Hochbeet Holzrohbau
1/1 Hochbeet Holzrohbau
Gartengestaltung
von Heckih
22.07.14 09:43
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  • Unter 1 TagLeicht
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  • 2020,00 €

Aus den Resten meines Schuppen-Baus habe ich noch Lärchenbretter übrig. Daraus sollte ein Hochbeet entstehen, damit ab kommendem Frühjahr dort Gemüse angebaut werden kann.


Holz, Lärche, Beet, Hochbeet
4.0 5 12

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
100  Schrauben  Edelstahl  6 x 80mm 
10  Bretter  Lärche  14,5 x 2,4 x 250cm 
10  Bretter  Lärche  14,5 x 2,4 x 120cm 
Bretter  Lärche  14,5 x 2,4 x 125cm 
Vierkant  Lärche  7 x 7 x 72,5cm 
2,8m  Draht    4mm 
Rest  Pflastersteine     

Benötigtes Werkzeug

  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Monierzange
  • Wasserwaage
  • Gummihammer
  • Maurerschnur

1 "Fundament"

Fundament Hochbeet
1/1 Fundament Hochbeet

Zuerst braucht das Hochbeet ein "Fundament". In Anführungsstrichen, da es hier im Grunde nicht um die Standfestigkeit geht (nur zu einem geringen Teil), sondern eher darum, dass das Holz später nicht im Nassen steht und eine Mähkante vorhanden ist.

Verwendet habe ich dazu Reste unseres Terrassenpflasters. Einfach ein wenig Erde auskoffern und mit Gummihammer und Wasserwaage passend in den Boden einlassen.

Vorher habe ich mit Maurerschnur ein Grundgerüst gezogen. Im Laufe der Zeit stelle ich immer wieder fest, dass eine sorgfältige und gründliche Vorbereitung die eigentliche Umsetzungszeit deutlich reduziert und das Ergebnis sauberer wird, sowie Fehler vermieden werden.

2 Holzgrundgerüst erstellen

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Eckpfosten 7x7 Lärchenvierkant
1/3 Eckpfosten 7x7 Lärchenvierkant
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Verbaut habe ich dann Lärchenbretter in 24mm Stärke mit 14,5er Breite. Das Hochbeet ist 250cm lang und 120cm breit.
In den Ecken und jeweils in der Mitte habe ich die Bretter mit den restlichen Edelstahl-Terrassenschrauben (6x80) auf die Vierkanthölzer geschraubt.

Es sind 5 Bretter übereinander. Damit ergibt sich eine Arbeitshöhe von 72,5cm. Das ist etwas niedriger, als allgemein empfohlen. Da wir in der Familie aber alle etwas kleiner sind, passt es für uns perfekt.

In der Mitte der Längsseite habe ich durch die Vierkanthölzer ein Loch gebohrt und einen Spanndraht eingezogen und diesen mit der Monierzange "verrödelt", also aufgedreht. Das gibt Stabilität in der Mitte und das Hochbeet wird durch die eingefüllte Erde später nicht auseinander gedrückt.

Die Eckpfosten hatte ich zu Beginn höher gelassen, weil wir eigentlich ein sechstes Brett anbringen wollten. Das wurde uns dann aber zu hoch und ich habe die Pfosten mit der Stichsäge eingekürzt.

An den kurzen Seiten habe ich oben noch ein Brett als Ablage geschraubt. Dieses werde ich an den Ecken mit der Kreissäge noch "entschärfen" und die Ecken im 45° Winkel absägen. In der Mitte dieser Ablagen habe ich von unten die abgesägten Vierkantreste angeschraubt, um das Brett stabil zu halten.

3 Hochbeet auskleiden

Folie von innen und Drahtgitter unten einbringen
1/1 Folie von innen und Drahtgitter unten einbringen

Um die Kosten möglichst gering zu halten, verwende ich für die "Innenausstattung" auch möglichst Reste.

Gegen Wühlmäuse hilft ein Drahtgitter auf dem Boden. Befestigt ist dies auch mit Steinresten, da ich tatsächlich dafür keine Krampen kaufen wollte.

Die Seitenwände schütze ich durch Anbringen von Folie vor andauernder Feuchtigkeit. So ist das Lärchenholz noch etwas langlebiger. Verwedet habe ich hier in Doppellage eine große Folie, die wir noch über hatten. Diese hatte an einigen Stellen schon Löcher. Durch geschicktes legen (auch doppelt) habe ich hier eine komplette Folienfläche von 800x80cm erhalten und mit Dachpappnägeln angeheftet.

4 Fertigstellung von Details

Vor die Ecken von Außen sollen noch Lärchenbretter geschraubt werden. Das verdeckt dann die vielen Edelstahlschraubköpfe. Das ist bislang aber noch nicht fertig.

Auch eine kleine Sitzgelegenheit soll aus den Bretterresten noch entstehen.

Das Hochbeet wird dann unten im Herbst mit Strachschnitt gefüllt. Es folgt ein wenig Gartenerde und oben kommt dann eine Mischung aus Pflanzerde und Kompost.

Wir hoffen auf einen reichen Ertrag im nächsten Jahr!

9 Kommentare

zu „Hochbeet aus Lärchenbrettern“

preiswert und gut gebaut
2014-07-22 18:16:13

da bin ich ja auf die Fertigstellung gespannt
2014-07-22 19:53:37

schöne Verwertung und gut gebaut
2014-07-22 20:00:00

klasse gemacht
2014-07-23 08:38:43

Rechteckig, praktisch gut
2014-07-23 10:48:00

Gute Idee, gute Resteverwertung!
2014-07-23 22:22:51

Super Resteverwertung. Ich kann ja auch nichts wegwerfen, da ich immer Denke, das ich das irgenwann gebrauchen könnte. Dein Projekt ist für mich mal wieder eine Bestätigung. Sehr gut beschrieben.
2014-07-24 09:04:50

Hallo,
sehr schönes Projekt und eine sehr geschickte Resteverwertung! 5D von mir dafür, da wird einer erfolgreichen Ernte im nächsten Jahr nicht mehr entgegenstehen. So ganz nebenbei hat man noch eine wunderbare Lagerstätte für Brucholz, Laub und Rasenschnitt, den man hier in der richtigen Reihenfolge im Hochbeet einbringen kann. Details dazu gerne von mir auf Nachfrage.
2014-07-26 07:12:30

Bei den Preis können die Lärchenbretter aber nicht mit inbegriffen sein! Ansonsten sieht das toll aus. Ich bau gerade etwas Ähnliches im Kleinformat (Mörtelkübelgröße) für meine Schwester.
2016-04-09 09:45:42

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