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Abrichthobel

25.06.2014, 15:35
Hallo Zussamen,
ich mal mal eine grundsätzliche Frage zum Abrichten.
Wenn ich ein Kantholz rechtwinklig abrichten will und es über die Abrichte schiebe Dann presse ich es an den Anschlag (90 Grad).
Auf welcher Tischseite der Abrichte drücke ich jedoch das Kantholz.


Als Beispiel, an der Linke Tischseite stelle ich die Hobeltiefe ein und diese Seite senkt sich dazu ab.
Die Rechte Seite bleibt so und ist somit ca. 1 mm höher als die linke.
Nun schiebe ich das Kantholz von links nach rechts. Auf welcher seite des Tsiches gebe ich nun druck auf das Werkzeug.
Vielen Dank vorab.
 
Abrichthobel Abrichthobel
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13 Antworten

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Also, normalerweise steht man so vor der Abrichte, das rechts der Angabetisch ist (der wird bei einstellen der Hobeldicke tiefer gestellt) und links der Abgabetisch. Druck übt man immer auf dem Abgabetisch aus. Zuerst wird eine breite Seite plan gehobelt. Dazu schiebt man das Werkstück über den Angabetisch auf die Messerwelle zu. Sobald das Werkstück auf dem Abgabetisch aufliegt, übt man auf den Teil druck aus. Ist die breite Seite plan, geht man zur Schmalseite über. Hierfür wird die plane, breite Seite des Werkstückes an den Fügeanschlag gedrückt. Sobald das Werkstück die Messerwelle passiert hat und mit der Schmalseite auf dem Abgabetisch aufliegt, übt man dort druck aus.

Hoffe,ich habe das verständlich erklährt...
Irgendwie habe ich zwar das Gefühl das Du die Seiten vertauscht hast, aber der Druck auf das Holz ist üblicherweise auf der Zugabeseite ...

 

Vielen Dank dir. Zugabeseite ist die welche ich um 1 mm abgesenkt habe
Ok so hab ich es gestern getan und am letzten Stück bekomme ich dann immer eine Unebenheit rein

 

Also, normalerweise steht man so vor der Abrichte, das rechts der Angabetisch ist (der wird bei einstellen der Hobeldicke tiefer gestellt) und links der Abgabetisch. Druck übt man immer auf dem Abgabetisch aus. Zuerst wird eine breite Seite plan gehobelt. Dazu schiebt man das Werkstück über den Angabetisch auf die Messerwelle zu. Sobald das Werkstück auf dem Abgabetisch aufliegt, übt man auf den Teil druck aus. Ist die breite Seite plan, geht man zur Schmalseite über. Hierfür wird die plane, breite Seite des Werkstückes an den Fügeanschlag gedrückt. Sobald das Werkstück die Messerwelle passiert hat und mit der Schmalseite auf dem Abgabetisch aufliegt, übt man dort druck aus.

Hoffe,ich habe das verständlich erklährt...

 

So wirdes auf jeden fall in der Anleitungzum EB HC 260 beschrieben...

 

Vielen dank euch beiden. Also erst druck auf den Angabentisch und dann auf Abgabetisch. Das werd ich probieren. Ich hoffe ich komm heute dazu.
Vielen Dank ich hab es geschnallt.

Und ja ich habe Rechts und Links vertauscht und bin keine Frau

 

Zitat von sugrobi
So wirdes auf jeden fall in der Anleitungzum EB HC 260 beschrieben...
Und so ist es auch richtig. So bald als möglich wandert der nach unten gerichtete Druck auf die Abnahmeseite, denn wir wollen ja das Ziel erreichen das alles plan zum bereits abgerichteten Holzstück wird.

 

Zitat von hargon
Vielen Dank dir. Zugabeseite ist die welche ich um 1 mm abgesenkt habe
Ok so hab ich es gestern getan und am letzten Stück bekomme ich dann immer eine Unebenheit rein
Sugrobi hat es richtig geschildert.

Der Druck, (sofern man überhaupt größeren Druck aufbaut) wird am Anfang des Werkstückes auf der Angabeseite erzeugt und am Ende auf der Abgabeseite., ist aber auch abhängig von Faktoren wie Spanabnahme, Größe & Gewicht des Werkstückes usw.

Die Führung/Druck am Ende des Hobelgangs auf der Abgabeseite verhindert die "Delle/Fase" am Ende des Werkstückes weitgehend, aber auch nicht immer ...

Aus diesem Grund sollte das abrichten auch vor dem formatieren erfolgen damit diese Unebenheiten (Anfang & Ende) beim finalen Zuschnitt wegfallen.

 

Zitat von Linus1962
Der Druck wird am Anfang des Werkstückes auf der Angabeseite erzeugt und am Ende auf der Abgabeseite.
Aus meiner Sicht ist das falsch. Der Druck nach unten sollte sobald die ersten Holzstücke über die Welle gelaufen sind ausschließlich auf der Abnahmeseite erfolgen. Möglichst nahe an der Welle. Auf der Annahmeseite erfolgt nur noch Vorschub. Wenn du auf beiden Seiten Druck von oben nach unten aufbaust, wird sich das Werkstück - in Abhängigkeit von der Materialstärke durchbiegen. Dadurch wird das Ergebnis wieder schief.

Stell dir einfach mal ein Brett vor, dass du abrichten willst und es liegt am Anfang nur auf den Ecken auf weil es in alle Richtungen nach oben gewölbt ist. Wenn du nun von oben auf die Mitte des Brettes Druck ausübst wird es flacher, lässt der Druck nach, bekommst du wieder die Wölbung.

 

Geändert von Fernton (25.06.2014 um 18:04 Uhr) , Grund: Werkzeug -> Werkstück
Zitat von Fernton
Aus meiner Sicht ist das falsch. Der Druck nach unten sollte sobald die ersten Holzstücke über die Welle gelaufen sind ausschließlich auf der Abnahmeseite erfolgen. Möglichst nahe an der Welle. Auf der Annahmeseite erfolgt nur noch Vorschub. Wenn du auf beiden Seiten Druck von oben nach unten aufbaust, wird sich das Werkzeug - in Abhängigkeit von der Materialstärke durchbiegen. Dadurch wird das Ergebnis wieder schief.

Stell dir einfach mal ein Brett vor, dass du abrichten willst und es liegt am Anfang nur auf den Ecken auf weil es in alle Richtungen nach oben gewölbt ist. Wenn du nun von oben auf die Mitte des Brettes Druck ausübst wird es flacher, lässt der Druck nach, bekommst du wieder die Wölbung.
... das meinte ich ja eigentlich auch ...

 

Vielen Dank für eure Mühe.

Also gebe ich sobald es möglich ist Druck auf der Abnahmeseite.
Das ist die Tischseite welche höher steht (links).

Vielen Dank.

P.s.: Irgendwie muss ich mir nur mal neue Push-Blöcke bauen. Die ich habe, haben zu wenig Grip und ich kann schlecht schieben.
Ohne diese Dinger traue ich mich nicht mehr an die Abrichte. Ein Finger hat sie schon gekurzt.

 

Zitat von hargon
P.s.: Irgendwie muss ich mir nur mal neue Push-Blöcke bauen. Die ich habe, haben zu wenig Grip und ich kann schlecht schieben.
Ich bevorzuge in staubiger Umgebung Pushblöcke mit Schleifpapier an der Unterseite statt dieser "Mauspads".

 

Guter Tipp. Werde ich mal mit Schleifpapier testen, da es bei mir oft bis immer staubig ist

 

Munze1  
Schleifpapier ist wirklich sehr gut, nur nicht zu grob nehmen, damit es dir bereits glatte Oberflächen nicht beschädigt.

 

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