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100 Jahre alte Dielen im alten Bauernhaus. Mit Speiseöl pflegen?

01.06.2016, 18:50
Moin!
Die Dielen sind eigentlich nicht so schlecht. Also 30 Jahre gehen die noch.
Ein Mitarbeiter beim Baumarkt sagte mir, ich solle diese mit Speiseöl einreiben, wegen knarren und pflege des Holzes. Nun meint mein Bruder, er hätte es nicht gemacht, vielleicht ziehe das Speiseöl ja "Ungeziefer" an?

Die Dielen sind alle genagelt! Sollte ich diese "nachschrauben", etwas?

Auf den Dielen kommen diese Fußbodenverlegeplatten rauf (Darunter wohl noch Trittschall?), und darüber wollte ich dann Laminat machen.


Was meint Ihr dazu? Zieht Speiseöl ungeziefer an? oder ist dies gut für Holz und so?

Ist im Schlafzimmer! Will ich da auch nicht irgentwelches "Pestiziet" rein haben!
 
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15 Antworten
ich würde von speiseöl abraten. das wird ranzig und fängt an zu muffeln. es gibt holzöl zum pflegen frag im BM - aber nicht in dem mit dem speiseöl ! da du sowieso noch verlegeplatten legen willst würde ich auf jeden fall alle dielen nachschrauben. die träger suchen (da wo die nägel sind) und dann mit holzschrauben nachschrauben. den durchmesser und die länge nicht zu knapp wählen und torx schrauben nehmen. aber wenn die dielung noch gut aussieht warum nicht lassen ? abschleifen und lackieren ?

 

Womöglich hat er Leinöl gemeint aber ganz normales Speiseöl kann kein ernst zu nehmender Rat gewesen sein.

Da etwas darauf gelegt werden soll wäre es ohnehin angeraten alle auf gutem Sitz zu prüfen und ggf. wo erforderlich weitere Befestigungen ein zu bringen. Erst wenn man damit wirklich zufrieden ist würde ich mit dem Verlegen beginnen.

Wenn knarren das Thema sein sollte dann rate ich dazu Youtube zu konsultieren. Dort kannst du viele Videos finden in dem gut erklärt wird wie das Knarren behandelt werden kann. Öl und Co. sind jedoch keine adequate Lösung für knarrende Bretter denn, das Knarren entsteht oft an Stellen an denen man mit dem Öl garnicht hinkommt.

Nachtrag:

Wenn die Dielen bereits über 100 Jahre alte sind warum willst du überhaupt irgend etwas darauf tun? Ich würde mich darauf beschränken das Knarren und unebene Stellen los zu werden.

 

Geändert von George1959 (02.06.2016 um 07:42 Uhr) , Grund: Nachtrag
Wie redfox schon schrieb auf keinen Fall normales Speiseöl.
Das einzige Speiseöl welches imho geht ist spezielles Olivenöl.

Meine Frau hat z.B. vom Schweden neulich SKYDD vorbei gebracht.
Ist ein stinknormales Mineralöl, welches es auch in jedem anderen BM gibt.

Ich nehme für meine Dielen Hartöl.

@ Jetzt war Georg schneller..

 

Wie es meine Vorredner schon geschrieben haben, würde ich auf Speiseöl auch verzichten. Kann mir gut vorstellen, dass das ranzig wird und stinkt. Da gibt es mit Sicherheit elegantere Lösungen, wie Leinöl oder so.

 

ok! Danke!
Habe nun auch festgestellt, das ein Brett, mehr durchbiegt, wenn man drauf tritt, diese also links und rechts, nicht mehr "vernutet" ist, also Nut und Feder nicht mehr in einandersitzen!
Fällt Euch auch nichts ein, wie ich das durchbiegen verhindern kann? ohne das ich es ausbauen muss? was wohl auch nicht mal eben so geht, weil vorne und hinten im Brett eingenutet ist.
Habe schon gedacht mit den Multitool was rausschneiden und dann irgenwie wieder einflicken...oder keile zwischen hauen und absägen?
Ist nun nicht so schlimm, weil da Fußbodenverlegeplatten rüberkommen und gut, aber könnte trotzdem "knarschen" an der Stelle.

 

Ich finde Georg hat recht, bei so alten Dielen würde ich auch nicht nachbehandeln, das kann dann schon mal richtig fleckig aussehen.
Wenn schon, würde ich die Dielen komplett abschleifen und dann neu mit Öl u. Wachs behandeln. Ich habe dies bei uns fast im kompletten Haus gemacht -alte Fichtendielen, ca. 80 Jahre alt- die sehen jetzt besser aus, als die neuen, die ich in einem Zimmer verlegt habe.
Ich habe mit "Leinos" - Öl die besten Erfahrungen gemacht, das Zeug dringt gut in das Holz ein u. verklebt nicht so stark, wie andere Öle. Danach kurz mit der Poliermaschine drüber u. leicht nachgewachst. Sieht toll aus.
Zum Knarren: Das kommt einfach davon, dass man früher die Dielen einfach genagelt hat, da rutscht das Holz an den Nägeln rauf und runter u. knarrt. Bei richtig durchgetretenen Dielen gibt es einen Trick, den mir mal ein Schreiner gezeigt hat. Du besorgst Dir im Baumarkt oder sonswo kleine runde Holzdübel (Durchmesser u. Höhe ca. 1 cm ??), die gibt es lose oder auch in kleinen Packungen, dazu eine Dose Füllschaum und einen passenden Holzbohrer. Dann einfach in die Schwachstellen der Dielen ein paar Löcher bohren, dann Füllschaum reinspritzen u. die Dübel sofort hinterher ins Holz stecken (das muss schnell gehen, sonst kommt dir der Schaum oben raus u. das ist schon eine Kleberei/Sauerei). Am besten ein oder mehrere Bretter oben drauflegen u. beschweren, damit sich die Dielen durch den Schaum nicht heben und einen Tag aushärten lassen. Die Dübel dann mit feinem Papier abschleifen u. nachölen. Das hält dann schon mal wieder ein paar Jahre und die Dielen geben nicht mehr nach.

 

Ich würde nichts nachölen...ich habe auch ein altes Fachwerk Haus, BJ. 1902. An den dielen passiert nichts. Wüde die nachschrauben die lockeren Nägel nachschlagen oder herraus ziehen. Es nämlich nicht die dielen die knarzen, sondern die Nägel die an den dielen reiben. Die lockern sich logischerweise mit der Zeit.

 

Wenn der Boden erst 30 Jahre alt ist, und der noch gut aussieht. warum schleifst ihn nicht ab, tauscht die alten Nägel durch kamnägel. Und ölst oder wachst ihn. Obwohl wenn man es so machen würde find ich gehört nen bissl knartzen dazu

 

Kleiner Tip...als ich damals bei mir im Haus im Dachgeschoss meine männerbude gemacht hab :-). Bin ich ins sägewerk gefahren, und habe mir eine bohle rotbuche geholt(mit rinde). Habe mir die zugeschnitten, behandelt (kanten und unterhalb mit pakettlack, oben geölt). Und habe die als fensterbank eingebaut. Sieht richtig klasse aus. ;-)

 

Olivenöl kann noch so speziell sein, es härtet nicht und wird ranzig. Wenn ich Frühstücksbrettchen, die oft gewaschen werden einmal pro Woche mit Olivenöl abreibe funktioniert das, weil das Öl ja nicht verbleibt.
Man kann Leinöl nehmen. Das härtet nämlich aus.
Aber das Knarren kommt doch nicht von fehlendem Öl, das nur minimal ins Holz eindringt. Das Holzinnere bleibt furztrocken. Das Knarren entsteht doch durch (leicht) gelöste Dielen. Wenn schon die Dielen überdeckt werden müssen, dann vorher richtig befestigen

 

Ja meinte auch wenn die dielen aufgearbeitet werden...wenn Platten drauf sollen sollte das knarren natürlich weg. Sorry, hab mich da vieleicht etwas falsch ausgedrückt:-)))

 

Bei Holzöl sollte man übrigens auch immer vorsichtig sein uafgrund Unverträglichkeit. Manche Holzöle, darunter zählen auch Öko-Holzöle, sondern Schadstoffe ab. Es wird immer gemeint, dass Holz ein rundum gesunder baustoff ist. Das ist allerdings meistens nur der Fall, wenn das Holt naturbelassen ist. Man sollte immer genau achten, was in den Holzölen enthalten ist.

 

kjs
Da ist viel dran! Mit Holzöl muß ich extrem aufpassen weil meine Frau auf sehr viele allergisch reagiert. Deshalb verwende ich inzwischen auch praktisch keine mehr denn Olivenöl und Co ist auch nicht immer der Bringer.

 

Da Du das Holz eh abdeckst, lass es wie es ist. Gegen Durchbiegen gibt es die oben stehende Lösung mit Bauschaum. Wobei das auch nicht ideal hilft. Das kannst Du du durch die Verlegeplatten eher verhindern. Trittschalldämmung auf die Dielen und Verlegeplatten drauf. Wenn Du das nicht machst, kann es sein, dass bei unebenem Boden die Platten klappern. Auf die Verlegeplatten direkt das Laminat drauf.

 

Hallo! Danke!

Bauschaum? Wäre eine Gummimischung nicht idealer? Also es gab mal so Kartuschen mit Flüssiggummi das Hart wurde?
Ich glaube ich lass das einfach so! Man müsste was haben, was die abgebrochenen Federn bei den Nut und Federbrettern ersetzt! Also das gegenseitige durchbiegen verhindernt untereinander...Ich mach da die Verlegeplatten drauf und gut. Leg da noch mal eine Wasserwaage drüber, und hobel mit den Ehobel notfalls was weg, wenn es zu viel irgentwo ist. Ist ein altes Haus! Kann da nur Schadensbegrenzung betreiben, alles andere ist zuviel Aufwand, zuviel Geld, und das Ergebnis wird eh nie neu sein!
So kam man das sehen. Man muss versuchen ein gesundes Mittelmaß zu finden, zwischen Luschiarbeit machen und Meisterstück herstellen;(

 

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