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Abgehängte Decke mit LED-Strahlern

25.11.2013, 11:41
Hallo,

wir ziehen demnächst in ein Haus, in dem so gut wie jeder Raum mit dunklen Holzdecken versehen ist. Nun möchte ich dort abgehängte Decken mit Rigips und LED-Strahlern einbauen. Dazu vorab ein paar Fragen:
1. Ist es möglich die Unterkonstruktion der Holzdecke für meine abgehängte Decke zu verwenden?
2. Sollte ich die Unterkonstruktion nicht verwenden können, habe ich hier im Forum mehrere Varianten gelesen, nur weiß ich nicht was da die sinnvollste ist. Eine Unterkonstruktion aus Dachlatten, oder ein System mit diesen Metallschienen und Haken?

Weitere Fragen werden sicher folgen, da ich zwar kein ungeübter Handwerker bin, aber eben das erste Mal mit einer abgehängten Decke hantieren muss

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Gruß
Marcus
 
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29 Antworten
Wenn Du bereits eine Holzdecke hast, warum möchtest Du diese abhängen? Dachlatten angeschraubt und Du hast schon Deine Unterkonstruktion für Gipskarton. Mit LED's gibt es auch sehr flache Einbaustrahler. Notfalls könntest Du auch mit einer Lochsäge bis in die jetzige Holzdecke gehen und hast eventuell schon genug Platz in der Tiefe.

 

Ich würde sie auch dran lassen. Wegen des hinzukommenden Gewichts würde ich aber sicherheitshalber mal prüfen, woraus die Unterkonstruktion besteht. Wo diese sich genau befindet sollte Dich ohnehin interessieren, damit Du die Platten vernünftig befestigen kannst. Also vorne und hinten je ein bis zwei Bretter entfernen.

Oder vielleicht doch alle Bretter raus? Du müsstest ja auch die eine oder andere Stromleitung legen... Oder ganz einfach Ricc's Tip beherzigen.

 

Ich denke auch, Bretter runter, Unterkonstruktion prüfen, eventuell auflatten (wegen Einbautiefe) und Gipskarton dran.
Ist garantiert deutlich günstiger als die Decke abzuhängen.

 

Auch bei den Einbaustrahlern genau lesen, wieviel Platz zu angrenzenden Bauteilen eingehalten werden muss (wegen eventuell notwendiger Aufdoppelung).

Bei LED´s bin ich mir zwar nicht sicher ob überhaupt notwendig, bei den herkömmlichen 12V Einbaustrahlern war das notwendig, also Nachgucken kostet nix.

Bei der bisherigen UK musst du halt schauen, ob die Strahler dann auch dort hinpassen wo du die gerne haben möchtest bzw du musst dich arangieren oder halt partiell dort die UK ändern.

Unbedingt auch drauf achten (solltest du ein Netzteil verwenden), dass dieses so montiert wird, das du später an das Netzteil, allen Anschlussstellen und dem Deckenabgang hinkommst.

 

Geändert von Hermen (25.11.2013 um 12:42 Uhr)
auf jeden Fall bestehende Bretter runter - ich hab einmal den Fehler bei uns im Wohnzimmer gemacht und habe Gipskarton einfach drauf geschraubt.
Zum einen ist die Decke nicht eben gewesen, da der Vorbesitzer die Bretter einfach auf eine Lattung und diese direkt unter die krummen Deckenbalken gesetzt hat, ist nachher ncih schön...
und zum Anderen: die Bretter waren geklammert und die Klammern haben die zusätzliche Last (im nachhinein: natürlich) nicht gehalten.
Ansonsten bin ich eher der Freund der Lattung anstatt der Metallschienen, aber da gibts auch andere Ansichten...
Für die LED-Lampen würde ich versuch auf die standart 50mm (Halogenersatz) zu gehen, da diese erheblich billiger ind er Anschaffung sind. Die Wärmeentwicklung sehe ich unkritisch, aber direkte Berührung mit brennbaren Materialien dürfen auch die natürlich nicht haben.

 

Ach ja: denk daran, wenn es auch das Bad betreffen sollte, dass Du im Bereich der Susche und Wanne nur spritzwassergeschützte Leuchten einsetzen darfst - natürlich nur bei 230V Version, aber etwas anderes würde ich auch nicht einbauen...

 

Zitat von Hermen
...

Unbedingt auch drauf achten (solltest du ein Netzteil verwenden), dass dieses so montiert wird, das du später an das Netzteil, allen Anschlussstellen und dem Deckenabgang hinkommst.
Weiters achte Bitte darauf dass Du einen LED tauglichen Trafo verwendest. Halo Trafos könnten "unterfordert" sein und dann hast kein Licht sondern ein "Indoorgewitter" Das heisst dass einem die eine und dann die andere LED "aufblitzt". Bei LED einbaustrahlern brauchst Du Dir nicht viele Gedanken über einen Mindestabstand machen. Oki, direkt anstehen sollen sie auch nicht aber sie werden bekanntlich nicht so heiss wie die Halos.

 

Also ich nehme Grundsätzlich ein Lattung mit Dachlatten vor. Hier ist das Ausrichten wirklich das Aufwendigste an der Geschichte(sofern die Decke nicht gerade ist)! Man muss bedenkt wie schwer eigentlich Gipskarton ist!
Ich kann Martin Schirghuber nur bestätigen, nim LED-Trafos. Hier ein kleiner Tipp, Schließ den Trafo so an das du in jederzeit aus einer Öffnung von einem Einbaustrahler heraus ziehen kannst (lass das/die Kabel Ausreichend lange), sollte der Trafo mal Defekt sein! Ja die Einbautiefe der Strahler muss auch Beachtet werden!

 

ich möcht enoch einwenden dass du dir mal überlegen solltest evtl deine dunkle holzdecke zu streichen. bei uns im haus sind im eg auch alle decken mit dunlen holzpanelen verkleidet. die habe ich mit wandfarbe eingesprüht und bin sehr zufrieden. durch das sprühen sieht man die maserung noch aber durch das weis sieht es jetzt sehr freundlich aus. falls interesse besteht meld dich einfach, dann stelle ich mal fotos ein.

 

über die notwendige kühlung von LED strahlern würde ich mir schon sorgen machen. die brauche nauf jeden fall einen luftspalt drumherum und auch in der decke genügend volumen, was sie aufheizen können.
die teile werden fraglos nicht so warm wie halogenlampen, vertragen aber auch weniger wärme. die verbauten chips altern sehr schnell (verlieren an "leuchtkraft") wenn sie über 100° C erreichen. aufgrund des schlechten wärmemangements vieler fertig-strahler hat man diese temperaturen im inneren der LEDs schon wenn außen erst 40-50° anliegen.

 

Gipskartonplatten auf eine Unterlattung zu schrauben war früher normal.
Seit es CD- und UD-Profile gibt, bin ich von der Holzunterkonstruktion kein grosser Freund mehr. Restfeuchte im Holz lässt ggf. die Lattung verwinden, was später zu Rissen an den Gipskartonstössen führen kann. Mit den Metallprofilen ist eine Unterkonstruktion eine schnelle und saubere Sache, ohne das o.g. Risiko einzugehen. Wichtig dabei ist aber ein vernünftiges Abhängen, dass sich die Decke nicht unter der Last durchhängt. Besser ein paar Abhänger mehr, als einen zu wenig.
Im Baumarkt findest Du in der Abteilung für Trockenbau sicher eine Broschüre von KNAUF, in der alles sehr verständlich beschrieben wird.

Eine abgehängte Decke mit Metallprofilen hat einen Mindestabstend zur alten Decke von 60mm und mehr, was also für den Einbau von LED-Strahlern völlig ausreichen ist.
Über die Verwendung und die Montage des/ der Trafo(s) wurde hier ja schon berichtet.
Wichtig ist da natürlich auch, den richtigen Trafo zu verwenden.

Holzdecken mit Wandfarben zu streichen oder zu spritzen, wie es Hjargo oben vorschlägt, halte ich für ungeeignet und nicht sinnvoll. Wenn, dann mit einem Isoanstrich zur Grundierung und zwei schichten Acryllack...dann siehts nicht nur gut aus, sondern hält auch....

Gruss,
Frank.

 

Geändert von RedScorpion68 (30.11.2013 um 13:13 Uhr)
Erstmal vielen vielen Dank für die ganzen Antworten und Tipps!

Da mir so toll bisher geholfen wurde, wollte ich nun noch eine Frage zu den Strahlern stellen. Habe mir zwei Sets herausgesucht, beide dimmbar und ans normale Stromnetz anschließbar.
Nun stehe ich aber vor der Frage welche ich nehmen soll.
Ein Set hat 260 lumen, das andere 320. Dafür hat das erste Set einen Abstrahlwinkel von 120° das andere von 38°.
Preislich sind die Unterschiede auch recht groß.
Ich will damit wie gesagt ein Wohnzimmer ausleuchten und weiß nun nicht welchen Weg ich gehen soll....

Set 1:
http://www.amazon.de/gp/product/B00E...c=1&s=lighting

Set 2:
http://www.ebay.de/itm/10er-LED-Einb...-/251267129907

Viele Grüße
Marcus

 

Zur Ausleuchtung deines Wohnzimmers wirst Du ohne Deckenlampe nicht auskommen. Die Deckeneinbaustrahler leuchten nur auf den Fußboden und das Licht wird von da aus reflektiert (die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat zur Entfernung ab). Eine Nomale Glühlampe mit 60 Watt hat schon einen Lichtstrom von ca. 710 Lumen. Der Abstrahlwinkel von 38 Grad ist zur Objektbeleuchtung z.B. Komode oder Bilder. Zur Raumausleuchtung braucht man einen großen Winkel. Wenn Du dein ganzes Wohnzimmer mit Deckenstrahlern ausleuchten möchtest brauchtest Du je nach Größe des Zimmers mindestens 15 bis 20 LED Strahler und der Beleuchtungseindruck wäre immer noch "dunkel" da das Licht nur von Oben kommt und keine Personen oder Gegenstände von der Seite her Beleuchtet werden.

 

Danke für Deine Antwort. Allerdings wollte ich schon ohne Deckenlampe auskommen, sieht ja sonst nicht wirklich schön aus. Das zweite Set oben hat einen Winkel von 120°, wenn ich davon genug verteile müsste das doch gehen, oder? Wenn ich dafür 15 oder 20 einbauen muss wäre das auch kein Thema

 

Woody  
Ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber ich persönlich empfinde ein Wohnzimmer nur dann gemütlich, wenn es eben nicht wie eine Bahnhofshalle hell ausgeleuchtet ist. Ordentliche Ausleuchtung benötigt man m.M.n. in der Küche, Bad und Flur.

Ich würde im Eßtisch-/Couchtischbereich die Strahler mit der geringeren Streuweite als punktuelle Beleuchtung auswählen und die breiteren eher als gezielte Einzelbeleuchtung. Eventuell indirekte Beleuchtung rundherum am Übergang Decke/Wand mit Strahlung nach oben. So reflektiert es dir das Licht auch eher gestreut in den Raum hinein.

 

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