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67,5 Grad fräsen, sägen ........

21.01.2015, 23:45
Geändert von Kathrin (04.02.2015 um 12:12 Uhr)
Hallo ihr Wissenden,
ich bin im Begriff eine Kaminumrandung zu Bauen (besserer Begriff fällt mir nicht ein). Insgesamt sind 3 verschiedene Bauteile vorgesehen. Oben die 6 eckigen Qubes, darunter ein Regal/Schrank und jeweils seitlich von der Feuerstelle ein Regal aus "diagonal" laufenden Brettern, die sind im Moment mein großes Problem. Wie säge/fräse ich den Winkel der Bretter? Gemeint ist der Winkel von 68° (siehe schwarzer Kreis unten), also welches Werkzeug, wie eingestellt. Auf der rechten Seite habe ich das gleiche Problem nur halt 64°. Meine Kappsäge kann nur 45° in eine Richtung, Ebenso die Tauchsäge, Stichsäge, Tischsäge und Handkreissäge. Der Gedanke war mit einer Oberfräse aber was für einen Fräseinsatz muss ich wählen, und wo bekomme ich ihn her. Kann mir da vielleicht jemand auf die Sprünge helfen, oder hat einen Tipp wie ich das anders gestalte ohne ein Vermögen für neue Werkzeuge auszugeben. Vorhanden sind oben genannte Sägen und eine handgeführte Oberfräse (kein Tisch) und Standard-Fräseeinsätze. Also kein Fesenfräser mit besonderen Winkeln nur 45°

Vielen Dank
Mike
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Kamin Kamin
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16 Antworten
Ekaat  
Da wird Dir nichts anderes übrigbleiben, als einen Parallelanschlag im richtigen Winkel anzuschlagen und dann munter mit der Handkreissäge zu schneiden. Entweder, Du hast so einen Anschlag, oder Du machst es, wie ich: Eine Schiene (Holz, besser Metall) an bei den Enden mit Schraubzwingen fixieren und dann an der Schgiene entlangsägen.
Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob Du nicht von der linken Seite sägen kannst, dann sind 64° nur 26°!
Oder habe ich Dich falsch verstanden?

 

22 grad sägen und gut is, wenn sichs um den winkel im schwarzen kreis handelt

 

Ekaat  
Zitat von sarin
22 grad sägen und gut is, wenn sichs um den winkel im schwarzen kreis handelt
Leider hat outrider wohl nicht das richtige Vorstellungsvermögen und wird Dir auch nicht folgen können, denn sonst wäre er auf die gleiche Idee gekommen. Ein paar Hinweise wären schon recht hilfreich:
Wenn ich 45° säge, ist es egal, von welcher Seite ich das mache.
Möchte ich 30° sägen, ist die Seite nicht mehr egal. Dann muß ich von oben sägen; wenn ich von unten säge, kommen 60° heraus. Warum? -
Weil ich dann von den 90° (Geradschnitt) die 30° wegnehme und somit 60° erhalte [90°-30°=60°!].
Insofern kannst Du von 0 bis 90° alle Winkel sägen, wenn Deine Säge einen Schneidwinkel von 45° erlaubt - sofern das Werkstück in die Säge paßt.
Ich weiß - Geometrie hat in der Schule genervt; insofern ist da bei manchen nichts hängengeblieben, zumal sie es nie wieder benötigten. Falls Du Fragen hast, sprich mich an, da seit der Schulzeit Geometrie - speziell Trigonometire mein Hobby war.

 

Geändert von Ekaat (22.01.2015 um 01:01 Uhr)
Handkreissäge oder Tischkreissäge, wie oben beschrieben, je nachdem was vorhanden bzw. mit was du besser umgehen kannst, bei völligem Versagen, jemanden zu bitten, der sich mit sowas auskennt, um dir zu helfen oder es zu schneiden....alles wird gut...

 

Also meine Lieben ich will weder eure mathematischen/geometrischen, noch eure handwerklichen Fähigkeiten in Frage stellen. Dennoch kann ich das Schwänzen des Geometrieunterrichtes nicht auf mir sitzen lassen. mag sein das ich nicht wirklich klar rüber gekommen bin. Dennoch habe ich Winkel und Gegenwinkel damals richtig verstanden und auch das die Summ der Winkel 90° ergibt. Bei der Arbeit handelt es sich um das Sägen eines Brettes (ca. 750 mm x 300 mm x 18 mm) es soll die 300 mm Kante gesägt werden so dass, das Brett auf die Sägefläche gestellt hinterher zum waagerechten Boden gemessen im Winkel von 22,5° schräg nach oben verläuft. Damit ergibt sich ein Sägewinkel von 67,5°. Dieser kann aber mit meinen Werkzeugen so nicht hergestellt werden. Dazu müsste ich das Brett in voller Länge senkrecht stellen und die Säge auf 22,5° Neigung stellen und am Brett entlang sägen. Ohne entsprechende Spezialvorrichtung, würde das mit der Mathematik bzw. dem Zählen hinterher wahrscheinlich noch schlechter laufen, so mit ohne 10 bzw. 8 Fingern und 2 Daumen. Bei einer waagerechten Auflage des Brettes und einer Neigung der Säge von 22,5° wird das Ergebnis mit Gegenwinkel 67,5° nicht zustande kommen. Weil ich nun auf Grund eurer Ansagen selbst an mir gezweifelt habe, bin ich eben bei einem Tischler gewesen. Und selbst der hat mir gesagt, dass er so ohne weiteres (trotz besserer Maschinen und Werkzeugen) diese Winkel so nicht herstellen kann. All diese Zeit und womöglich noch weitere Kosten sind für dieses Projekt nicht gerechtfertigt. Es soll später nur Brennholz darin untergebracht werden. Natürlich hat man immer den Anspruch daran, dass es gut aussehen soll. Aber ein Preis-Leistungsverhältnis muss dennoch gewahrt bleiben.

Ich danke euch, das ihr mir helfen wolltet, das hat zumindest zu der Erkenntnis geführt, dass man von manchen Dingen besser die Finger lässt, oder sie für teures Geld machen lässt.

Ich werde den Plan noch mal überarbeiten und mir eine für mein Werkzeug praktikable Lösung überlegen.

Vielen Bank
Gruß Mike

 

An einer Tischkreissäge, z.B. der Bosch PTS10 kann man das Sägeblatt verstellen. Damit löässt sich dein Schnitt machen.

 

Ekaat  
Jetzt habe ich kapiert! Du willst also die Schnittebene auf 67,5° bringen. Da dürftest Du ein Problem haben. Auch die PTS 10 läßt sich nicht über 45° hinaus einstellen. Ich habe so etwas mal versucht, indem ich einen Keil von 35° herstellte und dann das Brett darauf legte. Bei mir waren es 70°. Der Versuch ging sowas von in die Hose, weil sich das Brett nicht sauber führen ließ.
Gehe zum Tischler und lasse das auf einer Abrichte machen.

 

Wenn Du das Brett hochkant stellen würdest, hättest Du den machbaren Gegenwinkel, richtig? Damit es hochkant steht, könnte man es an einem ausreichend großen Quader (300x300x300mm, ggf. selbstgebaut aus Spanplatten) festzwingen und das "Gesamtkunstwerk" dann über die Säge gleiten lassen.
(Im Grund brauchst Du ja nur eine Rechte-Winkel-Halteplatte in der entsprechenden Größe. Muss also keine komplette Kiste sein.)

 

Geändert von kaledo (22.01.2015 um 11:58 Uhr)
Ja genau das haben wir vorhin beim Tischler ausprobiert Kaledo, sind aber zu dem Schluss gekommen, das der Aufwand bei weitem nicht gerechtfertigt ist. Zumahl mir dafür die geeignete Säge fehlt. Bei mein Kapp/Gehrungssäge kann ich denSägeblattschutz nicht entfernen oder arretieren für die Tischkreissäge (brauche ich nur sehr selten) benötige ich erst ein neues Sägeblatt und Hand/Tauchsäge ist mir zu gefährlich. Ich werde den Plan jetzt verwerfen und das Ganze neu und anders gestalten.

Vielen Dank euch allen
Mike

 

Eine Möglichkeit gibt es... Dafür müsstest du aber eher zu einem Zimmermann gehen, Stichwort Kervenfräse. Mit einer solcven fräst man eigentlich Kerven (Auflagepunkte an Sparren) , allerdings eignet sich dieses Gerät sehr gut auch für abplattungen aller Art und in jeden noch so flachen Winkel. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Art grosse Handkreissäge mit einem Hobelkopf ( meist ca 100mm breit). Oft sind es auch Nur umgerüstete Handkreissägen, wird so auch angeboten (z. von Festool HK132, oder auch die alten Mafell FS 130).
Ich bin ebenfalls besitzer einer solchen kombinierten Handkreissäge, einer Festo AF85. Diese hat mir schon bei so manchen Problemen geholfen. Meine ist Mit einem 200x30mm Falzkopf bestückt, für einen Breiteren Kopf fehlt das Geld erstmal noch. Aber es geht auch so, siehe bilder. Durch mehrmaliges Seitliches Versetzen und einer Tiefenzustellung war ein Winkel von 12 bzw. halt 78!!! grad kein Problem.

Der Zimmerer mit einer breiten Kervenfrse wird die Schräge in einem Arbeitsgang anschneiden können .
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Noch eine Weitere Idee wie es gar kein Problem sein sollte, dies müsste jeder schreiner machen können, sofern eine Schwenkspindelfräse vorhanden ist, was aber eigentlich heute der Normalfall ist.

Diese mit einem Möglichst Grossen Fälzer, Nuter oder Zapfenfräskopf bestücken, und dann die Spindel im entsprechenden Gegenwinkel (z.b 30 grad wenn man 60 grad erreichen möchte usw.) Schwenken. und schon ist es ganz eifach möglich die Schräge anzubrigen.
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Beide Vorgehensweise sind sehr gut. Aber wie vor schon erwähnt, ich plane neu. So ein bisschen sitzt mir der Zeitteufel im Nacken, ich muss noch in gut 10 weiteren Räumen renovieren, bauen und einrichten. Hinzu kommt die Werkstatt , das Büro und das Fotostudio. Also es gibt noch sehr viel zu tun. Manchen morgen wache ich auf denke "******* du bist 53, das schaffst du alles gar nicht mehr bevor du in die Kiste springst (die hab ich auch noch nicht fertig) und könnt verzweifeln. Aber was solls, ein Schritt nach dem anderen.

Gruß Mike

 

Wenn Du da Brennholz drinn lagern willst, würde ich an den Seiten ca 2cm breite Leisten anschrauben und dann ein Paar eisenstangen schräg darauf legen anstatt Regalbretter. Hat den Vorteil, Du braust keine umständlichen Gerungen und der Dreck kann bis nach unten fallen. Wenn Du mal sauber machst, brauchst Du nicht jedes Fach einzeln ausfegen....

 

Och, ich würd emich freuen, wenn ich 10 Räume, eine Werkstatt und ein Fotostudio zur Verfügung hätte... da lohnt sich die Arbeit doch wenigstens!

Du gehst das schon richtig an: Eins nach dem Anderen!

 

habe Dein Problem verstanden.... und würde Dir sogar eine etwa 3D-Skizze dazu machen !
wenn ich nicht von vornherein da ein deutliches BITTE VORSICHT sagen müsste !
der graue Fleck...mittig 66 x 119 cm soll der Kaminofen sein...? und das geht so überhaupt nicht zu machen, weil der Kaminkehrer Dir das Teil aus Sicherheitsgründen zum
Abbau auffordern wird !
Zwischen Ofen, Kamin, usw. müssen mind. 40 cm Luft sein ...! und dann auch noch mit nicht brennbaren Material ( Blech z.B.) abgeschirmt werden !
Red erst mal mit dem schwarzen Mann darüber, bevor Du Zeit und Geld rausschmeisst !
Gruss......

 

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