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Röhrenradio selber bauen. Schrauben,Elektronik,Kondensator,Alublech,Draht,Röhrenradio,Muttern
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Elektrik/Elektronik
von danielduesentrieb
02.01.12 13:59
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  • 1-2 TageMittel
  • 1-2 Tage1-2 Tage
  • 1010,00 €

Hallo,
zwischen Weihnachten und Neujahr war in diesem Jahr viel Zeit. Kein Schnee zum räumen, daraufhin habe ich angefangen ein wenig zu basteln.
Dieses mal ein ein einfaches Röhrenradio mit nur zwei Röhren.
Es sind 2 Universalröhren R V 12 P 2000, entwickelt 1936 und wurden u. a. viel im militärischen Equipement der Wehrmacht eingesetzt. Dieses soll keine Hommage an die Wehrmacht und den II. Weltkrieg sein.
Auch nach dem Krieg gab es Nachbauten davon und diese wiederum ließen in deutschen Wohnküchen und Wohnstuben wieder Radios tönen.
die Schaltung ist ein sogenannter Einkreiser, eine abgestimmte HF-Verstärkerstufe mit anschließender Gleichrichtung und Wiedergabe über einen Lautsprecher.

Angelehnt an die damalige Zeit verwende ich auch einen stilechten Selengleichrichter, keine Halbleiter.
Der Drehkondensator ist auch aus der Zeit, leider ein doppelter, obwohl hier ein einfacher reicht.

Eine dicke Warnung:
Sollte jemand das Projekt nachbauen wollen, dann unbedingt beachten, dass hier mit voller gefährlicher Netzspannung gearbeitet wird!!

Lange hat es gedauert, nun die I. Töne. Noch ein wenig primitiv, aber es spielt.
Pünktlich zum 90 - jährigen Jubiläum des Rundfunks.


Schrauben, ElektronikKondensator, Alublech, Draht, Röhrenradio, Muttern
3.0 5 22

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Alublech  Kleines Dekomaterial   
  Aluwinkel     
  Schrauben M3     
  Muttern M3     
Drehkondensator     
Röhrenfassungen      
Gleichrichter Selen    220 V 0,03A 
  div. Bauelemente,Widerstände Kondensatoren     
  Draht und Litzen      

Benötigtes Werkzeug

  • Bosch Akku-Schrauber, IXO
  • Bosch Stichsäge, PST
  • Heißklebepistole
  • Hammer
  • Schraubenzieher

1 Bau des Chassis

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Bau des Chassis
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Aus Aluminiumblechresten und Winkeln wurde das Chassis gebaut.
Da ich keine Abkante habe, wurde das Chassis mit Hilfe von Winkelprofilen gebaut.
Die Löcher für den Drehkondensator und die Röhrenfassungen hat der "Muldenboy" gefertigt.
Er ist da geschickter und mit seiner Boschakkustichsäge unschlagbar.
Für den Antrieb vom Drehko habe ich aus einem Schrottradio die Zeigerführung umgebaut, mit recht gutem Erfolg.
Jetzt sind alle mechanischen Komponenten verbaut.
Ich werde mit der Verdrahtung beginnen.
Der Schritt 2 wird die elektrische Inbetriebnahme werden und im Schritt 3 dann ein Gehäuse drum herum.

2 Netzteil bauen

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Netzteil bauen
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Weiter geht es, endlich ist mir eine gescheite Lösung für die Stromversorgung eingefallen.
Ursprünglich sah das Schaltbild einen Allstromer vor, da rollten sich doch ein wenig meine Fußnägel.
Im Sperrmüll fand ich einen > 40 Jahre alten Antennenverstärker für das Westfernsehen.
Seine Stromversorgung war genial und bestand aus einem Netztrafo, dieser ist für die Sicherheit keinen elektrischen Schlag später auch beim Betrieb zu bekommen, absolut wichtig.
Auf dem I. Bild ist rechts die Wehrmachtsröhre aus dem Jahr 1944 zu sehen, im Betrieb steckt sie anders herum in der Fassung.
Den Selengleichrichter habe ich auch übernommen, wie auch die Elkos für die Siebung.
Was neu zu bewerkstelligen ist die Heizspannung der Röhren, weil sie 12 V brauchen und nur 6,3 V aus dem Trafo kommen.
Dafür werde ich eine Spannungsverdopplung berechnen und diese im nächsten Schritt einbauen.

3 Herstellung des Hochfrequenzeingangskreis

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Herstellung des Hochfrequenzeingangskreis
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Heute hatte ich endlich einen Plan erdacht wie ich am einfachsten und effektivsten die Hochfrequenzspule baue.
Vorerst nur für den Empfang der Mittelwelle, später werde ich noch für die Lang- und Kurzwelle welche herstellen.
Für die Luftspule nahm ich al Wickelkörper PVR - Rohr 3/4 " und spannte in meine Eigenbauspulenwickelmaschine Kupferlackdraht mit einem Ø von 0,7 mm.
Die Spule habe ich vor dem Wickeln berechnet, je 2 mal 85 Windungen für die Empfangsspule und die für die Rückkopplung 8 Windungen.
Leider musste ich 2 Anläufe machen beim Wickeln, aber der II. Versuch war erfolgreich.

Damit die Drahtenden nicht wild durch die Gegend fligen, habe ich sie und die Windungen mit Heißkleber fixiert.
Nun wird die HF-Spule in das Chassis verbaut, bald kann es losgehen.

26 Kommentare

zu „Röhrenradio selber bauen.“

Damit habe ich als Jugendlicher jeden Tag verbracht. Bin immer wenn wir Sperrmülltag hatten losgezogen und hab mir alte Röhrenradios mit nach Hause genommen. Meine Eltern waren nie begeistert, haben mich aber machen lassen.

Hatte dann immer aus 2 alten Radios einen zum laufen gebracht. War eine schöne Zeit.

5 Röhren von mir.
2012-01-02 14:03:03

Na das ist ja mal was ganz feines, ich bin zwar eher der Freund vom digitalen Zeitalter, aber man sollte die Technik der Vergangenheit auch nicht vergessen. Schön dass sowas hier und da mal noch nachgebaut wird.
2012-01-02 14:08:18

Jetzt war ich gerade erschrocken - habe gelesen, Du gehst mit nen Hammer an solche Geräte ran? Dir Röhren sind sehr empfindlich. Also Vorsicht.

Ich stehe mittlerweile auch auf Digitaltechnik. Früher haben aber diese alten Röhrenradios oder auch Verstärker "weicher" und damit schöner geklungen. Transistoren schalten hart, Röhren haben einen weicheren Schaltvorgang, deshalb kam dieser Mythos mal auf.
2012-01-02 14:12:18

Mir ist das zu komplex zum Nachbau, was mich aber nicht daran hindert, es gut zu finden!

Auch von mir 5 Röhren!
2012-01-02 14:12:44

Hallo, schön so eine Resonanz zu lesen, nur wo steht etwas vom Hammer??? * grins *

Übrigens für so eine Kiste ist eine sehr lange Antenne der beste Verstärker.

Schaun wir mal wenn sie brüllt, dann gibt es ein Video im yo...



Gruß vom Daniel
2012-01-02 14:26:15

Hallo, schön so eine Resonanz zu lesen, nur wo steht etwas vom Hammer??? * grins *

Übrigens für so eine Kiste ist eine sehr lange Antenne der beste Verstärker.

Schaun wir mal wenn sie brüllt, dann gibt es ein Video im yo...



Gruß vom Daniel
2012-01-02 14:27:20

Hallo Daniel,

links oben bei dem Wort Bauanleitung steht "Hämmer"
2012-01-02 14:27:43

Danke, lasse ich aber so stehen, weil an den Winkeln und Blechen habe ich schon gehämmert.

Gruß vom Daniel
2012-01-02 14:31:39

War auch nur ein kleiner Scherz von mir. Ist schon gut so - weiter solche Artikel.
2012-01-02 15:07:01

Das scheint ja ein interessantes Projekt zu werden, aber auch für "alte Hasen" gilt das selbe wie für "Neulinge" --> erst fertig machen, dann einstellen !
Als "alter Hase" bist Du hier leider kein gutes Vorbild.
Somit gibt es hier auch keine Daumen !
2012-01-02 15:28:03

ist doch auch mit Seelen gleich riecht er ...den musste mit'm Hammer eintackten !!
..jo, DaDü, ist schon 'ne feine Sache ...
2012-01-02 15:54:12

Ach, die schöne alte Zeit.
Das war noch was gewesen.
2012-01-02 16:14:34

nunja ich finde alt ist die technik noch lange nicht. gute verstärker werden teilweise immer noch als röhrenverstärker gebaut. und die haben wirkich einen einwandfreien klang.
schönes projekt!
2012-01-02 16:50:55

Hallo, unbestritten klingen Röhrendenstufen wesentlich weicher und bringen bessere Töne zustande.
Daher schätze viel Künstler wieder diese Technik.

Nur mein Nachbau wird markig kratzen und ein wenig krachen, weil im Mittelwellenbereich die Stärke in der Reichweite und nicht im Klang liegt.

Ja Benedikt, ich bin mal von meinen Vorsätzen abgewichen, nur ich verspreche das Projekt so schnell als möglich zu beenden.

Danke für die netten Kommentare vom Daniel
2012-01-02 17:43:56

Interessantes Projekt, gut gelungen......
2012-01-02 19:20:08

Ich habe zwar nicht so viel Ahnung davon aber ich finde das Projekt ist klasse.
2012-01-02 19:32:01

Sieht interessant aus, soweit ich das beurteilen kann
2012-01-02 20:11:47

Hallo, ich noch mal.

Sicher ist das Projekt nicht gleich so überschaubar, aber ich versuche ein wenig über meine Hauptbastelrichtung bastelnd zu informieren.
Wie ich hier auch täglich von tollen Projekten lese und informiert werde.
Viele Grüße vom Daniel

2012-01-02 20:55:34

Ja ja, der gute alte Dampfradio. Als Kinder bauten wir uns einen Detektor und mit Kopfhörer nachts im Bett Radio zu hören. Das waren noch gute Zeiten.
2012-01-02 21:30:28

Ich bestätige den ersten Kommentar von TischlerMS. - Auch ich habe gute Erinnerungen an diese Zeit, wo wir die Radios zusammen gebaut hatten. - Der Einwand , beim Nachbau Vorsicht walten zu lassen, kann ich nur bestätigen. 5 D. - und schön weiter basteln!
2012-01-02 21:36:11

das ist mal was anderes, gefällt mir
2012-01-02 22:05:46

cool so ein altes Radio,
habe vom Bau leider keine Ahnung
aber finds super
2012-03-04 18:35:38

Etwas aktuelles, die Kiste gibt endlich Laute.
Ich hasse unfertige Projekte, nun liebe ich es.
Gruß vom Daniel
2013-10-26 21:00:19

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