Futterautomat für Trockenfutter selbst gebaut

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Futterautomat für Trockenfutter selbst gebaut Haustiere,Katzen,Futterautomat,Trockenfutter
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Technik
von magig74205
18.09.14 02:03
12945 Aufrufe
  • 1-2 TageMittel
  • 1-2 Tage1-2 Tage
  • 6060,00 €

Der Sommer ist fast vorrüber und der Urlaub ist vorbei. Aber im Urlaub kam mir die Idee, für meine armen Haustiere die zu hause bleiben mussten fressenstechnisch zu sorgen. Es ist zwar jeden Tag jemand zum Füttern und zum spielen vorbei gekommen aber ebend nur einmal. Das ist für ein Haustier, welches halbwegs regelmäßiger Fütterungszeiten gewohnt ist natürlich auch eine Umstellung. Daher kam mir dann die Idee, einen Futterautomaten anzuschaffen. Aus dem Urlaub zurück also mal ein bisschen recherchiert und nicht wirklich was brauchbares zu dem Thema gefunden (vielleicht war meine Vorstellung auch einfach zu speziell). 


Meine Anforderungen waren mindestens:
- Ausgabemenge einstellbar
- mehrere Schaltzeiten einstellbar
- Futtervorrat für ca. 2 Wochen

optional:
- Steuerung über ein webinterface (LAN/Internet)

Also noch mal ein bisschen weiter überlegt und selber was gebaut.


Haustiere, Katzen, Futterautomat, Trockenfutter
4.7 5 22

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Getriebemotor  Modelcraft RB-35 Getriebemotor (z.B. RB350600-0A101R)   
HT Rohr 110x500     
Deckel für HT 110     
Reduzierstück HT 110 auf HT 50     
Schrauben    M3x10 
Schrauben     M3x12 
Schrauben    M3x6 
Madenschraube    M3x10 
Grundplatte  Alu  6mm 
Drehkreuz  Alu  15mm 
Förderkäfig  Alu  15mm 
Abstandshalter  Alu  1,5mm 
Deckel  Alu  2mm 
Raspberry Pi     
Schaltrelais     

Benötigtes Werkzeug

  • Wasserstrahlschneider oder CNC Fräse für die Fördereinheit
  • Akku-Schrauber, Festool, CXS Li 1,5 Set

1 Konzept

Als erstes braucht man ja ein Konzept/Idee nach dem man etwas bauen möchte. Also habe ich hin und her überlegt und auch diverse Quellen im Internet nach dem Thema durchforstet und durchaus auch die eine oder andere interessante Idee gesehen. 

Dadurch nahm der Plan dann bald Gestalt an und die Vorstellungen wurden konkreter.
Der Plan sah vor, ein HT-Rohr aus dem Baumarkt zu nehmen und dort die "Fördereinheit" einzubauen. Der Vorteil der Rohre ist, dass man diese in diversen Längen bekommt, man sie kürzen kann, es Deckel dafür gibt und man auch den Querschnitt verändern kann (mehr dazu später).
Ich habe mich also für ein HT110 Rohr mit einem halben Meter Länge entschieden da dort ca. 4l Platz drin finden. Da es sich um ein Steckmuffensystem handelt, kann man im Notfall auch einfach später noch das Rohr verlängern falls der Vorrat nicht reichen sollte.
Für die Ausgabe habe ich mir ein exzentrisches Reduzierstück von HT110 auf HT50 ausgesucht. Da der Napf ein Stück davor steht, kommt dort noch ein 45° Winkel dran. Zum Verbinden der beiden Teile habe ich mich dann für eine Übergangsmuffe entschieden.
Die Fördereinheit sollte dann in die Muffe zwischen den beiden Rohrstücken eingesetzt werden.

2 Planung der Fördereinheit

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Alle Teile Überlagert
1/5 Alle Teile Überlagert
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Da der Bauraum begrenzt und eine Förderschnecke recht kompliziert zu fertigen ist habe ich mich für einen Flachförderer nach dem Drehkreuzprinzip entschieden.

Dafür habe ich dann mal geschaut ob ich nicht noch irgendwo einen brauchbaren Motor rumzuliegen habe und bin bei den Resten eines anderen Projektes fündig geworden. Es handelt sich hierbei um einen Getriebemotor aus dem Modellbaubereich welcher mit 12V betrieben wird und ca. 9U/min. macht. Gut, also Motor ist da, Netzteil habe ich auch noch gefunden also können wir mit der Mechanik beginnen.
Das Grundprinzip des Förderers ist die Portionsweise Beförderung von einer Öffnung auf der Vorratsseite zu einer Öffnung auf der Ausgabeseite mittels "Drehkreuz".
Die Randbedingungen wurden durch den Motor (Aufnahme) und den Rohrinnendurchmesser in der Muffe definiert. Gefertigt werden sollte das ganze aus Alu.
Im Zeichprogramm nahm das ganze dann auch langsam gestalt an (Bilder leider nur in 2D, 3D muss man sich denken).

3 Montage der Fördereinheit

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Alle Bauteile auf einen Blick
1/6 Alle Bauteile auf einen Blick
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Nach dem die benötigten Teile ausgeschnitten und sämtliche Gewinde geschnitten wurden, kann der Förderer nun montiert werden.

Hierfür wird zuerst der Motor an die Grundplatte geflanscht und das Förderkreuz montiert.
Anschließend wird der Förderkäfig (das dicke, runde Teil) mit einem Abstandshalter (1,5mm Alu) an der Grundplatte befestigt.
Nun wird der Motor getestet und wenn das Kreuz nirgends anstößt und halbwegs rund läuft, kann der Deckel mit einem weiteren Abstandshalter montiert werden.
Am Ende nochmals prüfen, ob sich das Förderkreuz frei bewegen kann und nirgendwo gegenkommt (wir wollen ja schließlich nicht, dass Metallspäne im Futter auftauchen).

!!! Beim Prüfen der beweglichen Teile unbedingt auf die Finder aufpassen. Der Motor hat Kraft und kann den Finger ziemlich verletzen !!!

4 Montage des Futterautomaten

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Kabeldurchführung
1/6 Kabeldurchführung
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Nachdem die Gangbarkeit der Fördereinheit geprüft wurde, habe ich die unteren Rohrstücken (Reduzierstück und Muffe) zusammengesetzt, ein Loch für das Kabel vorgesehen und auf ein Reststück Holz mit einer passenden Breite vormontiert (bei mir mittels Kabelbinder aber man könnte es auch mit dem richtigen Zubehör direkt an die Wand montieren).

Dieses Holzbrett habe ich dann zwischen zwei halbrunde Reststücken (als Füße) geschraubt.
Um die Fördereinheit in die Muffe einsetzen zu können musste ich nur noch die Dichtung aus der noch offenen Seite der Muffe entfernen und die Fördereinheit hineinschieben bis sie auf dem unteren Teil aufliegt (natürlich muss das Kabel auch noch durchgeführt werden).
Die Dichtung habe ich dann weggelassen und einfach das 500mm Rohrstück so eingesetzt (muss ja nicht Wasserdicht sein und lässt sich so auch leichter wieder demontieren falls man mal an den Förderer muss). 
Die Dichtung am oberen Ende habe ich dann auch noch demontiert damit man den Deckel einfach abnehmen kann.

Nach der Montage wurde das ganze dann zum ersten Mal mit einer kleinen Menge Trockenfutter befüllt und getestet und das Ergebnis war sehr zufriedenstellend.

5 Ansteuerung

Montierte Steuerung auf der Rückseite
1/1 Montierte Steuerung auf der Rückseite

Also Funktionieren tut das Ganze jetzt aber nun muss noch eine Möglichkeit für die Ansteuerung gefunden werden. 

Die Ausgabemenge soll ja möglichst genau eingestellt werden können und es sollen auch mehrer Schaltzyklen definiert werden können. Messungen mit der Haushaltswaage haben gezeigt, dass bei einer Drehung (also vier Kammern) ca. 20g Trockenfutter ausgegeben werden. Allerdings ist eine Drehung auch schon nach knapp 7sec. erreicht. Eine Zeitschaltuhr fiel damit aus (vielleicht, wenn man einen passenden Motor findet, ließe sich das auch damit realisieren). 
Da ich ja aber auch über die Möglichkeit der Fütterung über das Webinterface (falls man doch mal später nach hause kommt als sonst wegen einer Verabredung) nachgedacht habe, habe ich mich bei der Ansteuerung für ein Raspberry Pi (kleinstcomputer mit Linux) entschieden. 
Der Vorteil dieser Lösung ist, dass es sich auch über WLAN mit der heimatlichen Infrastruktur verbinden lässt und bequem über den PC oder ein Smartphone konfiguriert werden kann. Leider können die Ausgänge nicht die Last des Motors schalten weshalb noch ein kleines Relais zum Schalten zum Einsatz kommt.

6 Fertig

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MVI 0885
3/4 MVI 0885
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Der Futterautomat verrichtet seine Dienste Tadellos und ist erstaunlich leise geworden. 

Und gerade fürs Wochenende hat das ganze seinen Charme, da man nicht schon früh morgens von den Stubentigern geweckt wird sondern auch mal ein wenig länger schlafen kann.

Sollte jemand Interesse an dem Aufbau haben bzw. die Pläne für die Fördereinheit benötigen, kann ich diese gern zur Verfügung stellen.

36 Kommentare

zu „Futterautomat für Trockenfutter selbst gebaut“

Genial... Super Beschreibung. 5D
2014-09-18 07:59:02

Die Idee ist ja genial! Auch an der Umsetzung gibt's nichts auszusetzen. Tolle Sache! Da freut sich die Katze. 5D
2014-09-18 07:59:04

also echt eine Wahnsinns Idee und eine tolle Beschreibung.
2014-09-18 08:05:59

Das ist ja der Knaller . super
2014-09-18 08:15:16

Auch von mir erst einmal herzlichen Glückwunsch zum ersten Projekt. Hast du echt klasse hinbekommen. Ist mal wieder etwas völlig anderes, was du uns hier zeigst, da kommt dann ein weinig Abwechslung zu den Projekten. Umsetztung affeng**l, Planung megag**l. Mehr braucht man da nicht mehr zu sagen.
2014-09-18 08:34:22

Klasse gemacht und jetzt wird vom Sessel aus gefüttert
2014-09-18 08:35:52

Boah, Hut ab vor diesem ersten Projekt. Geniale Idee, tolle Umsetzung und hervorragende Bauanleitung.
2014-09-18 09:30:18

Klasse gemacht und geworden .....
2014-09-18 10:17:50

Wahnsinn , das wäre genau das richtige für mich für meine Koi die im Winter alleine im Garten sind und ich extra fürs Füttern hin fahren muss .
Exzellent gelöst dein Problem . Wann gehst du in Serie ?
5 Daumen für die Geile Idee und deinen super Baubericht
2014-09-18 10:40:36

Wow! 5D
2014-09-18 11:23:43

ich könnte auch einen brauchen! Klasse gemacht!
2014-09-18 11:40:27

Klasse gemacht 5d
2014-09-18 11:45:21

Klasse gemacht und scheint ja prima zu gehen, das Ganze noch was schöner verpackt, dann wär es Perfekt.
2014-09-18 14:03:25

Da kann der nächste Urlaub ja kommen ::))) schöne Idee
2014-09-18 16:04:32

Geile Sache Super 5d
2014-09-18 19:13:30

Zunächst einmal ,eine Originelle Idee ,mit Gehirnschmalz umgesetzt ,aber Ht Rohre finde ich nicht so schön.
Ich liebe meine Haustiere sehr und füttere sie gerade wegen der emotionalen Bindung, aber lieber persönlich..oder lasse füttern im Urlaub.
Ein Futterautomat für den Gickel im Schrebergarten,den man nur einmal besuchen kann am Tage ,eine gute Alternative.
2014-09-18 21:00:01

Ich bin ja auch jeden abend zu Hause und werde freudig von den beiden erwartet und fütter sie selbstverständlich auch. Es geht ja nur darum, dass wenn man mal Abends noch ins Kino geht die Katzen nicht so lange hungern müssen. Dann kann man ihnen einen Snack bereitstellen. Und dass auch im Urlaub einmal am Tag jemand nach den Katzen sieht bzw. mit ihnen Spielt ist ja wohl auch selbstverständlich. Aber leider wohnen die Fütterpartner nicht gleich um die Ecke so dass man ihnen auch nicht mehr als einmal am Tag zumuten sollte. Deshalb kann man dann im Urlaub vielleicht einfach ein bisschen mehr Futter über den Automaten geben, damit sie mehr als eine Mahlzeit bekommen.

Was die Optik angeht, ist mir auch klar, dass man das wesentlich schöner machen könnte. Wenn es einem gar nicht gefällt, könnte man es anmalen, gut bleibt ein HT Rohr oder noch etwas drumherum bauen. Reinigen lässt es sich so jedenfalls recht einfach.
2014-09-18 21:15:33

Nicht schön, aber originell und die Katze wird sich schon dran gewöhnen.
Tolle Beschreibung
5D
2014-09-19 06:58:20

sehr cool, da freuen sich die Katzen 5D
2014-09-19 18:04:43

Echt tolle Idee. Auch super umgesetzt. Kann man das auch für andere Tiere nutzen?
5 Daumen (oder Leckerlie) von mir
2015-05-09 11:00:26

Hallo FrankTapp, sicher kannst du das auch auf andere Futterarten adaptieren, es muss sich nur lagern lassen und bestenfalls Palletartig oder so sein. An welche Tiere dachtest du denn ganau? aber ich denke mal die Größe ließe sich anpassen genauso wie man die Futtermenge auch über die Zeit verändern kann. Mittlerweile habe ich auch eine kleine App geschrieben, in der man die Futtermenge einstellen und die Tiere Füttern kann. Solltest du noch Fragen haben oder die Zeichnungen benötigen, einfach melden.
2015-05-19 23:39:29

Tolles Projekt!
2015-11-09 16:48:34

Hallo,
ist es möglich mir die Fördereinheit zu bauen ? Und wie teuer währe diese dann ?
Hab leider keine Möglichkeit eine herstellen zu lassen :( . Hatte eine aus Holz gebaut, aber die ist nach kurzer Testphase zerbröselt :(.
2016-02-02 17:20:32

Hallo Arduino,
ich schau mal, ob ich demnächst Zeit finde und noch Material da habe. Dann kann ich dir sagen, ob es machbar ist bzw. was ich noch an Material beschaffen muss und was es ungefähr kosten würde.
Hast du dir schon einen Motor besorgt und wenn ja, welchen hast du verwendet? Den vorgeschlagenen? oder einen anderen?
2016-02-03 00:39:18

Danke, das währe nett.
Ja, hab mir den vorgeschlagenen Motor aus der Materialliste hier oben besorgt.
Nun ja, der Holznachbau geht nicht da das Kreuz (wenn sich Futterteile verhacken)
nicht weiterdrehen konnte. Der Motor ist aber so stark das er mir dann das Kreuz zerbrochen hat
2016-02-04 12:33:04

Ich habe dafür die Oberkanten in Drehrichtung noch angeschrägt, so dass die Futterstücken wieder nach oben zurückgedrückt werden. Es gab nämlich manchmal so ein komisches mahlendes Geräusch und ich hatte vermutet, dass da die Futterstücken "zerhäckselt" wurden. Vielleicht würde das ja auch bei deinem Holzteil helfen aber ich schaue auf jeden Fall noch mal nach. Hast du auch ein DN100 Verbindungsstück verwendet? Ich frage nur wegen des Durchmessers.
2016-02-04 20:08:20

Ja, hatte ich beim zweiten Kreuz auch gemacht, half aber bei mir leider nichts. Hatte auch versucht den Motor halt ruckweise laufen zu lassen (vor zurück), denke aber bei dem Trockenfutter ist Holz bei dem Motor keine gute Wahl. Es müsste schon was härteres sein.
Vllt reicht auch nur wenn du mir das Kreuz machen könntest, bin mir aber nicht sicher ob dann der Rest hält und ich wieder hier anfragen muss ;).
Ja , benutze auch die DN100.
Baue zur Zeit an eine Kombination von deiner Idee und einer anderen mit Rfid Bällen die das Tier (Hund oder Katze) etwas beschäftigt. Stoße aber immer wieder auf Probleme die man dann halt erst lösen muss um weiter zu machen :)

2016-02-05 14:52:08

Klasse Konzept!

Aber eine Schwachstelle scheint mir das Förderkreuz zu sein, das nicht jeder nachbauen kann, da nicht jeder über eine CM-Fräse verfügt.

Eine Standardkomponenten-Lösung wäre hier bestimmt für viele hilfreich.

An zwei Ideen "meditiere" ich im Moment:

1. Ansatz: großer Holzbohrerkopf
Anstelle des Förderkreuzes einen handelsüblichen Holbohrervorsatz nutzen, wie z.B. http://www.baumarkthandel.de/images/produkte/ i53/5382-5382-0.jpg
Natürlich gehört dazu dann auch ein passendes Rohr als Umrandung oder ggf. eine stabile Holzscheibe, in die der Holzbohrer hineingebohrt wird... ;-) Könnte gehen...

2. Ansatz: selbstgebaute Förderschnecke
Anstelle einer sehr teuren Schnecke könnte man einen handelsüblichen Holzbohrer verwenden, der die Schnecke ersetzt. Dann müsste lediglich eine Engführung auf das untere Rohr geschaffen werden, das im Bereich der Befüllung oben halb offen sein müsste. Der Motor, der die Bohrerschnecke antreibt, würde sich außerhalb der beiden Rohre befinden.
2016-03-12 09:45:16

Und noch ein Hinweis für diejenigen, die weder einen Motor noch einen Steuerungscomputer besitzen: Es gibt für den Raspberry Pi (= Minicomputer) eine Zusatzplatine, die man einfach lego-artig aufstecken kann, die bis zu 2 Schrittmotoren bedienen kann, die auch gleich mitgeliefert werden - Kostenpunkt: ca. 70 €, je nach Modell des Raspberry Pi (einfach mal nach den einschlägigen Begriffen suchen, dann werdet Ihr drauf stoßen).
Auf die Schrittmotoren kann man ein Zahnrad oder eine Schnecke setzen (gleich mitbestellen), mit der dann der Bohrkopf (siehe obiger Post) bewegt wird - und zwar durch viele Minischritte, so dass man sozusagen korngenau dosieren kann.
Anleitungen zum Einsatz und Programmieren der Schrittmotoren gibt's im Netz ebenfalls - vielleicht findet sich ja wer (am Ende ich), der das hier auch mal dokumentiert.
Wäre eine große Sache, denn professionelle Dosierschnecken sind nicht gerade billig...
2016-03-12 09:52:21

Nachtrag: Für Ansatz1 hatte ich mit dem handelsüblichen Holzbohrervorsatz einen sog. Forstnerbohrer gemeint (das Bild scheint nicht mehr zu existieren, aber unter diesem Begriff findet man schnell welche). Damit kann man Teelicht-große Löcher in ein Holzbrett bohren. Wenn man nun nur auf der einen Seite das Loch mit einem normalen Holzbohrer passenden Durchmessers noch tiefer bohrt, so dass die Körner/Pellets gut durchrieseln können, dann müsste die kontrollierte Forstnerbohrerbewegung dafür sorgen, dass das Futter nach unten geschaufelt wird; inwieweit dabei allerdings auch ein Mahleffekt entsteht... nun, solange die Bohrzähne im Holzblock stecken, sollten sie eigentlich keine Futterteile zersägen können. Allenfalls das Schneidemesser in der Mitte könnte kritisch sein. Zur Not könnte man als Abschluss auch eine Alu-Scheibe in das Bohrloch einlassen, um einen saubereren bzw. glatteren Abschluss zu erreichen. Könnte gehen..
2016-03-12 11:13:24

Hallo max4home, ich finde Deine Lösungsansätze sehr interessant, aber vielleciht geht es auch noch einfacher. vielleicht kann man aus dem baumarkt auch einfach eine Alustange kaufen (z.B. ebay: http://www.ebay.de/itm/Aluminium-Flachstange- Lange-wahlbar-Alu-Flachmaterial-AlCuMgPb-Flac h-Vierkant/181710167538?_trksid=p2047675.c100 005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3 DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D20140117130753%26me id%3Da3218cf3f47e45a88a6fef5b543c4a2b%26pid%3 D100005%26rk%3D2%26rkt%3D6%26mehot%3Dpp%26sd% 3D151644889705). diese müsste dann an den Enden halbrund gefeilt werden. In der Mitte das Loch und von der Seite zum fixieren auf der Motorwelle. dann müsste nur noch die Einfüllöffnung verkleinert werden, da das Ganze ja dann nur noch in 2 Kammern eingeteilt ist.aber vom prinzip her, hat man damit ja auch einen Schieber, der das Futter dosiert von einer Seite in die andere Schiebt. so ein stück Alu bekommt man in der bucht für ~5€.
2016-03-12 18:56:18

Hallo magig, leuchtet ein - das ist vermutlich noch günstiger und einfacher auch an einen Schrittmotor anzuschließen. Mit einer entsprechenden Bohrung könnte man den "Zweikammerschaber" dann leicht auf den Schrittmotorkopf aufsetzen... Die Dosierung könnte dann über die Größe des Einlassloches und die Umdrehungszahl gesteuert werden. Es müsste aber dafür Sorge getragen werden, dass das Futter auch wirklich in die Einlasskammer rieselt und sich dort nicht verkantet.
Was den Ansatz 2 anbetrifft, so habe ich im Baumarkt große Holzbohrer mit Gewinde 24 oder mehr gesehen, die würden sicher gut als Förderschnecke arbeiten, wenn man ein dazu passendes Alurohr hat - lediglich fällt mir noch nicht ein, wie man den Bohrer an den Schrittmotor flanscht. Das Einfachste wäre vermutlich, wenn man ein Gewinde hineinfräßen könnte und dann den Schrittmotor einfach mit einem Schraubgewinde hineindreht. Ob der kleine Schrittmotor am Ende die Power hat, so einen großen Bohrer mit Inhalt zu drehen? Superstärke haben diese kleinen Schrittmotoren nicht, aber man sollte sie auch nicht unterschätzen. Das wäre jedenfalls noch herauszufinden.
2016-03-12 19:23:09

Nachtrag zum Ansatz 2: Der Schlangenbohrer (bis 40 mm Durchmesser) hat in aller Regel ein Sechskant-Ende (zum Einspannen), auf das man problemlos ein Zahnrad anbringen kann - und dann auf dem Schrittmotor ein kleineres Zahnrad oder ebenfalls eine Schnecke anbringen (gibt es zum Montieren) - dann kann man mit entsprechender Untersetzung auch einen schweren Schlangenbohrer mit Inhalt drehen, natürlich entsprechend langsam, aber das ist ja gerade gewünscht.
Somit scheint mir das die beste Lösung zu werden: Konisch zulaufendes Ende des Rohres, welches in ein halboffenes Alu-Rohr mündet (Innendurchmesser 36mm), in welchem der Schlangenbohrer als Förderschnecke gedreht wird - der Schrittmotor sitzt am anderen Ende des Rohres - dadurch wird die gesamte Lösung auch weniger wuchtig. Und wer will, kann sie ja auch verkleiden, damit man nur einen Kasten sieht, aus dem unten das Alu-Rohr mit der Schnecke drin rausragt - und das Futter in den Napf fallen lässt, wenn es sich dreht.
2016-03-12 22:12:52

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