Ein kleiner Werkzeughocker Werkzeug,Ablage,Werkzeugablage
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Werkstatthelfer
von EggMan
24.04.14 10:21
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Nachdem die Arbeit an meiner neuen Werkbank richtig Spass macht, habe ich beschlossen, mir einen kleinen "Werkzeughocker" zu bauen, damit ich die wichtigsten Teile nicht immer einzeln aus dem Schrank holen muss...
Die Kosten habe ich mit 0 Euro beziffert, weil ich ein Stück Restholz verwendet habe, das noch so vor sich hin oxidierte...


WerkzeugAblage, Werkzeugablage
4.1 5 18

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Leimholzplatte  Fichte  200 * 1200 * 18 mm 

Benötigtes Werkzeug

  • Winkel, Bleistift, Markiermesser, Stecheisen, Holzhammer, Leim, Säge

1 Der Zuschnitt

Der Zuschnitt
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Die Werkzeugablage meiner Werkbank ist 14,5 cm breit - auf diese Breite schneide ich die Leimholzplatte zu - mit dem Fuchsschwanz zwei Millimeter dazugeben und dann mit dem Putzhobel auf die gewünschte Breite hobeln.
Die Beine sind 18 cm hoch, die Platte 30 cm breit und die untere Verbindung 24 cm lang.
Beim Schnitt quer zur Faser bietet sich wieder die Messer-Methode an: Mit dem Markiermesser wird eine Linie an der Stelle gezogen, an der der Schnitt erfolgen soll. Dann wird diese Linie mit dem Stecheisen von der Abfallseite aus auf ca 2 mm verbreitert - so hat die Säge eine Kerbe, in die sie greifen kann.
Gibt es keine Abfallseite, weil beide Seiten des Holzes verwendet werden sollen, werden einfach zwei Linien mit dem Messer gezogen; Diese Linien sollten mindestens so weit auseinander liegen, wie das Sägeblatt breit ist.
Die Holzplatten werden dann zugeschnitten und die Schnittkanten mit dem Putzhobel rechtwinklig gehobelt (Achtung: Nie den Hobel bis ganz zum Ende durchziehen, sondern von beiden Seiten arbeiten - sonst reißen die Fasern am Ende aus!).

2 Beine und Ablageplatte

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Beine und Ablageplatte
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In die Ablageplatte kommen zwei Nuten, die die Beine aufnehmen sollen. Diese Nuten müssen nicht besonders tief sein, denn der Druck geht nach unten. Drei oder vier Millimeter reichen vollkommen. Auch hier wird mit Winkel und Markiermesser eine Linie gezogen, die dann mit dem Stecheisen etwas verbreitert wird. Ist die Nut bis etwa zur Hälfte ausgestemmt, wird das Bein gegen die bereits ausgestemmte Seite gedrückt und auf der anderen Seite mit dem Messer eine kleine Markierung hinterlassen. Gegen diese Markierung wird der Winkel gedrückt und eine Linie quer über die Ablageplatte gezogen - damit steht die Breite der Nut fest.
Ist sie bis auf die Tiefe freigestemmt, wird das Bein vorsichtig hinein gedrückt - die Ablage sollte sich am Bein hochziehen lassen, ohne dass das Holz des Beins gequetscht wird.

3 Die untere Querverbindung

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Die untere Querverbindung
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Für die untere Querverbindung gilt im Prinzip das Gleiche: Die Nuten werden wir oben beschrieben hergestellt. Zusätzlich werden aber in jedes Bein zwei Zapfenlöcher gestemmt. Dafür nimmt man ein Zapfenstreichmaß, stellt den Abstand der Schneiden auf die gewünschte Breite ein (in diesem Fall 18 mm) und zieht das Streichmaß an der Außenseite der Beine entlang.
Ich habe mein Stecheisen 27 mm von den Außenkanten entfernt angesetzt und als erste mit einem zärtlichen Schlag die Markierungen des Streichmaßes vertieft. Dann bin ich zwei Millimeter weiter nach innen gegangen und habe etwas kräftiger zu geschlagen. Wieder zwei Millimeter weiter nach innen und noch kräftiger - und angefangen, den Abfall herauszuhebeln. Auf diese Weise kommt man ziemlich schnell ziemlich tief ins Holz hinein.
Sind alle vier Löcher ausgestemmt,wird die untere Querplatte in die Nut gesetzt und von der anderen Seite mit einem sehr spitzen Bleistift die Positionen der Zapfen angezeichnet. Diese werden dann ausgesägt (bzw. der mittlere Teil gestemmt) und probeweise in die Nuten gesteckt. Wenn das Holz nicht aufplatzt bzw. an den Zapfen gequetscht wird, ist alles gut.

4 Bestücken und verleimen

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Bestücken und verleimen
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Passt alles, kann der Hocker verleimt werden. Vorher bietet es sich allerdings an, die Löcher für das Werkzeug in die Ablageplatte zu bohren. Wer mag, kann sie natürlich auch ausstemmen ;-)
Sind alle Löcher vorhanden und das Werkzeug passt so, wie es gewünscht ist, wird verleimt - zuerst die untere Querverbindung mit den Beinen, dann die Ablageplatte auf die Beine.
Wer mag, kann die einzelnen Platten vor dem Verleimen noch glatt hobeln; da es sich aber um billiges Leimholz aus dem Baumarkt handelt und der Hocker nur in der Werkstatt steht, habe ich darauf verzichtet (Leimholz aus dem Baumarkt zu hobeln ist eine interessante Herausfoderung...).
Einen kleinen Designfehler habe ich allerdings gemacht: Ich habe mein Werkzeug so großzügig verteilt, dass kein Platz mehr für einen Kaffeebecher ist... :-)

16 Kommentare

zu „Ein kleiner Werkzeughocker“

Tolle Idee 5d
2014-04-24 12:23:00

Klasse geworden .....
2014-04-24 12:25:48

Ich erkenne 3 Streichmaße, eine Stechale (?) und ein Anreißmesser (?).... aber was ist das Messingding links hinten?
2014-04-24 12:41:15

Gut gelungen. 5 d
2014-04-24 12:42:13

gut
2014-04-24 12:59:43

Schön gebaut, und macht sicherlich auch Sinn, die wichtigsten Werkzeuge ordentlich zur Hand zu haben. Gefällt mir sehr gut
2014-04-24 13:04:17

Danke für Euer Lob.
@sugrobi: Das "Messingding" ist ein kleiner Klüpfel - also ein Holzhammer, nur mit nem Messingkopf. Gibts von Veritas bei feinewerkzeuge.de und erlaubt sowohl "zärtliches Klopfen" als auch harte Schläge...
2014-04-24 14:13:39

interessante Lösung zur Werkzeugaufbewarung
2014-04-24 19:46:03

auch hier wieder eine interessante Bauweise.
2014-04-25 06:50:15

Tolle Idee, eine transportable Werkzeug"bank".
2014-04-25 12:04:06

Klasse geworden...
2014-04-25 19:02:34

Auch eine Idee...
2014-04-25 20:12:27

echt nicht schlecht
2014-04-28 08:56:05

sauber gemacht und eine prima Idee
2014-07-07 08:34:50

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