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Abwasserrohr in die Wand verlegen

11.05.2014, 15:39
Hallo,

auf dem Bild seht ihr das Abwasserrohr des Waschbeckens aus dem dahinterliegenden Bad. Das Rohr läuft bisher offen im Speicherraum, den ich aber jetzt anders nutzen möchte. Deswegen stört das Rohr und ich hätte es gerne in der Wand. Aber reicht eine Wandstärke von 14cm dafür (ist eine nichttragende gemauerte Wand)? Das Rohr hat ca. 6 cm Durchmesser. Sonst müsste ich den Bereich verkleiden, was auch nicht besonders schön ausschaut ...

Grüße vom kellerfloh
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Name:	Abwasser.jpg
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ID:	26319  
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14 Antworten
Ich würde das Rohr einflexen in die Wand, Dann ein Drahtgefelecht drüber und alles wieder schön verputzen.
14 cm kann ja keine tragende Wand sein
Also kann keine Gefahr davon ausgehen

 

Ich würde das Rohr eher verkleiden oder gleich dieses Wandstück. Beim ausstemmen, auch wenn man mit der Flex vorschneidet, wird wohl je nach Mauerwerk zuviel ausbrechen bzw. du könntest auf die andere Seite durchbrechen. Auch eine Zwischenwand steht auf dem Boden und hängt nicht von der Decke herunter. Deshalb denk an die Statik! Du nimmst der Wand die Standfläche und nach deinem Foto zu urteilen mindestens auf einem Meter.

 

Ich finde es auch ein wenig knapp. Wenn die Wand 14cm stark ist, ist beidseitig etwa 1cm Putz und ein Stein mit Dicke 12cm verarbeitet. Wenn nun cm tief das Rohr verschwinden soll, hat die Wand eine Restdicke von weniger als 6 cm. Da man nie genau den Durchmesser des Rohres, sondern durch Unebenheiten etwas Luft hinter und zum Verputzen vor dem Rohr schafft, bleibt eine Restdicke von 4 bis 5cm. Also weniger als das eigentliche Rohr.

Ich schlage dir vor das Rohr nur halb einzulassen und dadurch eine sehr flache Verkleidung zu bauen. Ist ein Kompromiss.

 

Aus was ist die Wand gemauert?, Weil nichttragend vielleicht aus leichten Bimssteinen, die sich einfach bearbeiten lassen. Aber aufpassen, die Seite im Bad ist doch sicher gefliest. Dann wie thestader schrieb, Draht- oder Kunsstoffgeflecht gegen Rissbildung drüber und verputzen.

 

Durch das Rohr kann sicher auch mal kaltes Wasser fließen. Bei entsprechender Luftfeuchte kondensiert dann Wasserdampf (als Gas unsichtbar) auf dem Rohr. Dieses Wasser sollte auf keinen Fall eine Verbindung mit dem Mauerwerk oder Fußboden herstellen können (insbesondere nicht bei metallischen Rohr- oder Befestigungsteilen) und an geeigneter Stelle abtropfen können. Eine Verkleidung verschlimmert die Situation, da das Rohr dann nicht so gut erwärmt wird. Man bräuchte dann feuchtefeste Rohr- und Befestigungsteile sowie Umhüllung mit einer niemals versagenden Abdichtung gegen angrenzende Mauerwerk und Fußboden.

 

Geändert von boerjes1932 (13.05.2014 um 18:51 Uhr)
Oh Oh
ich würde es doch lassen bei soviel negativen Meinungen, ich nehme meine Antwort sofort zurück, nicht das Dein Haus zusammen bricht.
MANN!

 

Geändert von thestader (13.05.2014 um 18:41 Uhr)
ich seh schon, meine Zweifel waren wohl nicht unbegründet. Ich werde wahrscheinlich was aus Gipsplatten basteln und das Rohr so lassen wie es ist.
Danke an alle!

Grüße kellerfloh

 

Wenn dich das Rohr stört, lass es in der Wand verschwinden. Eine Schelle musst du in der Wand nicht verbauen. Es könnte sinnvoll sein eine Manschette drum zu packen. Das würde auch das Kondenswasserproblem eindämmen.

 

Geändert von Fernton (13.05.2014 um 22:50 Uhr)
Ich würde das Rohr verkleiden und dann eine gips Karton wand davor aufbauen fertig

 

Die Kondenswasserproblematik kann ich nicht ganz nachvollziehen. In den vielen Neu und Altbauten, die ich bisher gesehen habe wurden Abwasserrohre immer Unterputz verlegt und waren nicht isoliert.
Da dahinter nur ein Waschbecken ist könnte man überlegen den Durchmesser des Rohrs auf 40 zu reduzieren, so bleibt deutlich mehr von der Wand stehen.
Ich würde mit der Flex nicht nur 2 Schnitte für die Begrenzung des Rohrs machen, sondern vielleicht 4-5, das reduziert das Risiko großer Ausbrüche beim Ausmeißeln.

 

... das ist doch nur ein kurzes 50er HT Abwasserrohr.
Anzeichnen aufstemmen, Rohr rein, zuputzen ... fertig.

Wenn da was wegen dem kleinen Schlitzchen einstürtzen sollte,
hat das Haus ein viel gewaltigeres Problem

Achja, ich bin von Beruf GW Installateur, ich hätt da nicht mal einen
Gedanken dran verschwendet, ob das Rohr nun Unterputz verlegt werden
kann oder nicht. Selbst ne tragende Wand kann das verschmezen,
sonst hätt ich schon einige Häuser zum einstürzen gebracht

 

Ekaat  
Man darf auch nicht vergessen, daß Du den waagerechten Schlitz ja wieder zuputzt, und somit der Wand wieder etwas »Stütze« zurückgibst. Auch ich habe (fast) waagerechte Rohre in einer Wand versenkt. Vor 22 Jahren - und die Bude steht immer noch!

 

Und in den Boden kannst Du auch nicht? Senkrecht Unterputz und dann im Boden vor der Wand lang?
Wenn Du in die Wand waagerecht gehst, dann pack das Rohr in Beton statt Putz, das stabilisiert ausreichend. Das Rohr trägt auch ganz gut Gewicht. Und wenn D sauberes Verputzen sparen willst, dann lass es nur 35 mm in die Wand ein und pak Dachlatten sodann Rigips davor.

 

Bei ausreichend Gefälle könntest du ein 40er Rohr verwenden, musste ich auch zum Teil verwenden. Ob das deine Wand zulässt musst du mit einem Statiker klären, wenn es Tragende ist

 

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