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Laser für die PTS 10 Tischkreissäge,Laser,Lasertechnik,PTS 10,Laser-Schnittführung,Pimp,Pimpen
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Werkstatthelfer
von Rainerle
31.01.14 23:24
4957 Aufrufe
  • Unter 1 TagMittel
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  • 2020,00 €

Hallo,
angeregt durch ein Projekt* hier auf 1-2-do.com die PTS 10 mit einen Laser auszustatten, ging ich sogleich gedanklich die Möglichkeiten durch. Inzwischen habe ich mein Projekt umgesetzt und zeige Euch die Arbeitsschritte und das Ergebnis unter dem Motto "Pimp my PTS 10".

Und natürlich hoffe ich darauf, dass ich für dieses gelungene Projekt (ja ich habe ernsthaft befürchtet, dass es nicht so perfekt wird, wie es nun tatsächlich wurde) ganz viele Stimmen von Euch bekomme und unsere liebe Firma Bosch das in ihr festes Programm aufnimmt! Also Entwickler: Zum Nachbau empfohlen. Das wertet die Säge deutlich auf. Und der Preis dafür ist nahezu zu vernachlässigen. Könnte man auch problemlos als Zubehör verkaufen. Einfach den Schnittschutz austauschen. Hoffe, ich bekomme dafür ne satte Provision (ein Werbegeschenk täte es natürlich auch ;-)

(* Das Erstprojekt http://www.1-2-do.com/de/projekt/Lasereinheit-fuer-die-Tischkreissaege-Bosch-PTS-10/bauanleitung-zum-selber-bauen/16773/
das ich lediglich verfeinert und durch die Batterien etwas vereinfacht und bei dem ich letztlich die Idee geklaut habe. Danke  tikaey!)


TischkreissägeLaserLasertechnik, PTS 10Laser-Schnittführung, Pimp, Pimpen
4.5 5 27

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Kleiner Schalter     
Batterien     
Laser     

Benötigtes Werkzeug

  • Multifunktionswerkzeug
  • Akku-Schrauber

1 Vorbereitung

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Vorbereitung
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Zunächst wird der Schnittschutz der TKS abgebaut. Da Bosch die zwei Hälften des Schnittschutzes lediglich miteinander verschraubt hat, ist es einfach, in den inneren Freiraum Batterien, Schalter und Laser einzubauen.

Zunächst habe ich mich damit beschäftigt, wie die Batterien befestigt werden können, wie ein Schalter eingebaut und wie der Strom fließen kann. Rasch habe ich festgestellt, dass dickere Batterien ideal unterzubringen sind. Der Schalter findet auch schnell seinen Platz. Im Bild 2 sieht man wie die Stromführung später erfolgen wird. Im nächsten Arbeitsschritt zeige ich die Details.

2 Details Verkabelung

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Details Verkabelung
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Zunächst säge ich ein Stück Kupferrohr auf 26 mm Länge. Dies wird der Kontakt für den Pluspol der Batterien und wird über die Schraubenaufnahme des Schnittschutzes geschoben. Ein Kabel wird daran gelötet. (Im Hintergrund sieht man meine selbstgebaute Lötstation)

Mit dem Dremel schneide ich gleich eine Aussparung für den Schaler und im hinteren Bereich passe ich sogleich einen kleinen Metallwinkel (Reststück eines Metall-Lineales, das geschickterweise 26 mm Höhe hat) ein, der den Gegendruck für die Batteriefeder gibt. Eine Feder mit angelötetem Draht bildet den Minuspol.

Im nächsten Schritt wird alles mit der Heißklebepistole in mehreren Schichten schön verklebt. Nach Abkühlen habe ich stabilen Kunsstoff.

Wichtig: Batterien einlegen und mit Tesafilm bekleben. So können diese verklebt werden und lassen sich dann auch gut wieder entnehmen. So liegen diese in einer schönen Rille. Und nichts kann mehr wackeln.

 

3 Einbau des Lasers

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Einbau des Lasers
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Den Laser habe ich im Internet für 15 Euro bestellt. Er wurde innerhalb 3 Tagen geliefert und wird jetzt das erste Mal angeschlossen. Kabel an Schalter löten, und erster Test: Ja, es leuchtet :-)

Nun die zwei Hälften des Schnittschutzes wieder zusammenfügen und verschrauben. Es passt alles, der Laser liegt lose im Schnittschutz.

Vorne bohre ich zunächst mit 2 mm, dann mit 6 mm und zuletzt mit 9 mm ein Loch genau mittig. Da steckt später der Laser drin.

Jetzt wieder auseinander schrauben. Laser mit Tesafilm umwickeln und Heißkleber darunter, bis der Laser gerade so befestigt ist. Solange der Kleber noch warm ist, kann korrigiert werden. Also rasch den Schnittschutz an die Säge gebaut und erster Versuch der Justierung.

Nun habe ich festgestellt, es ist zwar schön, aber unpraktisch. Wenn ich ein Brett gegen den Schnittschuz schiebe, trifft es genau den Laser. Schlecht! Also zweites Loch gebohrt. Weiter oben. Laser dorthin befestigt und nach Zusammenbau zweiter Test.

 

4 Justierung und Sicherheit

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Justierung und Sicherheit
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Es passt! Mit einer kleinen Zange kann ich den Laser drehen und ausrichten.

Mit Metallwinkel kann ich die Senkrechte und die Waagrechte sehen und den Laserstrahl ausrichten. Geschickt, kurz vor dem Sägeblatt ist der Strahl zufälligerweise exakt so breit wie das Sägeblatt und damit zeigt er mir sogar die Schnittbreite an. Hilfreich beim Sägen mit Anschlag oder Schiebetisch. Ich sehe, was später abfällt.

Ich stelle fest, dass der Laserstrahl auf dem Metall etwas blendet. Um die Augen zu schützen, male ich mit einem Eddingstift eine Linie auf den Tisch. Das stört nicht, denn ich will ja nicht den Tisch sägen, sondern das Hoz das darübergleitet. ;-)

Dann ist ein Hinweis auf der Maschine anzubringen, dass es sich um einen Laserstrahl handelt. Dieser Aufkleber mit Gefahrenhinweis liegt dem Laser bei.

Die Laserführung ist fertig. Auch beim Aufklappen des Schnittschutzes wackelt nichts. Die Batterien liegen stabil im Kleberbett und mit dem Schalter kann ich den Laser an- und ausschalten. Ich werde sehen, wie lange die Batterien reichen, ich schätze ich werde diese erst nach langer Zeit wechseln müssen (es sei denn, ich vergesse auszuschalten). Zum Batteriewechsel muss ich lediglich den Schnittschutz aufschrauben. das ist eine Sache von zwei Minuten.  

Ein erster Sägeschnitt zeigt, die Laserführung ist präzise. Ein Bleistiftstrich an der richtigen Stelle des Holzes angezeichnet, dieses Brett angelegt und durchgeschoben. Perfektes Ergebnis zumindest für rasche Schnitte. Kommt es auf den halben Millimeter an, werde ich sicher mit dem Lineal am Anschlag messen. Aber bei raschen Schnitten habe ich es jetzt viel einfacher. Und ich habe eine tolle Säge mit einem phantastischen Mehrwert, den zumindest bis jetzt keiner in dieser Art hat! 

Den Laser bekommt man übrigens bei Voelkner im Netz. Bezeichnung: Linienlaser 650NM 5MW 90° 70109986. Preis 14,90 Euro.  
 

23 Kommentare

zu „Laser für die PTS 10“

Einfach klasse, super, toll... Sehr gut gemacht und beschrieben....toll bin echt begeistert von deiner Idee und Bau 5d
2014-02-01 00:12:23

Tolle Lasererweiterung, und tolle Projektbeschreibung. Auch hier sieht man mal wieder sehr schön, wie man durch andere Projekt animiert werden kann.
2014-02-01 00:47:37

gut geworden, prima
2014-02-01 01:27:46

Das Ergebnis und die Beschreibung ist Klasse. 5D
2014-02-01 06:13:58

Klasse geworden und gemacht .....
2014-02-01 06:25:47

Auch wieder ein gelungenes Projekt. Wertet die Säge enorm auf.
2014-02-01 08:10:09

gute Idee
2014-02-01 08:50:11

Jetzt auch mit Video - konnte Heute Nacht ja nicht groß herumsägen :-)
2014-02-01 09:03:06

Absolut genial, auch die Beschreibung
5D + meine Stimme
2014-02-01 10:19:27

ich habe das andere Projekt schon gesehen und beschlossen, dass meine neue PTS das auch bekommt.
Aber ich habe das Problem, dass mein Spaltkeil inklusive der Abdeckung nicht genau hinter dem Blatt sitzen. Ist das bei euch nicht so oder habt ihr da schon was beigelegt?
Ich werde mir wahrscheinlich ein passendes Scheibchen suchen müssen, weil zum einstellen gibt es da ja wohl nix.
Tipps nehme ich sehr gerne entgegen.
2014-02-01 14:40:31

Klasse Idee 5d
2014-02-01 14:46:58

Klasse Arbeit :-)
2014-02-01 14:52:54

also Rainerle das ist ja mal nee tolle Idee super .....5d
2014-02-01 17:12:57

Klasse gemacht.
2014-02-01 18:59:35

enorm, wie Du Deine Idee umgesetzt hast, mal sehen, ob sich daraus etwas entwickelt....
2014-02-01 21:19:38

Klasse geworden, steht zur Nachrüstung bei mir an.
5D
2014-02-02 10:36:33

Zeitdauer übrigens rund 2 Stunden.
@Ricardo: Mit zwei Zangen Spaltkeil biegen. Scheibchen ist unpraktisch, wenn Du dann doch einmal den Spaltkeil abbaust, hast Du das Gepfriemel bis es wieder stimmt.

Vielleicht sollte ich bei dieser Resonanz in Serienproduktion gehen - Bosch hat zumindest bis jetzt noch keine Lizenzantrag zum Nachbau bei mir gestellt ;-)))

2014-02-02 19:01:12

prima Sache, von mir 5D
2014-02-02 19:15:53

super Ergänzung, 5D von mir
2014-02-06 19:28:43

Hatte gestern dazu nich einen Gedanken. Statt Heißkleber könnte man auch dieses Knetmaterial nehmen, das 20 Minuten weich bleibt und dann aushärtet. Für Batterien und Laser sicher noch besser geeignet zum Befestigen. Da genügt dann etwas Fett auf Batterien, damit die ncht festkleben. Das Zeug ist hinterher hart wie Stein - aber auch zu bearbeiten, falls es doch etwas zu verändern ist.

Übrigens, der Laser hat sich schon gut bewährt ... - und sieht super aus!
2014-02-06 21:27:13

Sowas ist auch gespeichert! Für die Säge irgendwann! ;o)
2016-03-03 08:02:40

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