Terrasse mit Lärchenholz-Brettern

Wunderschöne Terrassenlandschaft
1/1 Wunderschöne Terrassenlandschaft
Heimwerken
von Mausimaus84
28.10.09 20:43
13297 Aufrufe
  • 1-2 TageSchwer
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  • 20002.000,00 €

Die ehemalige Terrasse hatte zwei verschiedene Ebenen und bei jeder der beiden Eingangstüren zwei Stufen. Durch die Lärchenholz-Terrasse haben wir nun eine einheitliche Höhe und können stufenfrei das Haus betreten und verlassen. Da die Terrasse aber auch etwas größer als die alte geworden ist, wird sie nun im Sommer auch für Feiern genützt.
Wir haben uns für das Lärchenholz entschieden, weil es sehr witterungsbeständig und pflegeleicht ist. Generell kann die Terrasse aber natürlich auch mit jeder anderen Holzart hergestellt werden.


bohren, messensägen, Schrauben, Trennen, Holz, SchlagbohrmaschineSägeOberfräse, Maßband, FliesenHandkreissägeTerrasseAkku-Schrauber, Wasserwaage, Winkel, Hammer, BohrmaschineFräseHolzstaffel, Lärche, Silikon
4.8 5 11

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
  Holzstaffel    5cmx8cm 
  Bretter (geriffelt)  Lärche   
  Gummigranulatmatte     
  Schrauben  Edelstahl   
  Verbindungswinkel     
  Fliesen     
  Silikon     
  Lärchenöl     
  Kunststoffdistanzen     

Benötigtes Werkzeug

  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Schlagbohrmaschine
  • Oberfräse
  • Handkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Wasserwaage
  • Stechbeutel
  • Maßband
  • Kartuschenpresse
  • Sandpapier
  • Hammer
  • Malerbürste

1 Bauschritt

Die Terrasse wird vermessen und es werden entsprechend der Maße die Materialien gekauft. Anschließend werden die Holzstaffeln mit der Handkreissäge in die richtige Länge zugeschnitten und mithilfe der Wasserwaage in eine Ebene gebracht. Diese später tragende Konstruktion wird im tieferen Teil der Terrasse mithilfe von kleinen Holzstehern auf die Höhe des höheren Terrassenteiles gebracht. Die Holzsteher werden aus den Holzstaffeln zugeschnitten und mithilfe einer Schlagbohrmaschine und Eisenwinkeln im Boden verankert. Bevor die Holzsteher jedoch im Boden verankert werden, legt man Gummigranulatplatten unter. Diese dienen als Feuchtigkeitssperre und gleichzeitig auch als Trittschalldämmung. Auf die Holzsteher und auch auf den Boden der höher gelegenen Terrasse werden die zugeschnittenen Holzstaffeln im Abstand von etwa 70cm mit der Bohrmaschine angebohrt und festgeschraubt. So entsteht nun erst einmal eine einheitliche Ebene und man kann zu Schritt Nr. 2 übergehen. Auf dem Foto zu Bauschritt Nr. 1 sieht man die bereits stehende Unterkonstruktion. Sie ist teilweise schon mit Querstaffeln fixiert, damit sie bereits jetzt etwas Festigkeit besitzt.
Tipp:
Es wäre bereits in diesem frühen Stadium des Projekten sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, ob und wo man Strom benötigt. Man kann so bereits jetzt Leerverrohrungen oder Stromkabel verlegen, sodass sie später verschwinden.

2 Bauschritt

Bevor man nun Querstaffeln fix befestigen kann, sollte man die Unterkonstruktion fürs Erste stützen. Dazu bohrt man einige wenige Latten quer über die Konstruktion. Es werden nun Querstaffeln auf der tragenden Holzkonstruktion befestigt. Diese werden wiederum mit der Handkreissäge auf die passende Länge zugeschnitten und mit der Bohrmaschine im Abstand von etwa 50cm direkt an die Unterkonstruktion geschraubt.
Die Enden der einzelnen Staffeln müssen jeweils so abgeschnitten werden, dass der nächste Staffel wieder auf einem querenden Staffel liegt. Auf dem Foto zu Bauschritt Nr. 2 sieht man die fixierten Querstaffel.

3 Bauschritt

Nun werden die Lärchenbretter mit der Handkreissäge in passender Länge zugeschnitten. Sie werden dann im Abstand von etwa einem Meter angeschraubt. Es ist dabei nun sinnvoll die oben genannten Kunststoffdistanzen zu verwenden. Diese dienen als regelmäßige Abstandhalter zwischen den einzelnen Lärchenbrettern und zusätzlich wiederum als Trittschallschutz. Durch die geschaffenen Fugen kann das Holz und die Unterkonstruktion besser atmen. (siehe Abbildung Nr. 3)
Tipp:
Um sicher zu gehen, dass die einzelnen Löcher auch wirklich passen und dass das Holz keinen Schaden davon trägt, bohrt man erst mehrere kleine Löcher in jedes Lärchenholzbrett. Erst dann werden sie mit Schrauben in der Unterkonstruktion verschraubt.

4 Bauschritt

An der Vorderseite des Terrassenaufbaues wird mit den Lärchenbrettern ein Sichtschutz hergestellt. Dazu werden die Lärchenbretter mit der Handkreissäge in die passende Länge geschnitten und ebenfalls an die Holzstaffel (-steher) angeschraubt- siehe auch Bauabschnitt 3.

5 Bauschritt

Im 5. Bauschritt werden nun die Stufen angefertigt. Man teilt dazu die Gesamthöhe durch drei oder vier und weiß nun, wie hoch die einzelnen Stufen werden sollen. Für die einzelnen Stufen wird eine Unterkonstruktion wie auch schon in Bauschritt Nr. 1 und Nr. 2 hergestellt.

6 Bauschritt

Nun wird noch ein so genannter Kantenschutz angebracht. Dazu schneidet man die einzelnen Holzleisten mit der Kap- und Gehrungssäge im richtigen Winkel zurecht und bohrt dann ein kleines Loch in die Leiste. Angebracht wird der Kantenschutz dann wiederum mit Schrauben, die in die Konstruktion geschraubt werden.

7 Bauschritt

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Viel Arbeit und ein tolles Ergebnis
2/2 Viel Arbeit und ein tolles Ergebnis
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Für die Fliesenstücke werden mit der Oberfräse kleine Quadrate, die etwas tiefer und größer als die Fliesenstücke sind, aus den einzelnen Lärchenbrettern gefräst. Mit dem Sandpapier wird das Lärchenholz glatt gefeilt und die Fliesen werden dann mit Silikon in die ausgefrästen Löcher geklebt. Die Fugen, die nach dem befestigen der Fliesen entstanden sind, werden nun ebenfalls mit Silikon aufgefüllt und glatt gestrichen.
Abschließend wird das Lärchenholz noch zwei Mal mithilfe einer Malerbürste und Lärchenöl eingelassen. Das Lärchenöl schützt das Lärchenholz vor zu starker Verwitterung.
Ergänzung:
Die Terrasse wurde von uns zusätzlich noch mit einem angefertigten schmiedeisernen Geländer ergänzt und neben den Stufen wurden zusätzlich Solarleuchten angebracht.

10 Kommentare

zu „Terrasse mit Lärchenholz-Brettern“

super geworden!
2009-12-28 13:31:27

Sieht Super aus!! Vergesst bitte nicht das Holz immer gut zu pflegen, sonst sieht die schöne Terrasse bald aus wie bei meinem Nachbarn - grau und spröde!!
2010-02-18 08:56:50

Toll sieht das aus!
Terrassenbau habe ich ja auch vor Jahren gemacht und bin absolut zufrieden, dass ich die Bohlen eingeölt habe. Das ist zwar nicht so schön hell, wie das Holz beim Verlegen. Aber dafür auch nach Jahren noch ansehnlich und nicht grau, so wie es debabba schon anmerkte!

Herausforderung ist auch immer eine eckige Beleuchtung! Macht viel Handarbeit!

Gruß Jens
2010-03-06 14:53:39

TOP - 5 Daumen
2011-05-05 00:30:54

... schöne Idee.
2012-03-15 12:21:20

Ganz wunderbar und sehr ausführlich beschrieben. Ich liebäugle schon lange mit einer Holzterasse und sammle Informationen. Kannst Du Dir vorstellen, dass man diese Konstruktion auch auf inzwischen unebenen Terassenplatten verlegen kann?. Unsere jetzigen Platten liegen zwar fest, sind aber im Lauf der Jahre wegen fehlendem Aussenfundament ziemlich uneben geworden.
Ausserdem handelt es sich um SEHR schwere, große Betonplatten in Natursteinoptik, die ursprünglich gelb waren und jetzt einfach nur noch hässlich sind. Es fehlt mir an Kraft, einem gesunden Kreuz, entsprechendem Werkzeug und hilfreichen Händen für eine Entfernung der Platten.
Eine Holzterasse bauen trau ich mir aber auch alleine zu. Wie sie dann aussieht ist natürlich fraglich ;-)
Ach ja, wo hast Du denn "günstiges" Lärchenholz bekommen? ICh finde, es ist einfach am besten dafür geeignet.
2013-05-13 11:18:20

Tolle Idee 5d
2013-11-06 19:15:30

sehr schöne Idee 5 d
2015-12-06 20:33:12

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