Power Cube
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Werkstatthelfer
von joe171264
04.04.16 13:05
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  • 2020,00 €

Ich bin gerade dabei meine MUFU-Werkbank zu bauen (Wird in den nächsten zwei Wochen online gestellt), welche frei in der Werkstatt positioniert ist und dabei habe ich mich immer wieder geärgert, dass ich an der Werkbank keine Stromquelle habe.Bei einem Besuch meines Baumarktes des Vertrauens bin ich in der Elektroabteilung über einen power cube gestolpert. Dieser sollte knapp 100 Euro kosten. Also war schnell der Entschluß gefasst das in Eigenbau zu machen. Schlieslich ist man ja vom Fach. Multiplexreste liegen ja genug zu Hause rum. Der Rest 4 Steckdosen, Kette, Karabinerhaken und 4 M5 Ringschrauben waren schnell im Einkaufswagen.

Leider sind einige Bilder welche die Arbeitsschritte dokumentieren sollten, durch einen Schreib/Lesefehler meiner Speicherkarte nicht verwertbar. Tut mir leid.


Stromversorgung
4.7 5 23

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Seitenwände  Multiplex 14 mm  150 x 150 mm 
Seitenwände  Multiplex 14 mm  120 x 150 mm 
Deckel/Boden  Multiplex 14 mm  120 x 120 mm 
M5 Ringschrauben    30 mm lang 
M5 Muttern     
M5 Tornadoscheiben     
M5 Muttern selbstsichernd     
Ketten    150 mm lang 
Karabinerhaken     
Einbausteckdosen     
  Kabel  NYM-I 3x1,5   
16  M4 Senkschrauben     
16  M4 Unterlegscheiben     
16  M4 Sprengringe     
16  M4 Muttern     
Kabelverschraubung     

Benötigtes Werkzeug

  • Tischkreissäge
  • Tischbohrmaschine
  • Lamellofräse
  • Schraubzwingen
  • Lochsäge 45 mm
  • Bohrer 5 mm
  • Kegelsenker
  • Bohrer 3 mm

1 Plattenzuschnitt

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Verleimen des Korpus
1/2 Verleimen des Korpus
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Zuerst einmal habe ich auf meiner Tischkreissäge die Seitenteile, Deckel und Boden gem. der Materialliste zugeschnitten. Für die Verbindung der Seitenteile und des Deckels habe ich Lamellos Gr. 0 verwendet. Leider existieren für diese Arbeitschritte keine Bilder.

2 Montagelöcher der Einbausteckdosen und Befestigungslöcher erstellen

Montagelöcher der Einbausteckdosen und Befestigungslöcher erstellen
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Nach dem der Leim abgebunden hatte, habe ich auf den Seitenteilen die Mittelpunkte ermittelt. Dazu einfach die Ecken diagonal verbinden.
Auf der Ständerbohrmaschine mit Hilfe der Lochsäge 45 mm die Öffnungen für die Einbausteckdosen bohren. Danach einfach eine Steckdose in das Loch einstecken und die vier Befestigungslöcher anzeichnen und mit einem 4mm Bohrer bohren. Für die Löcher der 4 Ringschrauben auf dem Deckel werden wieder die Ecken diagonal verbunden un 30 mm von der Ecke aus angezeichnet. Mit 5mm Bohrer bohren. In der Mitte des Deckels mit einem 14 mm Bohrer ein Loch für die Verschraubung  der Zuleitung bohren. Der Boden ist wie der Deckel zwischen den Seitenwänden eingelassen. Dieser ist aber nicht verleimt sondern wird von den Seiten mit 3er Senkschrauben befestigt.

3 Oberflächen finishing

Oberflächen finishing
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Als nächstes habe ich die Seitenkanten und die Kanten des Deckels mit der Oberfräse (POF600) auf dem Bohrständer abgerundet. Anschliesend mit dem Excenterschleifer alle Flächen sauber verschliffen. Erst 80er und dann mit 180er Körnung. Nachdem alles entstaubt war mit Holzlasur zwei Anstriche gemacht.Sobald diese abgetrocknet war 240er Körnung die aufgestellten Holzfasern abschleifen.

4 Endmontage

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Steckdosen einbau
1/4 Steckdosen einbau
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Als Erstes habe ich die Ringschrauben montiert. Hierzu erst eine Mutter aufgeschraubt, Tornadoscheibe, Deckel, Tornadoscheibe und dann mit einer selbssichenden Mutter festgezogen. Da das Gewinde der Kabelverschraubung zu kurz ist um sie mit einer Mutter zu befestigen habe ich die Verschraubung mit Heißkleber in das 14 mm Loch eingeklebt. Hält bomben fest. Bevor die Steckdosen eingebaut werden müssen erst die Verdrahtungen an den Steckdosen vorgenommen werden. Im eingebauten Zusatnd ist das nicht machbar. Hierzu 4 stücke NYM-I Leitung a 15 cm ablängen und den Mantel entfernen. Abisolieren und an die jeweilige Steckdose anschliesen. Danach die Einbausteckdosen in die vorgesehenen Löcher montieren und mit M4 Senkschrauben befestigen. Hierzu von der Innenseite des Würfels mit Unterlegscheibe, Sprengring und Mutter sichern. Die losen Drahtenden 1 cm abisolieren und jeweils die Phase (sw) mit einer WAGO Klemme verbinden, Ebenso mit dem Neutralleiter (bl) und dem Schutzleiter (gnge) verfahren. Die Zuleitung ca. 20 cm abmanteln, durch die Verschraubung führen und die Verschraubung festziehen. Die Enden der Drähte wieder 1 cm abisolieren und die Drähte in die jeweilige WAGO Klemme einstecken Farbe auf Farbe. Jetzt kann der Boden montiert werden und mit vier Senkschrauben von den Seiten her montiert werden. Jeweils eine mittig in die Seite. Die Kette mit dem Bolzenschneider ablängen und mit Karabinerhaken an den Ringschrauben befestigen. alle vier kettenenden in einen weiteren Karabinerhaken einhängen. Mit diesem wird der fertige Power Cube in der Werkstatt zentral über der Werkbank befestigt und ab sofort ist der Strom in Reichweite.

29 Kommentare

zu „Power Cube für die Werkstatt“

Handwerklich finde ich deine "Power Cube" OK aber da stört mich etwas erheblich.
Soweit mir bekannt darf nicht jeder daher gehen und so etwas an das öffentliche Netz betreiben. Zudem das Ding hat keinerlei Zulassung und wenn da etwas passieren sollte wird ganz sicher keine Versicherung zahlen. Wenn dann ein Brand auch noch auf Fremdes Eigentum übergreift ist das finanzielle Leben der Meisten für lange zeit vorbei.

Aus diesem Grund habe ich dein Projekt auch nicht bewertet.
2016-04-04 14:11:59

Als Elektriker finde ich die Idee an für sich gut. Letzlich ist das Problem, das Du die Verdrahtung in einem brennbaren Gehäuse untergebracht hast. Das kann dort schwellen, ohne das Du es außen merkst - das muss nicht passieren, aber kann.
2016-04-04 14:25:32

zu deiner Info. Ich bin Elektromeister und darf das sehr wohl und die Sicherheitsbestimmungen wurden eingehalten. Siehe auch meine Einleitung, Da habe ich darauf hingewiesen dass ich vom Fach bin.
2016-04-04 14:27:43

Hallo joe171264,

es geht nicht darum das du vom Fach bist oder einen Meistertitel hast. Es fehlt nun mal die Nachweise das alle hierfür gültigen Normen und VDE Richtlinien eingehalten wurden. Das bedeutet, es hat nun mal keine Zulassung und die ist für Ortsveränderliche Steckdosen nun mal Pflicht.
Die Anleitung dient dazu anderen zu zeigen wie du es gemacht hast und wen wird es jetzt wundern wenn andere weniger Wissenden versuchen es nach zu bauen.
2016-04-04 14:32:58

Zur Ergänzug noch folgendes Meine Werkstatt hat ein eigene Unterverteilung und der Power Cube ist an einer eigen Sicherung und FI angeschlossen.
2016-04-04 14:35:29

Georg, es ist keine Ortveränderliche Steckdose. Der Würfel ist an der Deke befestigt und festverkbelt mit NYM-I 3x1.5 mm². Somit ist dein Einwand nicht zutreffend,
2016-04-04 14:46:14

gefällt mir gut! So ähnlich wird das bei mir am Absaugarm aussehen damit ich die Steckdosen immer dort habe wo ich sie brauche.
Stimme zwar zu daß am Netz basteln nicht für Jedermann ist und daß da viel zu viel gemurkst wird aber mit dem Argument gäbe es hier einige Projekte die eindeutig total daneben liegen und nicht wie hier auf Vorschriften und Limitierungen geachtet wurde.
2016-04-04 15:23:13

sieht zumindest professionell aus ;-)
2016-04-04 17:06:09

Habe ich auch vor, Material liegt schon daheim... Wobei etwas russisch sieht das schon aus...
2016-04-04 17:35:03

Klasse Idee 5d
2016-04-04 18:08:27

Zunächst einmal sieht das Ding klasse aus. Und joe171264 ist nach eigenem bekunden vom Fach und weiss dann wohl, was er getan hat. Und mit den Vorschriften kenne ich mich eh nicht aus. Deshalb die Frage. Kann man soetwas theoretisch auch kaufen? Und wenn ja, aus welchem Material sind diese Würfel dann?
Mit dem Versprechen dieses Projekt mangels eigener Kenntnisse nicht nachzubauen, gebe ich für Daumen.
2016-04-04 18:50:50

Ja gibt es bei Hornb ach. 99 Euro. Gehäuse ist aus Kunststoff. Die Steckdosen sind die gleichen wie ich sie verbaut habe.
2016-04-04 19:08:45

Schöne Idee, werde ich nachbauen und von meinen Elektro.- Meister abnehmen lassen, der mir auch die Steckdosen- Schalter+ Abzweigdosen in meiner Wandverkleidung (HOLZ) eingesetzt hat
2016-04-04 20:00:08

Eine feine Sache, die Steckdosen über den Arbeitsplatz.
2016-04-04 20:24:24

Ich bin ein kleiner Bursche, aber ich mag keine Sachen, die über mir rumhängen ...
Bei mir ist alles an der Wand .
Aber deine Steckdosen gefallen mir . Zum Handwerk kann ich nichts sagen, da ich kein Elektriker bin .
2016-04-04 21:09:30

Also, m.E. handwerklich sehr schön und FACHGERECHT (mit Wago's) gearbeitet.
Dafür erst mal 5D.
Nur weil kein CE-Kennzeichen o.ä. drauf ist heißt das nicht, dass es gleich abbrennt.
Das garantieren einem die Prüfsiegel nämlich auch nicht.
Insbesondere dann nicht, wenn im Internet der billige China-Kram mit gefaketen Siegeln gekauft wird.
2016-04-04 21:18:56

@fafnir: mit dem Einwand hast du vollkommen recht.
2016-04-04 22:15:07

Hallo Joe,

norngerecht ist der Powercube leider nicht, VDE 0100-420 Räum aus vorwiegend brennbaren Stoffen wie Holz

RCD 30mA
NYM, aber keine Einzeladern
geschlossene Dosen mit Zugentlastungen nur um einige Forderungen aufzuführen.

Ich finde es ein gute Idee, aber der Nachahmeffekt ist nicht zu vernachlässigen.
2016-04-05 06:43:39

Ich finde ihn genial! Anders als chief würde ich ihn nachbauen und dann die Installation einen Elektriker machen lassen! Danke für das Zeigen.

Zwei Sachen dazu noch: Cib hat im Mai 2015 auch so einen Cube gebaut. Da hat niemand über die CE-Konformität geschrieben.

Und ich habe im letzten Jahr im Forum danach gefragt, ob man Steckdosen in Holz einbauen kann. Tenor: ja, klar, warum nicht?

Jetzt frage ich mich: wirklich? Vielleicht kann das ja nochmal jemand mit Wissen erklären, bevor ich mir eine Steckdosenleiste aus Holz für die Küche baue...

Hier ist der Thread dazu: http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?t= 19482
2016-04-05 07:08:24

@ ruesay,

DIN VDE 0620-1 Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen - Teil 1: Allgemeine Anforderungen an ortsfeste Steckdosen.

DIN VDE 0620-2-1 Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen - Teil 2-1: Allgemeine Anforderungen an Stecker und Kupplungsdosen.
2016-04-05 10:28:12

Um es richtig zu machen:

Klemmen in eine Dose, Steckdosen als Möbeleinbausteckdosen oder Hohlwanddose, und alles in NYM (doppelte Iso) und schon ist gut.
2016-04-05 12:34:45

Schon wie ich das Bild gesehen habe, wusste ich was wohl in den Komentaren stehen wird :)
Ich finde die Idee gut und iCh finde es auch gut verarbeitet. Jeter hat so finde ich die norm gerechte Lösung präsentiert. Wobei ich schon sagen muss das ich es auch nicht wirklich gefährlich finde so wie es gebaut wurde. Da habe ich schon schlimmeres in der Industrie gesehen.
2016-04-05 20:59:43

Hallo Bernd,

warum ich das nicht ungefährlich finde, kann man an meinen Profilbild sehen, wenn jetzt kein Gehäuse drum wäre, sonst Holz, wäre das Holz schwarz geworden. Grund für die Wärme in Stecker: Überlastung über Jahre.
2016-04-06 10:13:21

Ruesay hat es bereits erwähnt ich habe das cube letzte Jahr gebaut. Nach einigen Anmerkungen aus dem Forum hab ich noch nachträglich Hohlraumdosen verbaut.

https://m.1-2-do.com/de/project-instruction /Energiewuerfel---oder-Strom-und-Druckluft-vo n-oben/bauanleitung-zum-selber-bauen/4001866
2016-04-06 17:38:44

gute idee und umsetzung
2016-04-06 22:38:51

Diese Energiewürfel sind schon sehr praktisch
2016-04-08 10:17:13

Was für meine Werkstatt, hier herrscht absoluten Steckdosen Mangel. Ein glück das ich ein Elektriker in der Familie habe, der mir das ganze auch anschließt. DDDDD
2016-04-09 18:05:33

Also ich finde dein Projekt super...
2016-04-11 18:41:14

von der Sicherheit kann ich nichts sagen, aber es sieht gut gebaut aus
2016-05-19 23:13:20

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