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Zwangsführung am Abrichthobel Abrichthobel,Sicherheit
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Heimwerken
von danielduesentrieb
28.07.10 09:25
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Ein Abrichthobel ES 175 mit maximal 120 mm Arbeitsbreite hilft mir häufig beim Hobeln von Holz.
Leider ist die Abrichte ziemlich ruppig und hat mir schon öfter das Fell von den Fingern gezogen.
Daher habe ich doch Respekt vor dem Teil und nehme sie nicht gerne.
Nun will ich aber die Latten am Zaun renovieren, aber die Finger nicht einbüßen.

Das Ergebnis seht ihr auf den Bildern.

Benötigt wird:

1 Abrichthobel
1 Gummiwalze aus einem Nadeldrucker
2 Schraubenfedern aus einem Vollwaschautomat
2 Gewindestangen 8 mm Ø
1 Stück Winkeleisen 30 mm Schenkellänge
div. Schrauben, Splinte und U-Scheiben

Drehbank, Bohrmaschine und div. Schlüssel.

Als erstes drehte ich den überflüssigen Gummi von der Druckerwalze ab, bracht die Walze auf die passende Länge.

Dann befestigte ich das Winkeleisen am Tisch der Abrichte und befestigte daran die Gewindestangen.
Bevor ich die Walze ein hing, bohrte ich auf jede Seite der Achse ein Loch von 3 mm Ø für die Aufnahme eines Splint.

Anschließende der Testlauf und ein gutes Ergebnis.

Die Abrichthobel gleichen sich in ihren Abmessungen nicht unbedingt, daher nutzen meine Abmessungen wenig.

Einen Hinweis noch, wer es nachbaut, sollte unbedingt versuchen die Walze möglichst nahe an das Hobelmesser bringen.

Mir gelang es nicht ganz so gut, aber dennoch bin sehr zufrieden mit der Zwangsführung.

Hallo liebe Heimkerkergemeinde, ich habe mit meiner Abrichte alle 140 Latten sehr einfach und ohne Angst um meine Hände abgerichtet. Ihnen anschließend mit einer Bandschleife das elegante Finnisch verpasst. Mit Motorenöl 10 W 40 imprägniert und wieder angebaut.
Auch die Zaunriegel von 3 m Länge konnte ich mit der Zwangsführung sauber und alleine abrichten. Sollte ich wieder so eine Mammutaktion starten, dann würde ich die Zwangsführung doch etwas ändern und besser fixieren. Auf alle Fälle den Punkt in Richtung Messerwelle optimieren.


Abrichthobel, Sicherheit
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9 Kommentare

zu „Zwangsführung am Abrichthobel“

Hallo danieldüsentrieb,

Deine Konstruktion ist schon sehr gewagt und sicherlich für Nachbauer nicht ungefährlich. Hier ist keine der verbauten Komponenten aufeinander abgestimmt. Meine Gesundheit ist mir mehr wert als ein paar Euro zu sparen. Ich würde entweder investieren und mir ein entsprechendes Teil kaufen oder meine Bretter bei einem Schreiner abrichten lassen.
Ich rate jedem ab soetwas nachzubauen. Im Falle eines Unfalls ist die Haftung der Versicherung mehr wie fraglich!

Markus_H
2010-07-28 14:01:58

Hallo Markus_H,
Dein Kommentar ist schon berechtigt.

Die nachträgliche Zwangsführung an meiner Abrichte ist doch ein wenig gebastelt und an keiner Stelle berechnet.
Mit dem Ergebnis bin ich dennoch zufrieden, weil ich beim Abrichten nicht mehr an der Messerwelle halten muss.
Vorher hatte ich des öfteren mal Pflaster an den Fingern.
Übrigens, es wird kaum ein Schreiner gebrauchte Bretter bearbeiten.
Die haben berechtigte Ängste, dass ihre Messer Schaden nehmen könnten.
Gruß Daniel
2010-07-28 14:48:04

Ich brauche soetwas zwar nicht aber ich ziehe den Hut vor Leuten mit guten Ideen, die zeigen, dass man auch mit ein wenig Einfallsreichtum das Leben seiner Finger verlängern kann. Natürlich muss jeder für sich entscheiden was er nachmacht und was er lieber lässt aber zumindest wurde die Sicherheit etwas erhöht.
2010-08-04 19:47:19

Das Bild vom fertigen Zaun ist eingestellt. * ggg *
2010-08-28 09:57:51

Ist ein toller Einfall
2011-12-06 21:27:57

Klasse gelöst 5d
2013-12-14 18:03:07

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