Fräsvorrichtung für schnelle, parallele Nuten

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Die Vorrichtung
1/4 Die Vorrichtung
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Werkstatthelfer
von StefanOstermann
11.05.14 19:08
2551 Aufrufe
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Da ich in Bälde CD/DVD-Regale in Angriff nehmen will....
(ich kriege mittlerweile jedesmal eine Krise, wenn ich bestimmte DVD's oder CD's aus meinen Umzugskartons fummeln muss !!! )
... habe ich mir eine Variante überlegt, die es mir einfach machen soll parallele Nuten in Bretter zu fräsen.

Die Vorrichtung sollte einfach zu bedienen, recht klein und möglichst genau sein.

Hihi, zumindest zwei, der drei angestrebten Vorgaben, habe ich erfüllt.

Welche ?
Tja, das weiss ich garnicht so genau. *doppel-grins


Bosch POF 1400 ACE, Fräsvorrichtung
4.7 5 30

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

  • Bosch Akku-Bohrschrauber, PSR 14,4 LI-2
  • Oberfräse
  • Tischkreissäge
  • diverse Schrauben, Unterlegscheiben, Muttern

1 Materialauswahl und Zuschnitt.

Zurechtgestutzte Teile
1/1 Zurechtgestutzte Teile

Zur Materialauswahl kann ich eigentlich nur, wie immer, sagen, dass ich mich vor die Resteecke gestellt habe und den Blick über das vorhandene Material wandern ließ.
Zu den passenden Teilen gehörten:
Eine 18 mm MDF-Platte 80 x 14 cm und
eine Platte 12 mm Birke-Multiplex.

Bild 1:
Die MDF-Platte war an den Ecken etwas lediert, deshalb habe ich die beschädigten Ecken längs abgetrennt um wieder schöne Ecken zu bekommen.
Letztendlich ergab sich ein Maß von 80 x 12 cm.

Die Multiplex-Platte habe ich in 9 cm breite Streifen gesägt.
Aus der Platte bekam ich sechs Streifen heraus. Zwei Streifen davon habe ich dann noch einmal in der Länge halbiert.
So ergaben sich
4 Streifen 60 x 9 cm
und 4 Streifen 60 x 4,3 cm.
 

2 Grobes Auslegen

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Teile ausgelegt. Je ein Multiplex-Streifen der beiden Größen blieb übrig.
1/2 Teile ausgelegt. Je ein Multiplex-Streifen der beiden Größen blieb übrig.
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Bild 1:
Die MDF-Platte war/ist quasi die Grundlage für die Vorrichtung.
Die Multiplex-Streifen wurden dann passend aufgelegt.
Die dünnen Streifen waren schon zu Beginn für Versteifung verplant und demnach passend aufgestellt.

Bild 2:
Rechts unten sollte ein rechter Winkel sein.
Daher habe ich hier auch schon darauf geachtet.

3 Anzeichnen der Löcher und Bohren.

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Anzeichnen der äußeren Bohrlöcher
1/10 Anzeichnen der äußeren Bohrlöcher
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Als nächstes kam das Anzeichnen der benötigten Löcher.

Bild 1 und 2:
Begonnen habe ich dann bei der Ecke mit dem rechten Winkel.
Hier habe ich den Anschlagwinkel hergenommen und entlang der zwei innenliegenden Kanten Linien gezogen. Die Eckpunkte des erstandenen Rechtecks sollten Bohrstellen werden. Allerdings wollte ich, wegen der Justierung beim Verleimen, noch ein Loch genau mittig setzen. Was ich über die Diagonalen der sich überlagernden Flächen gemacht habe.

Bild 3:
Anstechen der Löcher

Bild 4:
Vorbohren mit 3mm Holzbohrer
( eigentlich wollte ich 4 mm bohren, ich fand nur meinen 4 mm Holzbohrer nicht ! ^_^ )

Bild 5:
Erweitern der Bohrlöcher auf 4 mm.

Bild 6:
Senken der Bohrlöcher.

Bild 7:
Übertragen der Löcher auf MDF-Platte mithilfe einer 3,5 x 30 mm Spax-Schraube.

Bild 8:
Übertragene Bohrlöcher.

Bild 9:
Anstechen der Löcher.

Bild 10:
Bohren der Löcher mit 2 mm Bohrer.

4 Anzeichnen des Langlochs in der MDF-Platte

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Übertragen des Loches.
1/2 Übertragen des Loches.
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Als erstes Langloch habe ich mich für das in der MDF-Platte entschieden.

Ich wollte hier das bewegliche Brett (später mehr dazu) bis an das Feste heranbringen können.

Bild 1:
Daher habe ich das vorgebohrte Stück direkt an die Markierung gelegt
(Streifen, der verleimt werden sollte) und habe dann die Außenkante markiert.
Dann habe ich an dieser Position, wieder mit der Schraube und dem Hammer, das mittlere Loch übertragen.

Bild 2:
Über die 2 angestochenen Löcher habe ich die Linie über den Rest des MDF-Stücks verlängert.

5 Vorbereitung der anderen Multiplex-Streifen.

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Vorbereitung der anderen Multiplex-Streifen.
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Da ja 2 Multiplex-Streifen auf der MDF-Platte aufliegen sollten habe ich einen zweiten Streifen genommen und auch hier das mittlere Loch übertragen.

Bild 1 und 2:
Übertragen des Loches auf 2ten Streifen (MDF-Auflage).

Bild 3 bis 6:
Hiernach kam das andere Ende der beiden Multiplex-Streifen dran.
Hierzu brachte ich den dritten 9 cm Streifen ins Spiel und legte diesen ans Ende des vorgebohrten Streifens. Die beiden Streifen richtete ich 90° aus und markierte mir die Kante auf dem unteren Brett.
Dann habe ich mit'nem 45° Winkel die Diagonalen angezeichnet und die Mitte des Quadrats bestimmt.

Bild 7:
So war's fertig zum Bohren ....
Aber ... !!

6 InTeRmEzZo :)

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Sockel, Führungen und der Dorn.
2/9 Sockel, Führungen und der Dorn.
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An dieser Stelle möchte ich mal ein kleines nützliches Tool vorstellen.

Ich fand es im OBI. Ist ein Helferlein von LUX zum Bohren von 6, 8 oder 10 mm Löchern im 90° Winkel zur Oberfläche.
Ich hatte es eigentlich nur aus Jux gekauft, weil ich mit den Einsätzen was ganz anderes vorhatte, aber es stellte sich heraus, dass das Ding echt nützlich sein kann.

Bild 2 - 5:
Das Set besteht aus einem Plexiglas-Sockel, der auf Oberflächen befestigt werden kann,
einem Dorn, der mithilfe der 6 mm Röhre, in einem vorgestochenen Loch platziert werden kann und den erwähnten Führungen in 6, 8 und 10 mm.
Seitliche Skalen und Einkerbungen des Sockel ermöglichen ein ziemlich genaues Positionieren des Sockel zum Bohrlochmittelpunkt.

Bild 6 - 7:
Vermessen der Bohrtiefe.
Der Sockel hat eine Höhe von 4 cm.
Dazu habe ich die Dicken der beiden Streifen ( 24 mm ) addiert und den Bohrer auf  6,6 cm eingespannt.

Bild 8 und 9:
Dann kommt das Bohren.
Man merkt schön, wie die Führung den Bohrer hält.
Die Späne, die beim Bohren entstehen, werden dann teilweise durch das beidseitige "Dach" am Sockel herausgeführt und die lose geführte Führung wird durch die Späne nach oben gedrückt, was die Winkligkeit nicht beeinträchtig.

Bild 10:
Übrigens kann man bei Verwendung von passenden Holzbohrern, diesen einstecken und dann mit der Zentrierspitze den Mittelpunkt der Bohrung anpeilen. Dann braucht man nur noch den Bohrer hochstellen und den Sockel auf die Oberfläche rutschen lassen.
          ~~~~~~~~~~~~~~
Ich find' den kleinen Helfer nur echt praktisch und wollte das teilen.
Den könnte man ja auch mit einfachen Mitteln nachbauen !!!
         ~~~~~~~~~~~~~~
Doch weiter zur Vorrichtung:
Auf die Weise habe ich dann alle Löcher an den Endpositionen der Langlöcher gebohrt...
 

7 Vervollständigen des Quadrates / Rahmen

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Rahmen erneut ausgelegt.
1/3 Rahmen erneut ausgelegt.
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Nachdem die Löcher gebohrt waren habe ich den Rahmen wieder zusammengelegt, um die Endposition des Langloches auf der MDF-Platte zu finden.

Bild 1:
Zusammengelegter Rahmen

Bild 2:
Rahmen in den rechten Winkel gebracht.

Bild 3:
Loch mit 6mm Bohrer auf MDF-Platte übertragen.

Dort habe ich das Loch dann auch in die MDF-Platte gebohrt.

8 Fräsen der Langlöcher

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Markierte Bretter.
1/8 Markierte Bretter.
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Die folgenden Bilder habt Ihr ja schon teilweise gesehen, denn in meinem letzten Projekt ( http://www.1-2-do.com/de/projekt/PTS-10-_-1-_-POF-1400-Anschlagerweiterung/bauanleitung-zum-selber-bauen/18791/ ) habe ich ja extra die Führungsschiene meiner Werkbank ge-Pimped. Aber naja....

Bild 1:
Die Mitten der Bohrlöcher habe ich zum Rand verlängert und markiert.

Bild 2 - 8:
Dann habe ich den Anschlag passend eingestellt und dann anhand der Markierungen die Langlöcher gefräst. In 2 mm Schritten von unten.

9 Verbreitern der Fräsung um Schloss-Schrauben M8 aufzunehmen

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Vermessen des Kopfes
1/5 Vermessen des Kopfes
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Für die Verbindung der Bretter untereinander habe ich M8er Schloss-Schrauben geplant.
Um diese allerdings nicht überstehen zu lassen habe ich die Fräsungen auf der Unterseite der Bretter erweitert.
Die Schieblehre zeigte mir beim Messen 19,6 mm an. Demnach habe ich einen 20 mm Nutfräser eingespannt.
Das Vierkant-Stück der Schloss-Schraube passt schon super in den bereits gefrästen Schlitz ( 8mm).

10 Schloss-Schrauben vorbereiten.

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Testzusammenbau
1/11 Testzusammenbau
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Ich hatte nur noch lange M8er Schloss-Schrauben parat.
Aber naja, ...
kürzer geht immer, dachte ich und habe mich daran gemacht die langen Schrauben in Kurze zu verwandeln.

Hex, ...
Hex, ...
Tadaaaah !?!

Bild 1:
Test, der Teile mit von unten eingesteckten Schrauben.

Bild 2 - 4:
Als Muster für eine M8er Mutter und eine Unterlegscheibe habe ich eine M10er Mutter hergenommen, was ziemlich genau der Dicke der beiden Teile M8 entspricht.
Ich wollte den zusätzlichen Platz innerhalb des Gewindes nutzen um das Kreppband, welches ich zur Bestimmung der Höhe benutzt habe, durchziehen zu können.

Bild 5 - 7:
Der Reihe nach habe ich dann:
Die Schrauben abgelängt, kurz entgratet und dann ein Gewinde geschnitten.

--> Zu Beachten:
Bei diesen Schloss-Schrauben ist der gewindelose Teil einiges dünner als der Gewindeteil. Daher wird kein Super-Gewinde geschnitten.
Bei Verbindungen, wo es nicht nötig ist die Schrauben superfest zu schrauben ist das OK, aber wenn viel Druck entsteht sollte man das lassen und wirklich passende Schrauben besorgen.

Bild 8:
Zur Verdeutlichung:
Nicht komplett geschnittenes Gewinde aufgrund der "Dünne"/"Dicke" der Schraube.

Bild 9 - 11:
Ich wollte, dass die Schrauben nicht bzw. minimal über die Muttern herausragen.
Ist mir geglückt.
Ein erster verschraubter Test stellte mich zunächst mal zufrieden.

11 Vorschnelles Anpassen von Mittellinie !!??!!

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Übertragen der Position der Linie mit Anschlagwinkel.
1/5 Übertragen der Position der Linie mit Anschlagwinkel.
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Da ich die Kontinuität der Schritte nicht verfälschen will kommt jetzt ein Schritt, den ich eigentlich besser später erst gemacht hätte.
Gottseidank ist es am Ende gut gegangen, aber hätte auch schiefgehen können.

Ich habe in diesem frühen Stadium meine Oberfräse mit der Plexiglas-Unterplatte hergenommen und die auf der Plexiglas-Platte angezeichnete Linie auf die MDF-Platte übertragen.
Ich dachte, ich könnte es genauso machen, wie beim Anschlag der Werkbank, aber schön ist es nicht geworden. Die MDF-Platte hat zuviel von dem weissen Lack aufgesaugt. Aber die Linie, im Nachhinein nochmal mit schwarzem Edding nachgezeichnet, ist ausreichend deutlich.

12 Versteifungen anbringen

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Lange Seite
1/10 Lange Seite
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Nun war es an der Zeit die Versteifungen anzubringen.
Zunächst mal an der festen Multiplex-Platte.

Bild 1 - 3:
Hierzu habe ich die Dicke der schmalen Streifen der Länge nach angezeichnet,
Als die langen Seiten angezeichnet waren habe ich mir überlegt die Versteifungen auch an den kurzen Seiten anzubringen. Also auch hier anzeichnen.

Bild 4 & 5:
Die kurzen Seiten wollte ich nicht rechteckig lassen, daher habe ich sie mit einer Schräge versehen. In der Hoffnung nicht so häufig an den Ecken hängen zu bleiben.

Bild 6:
Dann habe ich den Anschlagwinkel der Standbohrmaschine eingestellt und alle Löcher ( 4 mm ) nacheinander gebohrt.

Bild 7-9:
Die Teile mit den Schrägen habe ich dann ausgesägt, die Position/Dicke auf das lange Stück übertragen, dort 2 Löcher gebohrt, versenkt du dann die gebohrten Löcher auf die Rückseiten der kleinen Teile übertragen. Dann noch die angezeichneten Löcher vorbohren und alles verschrauben.

 

13 Zweites, bewegliches Querstück anfertigen.

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Links der bewegliche Teil mit "A-V-E".
1/2 Links der bewegliche Teil mit "A-V-E".
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Die Vorgehensweise hier entspricht eigentlich den zuletzt beschriebenen Teil.
Allerdings wollte ich, dass sich dieses Teil nicht so sehr drehen kann.
Daher habe ich ein Endstück ersonnen, welches das Brett grob im 90° Winkel zur MDF-Platte hält.

14 Endbegrenzer fummeln. :)

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Endanschlag 01
1/5 Endanschlag 01
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Bisher könnte die Plexiglas-Grundplatte der Oberfräse ja komplett durchrutschen.
Daher musste eine Art Endanschlag her.
Da ich noch einen 9 cm Streifen Multiplex übrig hatte nahm ich diesen und zeichnete mir eine Keilform auf.
Am breiten Ende des Keils bohrte ich passend zum Langloch des "festen" Teils (Multiplex) zwei 8 mm Löcher. In beide Löcher steckte ich erstmal je einen 8 mm Holzdübel.
Dann ersann ich den Anschlagklotz, der aus dem übriggebliebenen Keil-Teil besteht.
Diesen habe ich dann auf die Unterseite des großen Keil ( mit den Dübeln) geleimt.

Leider habe ich kein Bild vom Verleimen gemacht. Aber ich habe darauf geachtet, dass die, der Oberfräse zugeneigten Seiten in einer Flucht liegen.
Sieht man in den letzten beiden Bildern.
Einen der beiden Dübel habe ich dann gegen eine Schloss-Schraube getauscht und den anderen Dübel habe ich so verleimt, dass er auf der Unterseite 10 mm herausschaute.

 

15 Jetzt wird's aber langsam Zeit ...

Jetzt wird's aber langsam Zeit ...
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... den festen Winkel mal zu verleimen.
Das habe ich dann jetzt mal gemacht.

16 Erst einmal komplett montieren ...

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Erst einmal komplett montieren ...
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In der Zeit in der der Leim aushärtete habe ich mich um die Form des Brettes gekümmert, welches parallel zur MDF-Platte liegt.

Bild 1:
Hier habe ich nur einen Radius angebracht.

Bild 2:
Danach habe ich alles mal richtig montiert.

17 Die Neugier, ...

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Die Neugier, ...
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... ob's denn auch funktioniert, wie ich mir das erhoffte, brachte mich dazu mal einen Probedurchgang zu starten.
Ein weiterer Sinn des Tests sollte sein die Stelle zu bestimmen, wo der Fräser in die MDF-Platte fräst.
Diese Aussparung wollte ich mal festlegen.

Wie man in Bild 1 sehen kann (links in der Ecke), habe ich mir einen provisorischen Stop an der Werkbank angebracht um nicht zu weit in die MDF-Platte zu fräsen.
Ulkigerweise hatte ich den doch glatt einen Hauch zu niedrig befestigt.
Beim ersten Fräsen in die MDF-Platte bin ich dann natürlich direkt VIEL zu weit gefahren.
Blöde Sache !!! *grins

Aber !!!
Ich habe auch wieder eine Variante gefunden, wo mir dieses Versehen zugute kommen sollte.
 

18 Damit das nicht nochmal passieren kann...

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Damit das nicht nochmal passieren kann...
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... musste ich unbedingt einen weiteren "Sicherheitsanschlag" bauen.

Bild 1 und 2:
Hier habe ich das letzte Stück schmalen Multiplex-Streifen verwendet.
Die Form des Schieberkorpus habe ich der kurzen Seite des festmontierten Stückes nachempfunden. Hier habe ich nur geschaut, dass der Schieber nicht im Weg ist.
Danach habe ich den Anschlag Pi-Mal-Auge aufgezeichnet und alles ausgesägt.
Eine kleiner Teil unter dem Schieberkorpus sollte den Schieber selbst als Auflage dienen und vom Kippeln abhalten.
Korpus und Auflager habe ich verleimt.

Bild 3:
In der Trocknungsphase habe ich den Schieber mit einem 8mm Bohrloch versehen, an einer Stelle, wo die Unterlegscheibe nirgendwo überragt.

Bild 4:
Bestimmung der Vorbohrungen für Langloch im Korpus.

Bild 5:
Mit 20er Forstnerbohrer breites Langloch vorbereiten.

Bild 6:
Das 8 mm Langloch habe ich wieder mit der Tischfräse gemacht.

Bild 7:
Test mit Schraube.

Bild 8:
Anhalten des montierten Schiebemechanismus, geschlossen, um den Fräser genau mittig über die Kante der MDF-Platte zu bringen. Anschließende Messung für den Abstand.

Bild 9:
Zwischenstück von 4 mm Dicke nach der Form des Korpus erstellen.

Bild 10:
Anhalten und überprüfen ob's es passt.

Bild 11:
Finale Montage des Schiebers.
 

19 Wieso Versehen manchmal sehr gut sind.

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Passt genau, hier 18 mm Multiplex-Platte als Beispiel.
3/3 Passt genau, hier 18 mm Multiplex-Platte als Beispiel.
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Ich habe ja versehentlich beim Einrichten zuweit gefräst.
Das war ärgerlich, aber hier kommt der Grund, wieso es nicht sooo schlimm ist.

Durch das zu lange Fräsen habe ich mir 2 Kanten geschaffen, die genau dem Fräser-Durchmesser entsprechen.
Somit ist es mir nun möglich anhand der Kanten eine Nut zu fräsen, die breiter ist, als der Fräser selbst.
Hierzu brauche ich nur die Nut in ihrer gewünschten Breite auf dem Brett anzuzeichnen und die Linien dann passend mit den Kanten des Versehens in die Flucht bringen.
So funktioniert es sogar gut und ohne großartiges Messen.

Bild 1 - 3:
Fräsung einer Nut von 18 mm Breite mit einem Fräser mit einem Durchmesser von 12,7 mm.
1.
Linke Linie mit Kante abgleichen und fräsen.
2.
Rechte Linie mit anderer Kante abgleichen und fräsen.
(Zur Demonstration etwas tiefer gefräst als bei 1.
3.
Passt genau.

So habe ich mein Versehen wieder schön geredet. :D

20 Letztendlich ...

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Letztendlich ...
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... ist die Vorrichtung fertig.

In Bild 1 und 2 zu sehen eine Probe, bei der ich nur die Mitten der Fugen angezeichnet hatte und diese mit der angezeichneten Linie, auf der MDF-Platte, abgeglichen habe.

In den weiteren Bildern ( 3 - 4 )ein paar weitere Einblicke von der Vorrichtung.
 

30 Kommentare

zu „Fräsvorrichtung für schnelle, parallele Nuten “

wieder eine ausgefeilte Vorrichtung von Dir und klasse beschrieben
2014-05-11 19:23:44

Das hast du klasse gemacht 5d
2014-05-11 19:27:41

Klasse geworden und gemacht ........
2014-05-11 19:31:44

Vorrichtung gefällt uns sehr gut, die Nuten können aber nur im Winkel von 90 Grad zur Kante gefräst werden. Oder?
2014-05-11 20:01:42

Ja, nur im 90 Grad Winkel.
Allerdings könnte man ja einen entsprechenden Keil mit dem gewünschten Winkel an die MDF-Platte legen um nicht rechtwinklig fräsen zu müssen.
Die zwei freien Bretter ließen sich ja dann anpassen.

Danke Euch schon einmal. ;)
2014-05-11 20:08:38

Ganz tolle Vorrichtung. 5 Daumen
2014-05-11 20:40:58

Gute Vorrichtung. Bin gespannt, wie es bei deinem CD Projekt zum Einsatz kommt.
2014-05-11 20:42:47

Das nenne ich mal nettes Teil, ich glaube die Idee wird kopiert....
2014-05-11 20:56:05

Danke schön, genau das was ich brauche und dann auch noch so ausführlich. Plus der Hinweis mit dem Keil, dann wage ich mich vielleicht doch an den selbst gemachten Kindersitz in der Art von RainerPrell (http://www.1-2-do.com/de/projekt/Kinderhochs tuhl/bauanleitung-zum-selber-bauen/13861/).

2014-05-11 21:03:20

Wieder eine gut zu lesende Bauanleitung. Man glaubt kaum, welch ein enormer Aufwand eigentlich hinter diesen paar Platten steckt.
2014-05-11 21:22:08

Super gemacht und sehr ausführliche Beschreibung, werd ich mir mal merken.
2014-05-11 21:24:55

ich bin beeindruckt von dieser Beschreibung eines wahrhaft praktischen Helfers
2014-05-11 21:53:25

Deine Ideen finde ich Klasse
und die Beschreibungen ein GEnuss!!!!
5D von mir
2014-05-11 22:10:49

Geniale Idee und Umsetzung. 5d
2014-05-11 22:31:01

Wie immer. SUPER IDEE!
2014-05-11 22:34:41

Anschluss an Lob der Vorredner )))
5D
2014-05-11 22:46:24

Eine geniale Idee und Umsetzung.
Tolle Beschreibung
5D
2014-05-12 07:50:19

Eine richtig gute Vorrichtung. Super Doku und Ausführung. Gefällt mir - 5D
2014-05-12 10:18:20

das ist Klasse gemacht und denn die Beschreibung dazu
2014-05-12 18:18:42

Hm, ich denke nicht.
Da ich hier einen 12,7 mm Fräser benutzt habe müsse das Klötzchen auch nur 5,3 mm dick sein um eine 18 mm Fuge zu fräsen.
Allerdings geht es garnicht so sehr um die eine Fuge, sondern mir geht's hier eher darum in ein 200 cm langes Brett alle 3 cm eine Fuge zu fräsen.
Da käme ich mit meinem Parallelanschlag nicht sonderlich weit.

Bei der Vorrichtung ist das eigentlich Gute, dass ich das zu fräsende Brett/Werkstück nur in eine Richtung und soweit ich's brauche, ziehen muss.
So kann ich alle Markierungen schön vorher anzeichnen und muss dann eigentlich nix weiter machen als Fräsen, Stückchen weiterziehen, Fräsen, Stückchen weiterziehen, usw.

Die Fugen, die ich Bälde fräsen will, werden 16 mm breit.
Den Fräser habbich eh in dem Maß.
Brauche ich dann nur die Mitte der Fuge anzeichnen , Linien übereinander bringen und Fräsen.
Kein Umstellen oder Ändern mehr nötig.

Gruß
Stefan

Und Danke Euch für die netten Worte.
2014-05-13 00:17:41

gute fräshilfe, sehr aufwändig gebaut ud beschrieben, klare 5
2014-05-13 09:51:15

Genial! Super Ergebnis. Gut Beschrieben. 5D
2014-05-13 15:58:25

Tolle hilfreiche Vorrichtung
2014-05-15 08:27:09

klasse helferlein
2014-05-25 09:22:55

super, ich glaube ich baue mir auch sowas, five for that
2014-05-27 18:45:21

Super Idee, Beschreibung und Umsetzung! Macht Spaß, sowas zu lesen und nachzuvollziehen.
2015-04-27 22:03:51

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