Geräteunterstand / Carport für den Anhänger

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Holz
Gartengestaltung
Garten und Balkon
Umgestaltung
Lagerung
von Mopsente
29.03.15 13:03
4859 Aufrufe
  • 2-3 TageMittel
  • 2-3 Tage2-3 Tage
  • 500500,00 €

Unser Anhänger war bisher "Laternenparker", was mich ziemlich gestört hat. Ursprünglich habe ich daher geplant einen Mini-Carport selbst anzufertigen. Dieses Vorhaben hätte jedoch das schmale Budget für dieses Projekt gesprengt. Daher kam mir beim Durchblättern der Werbebeilage vom Bauhaus die Idee aus einem Fertigbausatz etwas passendes zu basteln.

Dieser sogenannte Aktions-Carport für 379,- Euro bring nahezu alles mit, was man braucht (inkl. Schrauben, Dacheindeckung etc.). Fehlt (eigentlich) nur noch Beton & Pfostenanker. Aber dazu später mehr...

Hersteller ist (laut Aussage Bauhaus) die Fa. Weka. Wobei die von den Baumärkten vertriebenen Bausätze speziell für diese gefertigt werden (auf Masse & Preis). Und abschließend kann ich sagen, die Dinger heißen "Aktions-Carport", weil nur mit viel Aktion ein Carport draus wird. Obwohl wir uns schon den "besten" Bausatz herausgesucht haben, gab's in Puncto Holzqualität & Verarbeitung doch einige Überraschungen und ich war froh, dass ich an vielen Stellen einfach etwas absägen konnte. Trotzdem ist der Bausatz für den Preis völlig in Ordnung. Ich würde ihn mir nur nicht, wie vom Hersteller vorgesehen vor's Haus stellen ;-) Aber in einer verkleinerten Version mit den richtigen Schrauben wird da eine wirklich stabile Hütte draus. Abers seht selbst...


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4.5 5 28

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Aktions-Carport  KDI   
H-Pfostenanker  Stahl   
12  Sack Zement     
99  Schlossschrauben     
2.5  Osmo Landhausfarbe    kieselgrau 
Osmo Landhausfarbe    steingrau 

Benötigtes Werkzeug

  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Säbelsäge
  • Akku-Schrauber
  • Winkelschleifer

1 Bauplatz herrichten

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Bauplatz herrichten
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Zunächst wurden die Zielmaße des Unterstandes (Breite & Länge des Anhängers + so viel Platz wie möglich zum Rangieren) ermittelt. Danach die Position der Pfosten bestimmt und angefangen zu buddeln.

Mit dem Erdbohrer wurden Löcher für die Fundamente ausgehoben.

2 Fundamenten setzen

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Fundamenten setzen
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Anschließend die H-Pfostenanker einbetonieren. Ich habe hierzu Estrichbeton verwendet - der Garten- oder Schnellbeton war mir zu teuer - außerdem hetzt mich ja keiner, so dass ich den Fundamenten 7 Tage Zeit zum Aushärten bei regelmäßiger Bewässerung geben konnte.

Dieses ist wohl der wichtigste Schritt. Denn wer hierbei pfuscht, muss später jede Ungleichheit mühsam ausbessern.

3 Pfosten stellen

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Gefälle beachten...
2/3 Gefälle beachten...
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Mein Bausatz hat 6 Pfosten beinhaltet mit einer Stärke von 12x12. Da ich bei der Länge des Unterstandes nur vier Pfosten verwenden musste, konnte ich mir die "schönsten" aussuchen und den Rest später verarbeiten.

Da der Unterstand nicht zu hoch werden sollte und auch noch Gefälle benötigt (der Hersteller gibt ganze 1,5% an!) habe ich die Pfosten mit der Säbelsäge gekürzt. Mein Gefälle liegt übrigens bei gut 5%

Danach dann: Hinstellen, Ausrichten, Festschrauben, Fertig! Achten sollte man dabei aber auf die gleiche Höhe. Da ich ein leichtes Gefälle von links nach rechts auf dem Stellplatz habe, mussten die linken Pfosten ein wenig länger sein.

4 Pfetten verlängern

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Fertige Überlattung
3/5 Fertige Überlattung
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Dem Bausatz lagen vier Pfetten bei, die (laut Bauplan) auf dem mittleren der drei Pfosten auf Stoß lagen und mit einem Lochblech verbunden wurden... Kann man machen, muss man nicht!

Da mein Pfostenabstand nicht mehr zu den vom Hersteller gemachten Vorgaben passte, musste ich meine Pfetten verlängern. Ich habe hierzu eine Überlattung hergestellt und diese verschraubt.

Die Pfetten wurden danach an den Pfosten mit Schlossschrauben fixiert. (Der Hersteller liefert hierzu "6-irgendwas-Spanplattenschrauben"!)

5 Sparring

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Sparring
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Nachdem nun die beiden "Seitenteile" standen, konnten die Sparren angebracht werden. Diese habe ich mit der Kappsäge auf die nötige Länge gekürzt und mit den im Lieferumfang enthaltenen Winkeln und Schrauben fixiert. Da mein Unterstand kürzer geworden ist, hatte ich mehr Sparren zur Verfügung und konnte so einen Abstand von ca. 55cm wählen.

6 Jetzt kommt Farbe ins Spiel

Jetzt kommt Farbe ins Spiel
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Das Holz ist zwar Kesseldurckimprägniert, aber zusätzlicher Holzschutz ist nicht verkehrt und außerdem wollte ich das fiese KDI-grün nicht am Haus stehen haben. Daher wurde der Unterstand in kieselgrau (passend zu den Gartentoren) getüncht.

Verwendet habe ich hier die Landhausfarben von Osmo.

7 Aufs Dach gestiegen

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Alles dabei
1/4 Alles dabei
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Sobald der Anstrich trocken war, konnte mit dem Eindecken des Daches begonnen werden. Auch hierzu liegt dem Bausatz alles bei. Ok, die Trapezplatten sind recht dünn und sehr bruchempfindlich, aber grundsätzlich ist alles da um die Bude dicht zu bekommen.

Leider gestaltete sich das Kürzen der Platten wegen der "Bruchgefahr" als äußerst schwierig. Mit der Stichsäge war hier nichts zu machen. Daher der Versuch dem Ganzen mit der Flex und einer dünnen Trennscheibe (für Stahl) zu Laibe zu rücken - mit Erfolg. Es müffelt zwar ein wenig und die Kunststoffspäne laden sich statisch auf, so dass sie an allem haften bleiben, aber das Schnittergebnis ist super.

8 Blendende Aussichten

Blendende Aussichten
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Ebenfalls im Lieferumfang enthalten war eine umlaufende Kopfblende. Diese habe ich in hellerem Kieselgrau gestrichen nach dem Trockenen an Stirn- und Seitenflächen angebracht.

9 Resteverwertung - Kopfbänder

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Resteverwertung - Kopfbänder
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Da ich ja noch zwei Pfosten übrig hatte und (obwohl eigentlich nicht nötig) noch ein wenig mehr Stabilität in mein Werk bringen wollte habe ich aus den restlichen Pfosten zwei Kopfbänder gefertigt. 

Da die Pfosten mit einer Stärke von 12cm nicht mehr ganz so einfach zu schneiden waren (die HKS hat hier schon zu kämpfen), habe ich es kurzerhand mit der Säbelsäge (PSA 18) erledigt. 

Diese habe ich bewusst etwas länger dimensioniert, damit sie die Überlattung an den Sparren ein wenig abfangen. Das Ganze wurde wieder mit Schloss- & Holzschrauben fixiert.

10 Licht

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Licht
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Damit der Platz vor dem Unterstand und der Weg dorthin auch im Dunkeln sicher zu erreichen sind, habe ich zwei LED-Strahler der Fa. Steinel angebracht. Diese werden über zwei Solarkollektoren gespeist, die an der Frontblende angebracht sind.

27 Kommentare

zu „Geräteunterstand / Carport für den Anhänger“

Ein sehr verständlicher Baubericht. Eine Frage: Du hast KDI Holz einfach überstrichen. Ich dachte immer das ginge nicht, bzw hält nicht lange, weil aus dem Holz Salze austreten?

Ansonsten gibt es für jeden Pfosten einen Daumen.
2015-03-29 14:33:22

Das Carport schaut wirklich gut aus. Und mit der zusätzlichen Abstützung ist es bestimmt stabiler. Sehr gute Beschreibung. 5 Daumen
2015-03-29 14:40:54

Sieht sehr sehr gut aus. Mir gefällt deine technische Ausführung des Carports und die Beschreibung dazu. Ich finde du hast es super geplant und umgesetzt. Ein Carport ist es aber nicht sondern ein Trailer-Port ;-). Übrigens auf jeden Fall eine gute Entscheidung mit dem Estrichbeton. Ich benutze ihn auch immer und bin davon überzeugt. Ich traue dem Schnellbeton nicht so. Ich finde das Zeug braucht Zeit zum aushärten. Also von mir volle 5D! Klasse
2015-03-29 14:46:07

Gute Beschreibung und ein tolles Ergebnis
2015-03-29 14:47:52

Great work! 5D!
2015-03-29 14:59:42

Klasse geworden und gemacht ......
2015-03-29 16:03:10

sehr gut gebaut 5d
2015-03-29 17:03:12

Alles Tip Top. Klasse Arbeit. Sehr schöne Beschreibung.
2015-03-29 17:20:00

sieht gut aus
2015-03-29 18:14:46

Klasse gemacht, gefällt mir
2015-03-29 18:20:20

Meine Tochter möchte ja auch gern sowas haben,daher bin ich grad bei der Planung.
2015-03-29 18:38:10

Hoppel, wie du siehst, wenn man Hand anlegt, ist das kein Problem - kleiner machen geht immer. Aber als echten Carport... Nein, danke. Allein so Geschichten, wie die beiden Pfetten auf Stoß einfach auf den mittleren Pfosten (den hab ich mir ja gespart) zu legen und mit einem Lochblech zu verschrauben... Da ist schon an einigen Stellen deutlich gespart worden.

Und, ja ich habe das KDI gestrichen - ist bisher kein Problem.
2015-03-29 19:27:30

Den Anhänger wirds freuen . Er steht schön im trocknen. Gut gemacht.
2015-03-29 20:19:11

da sieht man, dass man mit ein wenig Geschick auch auch günstigen Bausätzen noch was rausholen kann
2015-03-29 21:36:31

Die Idee und Umsetzung finde ich gut. Ich habe auch schon oft solch Überlegungen wegen den Kosten angestellt. Manchmal holt man sich lieber das Matierial in einem Bausatz, und ändert es um, als alles neu zu kaufen. Sieht sehr sauber aus, und sehr gut beschrieben
2015-03-30 00:25:11

Sehr gut beschrieben und ausgeführt! Mehr bleibt nicht zu sagen...
2015-03-30 09:57:49

Kann mich den Vorschreibern nur anschließen: sehr schön beschrieben, auch die Mängel an dem Holz genannt. Und zusätzlich mit eigenen Ideen den "Port" verstärkt! Sehr gelungen und gerne 5 Anhängerkupplungen von mir.
2015-03-30 10:38:26

Hast du klasse gemacht 5d
2015-03-30 12:32:20

Das Teil kann sich doch sehen lassen - paar Kleinigkeiten hat man doch immer wo man Kompromisse zwischen Kosten und Konto machen muss - 5D
2015-03-30 14:25:10

Gefällt mir sehr gut, vor allem die Modifikation mit den Kopfbändern. 5D!
2015-03-30 22:29:10

Da hast du aber echt gute Arbeit gemacht. Sieht super aus! Tolle Beschreibung 5D
2015-03-31 08:31:23

Vielen vielen Dank euch allen für das tolle Feedback!
2015-03-31 17:03:36

Super Arbeit und sehr gut Beschrieben. Auch der Schreibstil gefällt. :-) 5D
2015-04-01 22:38:26

Sehr schöne Arbeit. Klasse.
2015-04-12 19:29:27

Ein richtiges Bonsai Carport .Gut geworden.5D
2016-10-08 09:00:25

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