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19mm oder besser 20mm?

06.04.2014, 13:39
Hallo zusammen, diesen Sommer soll mein Werkbankprojekt Formen annehmen. Dabei stellt sich die Frage, ob ich besser 19 oder 20 mm Bankhakenlöche bohren soll. Was ist denn weiter verbreitet?

lg, frhofer
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26 Antworten
Das ist eigentlich völlig egal. Aber nur eigentlich

20mm sind eher ein "kontinentales Maß", die 19mm hingegen liegen sehr nah an 3/4" aus dem angloamerikanischen Raum.

Möchtest du dir alles Zubehör wie Bankhaken usw. selbst herstellen, ist 20mm ein gutes Maß, denn 20mm Rundstäbe bekommst du fertig an jeder Ecke und kannst damit weiter arbeiten.

Möchtest du das Zubehör kaufen wirst du feststellen, dass es die meisten Sachen in 19 und in 20mm gibt. Zum Teil von unterschiedlichen Herstellern, aber immerhin.

Egal für welches System du dich entscheidest, du hängst dort dann fest. Einmal gebohrte 20mm Löcher werden nicht so einfach kleiner und falls du später von 19 auf 20mm aufbohrst, kannst du das 19mm Zubehör wegwerfen weil es dann durch die Löcher fällt.

Ich würde (bzw. werde) den Weg so gehen, dass ich mir überlege was ich selber machen möchte und woraus, was ich zukaufen möchte und von wem und werde mich danach entscheiden. Die Entscheidung habe ich aber noch nicht getroffen.

 

Schau doch mal das konkrete Programm an. Festo und "feine Werkzeuge" haben 19 mm. Die deutschen Firmen 20 mm. Und dann schau, was für Dich die bessere Wahl ist.

Mir scheint, dass der europäische Markt bisher noch nicht richtig darauf angesprungen ist. Alles was da so hergestellt wird, ist immer dem Profisektor zuzurechnen und dementsprechend ist der Preis.

Ich habe kürzlich den Festo MFT-Systainer gekauft. Der hat ne Platte mit 19 mm-Löchern im Deckel. Ist praktisch für unterwegs - z.B. Laminat festspannen und sägen, Gehrungslade draufspannen und Sockelleisten ablängen. Oder für Elektroinstallationsrohr zum Kürzen. Habe dann gleich paar Zwingen und Bankhaken dazu gekauft. Dadurch bin ich fast schon auf das 19mm-System festgelegt. Wobei die Bosch-Zwingen natürlich auch passen. Aber anderes Zubehör eben nicht. Insofern solltest Du überlegen, ob Du irgendwann was von Festo kaufen wirst - so einen Sytainer, nen Spanntisch oder ähnliches. Damit wird sich die Wahl vermutlich entscheiden.

Welches Du nimmst, kann Dir vermutlich im Moment keiner richtig empfehlen. Aber ich meine auch, dass egal welches Sytem Du wählst, Du keine Fehler machen wirst.

 

Zitat von Rainerle
Schau doch mal das konkrete Programm an. Festo und "feine Werkzeuge" haben 19 mm. Die deutschen Firmen 20 mm. Und dann schau, was für Dich die bessere Wahl ist.
Nein!

Festool hat 20mm Löcher im MFT.
Die 19mm kommen, wie von Fernton schon gesagt, aus Übersee.

 

Tackleberry: tatsächlich? Dann ist mein Text oben zumindest teilweise Unsinn. Sorry!!!

 

dausien  
Exakter Weise müsste das Thema 3/4" oder besser 20mm? heißen.
Wie schon geschrieben sind die 20mm hauptsächlich durch den MFT von Festool und sein Zubehör in Europa verbreitet.
Die Nordamerikaner verwenden 3/4" (ca. 19,05mm) Löcher, für die es auch hierzulande Zubehör zu kaufen gibt.
Interessant ist das es seit einiger Zeit von Veritas (aus Kanada) auch 20mm Zubehör gibt.

 

Ich drück es mal so aus...
Die besten Möglichkeiten zum fixieren sind Führungsschienen Zwingen
Und die flachen Dinger von Festool.
Problem... Die Zwingen passen bei 20mm Löchern nur durch eine ca.19er Platte
Ein paar Bankhaken bastelt man selbst.
Aber die dünne Platte muß ordentlich stabilisiert werden.
Ich hab leider eine 27 mm Platte, damit die Zwingen durchpassen 25mm löcher und bin bei den Festool Teilen aussen vor.

 

Im Prinzip ist es wirklich Jacke wie Hose. Für beide Maße lässt sich genügend Zubehör kaufen. Einzig wenn du viele eigene Spannelemente oder Bankhaken herstellen möchtest, wären die 20 mm eher zu empfehlen, da es das passende Material als Standardmaß schon gibt. Wenn man aber bedenkt, dass man dieses Zubehör in der Regel nur einmal kauft oder herstellt, dann spielt es wohl eher auch keine Rolle, ob man da mal etwas als "Sonderanfertigung" kaufen muss. Ich habe mich seinerzeit für 19 mm (oder 3/4") entschieden und habe es noch nicht bereut. Genauso wäre es mir aber auch mit 20 mm gegangen. Daß eines der "Systeme" mal vom Markt verschwindet (wie es mal bei den Videoformaten war), glaube ich auch eher nicht.

 

Im Gründe ging es mir mit meiner Frage darum, von welchem Durchmesser "mehr" Zubehör zu kaufen gibt. Wenn man den Selbstbauaspekt nimmt, sind 20mm sicherlich die bessere Lösung.

 

Das einzige was ich bisher noch nicht vernünftig in 20mm gesehen habe sind Niederhalter.
Das kann man mit Steckschraubzwingen zwar kompensieren, aber etwas anders ist es schon.

 

Zitat von frhofer
Im Gründe ging es mir mit meiner Frage darum, von welchem Durchmesser "mehr" Zubehör zu kaufen gibt.
Ich behaupte mal, dass 4 Bankhaken ausreichen um auf einer herkömlichen Werkbank mit Vorder- unt Hinterzange alle Spannarbeiten erledigen zu können. Das was die Zubehörindustrie daraus macht ist eine Materialschlacht, die nur auf den Geldbeutel der Anwender abzielt.

 

Es gibt schon unterschiedliche Einsatzfelder. In meiner jetzigen Werkbank habe ich 19,05 mm Löcher. Darin nutze ich hauptsächlich die billigen Plastik-Bankhaken von feinewerkzeuge sowie die Sjöbergs ST03 Niederhalter (sehr praktische Teile wenn man nach unten genug Platz hat - einfach mal nach Bildern googeln). Veritas hat viele witzige Sachen - allerdings habe ich die auch noch nicht vermisst.

Man bekommt auch 19 mm Holz- und Alurundstäbe und kann sich wie mit 20 mm auch seine eigenen Elemente basteln.

Wenn ich mir im Winter (hoffentlich) meinen MFT baue wird dieser aber 20 mm Löcher bekommen. Zum einen für die Festool Spannelemente und zum anderen für diese Benchdogs zum winkeligen Sägen (ich werde schummeln und dafür eine MFT-Platte von Festool kaufen).

 

Ich kann in Deinem Link keine Bilder sehen. Dreht es sich bei Deinen "Benchdogs" um so was hier ?
Bei meinem MFT habe ich auch 20mm Löcher verwendet. Zum einem hat die Vorderzange vom Mastercut 1000, die ich da angebaut habe 20mm Löcher und zum anderen Passen die Billig-Plastik-Niederhalter, die ich mal im Bauhaus gekauft habe da durch. Die waren günstig und funktionieren sehr gut. Ich wüßte jetzt nicht, was ich mehr bräuchte. Zur Not bohrst Du Dir 19er und 20er Löcher in den Tisch....

 

Zitat von sugrobi
Ich kann in Deinem Link keine Bilder sehen. Dreht es sich bei Deinen "Benchdogs" um so was hier ?
Ja, genau. Die von Veritas gibt's bei uns noch nicht so lange und mir gefallen die von der Woodworker-Seite auch besser (Bilder dort wohl nur nach Anmeldung ).

Ein nettes Video über den Sinn und Zweck - wenn man exakt gebohrte Löcher hat:


 

Hallo,
habe mich bei 22mm MDF für 20mm Bohrungen entschieden.
4 selbstgebaute Exzenterklemmen und 2 Eichenklötze alles mit 20mm buche Rundholz (meter 2,69€).

An die Vorderseite kommt noch eine 17mm T Nutschiene und fertig.

Habe noch so einen alten klappbaren Werktisch wie es viele anbieten mit vier Kunststoff Backen die zufällig auch 20mm haben passen Port auch.
Falls noch was fehlt muss man halt suchen.

Wenn man natürlich auf der sicheren Seite sein will, einfach nur die notwendigsten löcher Bohren und sich bei der Anordnung so viel Platz lassen das man immer noch einen anderes maß Bohren kann.

Bei den 20mm werde ich mit einem Abrundfräser oben eine Fase fräsen.
Denke dann passen auch klemmen bei der stärke von 22mm Platten.
Zusätzlich lassen die Fasenlöcher sich schnell von anderen zb. 19mm ohne Fase unterscheiden.
Mal sehen was man im Alltag so braucht.

Gruss Heiko

 

Hallo,

ich habe das Problem, dass ich mit 20mm Rundholz Buche nicht richtig in 20 mm Löcher in MDF reinkomme.
Hat jemand eine elegante Möglichkeit, den Durchmesser des Rundholzes geringfügig zu reduzieren?

Grüße

Bobeck

 

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