Flursanierung Teil 2 - die Nische

Flursanierung Teil 2 - die Nische Holzkonstruktion,Innenausbau / Trockenbau/ Dämmung
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Innenausbau
von Rubberelch
06.08.13 21:50
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  • 2-3 TageMittel
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  • 9898,00 €

Hallo Heimwerker,
im ersten Teil meines Berichts, habe ich die Deckenverkleidung beschrieben.

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Flur-Sanierung-Teil-1---die-Decke/bauanleitung/12878/

Im Zweiten Teil beschäftige ich mich mit der Fensternische, in der zum Einen die Rückwand des Stromverteilerkastens verkleidet werden soll. Zum Anderen sollen die Fensterlaibungen saniert und die Fensterbänke ausgetauscht werden.


HolzkonstruktionInnenausbau / Trockenbau/ Dämmung
4.4 5 17

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Dübel    8x50 
Schrauben    6x80 
Schrauben    4,5x50 
32  Schrauben    4x35 
30  Trockenbauschrauben Fermacellschrauben     
Schalholz    72x20x4800 
Fermacell-Platten    1500x1000 

Benötigtes Werkzeug

  • Akku-Schrauber
  • Bohrhammer
  • Stichsäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Spachtel, Hammer, Meißel

1 Stromverteilerkasten verkleiden - Steigleitung verschwinden lassen - der Grundrahmen

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Stromverteilerkasten verkleiden - Steigleitung verschwinden lassen - der Grundrahmen
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Bei der Verkleidung der Rückwand des Stromverteilerkastens und der Steigleitung der Heizung wollte ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Beides sollte verschwinden und gleichzeitig wollte ich noch eine zusätzliche Dämmung der Steigleitung erreichen.

Kurz überlegt und eine Lösung gefunden.
Die Steigleitung hatte einen Abstand, gemessen von der Wand zur Außenseite der Leitung, von 6,5 cm.
Die Schalhölzer haben eine Breite von 7,2 cm.
Damit konnte ich also schon mal diesen Abstand überwinden.

Ich habe mir also einen Rahmen gebaut, der auf die Wand geschraubt werden sollte.
Als erstes die Maße der Wand nehmen, anschließend die Leisten ablengen und die Brettchen ausklinken, wie auf den Bildern zu sehen.

Anschließend alles zu einem schönen Rahmen zusammen schrauben.

2 Grundrahmen an die Wand bringen

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Grundrahmen an die Wand bringen
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Als erstes habe ich den Grundrahmen mal probeweise an die Wand gestellt, um zu sehen, ob er auch passt.
Anschließend den Rahmen wieder weg und die alten Bodenfliesen heraus geschlagen.
Achtung, fast die Dinger nur mit Handschuhen an. Fliesensplitter können übelste Schnittverletzungen verursachen.

Um den Rahmen an die Wand zu schrauben, habe ich 6 Löcher a 6 mm Durchmesser, in den Rahmen gebohrt.
Diese löcher habe ich dann mit einen Flachfräsbohrer auf 12 mm erweitert. Allerdings nur auf eine Tiefe von 40 mm.
Kann man auf dem leicht verschwommenen Bild 4 erkennen.

So konnte ich 6*80 mm Schrauben nehmen und diese 50 mm in die Wand dübeln.

3 Vekleidung des Rahmens

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Vekleidung des Rahmens
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Nachdem der Grundrahmen an der Wand befestigt war, habe ich mir Leisten zugesägt, welche etwas länger als der eigentliche Rahmen sind. Diese ragten nun über die Steigleitung hinaus, so dass ich anschließend Fermacellplatten aufschrauben konnte.
Ich habe die Steigleitung zur Außenwand noch mit Universaldämmplatten gedämmt. Die Steinwolle in der Verkleidung hat keine besondere Bedeutung. Ich habe mir gedacht, dass dieser "Hohlkörper" evtl. mit etwas gefüllt werden sollte. Ob es was bringt, weiß ich nicht.
So ist wenigstens die Steigleitung isoliert.

4 Fensterlaibungen

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Fensterlaibungen
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Zuerst hab ich den lockeren Putz und die alten Fensterbänke entfernt.
Beim rechten Fenster war der komplette Putz an einer Seite der Laibung lose, so dass dieser ebenfalls entfernt wurde. Danach ging es daran, die "tolle" Mini-Elektroinstallation zu entfernen. Mir schleierhaft, warum der Vorbesitzer die Schalter-Steckdosen-Kombi nach rechts versetzt und nicht mittig gesetzt hat. Mit Hammer und Meißel war das Problem jedenfalls nach 5 Minuten gelöst, die Kabel waren frei gelegt und konnten von der Verteilung genommen werden.

Um die Fensterlaibungen wieder sauber hinzubekommen habe ich mein liebstes Arbeitsmaterial verwendet, Fermacell. Die Platten wurden alle auf die dementsprechende Größe geschnitten und vorsorglich einmal auf Pass an die Laibungen gehalten.

Nachdem alles zugeschnitten war, habe ich Ansetzbinder angerührt und mit einem Löffel auf die Platten verteilt. Anschließend wurden diese dann an den Laibungen geklebt.
Jetzt muss relativ zügig gearbeitet werden, da der Ansetzbinder nur ca. 30 min verarbeitbar ist.

Beim rechten Fenster habe für die rechte Seite der Laibung zunächst zwei Platten zusammengeschraubt und angeklebt. Anschließend wurde noch eine Dritte Platte an die zwei vorhandenen Platten geklebt und das Ganze später verspachtelt.

Die Platten wurden nicht auf ganzer Länge an die Laibungen geklebt. Die letzten 2, 5 cm habe ich weg gelassen, da hier später noch die Fensterbänke eingesetzt werden müssen.

5 Außenwand und Vorbereitungen für den Endspurt

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Außenwand und Vorbereitungen für den Endspurt
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Nachdem die Laibungen soweit bearbeitet waren, ging es daran, die Wand wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen. Auch hier habe ich Fermacellplatten benutzt und diese mit Ansetzbinder davor geklebt.
Beim Heizkörper war es ein wenig Fummelei, damit ich auch dahinter meine Platten bekomme. Ich hatte zunächst überlegt, den Heizkörper abzubauen und die Platten dann anzukleben aber es hat auch so funktioniert.
Beim Ankelebn der Platten noch schnell ein Loch für die Steckdose gebohrt und später eine Unterputzdose eingegipst.
Nachdem alle Platten verklebt waren, wurden diese verspachtelt.
An den Ecken der Fenster und an dem Mauervorsprung wurden noch Eckputzschienen angebracht.
Am Fenster habe ich diese einfach in die Fermacellplatten getackert.
An dem Mauervorsprung habe ich die Schienen mit Panzertape befestigt.


 

6 Endspurt oder wieder mal spachteln, spachteln, spachteln ...

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Endspurt oder wieder mal spachteln, spachteln, spachteln ...
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Zuletzt wurde alles mehrmals verspachtelt und zum Abschluss geschliffen.
Bei dem Mauervorsprung habe ich zwischen den Klebebändern gespachtelt. Nachdem die Spachtelmasse ausgehärtet war, habe ich die Klebebänder entfernt und die Lücken ebenfalls verspachtelt.
Malerarbeiten werden, wie bereits bei Teil 1 der Flursanierung, ganz am Ende erledigt.

 

7 Hier geht es weiter...

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Hier geht es weiter...
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Jetzt muss ich mich erst einmal um die Nebeneingangstür kümmern.
Diese wurde neu eingesetzt. Nur war die vorherige Holztür vom Innenrahmen viel wuchtiger als die Kunstofftür. Da hat sich doch mein schlauer Fensterbauer gedacht, da nehm ich ne große Tube Bauschaum und schäum den Hohlraum mal so richtig aus.
Toll, aber hier muss eine Abdeckung drauf. Und wie ich die anbringe werdet Ihr im dritten Teil der Renovierung sehen. Ich bin schon gespannt, denn ich hab noch keine gute Idee.

LG an Alle Heimwerker hier im Forum

Euer Elch

20 Kommentare

zu „Flursanierung Teil 2 - die Nische“

Gut gemacht.
2013-08-06 22:51:29

Klasse Lösung, gefällt mir Daumen hoch
2013-08-07 00:09:05

super gemacht,
für deine Eingangstür kannste doch Trockenputz (Rigipsplatten) nehmen,
und Bauschaum is ja heutzutage Quasistandard...
Vergesse aber die Eckschutzschienen nicht, wenn du die Tür verkleidest,
grade im Eingangsbereich kommste schnell ran und die Ecken platzen ab...
2013-08-07 06:15:19

gut gemacht
2013-08-07 06:16:54

Wieder sehr ausführlich beschrieben und bebildert.
Bislang gut durchdachte und saubere Arbeiten.
Bin gespannt auf weitere Fortsetzungen und dann bitte ein Video des Flures komplett.
5D
2013-08-07 08:05:24

Sieht gut aus, weiter so...
2013-08-07 09:37:49

Danke erst mal für die positiven Kommentare.
@Holzharry:
Weiß ich noch nicht. Aber ich habe nicht vor, nur über die Bearbeitung von Fermacell zu schreiben. Die Renovierung des Flures gibt mir aber die Möglichkeit, hier im Forum über verschiedene Dinge zu berichten, welche bei einer Hausrenovierung anfallen. Wie z. B. im ersten Teil die Deckenkonstruktion.
Mir persönlich haben am Anfang meiner Heimwerkerkarriere ausführliche Anleitungen im Internet, bzw. in diversen Zeitschriften oder auch der ein oder andere Tip von richtigen Profi's weitergeholfen.
DIe Renovierung des Flurs habe ich daher auch bewusst in mehrere Teile gegliedert, da ich für mich den Anspruch habe, ausführlich zu beschreiben und dann würde da am Ende eine Mega-Beschreibung herauskommen, die keiner mehr ausführlich liest.

@Shadowchaser:
Das mit dem Rigips, bzw. den Fermacellplatten werde ich vermutlich als Lösung auch nehmen. Nur bleibt die Frage der ordentlichen Befestigungn noch zu klären, aber ich bin dabei.
2013-08-07 10:14:23

@ BiggiR:
Das mit dem Video merke ich mir und werde es am Ende mal mit aufnehmen.

@Pfanni:
Du hast recht, Wände sollten grundsätzlich nicht von Innen gedämmt werden, weil man dadurch den Taupunkt nach Innen verlegen kann.
Deshalb habe ich auch vorher einen Maurer gefragt, ob ich dass so machen kann.
Die Innenwand besteht aus 19 cm dicke Gasbetonsteinen, dann kommt eine 10 cm breite Hohlschicht und davor ist Klinkermauerwerk.
Durch die 1 cm dicke Fermacellplatte entsteht in meinem Fall kein großartiger Wärmedämmeffekt. Ich habe das auch schon bei meiner Schlafzimmerrenovierung so gemacht. Damals ebenfalls auf Anraten eines Maurers. Bezgl. Schimmel habe ich keine Probleme. Mauern sind jedoch unterschiedlich und daher ist meine Aussage nicht einfach zu pauschalisieren. Man muss sich die entsprechende Mauer halt genau ansehen und den Zustand überprüfen.
2013-08-07 10:21:37

Einwandfreie, saubere und passgenaue Arbeit. Wer das nicht schon mal gemacht hat, könnte nun glauben, das wäre alles so easy und in wenigen Stunden erledigt ;)

Doch da steckt wirklich viel Fleiß und Schweiß drin, deshalb 5 D, auch für die sehr ausführliche Beschreibung.
2013-08-07 11:10:36

Für diese Leistung natürlich 5d
2013-08-07 16:04:51

Klasse gemacht und geworden.......
2013-08-07 17:08:39

is schwer zu sagen wie du das befestigst,
kommt immer druff an wie du das haben möchtest ;)
Fermacellplatten persönlich kenn ich nur für den Boden...
2013-08-07 18:45:28

@Shadowchaser:
Hab bereits eine Lösung gefunden.
Wird hier aber noch nicht verraten...:-)
2013-08-07 20:46:42

Jetzt habe ich mich ersteinmal über den Werkstoff Fermacell informiert. Ist also ein höherwertigerer und einfacher zu handhabender Werkstoff als Gipskartonplatten. Und muß nicht isoliert werden. Gefällt mir.
Die Steigleitung hätte ich nur mit einem "Eckprofil" verkleidet. Dadurch würde der Raum nicht so schmal werden. Umbauter Raum ist schließlich kostbar.
Die Fensterwand hast du aber gut gemacht. Kein Vergleich zu vorher...
2013-08-09 16:17:17

Da weißt Du am Abend was Du getan hast (und was noch vor Dir liegt). Ich finde es super, daß Du die Teilbereiche so ausführlich beschreibst, es ist ja doch immer etwas Anderes. Noch weiterhin viel Erfolg bei Deiner Renovierung
2013-08-09 20:47:35

@Elektrodummy:
Grundsätzlich hätte ich auch nur das Rohr verkleidet aber wie du im zweiten Arbeitsschritt erkennen kannst, man dort die Metallrückwand des Stromverteilerkastens. Der wurde bereits mehrfach verspachtelt, immer mit dem Ergebnis, dass der Gibs beim nächsten tapezieren abfällt - zum Teil zumindest. Die ganze Verkleidung hat lediglich eine Tiefe von 8 cm. Da geht nicht wirklich viel Raum verloren.
Zum Thema Fermacell, ich dachte, der Werkstoff sei eigentlich bekannt. Ich verarbeite diese Platten aufgrund ihrer tollen Eigenschaften sehr viel lieber als "normale" Gipskartonplatten.
2013-08-09 23:37:41

Hallo Rubbereich,
Deine Beschreibung ist vorbildlich und Du hast genau die Punkte herausgefunden, die bei einer solchen Arbeit die wichtigsten Informationen für einen Nachbau sind. So ist z.B. die Beschreibung über das Anbringen der Eckschienen von großer Bedeutung.

Respekt vor Deiner Leistung und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Ach ja, ich gebe Dir recht, wenn Du sagst, dass der Umbau in mehrere Projekte geteilt werden muß. Ein großes Projekt wäre vermutlich wirklich viel zu lang und einige wichtige Informationen würden verloren gehen.

Natürlich bekommst Du von mir liebe Grüße und 5 Daumen übersandt.
2013-08-10 02:06:38

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