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230 Volt Spannung auf Gehäuse von Induktionskochfeld Gerät neu

18.10.2012, 20:26
Ich stehe mit meinem Wissen zur zeit neben der Leitung. wir haben die Isolation der Leitung gemessen 2,5 megaohm ist ok. Auch der Fehglerstrom vom Schutzschalter ist im richtigen bereich. Nur sobald ich Spannung auf das Zeranfeld gebe bekomme ich Spannung auf das Gehäuse. Aber wenn ich die Zuleitung abklemme und mit dem Ohmmeter messe dann ist alles in ordnung. Mit 500 Volt prüfspannung kann ich auch noch messen aber ich kann mir nicht vorstellen das das ein Ergebins gibt und das Kochfeld noch funktionieren wird. Wir haben Jetzt für den Herd auf einen eigenen Fehlerstromschutz mit 30mA und Sicherung eingebaut soll der Induktionsherd mit seinen Lüfern und Touch Sensor machen was er Will. Der Backofen und die Micro läuft ja noch.
Danke für Ihre Hife
Mayrhofer
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9 Antworten
Wenn das Gerät neu ist, würde ich es direkt umtauschen. Da stimmt was nicht.
Hatte einen ähnlichen Fehler durch eine beschädigte Isolierug.
Beim Messen war alles OK. Doch wenn Spannung drauf kam ist ein Funken übergesprungen und die Sicherung hat ausgelöst.

 

Sorry,

aber das Ding ist lebensgefährlich, wenn ein solcher Fhler auftritt, kann es auch im abgeschalteten Zusstand tödlich werden.

Laß es einen Elektriker prüfen, ob es eine ungefährlich Induktion ist. Oder prüfe mal mit einem mechanischen Spannungsprüfer..

 

nicht gut. mit glück ist das gerät am sack -> garantie
mit pech sitzt der wurm in der hauselektrik -> spass mit dem elektriker

 

Funny08  
Eine Ferndiagnose ist da wirklich schwierig - ich würde auch empfehlen schnapp dir einen Fachman vor Ort.
Trotzdem aus reinem Interesse -- wurde die Erdung des Kochfeldes angeschlossen? Löste der Fehlerstromschutzschalter beim Berühren des Gehäuses aus ? ( Nicht nochmal versuchen ). Löst der FI aus wenn zwischen N und PE gemessen wird?

 

Hmm, induktionskochfeld => Elektronik => Entstörfilter => Erhöhte Ableitströme ...

Hmm, der PE ist aber schon dran? Wenn ja, ist der überhaupt wirksam?
Net dass da das andere Ende irgendwo in der Luft rumhängt (hab ich schon oft erlebt!) ...

Aber zunächst mal zu den Ableitströmen, die durch den Entstörfilter verursacht werden.

  • Das Induktionskochfeld braucht eine relativ hohe Frequenz damit das überhaupt funzt.
  • Die wiederum wird elektronisch erzeugt und haut "Beulen" in den schönen 50Hz Netzsinus.
  • Weil man das net haben will, sind da fette Filter drin, damit die Beulen nicht ins ganze Netz wandern.
  • Die Filter sind meist X-Y Kondensatoren und Spulengedöns.
  • Zwei bis vier der Kondensatoren haben als gemeinsamen Fußpunkt das Gehäuse.
  • Das Gerät ist SKL I und somit "geerdet" D.h. es braucht nen Schutzleiter (i.A. den PE).
  • Die mit dem Gehäuse verbundenen Kondensatoren bilden einen kapazitiven Spannungsteiler und die (geringen) Ausgleichsströme sollten über den PE abfließen.
  • Hier sollte aber auch bei fehendem PE maximal 120V be "Erde" zu messen sein und keine 230.
  • Der dabei fließende Strom ist zu gering um den RCD zu schmeißen und stellt i.A. kein Problem dar.
  • Die Kondenstoren sind zwar kapazitive Widerstände, aber beschränken den real wrkenden Strom trotzdem. Iss halt so ne Sache das auszurechnen, weil komplex gerechnet werden muss.
  • Selbst wenn der PE nicht vorhanden ist, dann ist (intaktes Filter vorausgesetzt) die Impedanz zu hoch als dass fr Menschen gefährliche Ströme fließen könnten (im untersten mA Bereich).

Wenn Du aber nun Dampf auf dem Gehäuse hast, dann stimmt was mit dem PE nicht und das sollte dringend vom Eli überprüft werden!

Fazit:

Es kann durchaus normal sein, dass das Induktionsfeld Ableitströme verursacht.
Eine Potentialerhöhng am Gehäuse ist aber ein eindeutiges Indiz, dass mit dem PE was net stimmt und das kann wirklich lebensgefährlich werden. Da ist eindeutig was faul!

Das muss sich unbedingt ein Eli angucken was da schief läuft.

Hmm, mit was und gegen was hast Du denn gemessen? 2,5MOhm sind jetzt auch net grad ein berauschender Wert für die ISO. Sind das uralte Strippen?
Halbwegs neue Strippen sollten ein "out of range" (>200 MOhm) melden. Aber okay, auch mit zwei MegOhm kann man sicher leben.
Strippen (ohne Geräte) immer mit 500V messen, wenn sie 1000V halten ist es noch besser. Wenn Geräte dran sind, dann sollt man vorsichtig sein - Da schlägt gern mal ein Kondensator durch und das sollt man vermeiden (obwohl die in dem Bereich meist selbstheilend sind).

Aber egal, net umsonst gibt es für solche Sachen schweineteure Spezialinstrumente. Mit Lügenstift und Multimeter bewaffnet steht man da im Regen und kann die "Messergebnisse" grad mal in die Tonne treten.

Wie gesagt, es deutet bisher alles mehr auf nen Fehler in der Hausinstallation als auf nen Gerätefehler hin.
Der PE darf sich keinesfalls "weglupfen" lassen. Auch nicht wenn das angeschlossene Gerät noch so kaputt ist, denn über den PE fließen sogar schlimmstenfalls die nötigen Abschaltströme für die Automaten!

Hmm, warum werd ich den Verdacht net los, dass Du PE net angschlossen hast ... ? Oder doch?

Viele Grüße,

Uli

 

Geändert von 79616363 (23.10.2012 um 03:21 Uhr)
Auch wenn die Induktionsplatten mit höheren Frequenzen arbeiten, ist das Prinzip
einem Trenntrafo sehr ähnlich...und den verwendet man, um Arbeiten an der Elektonik
bei "offenen" 230 Volt auszuführen...jedoch musste hier der Arbeitsplatz mit einer
zus. Gummimatte isoliert sein...und eingezäunt, da hatte nur der Prüfer was zu tun !
Fazit....Da keine Gummimatte in der Küche liegt, lebst Du hier sehr gefährlich...!!!!!
ALSO...nicht lange herum probieren, sogleich den Service vom Händler dazuordern !
Hoffe, dass Dir nichts passiert !!! Gruss von Hazett

 

Funny08  
Zitat von 79616363
Hmm, induktionskochfeld => Elektronik => Entstörfilter => Erhöhte Ableitströme ...

Hmm, der PE ist aber schon dran? Wenn ja, ist der überhaupt wirksam?
Net dass da das andere Ende irgendwo in der Luft rumhängt (hab ich schon oft erlebt!) ...
...
Hmm, warum werd ich den Verdacht net los, dass Du PE net angschlossen hast ... ? Oder doch?

Viele Grüße,

Uli
Genau das war auch mein erster Gedanke

 

Hauselektrik stimmt nicht! Ist wahrscheinlich nur ne Kleinigkeit.

 

Mag sein, dass es nur ne Kleinigkeit ist - Die Frage ist nur immer, wo sich diese Kleinigkeit befindet.

Wenn das noch ne ältere Installation mit zig Verteilerdosen ist, dann kann's ganz schön ärgerlich werden, wenn man zig Dosen aufmachen muss und dabei die Tapete beschädigt.

Nachdem's aber die Herdzuleitung ist, kann man hoffen, dass die direkt an der UV ankommt und nirgends verteilt wird.

Es hilft trotdem nix, da muss ein Eli trotzdem mal zumindest messen, ob die Schutzmaßnahme überhaupt wirksam ist.

Obwohl, wenn es so ist wie er sagt und er den PE wirklich angeschlossen hat, dann kann man sich die Messung sparen - Denn dann stimmt ganz sicher was nicht

 

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