Tischkicker / Tischfussball mit LED-Beleuchtung

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fertiger Kicker, beleuchtet
1/3 fertiger Kicker, beleuchtet
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Holz
von DanielP
22.12.13 18:01
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  • 580580,00 €

So, mich gibts auch noch :-D Ich war schwer beschäftigt... Aber seht selbst:
Schon als Kind wollte ich immer einen Kicker haben.
Die Kindheit ist zwar schon lange vorbei, aber der Wunsch ist geblieben.
Da diese Teile, richtig teuer sind, wenn man was vernünftiges haben will, hat sich der Gedanke des Selbermachens immer mehr verfestigt.
Eine nicht gerade einfache Bedingung hatte ich mir zum Ziel gesetzt:
Ich möchte keine einziges Verbindungselement, weder Stahl, noch Holz von außen sehen können.
Die Materialkosten teilen sich wie folgt auf:
175€ für das Holz (ich habe aber auch Reste verwendet, siehe Stückliste)
405€ für die Kickerteile (Stangen, Lager, Figuren, Spielfeld, Bälle etc.)

Ich hatte mir (was mich später noch mehrmals einholte, seht selbst) keinen Plan gemacht. Ich hatte nur einige fertige Pläe aus dem Netz, aber das sagte mir alles nicht zu. Fixe Maße wie Spielfeld, Höhe etc. hatte ich also. Abends machte ich mir dann Gedanken, wie er aussehen könnte und wie ich das umsetzen könnte. Nach jedem Schritt wieder aufs neue. "Wie kann ich das machen?"
So ist der Kicker nach und nach gewachsen...

Ach, bevor jemand meckern möchte, der Tor-Zähler kommt noch, ggf. in einem weiteren Projekt.
 


Tischkicker, Tischfussball, Kicker, Wuzzler
4.9 5 31

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
lange Seite Kasten oben  Birke Multiplex  140 x 25 x 3 cm 
kurze Seite Kasten oben  Birke Multiplex  74 x 25 x 3 cm 
Torwand  Birke Multiplex  68 x 15 x 3 cm 
lange Seite Kasten unten  Birke Multiplex  134 x 20 x 3 cm 
kurze Seite Kasten unten  Birke Multiplex  68 x 20 x 3 cm 
Torabdeckung  Birke Multiplex  86 x 10 x 3 cm 
Rippe lang  Birke Multiplex  120 x 10 x 3 cm 
Rippe kurz  Birke Multilex  68 x 10 x 3 cm 
16  Beine  Birke Multiplex  80 x 10 x 1,8 cm 
"Platten"  Birke Multiplex  20 x 20 x 3 cm 
viele  divese  Birke Multiplex  Reste 
viele  Schrauben  Stahl  verschiedene 
viel   Holzleim  Leim 
viele  Flachdübel     

Benötigtes Werkzeug

  • Bosch Oberfräse, POF 1300 ACE
  • Bosch Tischkreissäge, PTS 10
  • Handkreissäge, Bosch Professional (blaue Linie), GKS 65 GCE Professional
  • Akku-Bohrschrauber, Bosch Professional (blaue Linie), GSR 18-2-LI Professional
  • Exzenterschleifer, Metabo, SXE 425
  • Stichsäge, Metabo, STE 70
  • Flachdübelfräse, Makita, PJ7000
  • Frästisch
  • und einige kleinere (Hand-)Werkzeuge

1 Schablone herstellen

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anzeichnen
1/7 anzeichnen
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Damit die Löcher der beiden Seitenteile exakt gleich sind, habe ich mir eine Schablone hergestellt.
Das hat den Vorteil, dass ich keine neuen Seitenteile brauche, falls mir mal ein Werkzeug durch geht...
Ich habe auf einem Reststück aus meinem Fundus alle Abstände angezeichnet und mit der Kreisschablone und Kopierring an der Oberfräse das erste Loch gefräst. Die weiteren mussten im Abstand von 150mm gefräst werden. Damit immer der gleiche Abstand sicher gestellt war, habe ich mit Resthölzern und Messschieber immer 150mm verschoben und dann an das Vorrichtungsbrett angeschraubt.

2 Kastenteile auf Gehrung sägen

mit Führungsschiene gesägt
1/1 mit Führungsschiene gesägt

Ich hab mich für eine (im Nachhinein relativ schwere) Gehrungsverbindung entschieden (würde ich so nicht noch ein weiteres Mal machen).
Den Gehrungsschnitt habe ich mit der Handkreissäge mit Führungsschiene hergestellt
 

3 Löcher in Kasten fräsen/bohren

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Schablone
1/5 Schablone
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Mit der hergestellten Schablone habe ich alle Löcher auf die beiden Seitenwände (mit einem Fräser mit Kugellager am Schaft) übertragen.
Für die Schrauben neben dem Lager habe ich eine weitere Schablone hergestellt.

4 Tore fräsen

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gefräste Toröffnung
1/2 gefräste Toröffnung
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Der  nächste Arbeitsschritt bestand darin, die Tore zu fräsen.
Damit die Einsätze passen, musste ich die 30mm Multiplexplatte auf ca. 18mm fräsen.

5 Herstellung der Versteifungsrippen

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mit Zwingen zusammenhalten
1/5 mit Zwingen zusammenhalten
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Damit der Kicker auch etwas härtere Beanspruchungen aushält, habe ich ein Rippenkonskrukt erstellt.
Dazu habe ich die langen und kurzen Teile mit Zwingen zusammen gehalten und in der halben Höhe mit der HKS und Führungsschiene zwei Schlitze gesägt. Ausgeklingt habe ich dann mit der Stichsäge (mit einem relativ kleinen Sägeblatt)

6 Schaden ausbessern

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Schaden
1/5 Schaden
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Weil ich beim Sägen der Gehrung leider nicht sofort 45Grand hatte, musste ich noch einmal nachsägen. Dadurch hat sich die Spielfläche um 3mm verkleinert.
Diese musste ich auch an der Torwand absägen. Leider habe ich die eine Seite verkehrt herum gesägt, so dass diese ausgerissen ist.
Was nun? deswegen nochmal zum Holzgroßhandel und dann das Tor nochmal ausfräsen?
Deswegen fahre ich nicht zum Holzhändler, das Teil ist dann ja auch unverhältnismäßig teuer, wenn die dafür ne komplette Platte zersägen müssen...
Also reparieren.
Von einem Reststück mit dem Beitel einige Stücke der oberen Schicht herausgebrochen und so gebrochen, dass es in die entsandenen Löcher passt und verleimt.
Als alles trocken war, gut schleifen und der Schaden hält sich in Grnzen, Glück gehabt....

7 "Tordeckel"

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Fräsen der Nut
1/6 Fräsen der Nut
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Ich hatte mich dazu entschieden, eine Beleuchtung zu integrieren. Dezent aber hell genug, um auf eine sonstige Beleuchtung verzichten zu können.
Vom schwedischen Möbelhaus hatte ich noch ein Set, bestehend aus vier LED-Leisten. Perfekt. Die baue ich ein.
Weil ich bei der Planung auf eine Zeichnung und Skizzen verzichtet hatte und alles nur im Kopf geplant hatte, waren die langen Seitenwände leider etwas zu kurz...
Oder die "Tordeckel" sind zu lang. Ich entschied mich für die zweite Variante.
Ich sägte eine 45° Fase an die Seite und fräste am Frästisch eine 10mm breite und 10mm tiefe Nut in die Fase (Bild 4)
Dann durchbohrte ich die Breite und fräste noch eine Öffnung (für die Leitungen) mit dem Frästisch.

8 Hochzeit Torwand und Tordeckel

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Schlitze in Torwand
1/3 Schlitze in Torwand
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Die beiden Teile habe ich mit Flachdübeln verbunden. Hierzu habe ich Die Torwand fach auf den Tisch gelegt und die Nuten für die Flachdübel gefräst.
Für den Deckel musste ich mir etwas anderes überlegen, den konnte ich nicht auf den Tisch legen (oder stellen) um die Nuten zu fräsen.
Hier habe ich mit Zwingen ein Flachstahl an den Deckel befestigt, so dass ich im richtigen Abstand die Schlitze fräsen konnte (Bild 2).
Beim Verleimen habe ich den Flachstahl genommen, um die Kraft der Zwingen gleichmäßiger zu verteilen und keine gemeinen Abdrücke der Zwingen auf dem Deckel zurück bleiben.

9 Verbinden der Rippen mit dem Kasten

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Schlitze fräsen
3/8 Schlitze fräsen
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Wei die Oberkante der Seitenwände ein Anstand von 120mm zur Spielfeldoberfläche haben muss, habe ich mir drei Blöcke von genau 120mm gesägt und dann den Kasten (mit Rahmenspannern provisorisch zusammengehalten) mit der Oberseite nach unten. Das Spielfeld habe ich auf die drei Blocke gelegt, so dass ich den Abstand von 120mm hatte. Dann habe ich die Platten, die ich für unter das Spielfeld vorgesehen hatte aufgelegt und dann die Rippen. Wie es der Zufall so will, sind die Rippen (auf der Unterseite) bündig mit der Unterseite des Kastens. Deswegen konnte ich auch hier Flachdübel setzen. Da ich eine "normale" Verbindung nicht machen konnte, weil das genaue Positionieren der Flachdübel relativ schwierig geworden wäre. Desegen habe ich jeweils zwei gesetzt, s. Fotos.
Die Rippen sind einfach nur verleimt, weil die später noch gut verschraubt werden.

10 Torwände an Rippen

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Rippen mit Torwänden
1/2 Rippen mit Torwänden
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Hier muss ich leider etwas mehr schreiben, weil ich da irgendwie keine Bilder gemacht habe...
Ich hatte nun die Rippen in sich verleimt und an die Seitenwände gesteck (mit Flachdübeln), nicht geleimt. Die habe ich dann mit zwei langen Schraubzwingen an die Rippen gepresst.
Die vorbereiteten Torwände mit Deckel konnte ich jetzt einsetzen und anleimen. Weil die Kontaktfläche sehr gering ist, habe ich zusätzlich eine lange Schraube hineingedreht (vorgebohrt mit 3mm).
Das Spielfeld hier ist nur zum Test der Abstände aufgelegt und noch nicht befestigt.
Am Tordeckel habe ich pro Seite jeweils noch einen Schlitz für Flachdübel gemacht (genau wie an der langen Kastenseite).

11 Spielfelduntergrund

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Leim auftragen
1/3 Leim auftragen
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Damit ich das Spielfeld von unten verschrauben kann, musste ich eine Platte von oben auf die Rippen schrauben. Diese habe ich zuerst verleimt, dann vorgebohrt und dann verschraubt.
Weil ich hier Reste verarbeitet habe, ist diese drei-geteilt und ist nicht über die komplette Breite.
Weil die Ecken und die Seiten angehoben sind, würde das Spielfeld im Randbereich eh nicht aufliegen.

12 Ölen der ersten Teile

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ölen
1/2 ölen
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Damit ich mir das Spielfeld nicht versaue, habe ich die inneren Teile schon mal geölt (mit Leinöl).
Das Öl habe ich mit einem Pinsel aufgetragen und das überschüssige Öl, was nicht sofort eingezogen war, habe ich mit Küchenrolle aufgesaugt.
Zur Vorbereitung habe ich mit 120er, 180er, 240er, 320er und schließlich mit 400er Schmiergel und Exzenterschleifer / mit der Hand alles fein glatt geschliffen.
Zwischen den beiden Ölvorgängen habe ich ebenfalls mit 400er geschliffen.

13 Zusammenbau des oberen Korpuses

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Leimauftrag und einsetzen der Flachdübel
1/2 Leimauftrag und einsetzen der Flachdübel
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Da das Öl nun komplett eingezogen war, konnte ich die langen Kastenteile an die Rippen leimen.
Natürlich musste ich schon jetzt das Spielfeld herein schieben, weil ich es sonst später nicht mehr herein bekommen hätte.
Alles gut mit Schraubzwingen befestigen und verspannen.

14 Beleuchtung

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Strippen ziehen
1/5 Strippen ziehen
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Nun habe ich die Leitungen für die LED-Streifen durch die Bohrungen geschoben und etwas Silikon (da tuts das günstigste) in die vorgesehenen Nuten gespritzt.
 

15 Einbau der kurzen Kastenseite

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Torkasten
1/5 Torkasten
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Als erstes habe ich die Toreinsätze reingedrückt. Weil mir ja ein paar Zentimeter fehlen (lange Kastenteile zu kurz) ist der Platz zwischen Torwand und Kasten zu klein.
Also musste ich eine Aussparung in den Kasten fräsen, damit der Torkasten (Kunststoff) hinein passt.
Die Kastenteile habe ich wieder mit Flachdübeln an den Rest angeleimt, mit Zwingen und Kastenspanner stabilisiert. Auch hier wieder (wie immer) ein Schutz zwischen Zwingen und zu leimende Teile.
 

16 Zwischenstücke für mehr Stabilität

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Zwischenstück
1/3 Zwischenstück
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Um mehr Stabilität zu bekommen, habe ich ein paar Zwischenstücke gefertigt, die zwischen die Torwand und den Kasten geleimt werden. Die Fasen habe ich mit der Raspel gemacht, um evtl. ausgetretenden Leim von dem Leimungen zuvor Platz zu lassen.
Vier solcher "Klötze" habe ich pro Torwand/Kasten eingeleimt.

17 der untere Kasten

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Aussparung markieren
1/6 Aussparung markieren
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Für die Ballrückführung habe ich einen unteren Kasten hergestellt.
Hier möchte ich später eine problemlose Trennung machen können, dass ich den bis hier fertigen oberen Teil ohne etwas kaputt machen zu müssen, abnehmen kann.
Damit ich den oberen Teil später einfach "einsetzten" kann, habe ich pro lange Seite zwei Aussparungen (wie bei den Rippen im Schritt 5) und zusätzlich eine Fase eingebracht. So ist der Zusammenbau einfacher.  In die Aussparung greifen dann die Rippen des oberen Tisch-Teils.
Die Kasten habe ich hier mit Flachdübeln zusammengeleimt. Hierzu habe ich die Verleimhilfen (wie sie hier schon oft vorgestellt wurden) zum rechtwinkligen Verleimen und die Rahmenspanner verwendet.

18 "Ballrückführöffnung" :-) - tolles Wort

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Schablone
1/3 Schablone
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Damit das Kickervergnügen nicht nur mit Einwegbällen gespielt werden kann und der Kicker irgendwann wegen Überfüllung entsorgt werden muss, habe ich mich dazu entschieden, eine Öffnung zu fräsen, um die Bälle wieder aus dem Kicker zu holen. :-)
Auch hier habe ich mir wieder eine Schablone gemacht, mit Lochsäge zwei Löcher gesägt und die Verbindung dann mit der Oberfräse gefräst.
Mit der Schablone habe ich dann in die beiden langen unteren Kastenteile die Öffnung mit einem Kopierfräser gefräst und die Kanten dann mit einem Abrundfräser mit Anlaufring abgerundet. Im Anschluff habe ich fleißig geschmiergelt... wie oben beschrieben bis alles schön glatt war...

19 Mehrarbeit

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gefräste Öffnung
1/4 gefräste Öffnung
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Nun holt es mich wieder ein... das Stück, was zu kurz ist.
Nein, es bleibt natürlich nicht bei der einen Fräsarbeit, hinterm Tor... :-(
Der Ball muss da dann ja irgendwie nach unten. Da ist aber der untere Kasten im Weg. Also gut, dann wird hier halt noch einmal was weggefräst...

20 Verstärkung für den unteren Kasten / die Beine

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Schlitze im Kasten
1/10 Schlitze im Kasten
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So langsam muss ich auch an eine Stabilisierung für den unteren Kasten denken.
Die Ballrückführung wird einen Teil übernehmen, aber nicht alles, dazu später aber mehr.
Ich habe hier einfach vier quadratische Platten genommen, jeweils zwei Flachdübelschlitze eingefräst und eine Aussparung für die Beine hineingesägt (mit der Kreissäge und den Rest mit einer Handsäge)
Damit der spätere Boden nicht bündig mit der Unterkante abschließt, sondern etwas eingelassen ist, habe ich beim Fräsen der Platten ein Reststück untergelegt.

21 Ballrückführung

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anlegen und Maß nehmen
1/10 anlegen und Maß nehmen
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Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Ball zu der gewünschten Öffnung zu bringen.
Ich habe im Netz viele Varianten gesehen, mit HT-Rohren, direkt unter dem Tor, oder sogar zum Auswählen der Seite, zu der der Ball rollt.
Ich habe mich für eine starre Ausführung entschieden.
Zwei schräge Brettchen, die auch noch zur Verstärkung dienen mit einer schiefen Ebene.
Zuerst wollte ich die beiden Brettchen mit einer Nut versehen und die Ebene in die Nut schieben. Hm... Winkel ausmessen, Anschläge für den Frästich einstellen... und dann passt es doch nicht...
Für die Herstellung der schrägen Stirnflächen musste ich ein wenig in die Trickkiste greifen, weil der Winkel kleiner 45° ist und mit der TKS nicht mehr zu sägen ist, normalerweise... Schreiben tue ich dazu nichts, weil das nicht so ganz in Ordnung ist. Auf den Bildern kann man es jedenfalls erkennen.
Nein, hier kann ich einfach mit einer Leiste arbeiten, die ich einerseits an die schiefe Ebende leime und andererseits an die Brettchen. --> Passt.

22 Beine

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sägen der Aussparungen
1/12 sägen der Aussparungen
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Ich hatte mich für das gleiche Konzept wie bei den oberen beiden Kästen für die Beine entschieden. Vier Teile auf Gehrung sägen und zusammen leimen...
Weil die Anlagefläche im oberen Kasten durch die Rippen leider nicht gleichmäßig eben ist, musste ich alle Teile einzelnd ausmessen und dann alle Seitenteile der einzelnen Beine entsprechend zurecht sägen.
Zum Verbinden der vier Teile habe ich mal wieder die guten Flachdübel genommen. Beim testweisen zusammenstecken habe ich es (ohne Leim!!) schon fast nicht mehr auseinander bekommen.
Damit der Fuß guten Halt hat, habe ich über den Klotz, in den die Gewindemuffe kommt, noch zwei Brettchen angeleimt und angeschraubt.
Dort, wo die Gewindesangenschrauben durch kommen, habe ich auch ebenfalls eine Verstärkung eingeleimt.

23 Beine Teil 2

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zusammenleimen
1/4 zusammenleimen
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Nach dem Anschrauben und Anleimen des Innenlebens der Beine, habe ich alles zusammengeleimt.
Bei einem habe ich (vor der Montage) eine Öffnung gebohrt und ausgestemmt, um eine Kaltgerätebuchse zu befestigen.

24 einsetzen der Gewindemuffen / Herstellung der Schrauben

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Schraube mit Gewindemuffe
1/9 Schraube mit Gewindemuffe
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Um die Beine mit dem unteren Kasten zu verbinden, habe ich drei Gewindemuffen (M8) pro Bein in den Kasten geschraubt.
Schraube mit Mutter und Unterlegscheibe auf die Gewindemuffe schrauben. Mit dem Akkuschrauber und der Ratsche die Gewindemuffe in die vorgebohrten Löcher schrauben. Für das herausschrauben der Schraube ohne Gewindemuffe habe ich die Schraube mit der Ratsche festgehalten und mit dem Maulschlüssel die Mutter gelöst. so hat sich die Schraube gelöst, aber nicht die Gewindemuffe.
Da ich die Schrauben nicht in der erforderlichen Länge hatte, habe ich mir aus einer M8 Gewindestangen, Muttern und Schraubenkleber selber Schrauben hergestellt.
Vorher das Gewinde gründlich mit einem Reiniger entfetten. Nach dem Kleben am besten 24h trocknen lassen um sicher zu gehen, dass der Kleber auch getrocknet ist.

25 Ballrückführung Teil 2

schiefer Boden
1/1 schiefer Boden

Damit der Ball auch eine Schräge hat, habe ich aus den Resten vom Sägen auf Gehrung und aus einer alten Platte einen schiefen Boden in die beiden "Banden geleimt. Damit mir die "Dreikantleisten" nicht wegrutschen, habe ich sie mit zwei kleinen Nägelchen gesichert.

26 Fasen an den Ecken

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Fase am unteren Kasten
2/3 Fase am unteren Kasten
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Damit die unsauberen Ecken der Gehrungen vom Multiplex ein bisschen besser aussehen, habe ich die Ecken des oberen Kastens komplett und die Ecken des unteren Kastens nur im sichtbaren Bereich mit der Oberfräse gefast. Damit das Holz nicht böse ausreißt, habe ich zuerst grob mit der Raspel vorgearbeitet.
Bei den Beinen habe ich das gleiche gemacht, wie bei derm unteren Kasten, allerdings mit Anschlag auf dem Frästisch.
 

27 Füße

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Bohren
1/4 Bohren
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Ich hatte noch vier M10er Maschinenfüße rumfliegen, die ich hier verarbeitet habe.
Vorbohren (15mm) Senken (da ich keinen so großen Senker hatte, habe ich einen Fräser genommen), Einschrauben mit Kontermutter wie oben schon beschrieben.

28 alles einölen

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Handschleifer
1/4 Handschleifer
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Wie oben schon geschrieben, habe ich alles geschliffen und dann eingeölt.
Geschliffen habe ich hier mit 120, 240, 320, 400. Große Flächen mit dem Exzenterschleifer und kleine (Kanten, Fasen etc.) mit dem kleinen Handschleifer (Bild1)

29 Boden

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Boden
1/2 Boden
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Bei dem Boden habe ich wieder einem "Rest" (6mm MPX) ein neues Leben eingehaucht.
Den Boden habe ich an dei Platten (aus Schritt 20) und den Banden der Ballrückführung angeschraubt; geölt habe ich ihn nicht.

30 Montage der Kaufteile und aufstellen

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unterer Kasten und Beine
1/6 unterer Kasten und Beine
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Zu guter letzt habe ich alles montiert und aufgestellt.
Endlich, er ist fertig.

Gewicht: knappe 100kg
Arbeitszeit: 60Std. (+/- 0,5Std.) Also relativ genau. (darin enthalten: 1,5 Std. für die Schablonen, 1 Std. für die Reparatur - Schritt 6, 1,5Std. für den Aufbau)

34 Kommentare

zu „Tischkicker / Tischfussball mit LED-Beleuchtung“

wow, was ein Projekt, dann wünsch ich dir mal viele Tore und viele viele Gegenspieler, damit sich Dein Aufwand lohnt.
5 Bälle
LG und frohe Weihnachten Annett
2013-12-22 18:24:52

Wow, was ein genialer Kicker. Da wird man(n) glatt neidisch. Super Arbeit hast du da abgeliefert. 5D + Stimme
2013-12-22 18:30:53

Ist der Wahnsinn. Hoffe auf viele spannende Spiele, damit sich der Aufwand gelohnt hat. Leider gehen nur 5 Punkte!
2013-12-22 18:33:12

mein lieber scholli, das ist aber eine aufwändige sache gewesen, sieht aber echt top aus
(wenngleich mich der preis der teile wohl abgeschreckt hätte)
2013-12-22 18:40:17

Das Ergebnis und die Beschreibung ist super. 5D
2013-12-22 19:03:23

Hammermäßig !!! Kein Wunder, dass du untergetaucht warst...
Sieht alles sehr stabil und sauber gearbeitet aus. Deine Beschreibung lässt wirklich keine Wünsche offen. Hut ab
5 D und viel Freude daran
2013-12-22 19:09:52

Wow was für ein klasse Projekt und Beschreibung. Da hast du dir eine menge Mühe gegeben. Lesezeichen ist gesetzt, muss jetzt nur noch genug Zeit zum nachbauen finden.

Ganz klar 5 Daumen und viel Spaß mit deinem Tisch
2013-12-22 19:12:38

...wenn ich mal sprachlos bin, will das was heissen... !

vom ersten Bild her dachte ich : " ...no jo... der hat eben mal grad paar LED in die Torkästen gebaut... "

Erst beim weiterblättern wurde mir das Ausmaß der Arbeit bewusst : den ganzen Kicker komplett gebaut !!! WOWWWW !!!!!

ganz klare 5 "Elfer" für Dich !!!!!
2013-12-22 19:28:57

Ein wahres Wunderwerk was du da gemacht hast 5d
2013-12-22 19:36:12

irre sich so ein aufwändiges "Spielzeug" selber zu bauen
2013-12-22 19:44:12

sehr gelungene Arbeit, voller Lob sind wir
2013-12-22 19:54:13

Ist das Geil .... Klasse gemacht und geworden ....
2013-12-22 19:55:50

Das ist glaube ich neben dem Bootsbau die bisher ausführlichste Projektbeschreibung, die ich hier je gesehen habe. Irre, verrückt, Wahnsinn - ich hoffe, du hast megaviel Freude mit diesem Teil.

5 D
2013-12-22 20:33:33

Tolle Idee, mit Flutlicht ....würde im Dunkeln spielen und wenn der andere auf mein Tor schießen will, einfach das Licht ausmachen :)
2013-12-22 20:53:54

Ein Megaprojekt. 5 Daumen
2013-12-22 20:56:32

Respekt, tolle Arbeit und super beschrieben.
2013-12-22 21:26:22

Unglaublich … was für eine Arbeit und welch ein Ergebnis. Da darfst Du mehr als stolz drauf sein. 5D von mir und meine Stimme!
2013-12-23 00:23:08

Wow, wie g****l ist das denn. Zuerst dacht ich, du hast nur ein LED Licht angebracht, bis ich dann kapiert habe, das du den ganzen Tischfußball selbst gebaut hast. Was man so sieht, sieht sehr professionell aus. Und die Projektbeschreibung ist vorbildlich. 5 Daumen, mehr geht leider nicht.
2013-12-23 01:12:04

hammer! einfach nur der hammer!
2013-12-23 02:57:47

ein wirklich gutes Projekt und das Endergebnis ist Spitze
2013-12-23 07:56:31

Meisterklasse
2013-12-23 13:19:18

Wow! Viel Aufwand, aber ein spitzen Ergebnis! Ich geb dir 5 dafür!
2013-12-23 15:40:21

Ein riesen Projekt, spitzenklasse umgesetzt und tolle Bauanleitung... klare 5
2013-12-23 17:58:03

Was ist das für eine Geile Sache! Echt Super geworden sieht richtig Klasse aus von mir 5 Bälle
2013-12-23 19:06:46

Ein absolutes Highlight - 5D+ von mir. Trägst Du eigentlich immer Handschuhe? :-)
2013-12-23 19:58:31

vielen Dank für die lobenden Kommentare, freut mich sehr, dass euch der Kicker gefällt :-)
@ Holzpaul:
Ja, meistens schon, so habe ich weniger Probleme mit Staub und Splitter. Ich habe schnell Probleme mit sehr trockenen Händen. Mit Handschuhen habe ich auch einen besseren Grip, besonders beim Schraubzwingen anbringen :-) Ich fühle mich wohler mit Handschuhen :-)
2013-12-23 21:48:26

Sehr sehr saubere Arbeit. Respekt.
Muss man sich ertmal dranwagen. Super.
5 D von mir.
( Aber Hände weg von der TK mit Handschuhen )
2013-12-25 14:37:14

Das mit den Handschuhen ist richtig, auch beim Bohren z.B. mit einer Ständerbohrmaschine etc. darf man auch keine Handschuhe tragen...
2013-12-27 12:46:56

Toller Kicker - hast eine super Arbeit geleistet... Klare 5 D
2013-12-27 13:48:25

Der Kicker ist toll geworden. Habe selber mal einen gebaut und weiß daher, wie viel Arbeit das ist. Einen Tipp hätte ich allerdings noch. An den Seiten an denen die Tore sind, hätte ich noch HPL (0,8mm) angebracht. Das sorgt dafür, dass keine Schrammen durch die harten Schüsse im Holz verbleiben. Kann sonst in Multiplex recht schnell unansehnlich werden. Ob du das nachträglich noch anbringen kannst, hängt von deinen Fertigungstoleranzen ab.
2013-12-30 15:41:03

Ohne viele Worte. Sau stark
2014-02-10 10:50:16

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