Mein Wohmobil
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von Opa_Knack
30.10.09 16:18
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Mein Wohnmobil mit Zulassung als Oldtimer ist ein Arnold RM 35 auf Basis eines Mercedes 208,ausgerüstet mit einem 2,3 L M115 Benzinmotor mit 85 PS.
Erstzulassung war im Juni 1978.
Erworben habe ich es im November 2007.
Beim Erwerb war das Fahrzeug fahrbereit und verkehrssicher,aber im Inneren seit Erstzulassung nicht verändert oder erneuert worden.
Ausgestattet mit einem kleinen Brauchwassertank im Kleiderschrank,zwei Zwanzig-liter-Kanistern in der Nasszelle,einem defekten Atwood-Boiler,einer sehr ungünstig platzierten Chemie-Toilette, zwei defekten Wasserhähnen,einer total verkratzten Spüle,einem vermackten Zwei-flammen-kocher und einer unbequemen Sitzecke entsprach das Fahrzeug nicht meinen Vorstellungen von einem komfortablen Wohnmobil.
Da ich aber die Zulassung als Oldtimer,d.h. mit einem H-Gutachten plante,holte ich erstmal Infos ein, in diesem Falle den Anforderungskatalog für Oldtimer-Gutachten vom TÜV-SÜD, nach dem sich alle Gutachter richten.


Wohnmobil
3.5 5 2

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

1 Defekte Teile entsorgen, neue beschaffen


Dann gings los: Als erstes demontierte ich alle defekten Einrichtungsteile und entsorgte sie. So dann ersteigerte ich im Internet eine Einhebel-Mischbatterie mit ausziehbarer Dusche für Kücheneinsatz sowie eine normale Waschtischbatterie, wohlgemerkt Haushaltsarmaturen, keine Wohnmobil-Plastik-Artikel,eine 12 V-Druckwasserpumpe für Boote,einen 130 L Frischwassertank, 50m Kaltwasserschlauch, 10m Heisswasserschlauch, ein Eckwaschbecken (Kunststoff) einen neuen Einbau-Gaskocher, ein Spülbecken, eine neue Tischplatte, Bezüge für die Sitzpolster, eine neue Kaltschaum-Matratze,eine elektronische Tankanzeige (Bausatz) sowie eine Thetford Festtoilette und einen Fäkalien-Tank.
Den Frischwassertank installierte ich im Laderaum unter dem Bett, daneben die Druckpumpe. In der Nass-Zelle montierte ich das Eckwaschbecken, daneben die Festtoilette, so dass eine wesentlich bessere Raumausnutzung entstand.
Ich verlegte die Wasserschläuche zu den Hähnen und verband sie mit der Pumpe. Bei der ersten Füllung mit Wasser gabs dann erstmal eine Überschwemmung, da der Atwood-Boiler wohl mal nicht im Winter geleert worden und daher kaputt gefroren war. Also ausbauen,den Alutank schweissen und wieder einbauen.Funktioniert seitdem störungsfrei. Durch den ausziehbaren Kopf der Küchenarmatur kann in der Nasszelle geduscht werden. Die Festtoilette kombinierte ich mit einer kleinen Zerhackerpumpe, sodass ich zum Fäkalientank nur eine 35 mm Schlauchleitung verlegen musste.

2 Küche und Schlafraum

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Küche und Schlafbereich
1/2 Küche und Schlafbereich
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Der Küchenblock wurde demontiert,aus Pappelsperrholz neu angefertigt,ein wesentlich grösserer gebr. 12V/220V/ Gas-Kühlschrank eingebaut,das neue Spülbecken und der neue Kocher verbaut.
In das Festbett kam die neue Matratze,die Sitze der Dinette wurden neu bezogen, der zu grosse Tisch gegen einen kleineren getauscht und somit wesentlich wohnlicher gemacht. Nachdem auch noch die Sitze durch wesentlich bequemeres Gestühl ersetzt wurden, entspricht das Wohnmobil fast meinen Vorstellungen.

3 Ausblick was noch zu tun ist

Unser Oldie auch liebevoll "Fluchtzwerg" genannt
1/1 Unser Oldie auch liebevoll "Fluchtzwerg" genannt


Da ich meine Modernisierung nur auf den Innenraum beschränkt habe,war das H-Gutachten kein Problem, äusserlich habe ich lediglich Rückleuchten,Blinker und Scheinwerfer erneuert sowie einen Satz neue Ganzjahresreifen montiert.
Leider existieren keine Fotos vom vorherigen Zustand der Inneneinrichtung,aber so sieht es jetzt aus.
Ich werde noch Seitenbegrenzungsleuchten sowie zeitgemässe Zusatzscheinwerfer installieren,sowie einen Heckträger, auf dem ich meinen Roller transportieren kann,denn ich bin gehbehindert und kann mir so meine Beweglichkeit erhalten.
Das Womo wurde auf den Namen “Fluchtzwerg” getauft, da ich vorher ein wesentlich grösseres ausgebaut hatte, das ich aber aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.
Unser Fluchtzwerg bedeutet für uns die Freiheit,jederzeit schnell und problemlos einen Kurztrip zu unternehmen, die Nordseeküste ist in zwei Stunden erreichbar.
Da wir in einem Haus vom Baujahr um 1950 leben, dass wir voriges Jahr gekauft haben,und an dem auch ständig was zu reparieren ist,liegen keine grossen Urlaubsreisen drin,aber kleine Fluchten sind möglich und auch nötig..
Über Bauanleitungen verfüge ich nicht, alles was ich baue,entwickelt sich aus der Arbeit heraus.
Ich habe eine Menge Elektrowerkzeuge im Lauf der Jahre gekauft und benutzt,einiges von Bosch ist dabei, Excenterschleifer, Dreiecksschleifer, Schwingschleifer, Winkelschleifer und als neuestes der Akkuschrauber PSR 10,8 Li, der mich echt positiv überrascht hat. Ich hätte nie gedacht, dass ein Schrauber mit so niedriger Arbeitsspannung derartig kraftvoll sein könnte. Meiner Meinung nach übertrifft er sogenannte Baumarktprodukte mit wesentlich höherer Voltzahl.

7 Kommentare

zu „Oldtimer Wohnmobil“

Ja, ein sehr schönes Teil!
Da ich es persönlich kenne, weiß ich wie viel Herzblut Du dort hinein gesteckt hast!
Ich freue mich schon auf "Bockhorn", wenn wir beide und ein paar andere wieder Abends beim Lagerfeuer sitzen und am Fachsimpeln sind!
2011-04-06 06:34:05

ja, man hängt an den alten Schätzchen,genau wie du an Deinem Frosch.....
Wenns meine Gesundheit zulässt, kommen wir nach Bockhorn, ich hoffe, es klappt.
grüsse,Klaus
2011-04-10 00:30:55

ja, man hängt an den alten Schätzchen,genau wie du an Deinem Frosch.....
Wenns meine Gesundheit zulässt, kommen wir nach Bockhorn, ich hoffe, es klappt.
grüsse,Klaus
2011-04-10 00:30:55

super
2013-04-27 16:22:47

Super gemacht, ich stehe auch grade vor einem ähnlichen Projekt. Habe mir einen MAN 8.136 FAE gekauft. Diesen muss ich komplett restaurieren... Innenausbau ist auch noch nicht vorhanden...
2016-11-03 08:33:53

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