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Endergebnis
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Möbel
von Holzopa
22.03.14 01:41
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  • 4040,00 €

Nach der Dobok-Garderobe gleich zum nächsten Testprojekt. Immer noch ging es darum, weiteren Stauraum zu schaffen. Also wagte ich mich an ein Hochregal. Dieses sollte in eine Nische zwischen Schrank und Wand. Die Bilder zeigen das Endergebnis und die Ausgangslage.

Gebaut wurde mit dem Testgerät PKS 18 Li, mit der auch die Falze gesägt wurden.


Holz, RegalHandkreissägeMöbelbauAkkusäge, PKS 18 LI, Hochregal
4.6 5 29

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

  • Bosch Akku-Kreissäge, PKS 18 LI
  • Oberfräse

1 Vorarbeiten

Lochreihenschablone
1/1 Lochreihenschablone

Im Vorfeld überlegte ich mir die einzelnen Arbeitsschritte. Dabei wurde mir klar, dass dabei eine ganze Menge an Löchern an genau definierten Positionen anfallen werden. Von meinen Erfahrungen mit solchen Schablonen vom Projekt der Wickelkommode motiviert machte ich mich an den Bau einer längeren Lochreihenschablone. Die Beschreibung dafür ist etwas umfangreicher, so dass ich sie als eigenes Projekt eingestellt habe.

2 Zuschnitte

Zuschnitte
1/1

Ich hatte mir Platten in der benötigten Breite besorgt. Da hatte ich Glück, denn auf Grund des schlechten Wetters musste ich in meine kleine Werkstatt übersiedeln. Für größere Platten wäre da so gar kein Platz gewesen.

Die Platten wurden mit der PKS 18 Li auf die richtige Länge zugeschnitten (Bild 1). Da der Parallelanschlag dafür zu kurz war klemmte ich eine Führungsschiene an und sägte die Platte in gemächlichem Tempo auf MAß (ein schneller Schnitt führt bei beschichteten Platten zu unschönen Absplitterungen).

Aus den Überständen sägte ich die Bretter für den Boden und die Decke des Regals. Aus einer weiteren Platte wurden drei Einlegeböden (mehr waren fürs erste nicht gewünscht).

3 Kanten verschönern

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ausreichendes Stück der Kantenrolle abtrennen
1/7 ausreichendes Stück der Kantenrolle abtrennen
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Decken- und Bodenplatte bekamen an allen vier Seiten passende Kanten. Die Einlegeböden nur an der sichtbaren Vorderkante.

Die Kanten gibt es in Rollen zu 5m in den gängisten Dekoren. Ich schnitt ausreichend große Stücke von der Rolle (Bild 1). Mit einem Bügeleisen (ohne Dampf!) wird bei mittlerer Hitze die Kante aufgebügelt (Bild 2). Solange die Kante noch warm ist drückt man mit einem glatten Holzstück die Kante fest (Bild 3).
Nach dem Auskühlen werden die Überstände abgetrennt. Das kann man mit einer Feile, einem Hobel oder - wie ich - mit einer scharfen Klinge machen (Bilder 4+5).

Die Kanten werden zum Schluss noch mit einem feinen Schleifpapier (ich nahm 240er) leicht gebrochen (Bild 6). Beim Brechen der Kanten aufpassen, diese können sehr scharf sein!
Soweit sind die Kanten fertig (Bild 7).

4 Fräsungen für Lamelloverbinder

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Mitte anzeichnen
1/3 Mitte anzeichnen
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An der Boden- und Deckenplatte wurde die Mitte markiert (Bild 1). Dann fräste ich an jeder Seite drei Schlitze für die 20er-Lamellos in die Fläche (Bild 2). Die Seitenteile bekamen deckungsgleiche Schlitze in die Stirnseiten (Bild 3).

5 Falz für Rückwand sägen

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Testfräsung
3/7 Testfräsung
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Ich weiß, dass man den folgenden Schritt mit der Oberfräse schneller hinbekommen hätte. Aber es ging ja um einen Test. Daher beschloss ich, die Falze zum Einsetzen der Rückwand ebenfalls mit der Handkreissäge zu machen. Da dies etwas heikel werden kann, machte ich erst eine Testfräsung.

Ich montierte meinen verlängerten Parallelanschlag und fixierte ihn so, dass er am Sägeblatt anlag (Bild 1). Dann wurde die Schnitttiefe eingestellt (Bild 2) und schon ging die Sägerei los (Video1). Nach jedem Schnitt wurde der Anschlag um eine Sägebreite verstellt bis die gewünschte Breite erreicht ist. Der Testfalz wurde sehr gut (Bild 3), so dass es keine Ausrede mehr gab.

Um die Oberfläche nicht zu beschädigen klebte ich diese mit Paketband ab (Bild 4). Ich stellte den Anschlag auf 1cm ein (Bild 5). Ich sägte die Falze von innen nach außen, das erschien mir besser so (Bild 6 und Video 2).

6 Lochreihen fräsen

Lochreihe fräsen
1/1 Lochreihe fräsen

Nun kam meine Lochreihenschablone zum Einsatz. Der Bau, sowie die Anwendung derselben sind in einem Extraprojekt detailliert beschrieben.

Jedenfalls funktionierte das sehr gut und ging auch schneller als gedacht (siehe Bild und Video).

7 Zusammen- und Aufbau

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Transport
1/8 Transport
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Alle Platten samt dem nötigen Werkzeug brachte ich zur Tochter (Bild 1). Nur gut, dass diese gleich auf der Nachbarstiege wohnt  ;-)

Hatte ich bisher alleine gewerkelt, brauchte ich nun doch helfende Hände. Der Schwiegersohn half beim Zusammenbau des Korpus. Mit Leim und Lammellos wurden die Teile zusammengefügt.

Für die Rückwand schnitt ich vor Ort eine ausgemusterte Platte mit dem Stanleymessser auf Maß und legte sie ein (Bild 2). Da die Platte nicht lange genug war musste gestückelt werden.
Nachdem die Rückwand passte und alles im Winkel war wurde die Platte mit Klammern befestigt (Bild 3).

Der Korpus konnte nun aufgestelt werden. Dabei kontrollierte ich nochmals, ob auch alles im Winkel war (Bild 4). Das mittlere Regalbrett wurde an den Seitenwänden angeschraubt. Dazu habe ich die Löcher für die Regalböden ganz durchgebohrt und von außen Schrauben eingedreht (Bild 5). Da das Regal an den Seiten ansteht stören die Schraubenköpfe nicht.

Zum Schluss kommt das Regal an den vorgesehenen Platz. Dazu musste ich die Türe aushängen und die Scharniere aus dem Türstock drehen. Aber das war schnell gemacht und wenige Minuten später war alles an seinem Platz. Noch die Einlegeböden an die gewünschten Stellen und es war geschafft (Bilder 6+7).

Zumindest was das Projekt betraf. Fragt sich nur, wer nun die Werkstatt aufräumt (Bild 8).

28 Kommentare

zu „Hochregal“

Klasse geworden und gemacht .......
2014-03-22 06:35:28

wunderbar gemacht und beschrieben. Da freut sich die Tochter bestimmt sehr. Vielleicht hilft sie zum Dank mit der Werkstatt ;-)

5D von mir.
2014-03-22 08:38:41

danke

@kaypiranha
das ist eine super idee - DEEESIIIIREEEE!!!!
2014-03-22 09:07:48

Wie schon selbst bemerkt geht es auch einfacher (TKS etc.) Im Rahmen vom Produkttest super gemacht. Deine Beschreibungen lassen sowieso keine Wünsche mehr offen. 5D
2014-03-22 09:35:54

Sauber! Erste Klasse! – Und den Platz wirklich optimal genutzt. Wie schon bei Deiner Lochreihenschablone gesagt: Mehr als 5D geht ja leider nicht.
2014-03-22 09:51:51

Was für eine Arbeit. 5D
2014-03-22 11:12:56

Toll gebaut
2014-03-22 11:56:28

Klasse geworden, und auch Top beschrieben.
2014-03-22 12:24:37

Besser hätte man das nicht machen können. Ich bin nur erstaunt, wieviele Projekt von manchen in kürzester Zeit hier eingestellt werden. Fleißig, fleißig.
2014-03-22 12:38:58

danke

schablonenbau, hängegarderobel und hochregal zusammen dauerten alles zusammen nur so 2 1/" tage. da kam mir vor. dass das projektieren (und testbericht vorschreiben) mehr arbeit gemacht hat ;-)
2014-03-22 12:53:58

Ich liebe so ausgenützte freien Stellflächen. Super gemacht und beschrieben und ich bin froh, dass es in anderen Werkstätten nach der Arbeit auch nicht besser als bei mir aussieht :)
2014-03-22 13:05:25

Platz effektiv genutzt und prima gebaut.
2014-03-22 13:52:08

Eine sehr schöne Arbeit 5d
2014-03-22 14:24:15

gelungen
2014-03-22 15:24:21

Saubere Arbeit.
2014-03-22 15:45:36

Keine 5 Schweißtropfen nee 10 Klasse
2014-03-22 15:54:15

Super geworden 5d
2014-03-22 16:15:13

ja da hat das Zimmer gleich ein ganz anderes Aussehen
2014-03-22 18:19:07

Sehr tolle Arbeit. Klasse Anleitung. Klare 5 Daumen von mir.
2014-03-22 21:19:33

wieder eine gelungene Arbeit
Falz für Rückwand säge ich einmal Fläche und einmal Stirnseite -> fertig :-)))
2014-03-22 21:20:01

Gute Arbeit. Und immer schön Atemschutz und Gehörschutz angehabt beim Säge und beim Fräsen. Vorbildlich!
5 Ohrstöpsel.
2014-03-22 21:37:04

Klasse gemacht, toll
2014-03-23 01:01:19

danke für das viele lob (weiß gar nicht, wohin damit. da muss ich mir bald wieder eine stauraumlösung überlegen ;-))) )

@troppy
habe mit kleinen klammern getackert. das deshalb, da die tackernägel sehr kleine köpfe haben und bei druck von vorne (innen) die rückwand über diese köpfe nach hinten gedrückt werden könnte. die klammern haben sehr dünne stege. wenn der tacker auf passender stufe eingestellt und richtig angehalten wird werden die klammern so gut wie versenkt, so dass sie kaum zu sehen sind - notfalls erreicht man das auch mit gezielten hammerschlägen
aber da das ganze sowieso "mit dem rücken zur wand" steht sieht man sowieso nichts.
abgesehen davon: auch die nägel/schrauben die man üblicherweise für rückwände verwendet sind sehr gut sichtbar, da sie meiner erfahrung nach immer schwarz sind

@muldenboy
jetzt kommst mit diesem tipp? ;-)
das wäre echt eine möglichkeit gewesen das ganze schneller zu machen. ist jedenfalls notiert.
2014-03-23 10:09:17

Alle Achtung, da warst du nicht nur fleißig, sondern hast auch noch hervorragende Projekte eingestellt.
5D
2014-03-23 15:26:18

Na da ist der Platz ja nun optimal genutzt - 5D
2014-03-23 19:30:56

stabiler Schrank, richtig für ein Kinderzimmer und sieht auch noch gut aus....gefällt sicher nicht nur mir!!!!!!!!!!!
2014-03-25 20:39:42

jetzt gibt es genügend Platz für Windeln, Feuchttücher ... und ... und ... und
2014-03-31 20:55:19

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