricht. Eine Rückgabe mit der Begründung "man komme nicht zurecht" halte ich nicht für ganz angemessen den vollen Kaufpreis zurück zuverlangen. Sonst könnte man sich bei einem Großhändler mehrere Modelle schicken lassen - alle ausprobieren und sich letztendlich für eins entscheiden. Ich möchte auch keine Maschine haben die schon "ausprobiert" wurde. Ob nun 30% Abzug gerechtfertigt sind, hätte man immo vor Rücksendung abklären müssen.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt
Ob ich das öfters mache spielt doch keine Rolle und ob du das OK findest ist mir auch egal. Ich habe gefragt ob das rechtens ist, mir 30% dafür in Rechnung zu stellen, weil ich das eben nicht kenne. Es waren auch nicht nur die großen wie Amazon oder Conrad, auch bei kleinen Shops wo der VK höher war als es jetzt der Fall ist, wurde mir der gesamte Kaufpreis, ohne wenn und aber, erstattet.

 

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