Überdachung der Außenkellertreppe

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Die fertige Überdachung der Außentreppe
5/5 Die fertige Überdachung der Außentreppe
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Hausbau
von Tobi74
21.07.13 21:05
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  • 2-3 TageMittel
  • 2-3 Tage2-3 Tage
  • 250250,00 €

Leider haben wir in unserem Keller an einer Außenwand ein kleines Feuchtigkeitsproblem, dass sich unter anderem in Salzausblühungen an einer Außenwand zeigt. Der Vorbesitzer des Hauses scheint sich des Problems auch bewusst gewesen zu sein, ist doch genau diese eine Wand die einzige, die gefliest ist. Motto: Ein Problem, das ich nicht sehe, gibt's nicht.

Wir haben das Problem durch eine Firma begutachten lassen, die sich auf die Sanierung feuchter Bauwerke spezialisiert hat. Deren Erfahrung nach tritt das Problem recht häufig im Bereich von Außenkellertreppen auf, da dort das Regenwasser schlecht versickern kann und dort auch häufig bei der Außendämmung geschludert wird. Deren Lösungsvorschlag war, in der Wand eine Lochmatrix zu bohren und ein spezielles Gel zu injizieren, welches die Wand abdichten soll. Da wären wir dann mit über 2.000 EUR dabei gewesen. Zusätzlich sollte man sich natürlich auch noch die Dämmung anschauen. Also schön alles (auch unter der Kellertreppe) ausschachten. Grmpf!

Unter der Hand meinte der Außendienstmitarbeiter, dass es bei uns noch nicht allzu schlimm ist und es wohl reicht, dafür zu sorgen, dass kein neues Wasser nachkommt. Dazu reicht es seiner Meinung nach, einfach die Außenkellertreppe zu überdachen. Na, das klang doch schon besser.


WandKellerSchimmelFeuchtigkeitKellertreppe, Salzausblühung
4.3 5 26

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Balkenträger 
Balkenschuhe 
Balken  Fichte  70 x 70 x 3000 
Balken  Fichte  60 x 40 x 3000 
OSB-Platten 
Fungizid-Grundierung  375ml 
Holzschutzlasur Nußbaum  700ml 
Wetterschutzfarbe  700ml 

Benötigtes Werkzeug

  • Bosch Stichsäge, PST 1000 PEL
  • Bosch Bohrhammer, PBH 3000-2 FRE
  • Akku-Schrauber
  • Hammer
  • Ratschenkasten mit Nüssen
  • Zwingen

1 Aufbau der Pfosten

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Die Pfosten werden lasiert.
1/4 Die Pfosten werden lasiert.
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Um die Pfosten vor Feuchtigkeit von unten zu schützen, habe ich sie in entsprechende Pfostenträger montiert, die auf dem Mauerabsatz unserer Kellertreppe geschraubt wurden. Damit alle Pfosten in einer Reihe stehen, habe ich zwischen dem ersten und dem letzten Pfosten ein Band gespannt und die dazwischen liegenden daran ausgerichtet. Dummerweise sind die Bohrungen für den ersten Pfostenträger nicht so geraten, wie ich es eigentlich geplant hatte, so dass dieser Pfosten nun etwas gedreht steht. 

Die Pfosten selbst sind alle mit einer Fungizid-Grundierung versehen und wurden anschließend im Farbton Nußbaum lasiert.

Beim Aufstellen der Pfosten habe ich mir mit Zwingen beholfen, die die Pfosten erst einmal an Ort und Stelle gehalten haben, bis sie dann genau senkrecht ausgerichtet und erst einmal provisorisch verschraubt waren. Auch hier habe ich zuerst wieder die beiden äußeren Pfosten befestigt und anschließend eine Schnur gespannt und die dazwischen liegenden Pfosten daran ausgerichtet. Dadurch waren sie praktisch automatisch senkrecht, was ich aber trotzdem jeweils mit der Wasserwaage kontrolliert habe.
 

2 Höhe und Querträger

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Festlegen der gewünschten Höhe
1/6 Festlegen der gewünschten Höhe
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Bis dahin hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht, welche Höhe das Dach erreichen soll. Deshalb habe ich durch Anklemmen von Leisten einfach mal mehrere Höhen ausprobiert und bei der passenden dann entsprechende Markierungen am Pfosten gemacht und diese dort entsprechend gekürzt. Danach konnten die Pfosten endgültig mit den Pfostenträgern verschraubt werden.

Da meine Balken nur drei Meter lang waren, ich aber über vier Meter Länge zu überbrücken hatte, mussten zwei Balken miteinander verbunden werden. Dazu habe ich eine Überblattung geschaffen, die verleimt und von beiden Seiten verschraubt wurde.

Den fertigen Querbalken habe ich dann mit entsprechendem Überhang an beiden Enden mit den Pfosten verschraubt. Dazu habe ich mittels Doppelstufenbohrer von oben in den Querträger an den entsprechenden Stellen über jedem Pfosten ein Loch gebohrt und die beiden Teile miteinander verschraubt.

3 Dachträger

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Der Dachträger wird angewinkelt, damit er an der flächig an die Wand geführt wird.
1/6 Der Dachträger wird angewinkelt, damit er an der flächig an die Wand geführt wird.
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Die Befestigung der Dachträger an der Wand habe ich mit Balkenschuhen gelöst. Diese haben unten eine ebene Fläche, der Dachträger wird dort aber mit einer Neigung eingeführt. Das führt dazu, dass der Dachträger im Balkenschuh nicht aufliegt. 

Da ich aber den Dachträger am Ende so abgesägt habe, dass er trotz der Neigung flächig an die Wand geführt wird, erhalte ich ein kleines Stück Holz, dass genau dem benötigten Winkel entspricht, um es unter dem Balken zu befestigen und damit eine ebene Auflage zu erhalten.

Schnell noch mit der Stichsäge eine Kerbe in den Dachträger gesägt, wo der Querträger lang geführt wird und schon kann der Dachträger am Querträger und in den Balkenschuhen an der Wand befestigt werden.

4 Winkelverstrebungen

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Die zugesägten Winkelverstrebungen
1/6 Die zugesägten Winkelverstrebungen
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Um der ganzen Konstruktion noch ein wenig Fachwerkstil zu verpassen, habe ich aus den restlichen Balken noch entsprechende Winkelstücke gesägt, die die einzelnen Pfosten mit dem Querträger verbinden sollten. Als besondere Herausforderung habe ich mir hierbei vorgenommen, keine Verschraubungen sichtbar zu haben. 

Um die Winkelverstrebungen während der Arbeiten an der entsprechenden Position zu halten, habe ich auf der gegenüberliegenden Seite des Dachträgers ein 45°-Winkelstück platziert und die Winkelverstrebung mit Hilfe einer Zwinge dort gegen gepresst.

Bei den beiden inneren Pfosten war das an einer Seite jeweils recht einfach. Da konnte ich die Winkelverstrebungen einfach von der jeweils anderen Pfostenseite aus verschrauben. Die Schrauben wurden natürlich wieder mit dem Doppelstufenbohrer entsprechend versenkt. 

Bei allen Winkelverstrebungen wurde die obere Verbindung von oben durch den Querträger verschaubt. Auch das war kein Problem. Was sollte ich aber mit den restlichen Winkelverstrebungen machen, die an den beiden Außenpfosten waren bzw. bei denen die andere Pfostenseite bereits durch eine andere Winkelverstrebung blockiert war?

Ganz einfach: Dübel! Dazu habe ich in den betroffenen Pfosten vier Löcher gebohrt und diese Dübelpiekser (keine Ahnung, wie die heißen) eingesetzt, um die Löcher auf die Winkelverstrebung zu übertragen. Nach dem Bohren der Löcher in den Winkelverstrebungen habe ich sowohl die Dübel als auch die Winkelverstrebungen eingeleimt und am Pfosten angebracht.

5 Dramatischer Zwischenfall

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Auweia, da ging's ordentlich abwärts!
1/5 Auweia, da ging's ordentlich abwärts!
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Während der Arbeiten kam es zu einem Unfall. Mein Akkuschrauber ist aus über 3 Meter Höhe auf den Betonboden am unteren Ende der Treppe gefallen. Neben dem 8er-Holzbohrer hat es natürlich auch den Akkuschrauber selbst erwischt. Das Gehäuse ist ordentlich gesprungen, was ich aber durch etwas Klebeband notdürftig beheben konnte. Die Funktion an sich schien nicht betroffen zu sein.

Dummerweise musste ich dann im weiteren Gebrauch leider feststellen, dass der Akkuschrauber merklich an Kraft eingebüßt hat. Obwohl er kurz vor dem Sturz frisch aufgeladen wurde, ließ sich nun so gut wie keine Schraube mehr festziehen.

Das war dann auch eine gute Gelegenheit, den Amazon-Gutscheincode von 1-2-do einzulösen und habe mir einen PSR 18 LI-2 bestellt. Bis der dann endlich geliefert wurde, hatte ich das Projekt aber bereits mit meinem Bohrhammer als Ersatz für den Akkuschrauber fertig gestellt. Das ging ganz schön in die Arme.

6 Querverstrebungen

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Fehlversuch mit viel zu dünnen Leisten
1/4 Fehlversuch mit viel zu dünnen Leisten
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Erst wollte ich die Dachplatten direkt auf die Dachträger schrauben. Da dort aber die Auflagefläche zu gering war, hätte die Stabilität des Dachs deutlich gelitten. Also habe ich einige Leisten genommen, mit Wetterschutzfarbe bepinselt und quer über die Dachträger montiert. Nach den ersten Leisten war aber klar, dass diese das Gewicht der OSB-Platten, die ich für das Dach vorgesehen habe, nicht werden halten können.

Also noch mal in den Baumarkt und dickere Balken geholt. Diese wurden dann wieder lasiert und auf den Dachträgern verschraubt. Die Schwierigkeit dabei war, dass ich meine Leiter dann nicht mehr an der Wand anlehen konnte, sondern gezwungen war, diese an den Balken zu lehnen, der gerade befestigt werden sollte. Ein Stoppklotz, der mit Zwingen am Dachträger befestigt wurde, sorgte dann dafür, dass ich die Querstrebe nicht verschieben konnte, während ich mit der Leiter gegen lehnte.

7 Dachplatten

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Die Dachplatten werden mit Wetterschutzfarbe bestrichen ...
1/3 Die Dachplatten werden mit Wetterschutzfarbe bestrichen ...
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Zur Abdeckung des Daches habe ich OSB-Platten genommen. Der Vorbesitzer unseres Hauses hatte davon jede Menge auf dem Dachboden gelagert. Die müssen noch vor dem Eindecken des Daches dort hinauf gekommen sein. Durch die Luke haben sie jedenfalls nicht gepasst. Da konnte ich dann auf dem Dachboden bei lauschigen 386 Grad (gefühlte Temperatur) endlich mal meine Tauchsäge zum Einsatz bringen und sie auf das benötigte Maß sägen und dabei berücksichtigen, dass ich sie auch durch die Luke zum Dach bekomme.

Nachdem ich alle Elemente fertig hatte, wurden sie von allen Seiten mit Wetterschutzfarbe versehen. Da kommt zwar noch Dachpappe drauf, aber sicher ist sicher.

Zum Schluss wurden sie dann einfach auf das Gerüst geschoben und verschraubt. Durch die Querverstrebungen war der Einsatz der Leiter nur schlecht möglich, so dass ich nachdem ich die ersten beiden Platte befestigt hatte, dazu gezwungen war, das Dach einem Härtetest zu unterziehen. Ich habe also das Dach gleich mal mit meinem Körpergewicht belastet und es hat dem problemlos standgehalten. 

8 Jetzt wird genagelt

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Etwa alle 30cm kam ringsum ein Nagel durch die Dachpappe.
1/3 Etwa alle 30cm kam ringsum ein Nagel durch die Dachpappe.
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Nein, nein - kein Schweinkram. Ich habe zum Schluss lediglich noch eine Rolle Dachpappe in zwei, sich überlappenden Bahnen auf das Dach genagelt und mit einem Cutter die Kanten begradigt. 

9 Offene Punkte

Noch sind einige Punkte offen, bei denen ich noch nicht weiß, wie ich sie löse.

  • Zum einen frage ich mich, wie ich den Wandabschluss gestalte. Im Moment liegt die Dachpappe und darunter die OSB-Platte einfach direkt an der Wand an. Sollte Wasser an der Wand hinunterlaufen, wird es den geringen Zwischenraum sicherlich nutzen. Ich spiele mit dem Gedanken, dort einfach eine Silikonfuge zu erstellen.
  • Da es seit der Fertigstellung noch nicht wieder geregnet hat, wissen wir natürlich auch noch nicht, wieviel Wasser dort auf dem Dach landen wird und ob es sich lohnt, eine Regenrinne anzubringen und das Wasser zu sammeln. Das würde letztendlich wieder neue Fragen aufwerfen. Wohin mit dem Wasser? Für eine Regentonne hätten wir keine adäquate Stelle, wo sie nicht im Weg steht. Außerdem konnten wir uns noch nicht auf eine Regenrinne einigen. 
  • Und zu guter Letzt findet meine Freundin die Dachpappenkante noch nicht so schön. Vorschläge nehme ich gerne entgegen.

35 Kommentare

zu „Überdachung der Außenkellertreppe“

Das vorläufige Ergebnis sieht doch schon gut aus.

Zum Wandanschluss:
Hier kannst du zum Beispiel ein Zinklblech an der Wand hochführen.

Oder:
Du sägst einen Keil in der Länge des Daches, am besten aus einer Dachlatte o.ä.
Über diesen führst du die Pappe bis an die Wand. Als Abschluss kommt eine Kappleiste, diese kannst du versiegeln.

Wenn du auf der Pappe direkt versiegelst wird es niemals ganz dicht werden, spar dir die Arbeit.

Auf die Ortgänge kannst du auch einen kleinen Zinkwinkel nageln.

Eine Frage noch: Wie hast du die Pfette mit den Pfosten verschraubt?
2013-07-21 21:28:43

@Tackleberry: Vielen Dank schon mal für Deine Tipps. Einige der von Dir genannten Begriffe musste ich natürlich erst einmal nachschlagen: Ortgang, Pfette (immerhin schon mal gehört).

Die Pfette, also das, was ich so schön als Querträger bezeichnet habe, ist von oben mit zwei Schrauben pro Pfosten verschraubt. Diese wurden mit dem Doppelstufenbohrer (aus dem Undercoverjig-Set von Wolfcraft) erzeugt. Sie sind also etwa zur Hälfte im Pfosten und zur anderen Hälfte im unteren Teil des Querträgers.
2013-07-21 21:54:29

prima Überdachung

eines würde ich aber noch tun, den Fußbodeneinlauf vor der Kellertür vergrößern
zum Regenwasser sammeln, könntest nur mit einem langen schmalen Behälter ??
2013-07-21 22:16:54

Als erster Versuch nicht schlecht. Folgende Punkte waren hoffentlich Gegenstand der Planung:

Dachlast bzw. Schneelast. Die Neigung deines Daches ist sehr gering, so daß sich der Schnee schön aufbauen kann. Dadurch bist du gezwungen, wenn der Schnee naß ist, das Dach regelmäßig abzukehren.

Sind die OSB-Platten wetterfest, also für den Außenbereich geeignet? Da sie ja auf dem Dachboden lagen, sind sie auf jeden Fall für den Innenbereich geeignet. Im ungünstigsten Fall quellen die Platten auf und du kannst das Dach neu decken.

Die Dübelchen würde ich nicht als Befestigung durchgehen lassen. Vernünftige Verbindung sieht anders aus. Entweder spezielle Verzinkung oder durchgehende Schrauben. Die Sicherheit sehe ich hier sehr vernachlässigt. Immerhin gehen Menschen unter dieser Konstruktion durch.
2013-07-21 22:40:11

@Electrodummy: Äh nein, die Punkte waren leider nicht Teil meiner Überlegungen. Üblicherweise sind die Winter bei uns eher weniger von großen Schneelasten geprägt. Ausnahmewinter gibt es zwar immer wieder mal, aber die paar Quadratmeter kriege ich relativ schnell geräumt.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob die OSB-Platten wetterfest sind. Da ich sie rundum mit Wetterschutzfarbe bestrichen habe, hoffe ich aber, dass es ausreicht. Mal abgesehen von unten sind auch alle OSB-Platten durch die Dachpappe geschützt.

Die Dübel an den Winkelverstrebungen sind meiner Meinung nach schon okay. Die Winkelverstrebungen dienen nur zur Zierde und sind nicht Bestandteil irgendwelcher Stabilitätsüberlegungen.

Stabil scheint die Konstruktion jedenfalls zu sein. Ich habe mich mehrfach ruckartig mit meinem nicht ganz geringen Körpergewicht gegen die Konstruktion geworfen und sie hat sich nicht gerührt. Ansonsten ist die Konstruktion so luftig, dass starke Winde einfach hindurchwehen können.
2013-07-21 22:54:12

Schöne Arbeit, die du hier hezeigt hast. Die Beschreibung und Bebilderung ist sehr Aufschlußreich, sodaß man das auch nachvollziehen und eventuell auch nachbauen kann. Volle Punktzahl von mir
2013-07-21 23:47:49

Eine handwerklich absolut professionell ausgeführte Arbeit !
Eine verständliche Beschreibung und sehr gute Bild-Doku !

Schade nur um den Akku-Schrauber...

mit weiteren Points kannste Dir vielleicht bald nen Neuen bestellen ?

5 DDDDD
2013-07-22 01:29:02

Klasse gemacht und geworden ......
2013-07-22 04:41:05

Top Arbeit und schöne Bauanleitung
2013-07-22 05:41:34

Sehr gute Arbeit!
5 Daumen
Und gute Besserung für Deinen Akkuschrauber.
2013-07-22 07:30:42

Moin!

Ich würde als Zwischenregenschutz ein gekantetes Blech nehmen, einen Wandanschluss - viell. kennst Du jemanden mit einer Kantbank? Vorlage/Profilzeichnung findest Du hier: http://www.dachplattenprofi.de/stahlblechplat ten/zubehoer-stahlblechplatten/kantteile-sond eranfertigungen.html, Schenkelmaße kannst Du ja selber bestimmen, das Teil wird dann kostengünstig langjährig Wasser abhalten...
2013-07-22 08:32:30

Sehr sehr gut beschrieben und bebildert, absolut nachvollziehbar erklärt.
Zum Hausabschluß hat sich ja schon Tacklberry geäußert, ich würde auch so einen Winkel montieren. Für deinen verdrehten Pfostenfuß gibt es Pfostenschuhe mit Drehteller, so kann man sehr genau ausrichten.
Ich wünsch dir übrigens viel Spaß beim Dachabschaufeln, unterschätze nicht das Gewicht von nassem pappigen Schnee, welchen du über eine Dachpappe mit strukturierter Oberfläche schieben (kehren geht sicher nicht) musst ;)

5 D ist dein Projekt aber allemal wert
2013-07-22 08:32:56

Sehr gut beschrieben und ausgeführt!
2013-07-22 09:11:10

Sieht gut aus.
2013-07-22 10:55:29

Hey, das schaut schonmal ganz gut aus ;-) Gut die Pfetten hätten eigentlich aufrecht gehört (wegen der höheren Belastbarkeit) und die Verbindung mit den Dübeln ist nicht wirklich fachgerecht. Das was du als Winkelstücke bezeichnest nennt sich Kopfband und hat eine nicht zu unterschätzende Aussteifungsfunktion der Konstruktion.
Was mir abseits des Schneeproblems noch einfällt ist, dass du noch ne Regenrinne brauchst, sonst hast du das Wasser gesammelt vor der Treppe ;-) also beider Breite auch nicht wirklich weit genug weg.....
Ansonsten Die anderen 3 Kanten mit Zinkblechen versehen und du hast nen ordentliches Vordach.... Obs hält zeigt dann der erste Winter mit viel Schnee und Sturm!
Da nicht ganz zu ende gedacht und gebracht undmit einigen konstruktiven 'Mängeln' gibts nur 4 Daumen.
Micha
2013-07-22 12:12:27

Zumindest die tragende Konstruktion ist doch gut gemacht, die Querträger übernehmen aber trotzdem (Quer)Last, da hätte ich auch lieber eine Verschraubung gewählt und die Optik hinten an gestellt (wenns richtig gemacht ist, siehts trotzdem gut aus), aber so wirds wohl auch halten. Was mir nicht so gefällt sind die OSB-Platten, habe im Außenbereich auch mal OSB-Platten verwendet, da kannst du machen was du willst, die quellen irgendwann auf. Gerade an den offenen Schnittkanten kommt irgendwann Feuchtigkeit rein. Ich hätte auch wegen dem Licht im Kellerabgang eher transparente Doppelstegplatten genommen und auch einen größeren Winkel gewählt. Für die Wand gibt es extra Wandanschlussprofile. Die hat unser Dachdecker auch bei unserem Vordach angebracht, weil da auch immer das Wasser die Wand runter gelaufen ist, sollte man nicht unterschätzen wieviel da runter läuft. Die wird verschraubt und mit Silikon abgedichtet. Für die Kante gibt es auch Dachabschluss-Profile, gibts in jedem Baumarkt.
2013-07-22 12:19:58

@Bjoern7: Transparente Doppelstegplatten wären auch das Material meiner Wahl gewesen. Letztendlich musste ich mich aber der häuslichen Designpolizei beugen und einen anderen Vorschlag (also diesen) machen.
2013-07-22 15:19:20

Hallo Tobi74,

ich find die Konstruktion Klasse.

Wir haben auch eine aussen liegende Kellertreppe und haben diese ähnlich, von der Konstruktion, überdacht. Als Abdeckung hatten wir uns jedoch für Glasplatten (Milchglas/Sicherheitsglas) entschieden. Nachbars Doppelstegplatten wurden bei der letzten Hagelattacke zerstört -> unser Glas nicht :-)

Daher auch von mir 5D

2013-07-22 16:26:51

Bei der Dachschräge hätte ich auch einen steileren Winkel genommen, damit Regen besser/schneller abläuft. Regenrinne würde ich sagen sollte Pflicht sein. Abwasser evtl. mit einer Regenablaufkette und Versickerung? ( http://de.wikipedia.org/wiki/Regenablaufkette )
Alternativ eine fast waagrecht/schräge Überleitung zu den Thujas? und dort an des Nachbargrenze versickern lassen, wenn der es erlaubt.
2013-07-22 16:33:10

@Elchimore

Wie willst du ein quadratisches Holz aufrecht auf die Stiele stellen?!

Wenn man mit Fachbegriffen um sich wirft, dann richtig ;)

Du meinst sicherlich die Traglattung.
Und nein, die kann man auch so befestigen.
Man sagt dass eine S10 circa 1m überträgt, mit Dachpfannen.
Nun zu Tobis Dach
-mit OSB abgeschalt, dieser steift auch noch aus.
-wenig Gewicht der Eindeckung.
- Zwischenmaß der Sparren < 1m
- bessere Qualität als S10

Also ist alles in bester Ordnung.
2013-07-22 17:36:40

Tolle Sache und toll gemacht 5d
2013-07-22 19:19:18

Tolle Vordach und Beschreibung
2013-07-23 19:18:31

sieht gut aus deine überdachung.
ich hätte allerdings wie es tackleberry beschreibt einen wandanschluss aus zinkblech angebracht 20 cm hoch und dann abgespritzt. das dach hätte ich auch etwas steiler gemacht.
ansonsten ist dir dein projekt gelungen. 5d
2013-07-24 00:08:00

sieht gut aus würd ich sagen.
2013-07-25 21:52:40

So, gestern hat's hier einen kurzen, aber heftigen Regenguss gegeben. Sowohl die Wand als auch die Kellertreppe sind dabei trocken geblieben. Leider habe ich zu spät geschaltet, um zu sehen, wie viel Wasser dort runterkommt, um zu entscheiden, ob sich eine Regenrinne überhaupt lohnt.
2013-07-25 22:49:21

hoffe daß jetzt Deine Probleme gelöst sind
2013-07-26 08:42:17

Echt gut geworden
2013-07-29 01:38:32

Top Arbeit und gut gemacht dafür natürlich 5d
2014-01-04 12:13:10

Genau sowas steht mir dieses Jahr auch noch bevor. Tolle Anleitung und viele Tips wurden ja auch noch von anderen Usern dazugeschrieben. Toll umgesetzt. Von mir auch 5 Daumen!
2014-01-11 11:32:23

einfach gut die einzelnen schritte erklärt!
<<<<<>>>> ;>
danke!
2014-01-24 18:11:36

Wenn das Regenwasser nicht z.B. aufs Geländer tropft und dann in den Kellereingang spritzt muss eine Regenrinne nicht sein, aber,.....schade um das kostenlose Regenwasser!
2014-05-02 07:05:23

@Ottifant2 Bisher blieb der Kellereingang trocken. Ich finde es zwar auch schade um das Regenwasser, habe aber bisher noch keine passende Lösung gefunden, wo ich dort eine Regentonne aufstellen könnte, ohne sie mir irgendwie in den Weg zu stellen. Zwischen Hecke und Kellertreppe ist nur ein knapper Meter Platz. An der einen Seite der Kellertreppe ist der Treppenabgang, an der anderen der Wasseranschluss.
2014-05-02 07:25:42

Scheint ja alles zu passen, dann wünsche ich dir auch weiterhin einen trockenen Kellereingang.
Kleiner Gedankenanstoß: Rohre können auch um die Ecke gehen... ;o)
2014-08-06 23:04:13

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