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Werkstattluftfilter Holz,Staub,Luftverbesserung,Staubschutz,Luftfilter
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Werkstatthelfer
von IncredibleMartin87
11.01.16 23:13
1600 Aufrufe
  • 2-3 TageMittel
  • 2-3 Tage2-3 Tage
  • 6060,00 €

Das Projekt stammt zwar aus dem Jahr 2014, aber bei einer Datensicherung vom Handy habe ich die Fotodokumentation wieder entdeckt. Obwohl es hier bereits einige Luftfiltersysteme gibt, möchte ich euch meins nicht vorenthalten.

Wer mit Holz arbeitet, entdeckt sehr schnell ein unschönes Abfallprodukt. STAUB!!! Meine Werkstatt befand sich bis letztes Jahr in einem 15m² großen Keller. Gerade beim Fräsen und Schleifen stand ich öfter in einer dichten Staubwolke. Also musste ein Luftfiltersystem her.
Meine neue Werkstatt umfasst zwar nun fast 30m², aber der Staub ist auch hier ein Problem. Die Fotos vom Bau sind noch in der alten kleinen Werkstatt/Keller, die letzten sind dann schon im größeren.

Der Filter war ursprünglich mit Staubsauger HEPA Filter geplant. Während der ersten Tests stellten sich diese jedoch als zu "luftdicht" heraus. Die drei Ventilatoren konnten keinen so  hohen Druck aufbauen, dass die Luft durch die Filter strömte. Stattdessen zogen alle drei Ventilatoren "Nebenluft" bzw. "Falschluft" (Siehe Abschnitt "Strömungsverhalten"). Ich habe mich dann während des Projekts dazu entschlossen, Filtermatten der Filterklasse G4 zu verwenden. Diese gibt es günstig auf Ebay.

Die Ventilatoren, Schalter und Kaltgerätebuchse habe ich bei Reichelt Elektronik bestellt. Ein Ventilator hat die Luftleistung von 145m³/h, was mal drei 435m³/h ergibt. Mein neuer Keller hat mit ca. 30m² und einer Deckenhöhe von 2,10m ein Volumen von 63m³. Das macht nach Adam Ries 8:40min, um einmal die gesamte Luft des Kellers durch zu saugen. Nehmen wir an, da ca. 25% Verlust durch Luftwiderstand vom Filter und "Falschluft" sind, kann man davon aus gehen, dass innerhalb von ~12min die gesamte Luft im Raum gefiltert wurde.

Die Ventilatoren werden mit 220 Volt betrieben, somit ist keine Vorschaltung eines Netzteils nötig.


Holz, Staub, Luftverbesserung, Staubschutz, Luftfilter
4.8 5 22

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

1 Planung

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Planung
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Die Planung erfolgte in SketchUp. Die Maße der eingehend erwähnten Staubsauger HEPA Filter und die Lüfter waren die Grundlage der Abmaße. Die Filter habe ich mit eingeplant aber aus "Faulheit" nicht mit in das 3D Modell eingearbeitet.

2 Verkabelung - Testlauf

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Verkabelung - Testlauf
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Die Lüfter sind in einer Parallelschaltung angebracht. Das Video zeigt den ersten Testlauf nach dem Verkabeln und Isolieren.

3 Zuschnitt und Zusammenbau

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2. Testlauf Lüfter für Luftfiltersystem
1/7 2. Testlauf Lüfter für Luftfiltersystem
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Der Zuschnitt erfolgte nach Schnittplan. Diesen habe ich leider nicht dokumentiert.

Nach dem Zuschnitt folgte der Zusammenbau. Alle Kanten sind mit Tesaschaumstoffdichtband abgedichtet.

Der Filterrahmen wird durch eine Klappe ins Gehäuse gedrückt. Die Aussparungen der Klappe sind mit einem Schutzgitter verschlossen. Hierzu habe ich Dachrinnenschutz-Gitter verwendet.

Die Ventilatoren wurden ebenfalls mit einem Gitter geschützt.

Auf den Abbildungen sind noch die HEPA Filter zusehen, die sich aber als unbrauchbar erwiesen. Dazu mehr im nächsten Arbeitsschritt.


4 Strömungsverhalten

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"Nebenluft" bzw. "Falschluft"
1/2 "Nebenluft" bzw. "Falschluft"
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Wie eingehend schon erwähnt musste ich feststellen, dass für die verwendeten HEPA Filter die Ansaugleistung der Ventilatoren nicht ausreicht. Der Luft- bzw. Filterwiderstand war so groß, dass es zu "Nebenluft" bzw. "Falschluft" kam (Siehe Abbildung)

Ich entschied mich, den Rahmen der HEPA Filter zu behalten und verwendete Filtermatten der Klasse G4. Die Filterrahmen sind trotzdem wie zuvor herausnehmbar und austauschbar. Die Filtermatte wurde auf den Rahmen zugeschnitten und mit der Heißklebepistole befestigt.

5 Einsatzort

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alte Werkstatt
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Nach dem alle "Kinderkrankheiten" ausgemerzt waren, wurde das gesamte Gehäuse verleimt und verschraubt. Im Anschluss erfolgte die Schleifung mit 200 Körnung und die anschließende Lackierung mit Acyllack und Klarlack.

In meinem alten Keller war der Filter mit Gurten unter einem Sideboard über dem Arbeitsbereich angebracht.

In der neuen Werkstatt/Keller habe ich eine verstellbare Halterung gebaut und den gesamten Luftfilter unter die Decke gehangen. Hierzu habe ich noch eine zusätzliche Dose an die Decke verlegt, die mit der Beleuchtung geschalten wird.

23 Kommentare

zu „Werkstattluftfilter“

3D Modell ist 1A, ( was für Programme ihr als Heimwerker habt ;-)) Meine Box hat nicht 100%ig funktioniert aber in deiner sehe ich was, wie ich meine umbauen kann.
Super Beschreibung, tolle Saugbox
5D
2016-01-11 23:26:38

Wow, super klasse gebaut. Auch diese Version gefällt mir sehr gut. Die Preise für die Lüfter sind ja echt günstig. Danke für´s zeigen, und für den Tipp
2016-01-12 01:47:32

Super gemacht -gute Idee
2016-01-12 05:53:25

super beschrieben!
2016-01-12 06:09:45

Habe eben schon einmal so ein Projekt benotet. Auch hier kann ich nur schreiben, dass ich so einen Lüfter haben müsste, aber null Plan von der Elektrik habe. Trotzdem vielen Dank für das Zeigen!
2016-01-12 07:49:50

Ganz nach meiner Vorstellung. 5 Daumen
2016-01-12 08:55:11

Dein Werkstattlüfter ist sehr gut durchdacht. Sehr gute Beschreibung und Fotos.
2016-01-12 10:05:30

Schöner Lüfter, im Gegensatz zu meinem kürzlich vorgstellten sogar mit 3 Turbinen!
Gut gebaut und beschrieben (incl. Abstellen der Kinderkrankheiten). 5D und allzeit gut Luft!
2016-01-12 11:00:59

Klasse gemacht.
2016-01-12 14:31:21

Gute Lösung für ein staubiges Problem
2016-01-12 16:24:19

Klasse Arbeit und gut Beschrieben
2016-01-12 17:02:08

Gute Luft ist was wert. Einfach gebaut, einiges gelernt und verbessert und dann zusammengebaut und prima lackiert . Ein schönes Gerät .
Fünf Daumen von mir dafür .
2016-01-12 17:42:02

Einfach spitze gemacht 5d
2016-01-12 17:43:55

Super 5 D, leider habe ich auch keinen Plan von Elektrik, sonst würde ich mir das glatt versuchen nachzubauen.
2016-01-12 20:20:50

Schade das Deine Lüfter für einen Faltenfilter zu schwach sind. Als Alternative hast Du Filtermatten verwendet. Du solltest jedoch ein Pollenvlies zusätzlich verwenden, das kannst Du ab un zu mit dem Werkstattsauger absaugen. Ansonsten glaube ich setzen sich Deine Matten zu schnell mit Staub zu. Richtig tolles Projekt 5D von mir.
LG Holzpaul - der mit dem Holz tanzt
2016-01-12 21:37:38

@BertholdEbert
Genau aus diesem Grund habe ich es veröffentlicht. Meine Erfahrungen sind für den ein oder anderen der entscheide Funkte um sein Projekt zu optimieren oder gar fertig zustellen. ;-)

@Holzpaul
Falten- oder Lamellen Filter würden sicherlich funktionieren. Mir waren die ich damals gefunden hatte (vorwiegend KFZ Bereich) zu teuer. Mein utopische Vorstellungen war, die Luft mit HEPA Filtern zu reinigen. Ließ dir mal den Wikipedia Eintrag über Partikelfilterklassen durch: https://de.wikipedia.org/wiki/Partikelfilterk lassen
Richtige HEPA Filter sind viel zu engmaschig und bedarfen einen höheren Druck. G4 Filter waren auch beim Lackieren eingesetzt. Bezüglich es Pollernvlies, ist noch eins von den orignialen HEPA Filter hinten den Fließmatten angebracht.
2016-01-12 22:46:31

Das steht bei mir auch noch an, aber genau das Problem scheut mich noch ab: Hepa-Filter sind zu undurchlässig, andere zu grobmaschig. Man bräuchte richtig gute Druckventilatoren. Soll aber auch nicht laut werden. Habe auch schon über eine Küchen-Dunstabzugshaube nachgedacht mit Auslass nach Außen. Dann puste ich eben den Staub raus. Nur im Winter wäre das eher schlecht wegen der Heizungswärme. Aber man braucht sowas ja nicht ständig. Naja, irgendwann kommt mir oder einem anderen die Erleuchtung.
5D - das ist Dein Projekt allemal wert.
2016-01-12 23:04:40

Ich hatte noch eine Idee, mit der man die gesamte Filteranlage auch mit einem Ventilator betreiben könnte und theoretisch sogar HEPA Filter verwenden könnte.

Idee: Man brauchte nur einen Ventilator, der lange Schaufeln, genügend Kraft und außerdem max 1mm zur Außenwand platz hat. Diesen würde man in eine Röhre, im Gehäuseinneren, ähnlich wie in einen Windkanal oder Turbine packen. Davor wären dann die HEPA Filter. Hinter den Ventilator wäre eine weiter Auslassröhre angebracht. Somit würde man das Problem der Nebenluft reduzieren.

Ist denn kein Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik hier angemeldet, der sich in Störmungstechnik auskennt ^^. Würde einen kleinen Crashkurs sehr begrüßen... :-)
2016-01-12 23:26:34

Super Anleitung. Ich finde es gut, dass es Leute gibt, die sich die Mühe machen und solche Anleitungen online stellen!!!
2016-01-13 20:02:48

Gut gemacht. Habe ich auch schon lange vor!
2016-01-15 11:06:13

Sehr schön gemacht . Gute Luft kann man immer gfebrauchen.
2016-01-16 20:14:45

Klasse Projekt! Und sehr gut dokumentiert. Das war sicherlich viel Arbeit, nicht nur zu bauen, sondern all die Photos und Videos zu machen!
Frage: Beim G4 Filter gibt es verschiedene Materialstärken. Welche hast Du für dieses Projekt verwendet?
2016-06-12 22:52:24

gut beschrieben
2016-11-27 08:50:56

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