Instandsetzung: Schneidebrettchen

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Instandsetzung: Schneidebrettchen Schleifen,ölen,Schneidebrett
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Holz
von janami82
09.06.14 12:42
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Ich wollte dieses "Mini"-Projekt hier gar nicht einstellen, hatte es aber für mich dokumentiert. Man findet hier schon mehrere solche Projekte, und einige von euch haben sogar schon tolle selbst hergestellte Brettchen eingestellt, aber bei diesem Projekt ist  mir eine Eingebung wiederfahren, die ich keinem vorenthalten wollte. Ich verstehe nun, warum euch die Behandlung der Holzflächen mit Öl so unglaublich fasziniert. Diesen Eindruck habe ich versucht auf den Fotos festzuhalten. Es ist mir nicht 100%ig gelungen, aber ich glaube schon, dass man sehen kann was ich meine. Es ist einfach unglaublich beeindruckend, wie sich das Holz durch das Öl verändert!

Meine Schneidebretter hatten ordentliche Macken und die oberste Lack?Schicht war an vielen Stellen ab. Das Holz war trocken und teilweise schon rissig. Aber die Brettchen sind klasse und wir verwenden sie sehr gern. Und jetzt sehen sie auch wieder richtig toll aus!


Schleifen, ölen, Schneidebrett
4.1 5 18

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

  • Exzenterschleifer

1 1. Schleifen

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1. Schleifen
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Mit dem Excenterschleifer habe ich das Holz abgeschliffen. Zu allererst habe ich das Brettchen mit einem alten, verbrauchten Schleifpapier bearbeitet, da das Brettchen eine schmierige Oberfläche hatte, die ich selbst mit Spüli nicht wegbekommen habe. Auf dem Papier haben sich Dreckablagerungen gebildet. Ich würde es nicht mehr verwenden (außer für dreckige Holzbrettchen)

Zum eigentlichem Schleifen habe ich zunächst 80er Papier genutzt und später 120er, 180er, 240er und 400er Papier. Außerdem habe ich nach jedem Schleifgang gewässert. Anstelle des 400ers hätte man auch ein 320er Schleifpapier nehmen können. Das habe ich aber einfach nicht da gehabt. Beim zweiten Brettchen habe ich mit einer 40er Körnung angefangen, da es noch mehr verschnitten war.
 

2 Holz ölen

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Holz ölen
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Für mich war klar, dass eine lasur oder Lackierung nicht in Frage kommt. Ich wollte was lebensmitteltaugliches, wa ich im Notfall auch mit essen würde. Also Öl!

Entschieden habe ich mich für Leinöl. ich habe soviel im Internet über ölen gelesen, dass ich bald wahnsinnig geworden bin ;) Das eine Öl härtet nicht aus, das andere fängt an zu brennen im Lappen und den Ölen aus dem Baumarkt kann man nicht trauen (bzgl. der Lebensmittelqualität).

Egal, ich brauchte ja meine Bretter wieder, also habe ich einfaches Leinöl aus dem Supermarkt gekauft und mehrmals mit einem Zewa aufgetragen und über mehrere Tage gut trocknen lassen (Achtung: Tuch immer gut austrocknen lassen und nicht zerknüllt liegen lassen. Brandgefahr! habe ich nicht ausprobiert, muss ich auch nicht, manche Dinge glaube ich einfach ;) )

Und hier kam die Offenbarung: Unglaublich! Wie toll das Öl die Farbe des Holzes beeinflußt und die Maserung hervorhebt! Anfeuern nennt man das und ich wüßte tatsächlich keinen besseren Fachbegriff dafür! Innerhalb von Sekunden überkam mich das Bedürfniss alles mit Öl einzureiben, was aus Holz ist *lach*  Mein Olivenholzpfannenwender musste auch dran glauben!

Heute nutze ich die Brettchen ganz normal und reibe sie, falls ich sie mit Wasser gereiningt habe wieder mit Öl ein. Dazu nehme ich das ganz normale Rapsöl, dass ich in der Küche stehen habe. Mein Pfannenwender bekommt dann auch immer ein bißchen Öl ab und schon ist alles wieder blitzeblank. Im übrigen werden wie Bakterien durch das Abspülen dezimiert, vorausgesetzt man reibt sie nicht mit dem Küchenschwamm oder dem Trockentuch wieder drauf ;) und im Öl vermehren sie sich auch nicht so gern! Also alles Prima! Ich danke euch für eure Hartneckigkeit in Bezug auf das Öl! Ihr habt völlig recht! Schöner wirds nicht!

20 Kommentare

zu „Instandsetzung: Schneidebrettchen“

Hast du super gemacht, der Unterschied ist gut zu erkennen. Sollte ich vielleicht auch mal angehen.
5D
2014-06-09 13:31:10

Ist sehr schön geworden 5d
2014-06-09 14:43:13

Hast du gut überholt. Zum Öl, ich verwende für Schneidbretter immer Speiseöle.
2014-06-09 16:13:24

Die Arbeit hat sich gelohnt. Tolles Ergebnis.
2014-06-09 17:56:30

für deine Arbeit eine 4 D,aber das sind doch keine Schneidebrettchen,habt ihr XXXL Gerichte (Spaß)zum einoelen oder fetten nehme ich Schwarte (da wird bestimmt der Komentar kommen es Stinkt ja,nichts da,nach und nach)
2014-06-09 19:48:03

schön aufgemöbelt, prima Arbeit
2014-06-09 19:53:21

Wieder schön und frisch. Leinöl ist auch ein gutes Speiseöl und und Rennstall-Besitzer geben ihre Pferde auch Leinöl. 5 D
2014-06-09 20:33:31

Leinöl ist ok und ich nutz es gern und oft, aber ich kenn das auch mit Schwarte von meiner Oma... bei anderen Ölen musst du aufpassen, da sie gern ranzig werden und DAS magst du bestimmt nicht :D
ist toll geworden.. aber dein Brett hatte keinen Lack, das dürfen die nicht, weil es ja für Lebensmittel ist. schätz eher mal, dass es härtender Wachs war
von mir auch 5D
2014-06-09 21:35:41

Schöne Arbeit und man muss nicht alles gleich immer entsorgen nur weil es mal nicht mehr so neu aussieht. Sind doch wieder toll geworden die Brettchen ....
2014-06-10 07:38:19

@schnurzi: Naja, da ist halt richtig Platz drauf, man muss nicht ständig das Brett leeren, bevor man das nächste Stück schneidet *zufaulbin* ;) und wir nutzen die Brettchen häufig für unsere Roggenbaguettes abends zum Salat oder zur Suppe mit dabei

@shortyla: Ich bin zwar kein Rennstallbesitzer, aber mein Pferd bekommt das auch ;)

@pittyom: Leider weiß ich nicht mehr, mit was mein Brett behandelt worden ist. Aber du hast recht: sämtliche Lacke und Lasuren würden beim Schneiden ja blättern und in den Lebensmitteln landen

Vielen Dank für eure Bewertungen!
2014-06-10 07:41:36

Klasse geworden und gemacht ........
2014-06-10 08:52:22

Tolle Umsetzung 5d
2014-06-10 17:43:37

Schön geworden und super Arbeit. 5 D
Ich ziehe Rapsöl vor - ne Speckschwarte o. Ä. ist gut für Eintöpfe oder den Grillrost..
Ein "Brotschneidebrett" i. V. mit einem Sägemesser würde ich immer aus Hartholz machen.
Gruß
2014-06-10 19:10:19

nur mal eine kleine Info,wir Schlachten schon viele Jahre,die Mollen und ich schreib mal Bretter werden nie mit einem Oel eingerieben oder behandelt,ES IST DAS REINE FETT was da reinzieht und wird auch nicht Ranzig,ich hab Mollen die sind schon 80-120 Jahr Alt,die Steckmolle ist 85 und das Blut zieht nicht rein
2014-06-10 20:40:07

Lustig - Dasselbe habe ich gestern auch gemacht: http://www.ich-bin-heimwerker.de/2014/06/11/h olz-kuechenbrett-aufarbeiten-reparieren/ :-) Es ist super, wie schön die Schneidbretter danach wieder aussehen!

Aber warum hast Du nach jedem Schleifdurchgang gewässert? Einmal zum Schluss hätte doch gereicht.
2014-06-12 11:28:57

--übrigens, das mit der Brandgefahr bei Ölen wurde auch heute nochmal beim Brandschutzlehrgang extra erwähnt (auch Batterien und Putzwolle zusammen im Müll)
2014-06-12 19:32:43

ja mit Öl kommt das Holz so richtig zum Leben
2014-06-13 08:11:38

..... dann hätten wir aber etwas verpasst, schöne Anregung.
2014-06-30 22:29:36

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