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Zinkenfrässchablone

Zinkenfrässchablone Oberfräse,Fingerzinken,Zinkenfrässchablone,Holzverbindung,Fingerzinkenschablone
3/4 Schablone
Heimwerken
Zinkenfrässchablone Bauanleitung Selber machen
von Guenter
2010-07-21 09:40:07
  • 1-2 TageMittel
  • 1-2 Tage1-2 Tage
  • 1010 €

In diesem Projekt möchte ich die Erstellung einer einfachen Zinkenfrässchablone beschreiben. In einem nachfolgenden Projekt zeige ich dann eine erste Anwendung dieser Schablone bei dem Bau einer Holzkiste. Schaut einfach mal unter "Holzkiste" in den Projekten.


Oberfräse ,  Fingerzinken ,  Zinkenfrässchablone ,  Holzverbindung ,  Fingerzinkenschablone

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Multiplexplatte 12 mm  Birke  32 cm x 15 cm 
Restholz    32 cm x 5 cm 
  Schrauben     

Benötigtes Werkzeug

  • Oberfräse
  • Nutfräser 20mm, 16mm, 8mm
  • Kopierhülse 11mm
  • Schraubzwingen
  • Bohrmaschine
  • Senker

1 Theorie

Theorie
1/1

Als erstes einige grundlegende Überlegungen. Mit diesem Wissen kann sich jeder eine beliebige Schablone erstellen. Die verwendeten Begriffe erklären sich im beigefügtem Bild. Außerdem verweise ich auf den Wissensartikel Kopierhülsen.

Folgende Konstanten ergaben sich in meinem Projekt:Auf einer Schablone möchte ich zwei unterschiedliche Zinkenbreiten fräsen können. Der Fingerabstand sollte in einem Zug mit einem Nutfräser in die Schablone gefräst werden, damit wird die Schablone später genauer. Dazu benutze ich einen Nutfräser mit 20 mm Durchmesser und einen Nutfräser mit 16 mm Durchmesser.
Das Fräsen der Zinken soll später mit einem Nutfräser mit 8 mm Durchmesser und einer Kopierhülse mit 11 mm Durchmesser erfolgen. Nachfolgend einige Abkürzungen für die benutzten Begriffe, dadurch können die Formeln einfach übersichtlicher dargestellt werden.

Abkürzungen
Fingerbreite (FB), Fingerabstand (FA), Rasterabstand (RA), Zinkenbreite (ZB), Nutbreite (NB), Nutfräserdurchmesser (ND), Kopierhülsendurchmesser (KD)

Formeln

Zinkenbreite ZB = FB-(KD-ND)
Fingerbreite FB = ZB-(KD-ND)
Fingerabstand FA = ZB+(KD-ND)
Rasterabstand RA = FB+FA

Beispiel für die erste Schablone
Zinkenbreite/Nutbreite 17 mm = 20mm - (11mm - 8mm)
Fingerbreite 14 mm = 17mm - (11mm - 8mm)
Fingerabstand 20 mm = 17mm + (11mm - 8mm)
Rasterabstand 34 mm = 14mm + 20mm

Beispiel für die zweite Schablone
Zinkenbreite/Nutbreite 13 mm = 16mm - (11mm - 8mm)
Fingerbreite 10 mm = 13mm - (11mm - 8mm)
Fingerabstand 16 mm = 13mm + (11mm - 8mm)
Rasterabstand 26 mm = 10mm + 26mm

So nun aber genug mit der Theorie – los geht´s!

2 Rasterabstand markieren

Rasterabstand markieren
1/1 Rasterabstand

Als Schablone habe ich ein Multiplexplatte 12mm (15 cm x 32 cm) genommen. Als erstes habe ich mir mit einem Bleistift das Raster aufgezeichnet. Dazu habe ich mir eine Exceltabelle erstellt in der die Rastermaße (Beispiel 3,4 cm, 6,8 cm, 10,2 cm, 13,6 cm, etc.) aufgelistet werden.
Links und rechts sollte auch noch ein 3 cm breiter Rand stehen bleiben um der Oberfräse später genügend Auflage zu geben. Hierbei ist es sehr wichtig genau anzuzeichnen, da sich die Ungenauigkeit später durch unterschiedlich breite Zinken bemerkbar macht.

3 Fingerabstand fräsen

Fingerabstand fräsen
1/5

Nun habe ich mir eine Vorrichtung gebaut aus Reststücken von MDF Platten. Zuerst habe ich eine Grundplatte von ca. 30 x 40 cm geschnitten. Darauf habe ich zwei Anschläge 40 x 5 cm mit Schrauben befestigt. Zwischen diesen Anschlägen kann die Schablone nun beliebig verschoben werden und auf den Anschlägen kann die Führungsschiene (im Bild gestrichelte Linie) der Oberfräse im rechten Winkel gelegt und fixiert werden.
Die Anschläge sollten die gleiche Stärke wie die Schablone haben. Nun kann mit der ersten Markierung auf der Schablone mit dem 20 mm Nutfräser gefräst werden, darauf achten das die Schablone nochmals mit Klemmzwingen fixiert wird, um ein verschieben während des Fräsens zu vermeiden. Anschließend die Schablone in der Vorrichtung zur nächsten Markierung verschieben und fräsen. Tip: Um eine gleichbleibende Länge (5 cm) der Fräsung zu erhalten habe ich auf der Führungsschiene einen Stopper befestigt. Wenn die erste Seite gefräst ist kann die gegenüberliegende mit dem Nutfräser 16 mm analog gefräst werden.

4 Anschlag montieren

Anschlag montieren
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In der Mitte der Schablone wird nun noch ein Anschlagbrett montiert. An diesen Anschlag wird dann später das Werkstück mit Schraubzwingen befestigt. Den Anschlag habe ich von oben mit versenkten Schrauben befestigt.
Hierbei sollte man berücksichtigen das zwischen Anschlag und Werkstück noch ein Restholz gelegt werden kann. Das verhindert zum einen dass der Anschlag eingefräst wird und zum anderen dass das Werkstück an den Fräsungen splittert.

7 Kommentare

"Zinkenfrässchablone"

Starke Beschreibung und Baunleitung, Guenter! Da hast Du dir mal wieder richtig Mühe gegeben. Bin schon sehr gespannt auf den nächsten Schritt ;-)
2010-07-21 17:15:50

sehr einleuchtend erklärt !!
hatte früher mal mit so einer abgewinkelten Frässchablone versucht ...ist schief gegangen...dann war das Ding ein fall für Müll.
Dir fällt ja ooch immer wieder was ein ...schön so !!!
2010-07-22 11:45:53

Kann mich eigentlich immer wiederholen, du bist ein Perfektionist und was du anpackst wird toll. Es lohnt sich immer wieder deine Projekte zu bestaunen.
2010-07-22 12:29:31

Da stimme ich absolut zu: Nicht nur Deine Projekte, auch Deine Anleitungen sind wirklich eine Wucht, Günter, und unglaublich präzise und anschaulich: Perfekt! :-)
2010-07-22 20:50:06

Kann mich da den anderen nur anschließen ein super Bauanleitung......einfach nur Top wie jedes Projekt von Dir. Von mir gibt es fünf Daumen und meine Stimme ;-)
2010-07-22 21:32:23

Günter deine arbeiten sind und bleiben Spitze!
Nimmst du auch aufträge an?
Fünf Daumen von mir für alles.
Der General ;):);)
2010-07-24 16:45:58

@alle
vielen Dank für die positive Resonanz.

@generalBaba
kommt darauf an um was es sich handelt. Du kannst mich gerne mal anschreiben wenn Du ein konkretes Projekt hast...

gruß Günter
2010-07-26 08:57:21

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