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Trennregeltrafo
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Heimwerken
von danielduesentrieb
12.09.10 16:00
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  • 2020,00 €

Häufig repariere ich elektrische Geräte, u. a. auch Heimwerkergeräte.
Für die Fehlersuche an ihnen und den anschließend Test kann man mit diesem Teil absolut genial durchführen.

Sollte das zu reparierende Elektrowerkzeug z. B. einen Kurzschluss haben, regelt man die Spannung vor dem Einschalten gegen Null.
Beim anschließenden Hochfahren kann ich u. a. schon erkennen, wo der Hase im Pfeffer liegt, ohne einen Kurzschluss oder andere Schäden zu verursachen.

Auch ist gut zuerkennen wie viel Strom fließt und auch durch die Netztrennung sinkt die Gefahr eines gefährliches Stromschlages gegen Erde.
Soviel zum Nutzen dieses Projektes.

Das Herzstück, ein Ringkerntrenntrafo Made in DDR, erwarb ich günstig von einem anderen Bastler.
Das Gehäuse stammt von einem zerlegten Hameg Oszilloskop.
Nach dem ich alle Teile zusammen hatte, fertigte ich eine neue Frontplatte aus Aluminiumblech und ordnete die Instrumente an.
Leider links übereinander, weil die Achse des Trennregeltrafo wegen einem gescheiten Schwerpunkt, mittig liegen muss. Für eine optisch schönere Anordnung wären umfangreichere Blecharbeiten am Gehäuse erforderlich gewesen.
Für eine sichere Befestigung des Trafo, habe ich Aluminiumwinkel passend gesägt und dies am Gehäuse verschraubt.

Die Achse des Trafo habe ich durch ein passendes Aluminiumrohr 8 mm Ø Innen passen verlängert. Der Antrieb erfolgt durch einen Mechanismus aus dem zerlegten Oszi. Leider hatte ich keinen gescheiten Knopf mehr, diesen musste ich mühsam aus einem Stück Rundaluminium fertigen. Die Löcher für die beiden Rundinstrumente von Ø 52 mm fertigte ich mit einer Lochkreissäge.
Leider habe ich mich beim Anreißen der 4 Befestigungslöcher vermessen.
Da half nur folgende kleine Mogelei, die Ø der Löcher auf 5 mm zu vergrößern.

Im Original übernahm ich die Glimmlampe für die Netzanzeige, ein Kippschalter war auch schnell gefunden.

Ganz wichtig ist die Steckdose, an ihr darf kein Schutzkontakt mehr vorhanden sein.

Für den Netzeingang beließ ich die Kaltgerätesteckdose vom Oszi.

Mir fehlt noch eine gescheite Idee, wie ich die Frontplatte sauber beschriften könnte.


Auf eine Bauanleitung habe ich bewusst verzichtet.
Weil doch ein wenig Improvisation nötig ist und ich auch kaum Normteile einbaute. Bis auf die beiden Rundinstrumente habe ich nichts käuflich erworben.

Eine Teileliste ist vielleicht dennoch hilfreich.

1 Trennregeltrafo:
Primärspannung
230 V ~
Sekundärspannung
0 - 300 V ~
Ausgangstrom nicht unter 1 A

1 Einbauinstrument Messbereich 0 - 300 V ~
1 Einbauinstrument Messbereich 0 - 3 bzw. 5 A ~
1 doppelpoligen Netzschalter
1 Sicherungselement für eine Feinsicherung
1 Kaltgerätesteckdose 230 V
div. Schrauben, Winkel und
1 Einbausteckdose ohne Schutzkontakt
Am besten ein fertiges und passendes Gehäuse.

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11 Kommentare

zu „Trennregeltrafo“

Hallo Daniel,

ein sehr spiezielles Projekt und vielleicht nicht für jeden zu realisieren. Bei allen Projekten mit Elektrizität sollten so oder so nur Fachmänner ran.

Was die Beschriftung betrifft: Geht es Dir hier um die Art und Weise der Aufbringung? Also von Edding über Klebefolie bis hin zur Lasergravur ist da ja alles möglich. Wie lang soll es denn halten?

Viele Grüße
Björn
2010-09-12 16:12:36

Hallo, ein Hinweis noch, natürlich sollte niemand so ein Gerät nachbauen, wenn er nicht im Umgang mit den VDE für mit Netzspannung betriebene Geräte vertraut ist.

Leider bin ich ein Laie beim Beschriften. Haltbar sollte es schon.
Bisher habe ich die Beschriftung auf dem Laserdrucker hergestellt, ausgedruckt, geschnitten und an dem passenden Ort angeklebt.
Zur Versiegelung mopste ich farblosen Nagellack, das hält eher nicht so gut und die Damen fanden das nicht lustig.
Ich würde mich über hil
2010-09-12 16:24:18

Hallo, mach doch die Beschriftung mit einem Dymo!. Wenn Du selbst keinen hast, kann Dir bestimmt ein Bekannter helfen. Die Dinger gibts auch bei Ebay. Den kannst Du dann immer wieder gebrauchen, also eine gute Investition!

Viele Grüe der Bastelbär
2010-09-12 16:33:00

Hallo Daniel,

wenn es eher einfach und schnell sein soll, dann empfehle ich einen Ausdruck auf SK-Papier und zur "Versiegelung" Durchsichtiges Klebeband. Das ist dann aber doch etwas simples.

Wenn Du das nochmalige Auseinandernehmen nicht scheust, würde ich die Abdeckung zu einem Juwelier oder Copyshop geben. Die meisten bieten Gravuren sehr günstig an. Somit ist es haltbar und auch noch wertiger in der Optik. Ungefähre Kosten: 10 - 20 EUR.

Viele Grüße
Björn
2010-09-12 16:40:17

Wenn Du sehr ruhige Hände hast, kannst Du auch mit einer Buchstaben-Schablone aus dem Schreibwarengeschäft und einem Körner das Ganze auch selbst, Gravieren. Auf Aluminium sollte das ohne Weiteres machbar sein.

Björn
2010-09-12 16:41:47

Hast du als Elektroniker schon mal ans Ätzen gedacht ? Mit Schablone und Säurebad auch gut machbar. Im übrigen finde ich das Gerät genial und was für ein großer Ringkern, habe auch einen hier aber eher in Faustgröße.
2010-09-12 16:50:10

jo, dis Teil kenn ich ....zur Beschriftung...da wären Abreibebuchstaben - die legst auf die Front und reibst mir der Rückseite vom Bleistift oder einem abgerundeten Holzstab den Buchstaben auf's Blech.

Gruß Muldi

P.S. schönen Dank nochmal !!
2010-09-13 08:52:35

Hallo, viele gut gemeinte Ratschläge, dafür vielen Dank.
Abreibebuchstaben sind mir gar nicht eingefallen, das könnte ich mal ventilieren.
Gravieren wäre eine Lösung, ich habe 1967 auch die Alufrontplatte meines Gesellenstückes gravieren lassen, das brachte richtig Punkte.
Ist aber hier nicht notwendig, ich wollte halt das Gerät ein wenig auf peppen.
Ruhige Hände????? eher nicht. Ätzen ist auch nicht so mein Ding, da kenne ich wieder jemanden.
Gewicht vom Trafo 9 kg, Gruß vom Daniel
2010-09-13 09:44:06

Hallo,

danieldüsentrieb macht seinem literarischen Vorbild ja alle Ehre. Immer wieder eine neue
" Erfindung ". Er scheint sich damit auszukennen
ABER BITTE VORSICHT!
Wer von Strom keine oder nur wenig Ahnung hat sollte die Finger davon lassen.
Mit Strom ist nicht zu spaßen. Du kannst ihn nicht sehen und auch nicht riechen!
Also liebe Community-Mitglieder nehmt Euch bei Arbeiten mit Strom immer einen Fachmann zur Seite. Jährlich sterben in Deutschland 200 Menschen durch Stromschlag
2010-09-15 09:51:17

Danke Markus, richtig, man sieht den Strom nicht. Das ist auch ein Grund so einen Trennregeltrafo zu benutzen. Die Betonung liegt stark auf Trenn, denn er trennt galvanisch das öffentliche Stromnetz, so dass ich nur bei Berührung beider Leiter am Ausgang einen Stromschlag erhalten könnte.
Ansonsten kann ich einen Leiter anfassen und mit der anderen Hand die Wasserleitung berühren. Der Fön in der Badewanne würde nur seinen Geist aufgeben, weil ja die Verbindung zur Erde getrennt ist. Gruß Daniel
2010-09-15 11:14:20

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