Schraubzwingen aus Resten (Version 2)

Schraubzwinge aus Hartholz
1/1 Schraubzwinge aus Hartholz
Werkstatthelfer
von MN1971
22.12.13 21:27
1493 Aufrufe
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Nachdem sich meine Schraubzwingen bereits für leichtere Verleimungen bewährt haben, wollte ich einige Konstruktionsmängel verbessern:

  • Hakelige Bedienung der beweglichen Teile
  • Sollbruchstelle am Kopfende
Als Material habe ich dieses Mal Hartholzreste vom Terrassenbau eines Bekannten verwendet, die ich passend auf der TKS zugesägt habe. Griff und Spindel habe ich von meiner Testzwinge aus der ersten Version wiederverwertet.


Holzreste, Schraubzwingen
4.5 5 19

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
siehe Bauplan Version 1  Hartholz  siehe Bauplan Version 1 

Benötigtes Werkzeug

  • Schlagbohrmaschine
  • Tischkreissäge
  • Bohrständer

1 Schiene & Festbügel

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Schiene mit Fingerzinken
1/2 Schiene mit Fingerzinken
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Analog zur ersten Version habe ich Schiene und Festbügel aus Hartholz hergestellt. Allerdings habe ich dieses Mal auf der Innenseite der Schiene mit meiner TKS etwa 4 mm tiefe Nuten im Abstand von 1 cm eingebracht und diese auch nur in der Breite des Sägeblattes (also etwa 2,5 mm). 

Den Festbügel habe ich mit der Schiene über Fingerzinken verbunden, die ich mit meiner Zinkeneinrichtung für die TKS hergestellt habe. Das Ganze nur leicht mit 180er Schmirgel bearbeitet und mit Leim zusammengefügt (rechter Winkel!) und mit Druck zusammengepresst. In den Hauptzugpunkt habe ich dann einen 4mm Alustift eingelassen. Damit verteilt sich die Druckkraft auf den Festbügel besser. Die lange Schraube zur Stabilisierung des Festbügels habe ich weggelassen.

2 Spannarm

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Spannarm
1/2 Spannarm
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Auch der Spannarm ist von der Form her analog der ersten Version. Allerdings habe ich das Teil aus einem massiven Stück gefertigt, indem ich die Aussparung für den Hals mit der TKS ausgesägt habe (immer schön scheibchenweise und nicht zu schnell). So musste lediglich der hintere Keil eingeleimt und wiederum mit Alusplinten stabilisiert werden.
Als Ersatz für die Holznase (Version 1), welche in die Nuten auf der Innenseite der Schiene greift, habe ich einen Alusplint genau dort platziert, wo sonst die Nase gewesen wäre (Bild 2). Dadurch quetsche ich die Holznase nicht, weil jetzt der Alusplint in die Nuten der Schiene greift. Und weil der Splint rund und nicht eckig ist, läuft die Schiene wesentlich geschmeidiger durch die Aussparung des Spannarms als bei Version 1.

3 Druckplatte & Endmontage

Druckplatte mit Spannarm und Spindel
1/1 Druckplatte mit Spannarm und Spindel

Die Druckplatte ist genauso gemacht wie bei Version 1, nur dass die Sperrplatte jetzt oben anstatt unten aufgeleimt ist. Funktioniert genauso gut. Die Spindel habe ich von meiner ersten Testzwinge wiederverwendet.

FAZIT: Die Hartholzvariante mit dem "gezinkten" Kopf ist deutlich belastbarer als die Vorgängerversion – immerhin 76 kg zeigte die Waage an, dann hatte ich keine Lust mehr, die Gewindestange zu quälen, die echt am Limit ist. Wahrscheinlich probiere ich demnächst mal M12 Gewindestangen aus. 

20 Kommentare

zu „Schraubzwingen aus Resten (Version 2)“

@TroppY: Hartholz funktioniert bei den Dingern besser als MPX.
2013-12-23 00:31:56

Super gebaut. Ich frage mich nur, warum du keine Extenderverspannung gemacht hast. Wäre doch praktischer gewesen oder? Aber trotzdem klasse Projekt. 5 Daumen
2013-12-23 01:32:30

Diese Verbesserung gefällt uns deutlich besser als die davor. Vom Material und Verarbeitung.
Würde schon lieber bei Gewindestange bleiben. Sollten wir das übernehmen würden ich das Druckstück ebenfalls mit einer Nut versehen und auf den Festbügel gleiten lassen , so erreicht Du eine gerade Spannfläche.
schöne Weiterentwicklung
2013-12-23 03:54:27

Klasse .....
2013-12-23 07:16:25

ich war schon bei Deinen ersten Zwingen erstaunt, daß man die selber macht, aber jetzt gehst Du sogar noch Verbesserungen an
2013-12-23 07:22:52

@MopsHeim: Danke die positive Rückmeldung. Werde ich beim nächsten Update mal versuchen. Das Druckstück sitzt frei beweglich auf dem Spannstück (größeres Loch in der Innenseite des Druckstücks + M10-Loch für die M8 Gewindestange). Dadurch wird das DS interessanterweise immer vollflächig und parallel zum Festbügel ans Werkstück gedrückt.
@Fuffy: Sind das bei den Leimklemmen von Klemmsia Extender?
2013-12-23 07:42:20

Solche Arbeiten gefallen mir. 5 Daumen
2013-12-23 07:57:25

gute Idee mit den Zwingen
2013-12-23 08:13:44

Klasse 5d
2013-12-23 10:33:50

genial deine klemmen. man lernt hier immer was dazu.
2013-12-23 17:02:47

Die Klemme gefällt mir sehr gut, da ich noch ein gröseres Stück Buche von einem Bett habe werde ich mir sicher nachbauen.
2013-12-23 18:23:07

Tolle Arbeit.
2013-12-23 18:23:45

Find ich Toll 5 D
2013-12-23 18:30:48

Tolle Idee !!
2013-12-23 20:22:30

@MN1971
Soviel ich weiß sind das Extenderspannhebel. Habe leide keine von den Klemmen, sonst könnte ich dir das 100% sagen. Aber wie sollte das denn sonst funktionieren?
2013-12-24 01:56:10

@fuffy: Ich hab zwei von den Dingern. Wusste bis dato nicht, dass man die Spannvorrichtung Exzenter nennt … wieder was dazu gelernt ;-)
2013-12-25 22:48:24

Tolle Schraubzwingen hast du dir gebaut. Wenn ich das so sehe, dann kaufe ich mir keine Leimzwingen mehr...
2013-12-27 13:27:31

@Electrodummy: Das war auch mein Gedanke ;-)
2013-12-27 14:24:48

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