Eine Silencer-Box für Staubsauger und Kompressor
1/1 Eine Silencer-Box für Staubsauger und Kompressor
Werkstatthelfer
von rainerwahnsinn
10.02.15 15:25
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Endlich Ruhe!
Im Forum hatte ich jaschon nach einer Lösung für den Sägestaub und Schutz für den Kompressor gesucht. Nun kam dann eine Idde zufällig mit dem Test der PKS 66 AF zusammen.

Eine Schallbox!

Nun gut: Da ich im Test der Handkreissäge meine Projektbeschreibung zum Teil beschrieben habe und nicht ausführlich auf alles eingehen wollte, mache ich das jetzt mal anders herum, ohne auf die Säge großartig eingehen zu wollen.

Mir waren der Staubsauger und der Kompressor im Keller zu laut, teilweise lauter wie die angeschlossenen Geräte. Daher wollte ich den Geräuschpegel deutlich reduzieren, um auch das Nervenkostüm meiner lieben Nachbarn nicht allzusehr zu strapazieren.
Es sollte eine Gesamtlösung werden, mit der ich meinen Kompressor schützen und benutzen kann, und erst recht meinen R2D2 leise bekomme, wenn ich den parallel zu Säge, Schleifer oder Fräse laufen lasse.

Das kam dabei heraus:


Schallbox, Silencer, Geräuschdämmung
4.4 5 25

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Spanplatte   Spanplatte   900 x 40 x 15 mm 
Frontdeckel  Spanplatte  900 x 700 x 15 mm 
4Kantholz  Balken  2500 x 38 x 58 mm 
  Schrauben     
Noppenschaumstoff  Noppenschaumstoff grau  1000 x 500 x 40 mm 
Zwischen und Rückwand  Multiplex 18 mm   nach Gegebenheiten anpassen 

Benötigtes Werkzeug

  • Akku-Schrauber
  • Anreißwerkzeuge

1 Die Ausgangssituation

Die Ausgangssituation: Mein R2D2 und der Vigon 240 stehen ungeschützt unter der Stichsägestation.
1/1 Die Ausgangssituation: Mein R2D2 und der Vigon 240 stehen ungeschützt unter der Stichsägestation.

Zwischen zwei Küchenunterschränken habe ich die Stichsägestation auf einer Küchenplatte mit Aluwinkeln stehen. Der Staub legt sich unter Anderem auch auf dem Kompressor nieder.

2 Zuschnitt des Rahmens

Zuschnitt des Ständers
1/1 Zuschnitt des Ständers

Mittels Handkreissäge und einem Segment der Führungsschiene habe ich die Balken auf eine Länge abgesägt, dass die Küchenplatten bündig abschließen.
Auf dieselbe Art habe ich dann 51 cm lange Querbalken gesägt, um dann auf die Breite des Ständers zu kommen, auf dem später die Küchenplatte aufliegt. Die Maße sind nach den Gegebenheiten meiner Werkplatte entnommen. Das müßt Ihr natürlich Eurer Platte anpassen.

3 Zusammenbau der Rahmen

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Ablängen der Teile
1/5 Ablängen der Teile
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Nach dem Ablängen der benötigten Teile, die Rahmen habe ich zwei mal gebaut, habe ich mit dem Undercover-Jig von Wolfcraft die Balken miteinander verschraubt. Da ich keine ausreichend langen Schrauben da hatte, erschien mir das am besten gelöst.

Das Verschrauben ging besser als ich dachte. Alle Teile passten spannungsfrei zusammen. Den Abstand der Balken habe ich nach der Größe der Noppenschaumstoffplatten gewählt.
Die Ausgangsplatte ist 1000 x 500 x 40 mm groß. Bei einem Maß von 51 x 50 cm brauchte ich die Schaumstoffplatten nur mit dem Cuttermesser halbieren.

4 Plattenzuschnitt

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Etwas Ausriss bei der Spanplatte
1/3 Etwas Ausriss bei der Spanplatte
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Bei der Spanplatte handelt es sich um Reste, die ich noch verfügbar hatte. Diese wurde von 1200 mm auf 900 mm gekürzt.
Die andere Platte war schon fertig.

5 Zusammenbau

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Alle Teile mal zusammengestellt.
1/3 Alle Teile mal zusammengestellt.
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Vor dem endgültigen zusammenbau habe ich erstmal geprüft, ob wirklich alles passt...

6 Schaumstoff und Finale

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Mit dem Winkel und frischem Cuttermesser geht es nun an den Zuschnitt der Schaumplatten
1/6 Mit dem Winkel und frischem Cuttermesser geht es nun an den Zuschnitt der Schaumplatten
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Mit einem frischen Cuttermesser werden nun die Schaumstoffteile auf Maß zugeschnitten und in die Rahmenteile eingepaßt.
Nachdem die Mittelplatte zentriert mit der Rückwand stumpf verschraubt wurde, wurden an allen Wänden die Schaumstoffteile mit Teppichklebeband oder Verlegeband angeklebt.
Da der Kompressor vorne am Tank noch ein angeschweißtes Teil hat, passte der Deckel vorne nicht direkt. Daher musste ich von den Balken noch einen Rest aufdoppeln.
Der Deckel hat auf der Höhe des Druckluftanschlusses noch ein 50 mm Loch erhalten, wo ich den Schlauch anstöpseln kann, ohne dass der Anschluss an den Deckel stößt. Ich hatte bei meiner Planung vergessen, dass ich an der Rückwand hinten ja auch 40 mm Schaumstoff + die 18mm Rückwand habe.:-(

Nachdem alles verbaut und festgeschraubt war habe ich dann auch mal den Deckel zunächst mit Einhandzwingen am Ständerwerk befestigt und den Staubsauger rennen lassen.
Subjektiv war der Geräuschpegel um die Hälfte gesunken. Mangles Geräuschmesser kann ich die Werte nicht einschätzen.

Der Saugschlauch kommt oben aus dem 5 cm breiten Luftschlitz, was aber durch den Schaum abgedichtet ist, raus. Wenn ich dann zum Abschalten des Saugers in diese Lücke greife, ist das schon verdächtig warm in dem Kasten.

Hier muss also für ausreichend Zuluft und Abwärme gesorgt werden!
 
Die Wärmeentwicklung beim Kompressor konnte ich noch nicht testen. Mein Vorurteil ist, dass das Warnschild mit der Hitzeentwicklung am Motor nicht unterschätzt werden sollte.

Auch ohne den Deckel ist die Geräuschkulisse schon wesentlich leiser,

Der Nullspannungsschalter war ursprünglich für die Stichsäge, weil der Schalter unglücklich liegt. Da werde ich künftig den Staubsauger anschließen.
Mit dieser Lösung komme ich auch noch zum Einstellen des Luftdrucks am Kompressor und kann den zum Ablassen der Kesselluft noch herausziehen.

Sämtliche Maße für Zuschnitte und Schaumstoff müßt Ihr Euren Gegebenheiten anpassen und achtet bitte auf entsprechende Be- und Entlüftung der Geräte. Nicht, dass da nacher etwas anbrennt ;-)

31 Kommentare

zu „pssst! Leise!!! “

Colle Idee 5d
2015-02-10 15:26:53

Gute Idee und Beschreibung
2015-02-10 16:09:30

Ich stelle es mir schwierig vor, dass der Kompressor genug Luft ansaugen kann - das sollte die Wärmeentwicklung noch unterstützen.

Eventuell ließe sich durch clevere Integration eines Computerlüfters der Kühlluftaustausch bewerkstelligen...

Ansonsten super Idee und saubere Umsetzung.
2015-02-10 16:26:36

Schade, das man den Unterschied nicht selbst hören kann. ;-)) Ich denke mal, es wird schon enorm sein. Schöne Sache die du da umgestzt hast. Gefällt mir
2015-02-10 16:35:13

Sowas brauch ich auch, mal sehen was sich machen lässt .... Klasse gemacht
2015-02-10 16:39:20

Gefällt mir auch sehr gut, nur hatte ich die Gleichen bedenken wegen der Hitzeentwicklung und Luftzufuhr.
2015-02-10 16:44:26

Klasse gemacht 5d
2015-02-10 16:52:57

Schließe mich meinen Vorredner an, saubere Sache. Nur die Wärme macht mir Sorgen.
2015-02-10 17:00:21

Reiner wahnsinn :) was du da gebaut hast. Echt ne super Lösung.
2015-02-10 17:01:39

Gefällt mir, mach einfach hinten noch ein Lüfter rein, vielleicht aus einer alten Gefriertruhe, so verwerte ich auch die Lüfter und sind Leise ;O))
2015-02-10 17:04:34

Die Idee ist ja mal spitze und gut umgesetzt.
Wegen der Belüftung, ist da nicht oben offen (neben dem Schalter) so dass da genug Luft zum Austausch reinkommt oder sehe ich das falsch?
2015-02-10 17:46:50

Feine Sache das! Sehr schön beschrieben und auch die Nachteile unter Umständen genannt. Perfekt zum Überdenken, ob ich mir sowas auch baue! Vielen Dank dafür.

Eine Frage dazu: wo hast Du die Schaumstoffplatten her?
2015-02-10 18:11:53

Super Lösung und gut gebaut. Ich wollte vor kurzem meinen Kompressor auch einschalen. Die Dinger sind mega laut. Meine Werkstatt ist in einer Garage der beiden Garagen. Ich habe den Kompressor in die andere verfrachtet n Loch für den Luftschlauch durch die Wand gebohrt und an eine Steckdose mit Fernbedienung angeschlossen. So kann ich ihn von der Werkstatt aus schalten und ich höre ihn fast nicht.
2015-02-10 18:18:38

Der Zwischenboden aus Spanplatte ist 40 cm breit, mittig auf die Balken verschraubt. Vorne und hinten wären also 5 cm "Luft" aber ich hatte ja unter diesen Zwischenboden 60 cm Schaumstoff auf die Breite der Lücke verklebt. So wird da die Luft gebremst bzw. gefiltert.
Den Schaumstoff hatte ich bei Schaumstofflager.de bestellt, weil mein Musikladen die Platten gerade nicht lieferbar hatte. Auf Youtube hatte ich mir einige Videos angeschaut, wo ähliches gebaut wurde. Da ging es wesentlich enger zu, als bei mir.
2015-02-10 18:42:34

Gar keine so schlechte Idee - mit dem Stabsauger das stört mich ja weniger im Keller - aber der Kompressor fetzt gewaltig 5D - tolles Projekt
2015-02-10 19:08:43

Klasse Idee super.
2015-02-10 20:39:29

Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich durchforste mal die genannte Webseite!
2015-02-10 21:10:31

finde ich ne gute Lösung
2015-02-10 21:43:16

Wie ich sehe hattest du eine ähnliche Idee bezüglich des Produkttest mit der PKS 66 AF.
Wenn ich es Zeitlich mal schaffe werde ich mein Gehäuse für meine Absauganlage als Projekt einstellen.
Deine Ausführung ist aber auch gelungen. Ich möchte meinen Vorrednern nur beipflichten. Bezüglich der Ansaugluft bzw. Wärmeabtransport für deinen Kompressor solltest du dir noch Gedanken machen.
2015-02-10 21:53:55

tolles Projekt, gefällt mir sehr gut.
2015-02-10 22:24:41

Du hast das problem super gelöst.5D
2015-02-11 13:11:27

Schön Leise und Ordentlich aufgeräumt - Super Lösung !
2015-02-11 13:17:34

Ich hab in meinen Schrank mittlerweile auch einen Lüfter eingebaut, der Staubsauger selbst wird recht warm. Kannst auch reinblasen lassen, es ist wichtig, dass die Luft in Bewegung ist. Steht die Luft, wird es stellenweise durchaus heiß.
2015-02-11 18:21:05

@Rainerle: das mit dem Lüfter ist ne gute Idee.
2015-02-11 19:19:13

Prima Idee, wenn es gut funktioniert :-) 5 D
2015-02-12 16:08:28

genau das Gleiche ging mir auch durch den Kopf Wolfman..............
2015-02-18 17:36:01

Tolle Idee und auch Super umgesetzt.Muss man erst mal drauf kommen.
2015-02-20 09:00:45

Das ist tatsächlich eine Klasse - Idee .
Sieht bei mir ähnlich aus . Danke für die Lösung . Drei Spanplatten hätte ich auch noch ...
Fünf Daumen von mir dafür .
2016-03-15 13:06:24

Gute Lösung. Komisch man sieht manche Projekte leider auch nur, wenn man selbst vor dem gleichen Dilemma steht.

aber besser spät als nie :)
2016-11-30 16:01:43

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