Transportkiste für die Tauchsäge

Transportkiste für die Tauchsäge Holz,Kreissäge,Tauchsäge,Transportkiste,Werkzugkiste
1/1
Werkstatthelfer
von akw_clayman
04.10.15 22:26
1930 Aufrufe
  • 1-2 TageMittel
  • 1-2 Tage1-2 Tage
  • 2020,00 €

Da meine Tauchsäge leider nur im Karton kam und angeregt von diversen anderen Kisten und Koffern aus den Projekten wollte ich nun auch eine Transportkiste dafür bauen.
Eine grobe Vorstellung hatte ich im Kopf und eine Birkensperrholzplatte war schnell gekauft.
Alles weitere ergab sich dann beim Bau.


Holz, KreissägeTauchsäge, Transportkiste, Werkzugkiste
4.5 5 19

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Platte  Birkensperrholz  60cm x 120cm x 9mm 
  Schrauben    3x35 

Benötigtes Werkzeug

  • Handkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Exzenterschleifer
  • Multifunktionswerkzeug
  • Zollstock, Winkel, Bleistift, Japansäge

1 Planung

NEXT
Der höchste Punkt mit ca. 26cm
1/2 Der höchste Punkt mit ca. 26cm
PREV

Zunächst mussten die Außenmaße festgelegt werden. Um vom Raster her passend mit diversen Konstoffboxen zu sein, sollte die Grundfläche der Kiste 30cm x 40cm sein.
Die Tauchsäge selber ergibt die mindeste Innenhöhe, also erstmal diese nachmessen.
Mit einer Höhe von 26cm plus die Materialstärke von Deckel und Boden zusammen von ca. 1,8cm ergibt sich eine notwendige Höhe von ca. 28cm, die wurden aufgerundet und die Kiste sollte außen 30cm Hoch werden.

Anhand einer einfachen Skizze wurden die Maße für (fast) alle Einzelteile ermittelt:

Der Boden soll die volle Fläche haben also 30cm x 40cm.

Alle Seitenwände sollen auf dem Boden stehen, die langen seiten auf voller Länge, die kurzen Seiten zwischen den Langen.
D.h. 40cm x 28,2cm für die langen, und 28,2cm x 28,2 cm für die kurzen Seiten.

Die genauen Maße für die Teile des Deckels wollte ich erst wenn der Grundkörper steht, festlegen.

Von der Sperrholzplatte soll zuerst längs ein Streifen mit 30cm Breite abgeschnitten werden, aus der zweiten Hälfte lässt sich ein Streifen mit 28,2cm schneiden.
Von dem 30cm Streifen kann man ein Stück von 40cm Länge für den Boden sägen. Aus dem 28,2cm Streifen kann man die beiden langen und eine kurze Seite schneiden. Die zweite kurze Seite erhält man aus dem 30cm Streifen, der Rest davon ist noch ausreichend für den Deckel.

2 Zuschnitt

Die zugeschnittenen Einzelteile
1/1 Die zugeschnittenen Einzelteile

Nachdem die Maße und die Aufteilung der Platte klar waren, konnte es an den Zuschnitt gehen. Dieser wurde natürlich mit der Tauchsäge gemacht und war auch gleich der erste richtige Einsatz für sie.

Vom Zuschnitt selber gibt es aus Ermangelung freier Hände keine Bilder, nur vom fertigen Ergebnis.

Zum Vorgehen:

  • die Maße anzeichnen
  • die Schiene an die Linie anlegen so, dass sie auf dem gewünschtem Werkstück liegt und die Säge dann im Abfallholz sägt (sonst fehlt einem die Sägeblattstärke am Werkstück und der Schnitt wird weniger sauber)
  • die Schiene fixieren, Säge draufsetzen und sägen
Ich bin echt von der Arbeitsweise mit Tauchsäge und Führungschiene begeistert. So präzise und saubere Schnitte hätte ich mit meinen anderen Werkzeugen nicht hinbekommen.

3 Erste Stellprobe und Planänderung

NEXT
Erste Stellprobe,
1/4 Erste Stellprobe,
PREV

Da nun alle Teile zugeschnitten waren, habe ich sie erstmal lose zusammengestellt um mir ein Bild von den Platzverhältnissen zu machen.
Der ursprüngliche Plan sah vor, die kurzen Seiten etwas nach innen zu rücken und außen Griffleisten drauf zu setzen.
Nachdem ich das ganze nun vor mir gesehen habe, entschied ich mich dazu, die Stirnseiten auf die Außenkante zu setzen und die Griffe innen zu montieren (klingt komisch wenn ich das jetzt lese aber die Bilder in den nächsten Schritten machen es sicher deutlicher...). Damit gewinne ich innen knapp 4cm an Länge und hab so mehr Platz für Sägeblätter und anderes Zubehör.

4 Montage

NEXT
Die Einzelteile fixieren,
1/10 Die Einzelteile fixieren,
PREV

Die Planung steht nun soweit also ging es ans Zusammenbauen.

Mittel Winkelzwingen habe ich die Seitenwände in der entsprechenden Position fixiert und dann erst vorgebohr, gesenkt und verschraubt.
Meine mittlerweile drei Akkuschrauber waren dabei alle in Benutzung; ein schönes Arbeiten, wenn man nicht ständig die Einsätze wechseln muss :)
Anschließend wurde der Boden genauso drunter geschraubt. Spätetens jetzt wurde mir klar, dass den Maßangaben aus dem Baumarkt nicht zu 100% zu trauen ist! Die angebliche Stärke der Sperrholzplatte von 9mm waren tatsächlich nur knapp 8mm. Damit war der Korpus gut 2mm Schmaler als der Boden! Der Boden wurde so verschraubt, dass sich ein gleichmäßiger Überstand ergibt und dieser wurde später mit dem Excenterschleifer abgeschliffen.

Ein paar Fehler sind mir natürlich auch unterlaufen und ich habe ein paar Mal nicht genau senkrecht gebohrt aber mit einer etwas kürzeren Schraube steht zumindest nichts über!

5 Die Griffe

NEXT
Die Griffe
1/8
PREV

Einfache Ausschnitte in den Seitenwänden erschienen mir bei 9mm Materialstärke doch sehr unbequem, wenn man die volle Kiste mal etwas weiter tragen muss. Also habe ich innen noch eine Buchenleiste davor gesetzt.
Die Breite der Leiste ergab den Abstand der Auschnitte von der Oberkannte.
Für die Auschnitte habe ich zunächst mit einem Stufenbohrer zwei 30mm Löcher von beiden Seiten gebohrt. Mit der letzten Stufe des Bohrers kann man dann noch den Rand etwas entgraten / senken. Das Bohrloch ist mit dem Stufenbohrer schon recht sauber, was mir mit Lochkreissäge oder Forstnerbohrer nicht so gelingt (zumindes mit meinen vorhandenen).
Mit dem Multitool und Segmentsägeblatt (Stichsäge war gerade nicht zur Hand) habe ich die Bohrungen dann verbunden und hatte so meine benötigten Auschnitte. Mit dem Schleifaufsatz wurden diese dann noch geglättet.

Die Buchenleisten wurden passend abgelängt und mit der Seitenwand verschraubt.

Eine erste Trageprobe mit beladener Kiste war auch erfolgreich: stabil und bequem zu tragen!

6 Der Deckel

NEXT
Der Deckel
1/11
PREV

Aus den vorhandenen Resten hab ich die Einzelteile für den Deckel zugeschnitten. Der eigentliche Deckel ist 30cm x 30cm, dazu kommen zwei 30cm lange Streifen mit 4cm und 5 cm Breite und zwei 28cm lange Streifen mit etwa 3cm und 4cm Breite.
Die beiden 30cm Streifen werden außen an den kurzen Seiten auf die Kiste geschraubt. Die 28cm Streifen werden von unten unter den Deckel geschraubt so, dass einer etwa 1cm und einer etwa 2cm übersteht.
Jetzt kann der Deckel mit dem kurzen Überstand unter den schmalen Streifen auf der Kiste gefädelt, aufgelegt und zur anderen Seite geschoben werden.

7 Endbehandlung und Inneneinteilung

Endbehandlung und Inneneinteilung
1/1

Zu diesem Arbeitsschritt gibt es weder Text noch Bilder weil beides bisher noch nicht erfolgt ist.
Bereits während des Baus der Kiste habe ich immer die Werkzeuge und Materialien darin verstaut und bis zum nächsten Weiterarbeiten weggeräumt. Das erwies sich als praktisch, weshalb die Kiste bisher nur als Werkzeugkiste herhalten musste und die Tauchsäge weiterhin in Ihrem Karton wohnte.
Mittlerweile habe ich neue Schränke für die Werkstatt und die Säge hat einen festen Platz darin gefunden. Eine neue Werkzeugiste habe ich auch gebaut und diese Kiste steht wieder für neue Ideen zur Verfügung.

8 Neuer Verwendungszweck

NEXT
Neuer Verwendungszweck
1/4
PREV

Aufgrund neuer anstehender Renovierungsprojekte habe ich mir kürzlich den PWR 180 zugelegt und schon beim ersten Auspacken festgestellt, dass der Karton nicht dauerhaft als Transportmittel taugt.
Hier kommt nun die Kiste wieder zu einem passenden Nutzen.
Die ersten Einsätze des PWR werden zeigen was an Zubehör dauerhaft mit in die Kiste wandert, Staubmaske oder Schutzbrille z.B.
Ich überlege einen doppelten Boden einzuziehen, unter dem der Saugschlauch, die Schleifscheiben und das sonstige Zubehör Platz finden.

19 Kommentare

zu „Transportkiste für die Tauchsäge“

Das kenne ich auch, ich baue etwas zu einem bestimmten Zweck und es wird nachher anderweitig verwendet
2015-10-05 06:38:28

Damit die Säge in der Kiste nicht hin und her fliegt beim Transport, hätte ich noch einen kleinen Sockel eingebaut in den die Säge wie im Karton "eintaucht". Dann steht sie fest und kann nicht verrutschen. Aber ansonsten solide Arbeit - und die Kiste hat ja inzwischen eh eine andere Verwendung.
2015-10-05 07:31:04

So sehr ich das Basteln an Kisten für das Werkzeug bewundere, meine Scheppach kommt in einen Tanossystainer Größe 4 und gut ist. Wenn ich den für was anderes brauche, steht die Säge im Regal! Aber so hat jeder eine andere Vorstellung!
2015-10-05 07:44:05

Eine schöne solide Kiste !
Die seitlichen Griffe gefallen mir sehr gut
2015-10-05 13:02:06

Einfach super gebaut 5d
2015-10-05 13:08:03

Die Kiste ist dir gelungen und es ist egal, was du in der Kiste verstaust.
2015-10-05 18:11:26

Klasse Kiste, gefällt mir, ich kenn mich, später liegt was anderes drin
2015-10-05 19:26:41

Einfach, zweckmäßig und auch noch schön gemacht. 5D
2015-10-05 20:22:01

Prima gebaut und gut beschrieben!
2015-10-05 20:50:50

Tolle Kiste und tolle Beschreibung!
2015-10-05 21:56:15

Klasse Kiste
2015-10-06 07:37:26

Tolle Beschreibung und azhlreiche Fotos. Ich freue mich immer wenn bei den Projekten viele Fotos gezeigt werden.
Besonders gut gefallen mir die Griffe.
So nebenbei habe ich auch einen Stufenbohrer kennen gelernt. Bis dato wußte ich nichts davon, werde mich mal schlau machen was man alles damit machen kann. Ich habe einige Forstnerbohrer und fahre sehr gut damit. Auf alle Fälle gibts 5 Bohrer dafür
2015-10-06 22:06:36

Meine Scheppach wohnt in einer alten billig Kühlbox (1 cm Styropor drin. :-)

Stufenbohrer sind was feines, allerdings nur für dünneres Material geeignet....
2015-10-06 22:22:50

@Nublon,
heißt dass, das ich mit einem Stufenbohrer z.b. nicht in ein Holzstück bohren kann wie ich es bei meinem Projekt Kerzenständer rustikal mit meinem Forstnerbohrer gemacht habe?
2015-10-06 22:38:52

Erstmal vielen Dank für die Kommentare und Daumen.

Eine Säge in der Kühlbox... da hält sie bestimmt länger :)

@Samir für solche Bohrungen ist ein Stufenbohrer wohl am schlechtesten geeignet. Es ist ja vom Prinzip her ein (abgestufter) Kegel der dann komplett im Material verschwinden müsste. Dann muss auf jeder Stufe gleichzeitig Material abgetragen werden.
Ein Forstnerbohrer ist da schon das Beste.

Systainer oder L-Boxxen sind natürlich eine feine Sache aber für mich einfach, gemessen am Nutzen für mich, recht teuer. Das lohnt sich sicher eher wenn man seine Maschienen täglich auf verschiedene Baustellen transportiert.
2015-10-06 22:59:34

Samir genau das heißt es. ;-)
Wie gesagt, super für dünnes Material aber sonst zu nichts zu gebrauchen.
2015-10-07 14:06:39

Geniale Kiste super gebaut ....sehr schön
2015-10-07 22:17:02

gut gemacht
2015-10-08 10:41:35

Was für die Säge gut ist ist auch für den PWR ok , gut gebaut.
2015-10-09 18:38:39

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!