Didgeridoobau. Blasinstrument aus Holz

Singing Sticks
1/1 Singing Sticks
Holz
von George1959
31.01.16 15:49
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  • 1-2 TageMittel
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  • 2020,00 €

Bei diesem Projekt geht es darum zu beschreiben wie ich ein Didgeridoo aus Holz herstelle. Ich fröhne dieses Hobby seit 13 Jahren und habe unzählige Instrumente aus Holz aber auch aus anderen Materialien hergestellt.

Ich habe über die Jahre sehr viele unterschiedliche Dinge probiert und meine heutigen Methoden haben sich für mich bewährt. Ich stelle nun nicht die Behauptung auf, alles was ich hier beschreibe und zeige das einzig wahre wäre. Es gibt durchaus alternativen sowohl bei der Vorgehensweise als auch bei der Wahl der Werkzeuge. Es gibt nicht richtig oder falsch sondern es gibt „für mich richtig“ also bitte nicht verzweifeln wenn du das ein oder andere nicht umsetzen kannst oder ein Werkzeug nicht zur Verfügung hast. Dort wo es Alternativen gibt werde ich diese schildern.

Hier geht es ausschließlich darum das Basiswissen zu vermitteln. Es geht mir nicht darum dich dazu zu verhelfen ein Instrument in Konzertqualität herzustellen.
Die Methode die hier beschrieben wird heißt „Sandwichbaumethode.“ Hierbei wird ein Rohling der Länge nach in zwei Hälften getrennt, ausgehüllt und anschließend werden die hälften passgenau wieder zusammen gefügt. Dies ist die gebräuchlichste Methode in Ländern indem man keine auf natürliche Weise entstandenen hohlen Hölzer bekommt. Eine andere Methode heißt „Durchbohrmethode“ und hier wird der Rohling – wie der Name suggeriert – mittels entsprechende Bohrer und Werkzeuge durchbohrt. Diese Methode werde ich hier jedoch nicht weiter erläutern da sie eher etwas für ausgesprochene Spezialisten ist die über das richtige Werkzeug verfügen.
Die Sandwichmethode bietet gegenüber der Durchbohrmethode allerdings Vorteile. So ist sie von fast jedem zu realisieren und sie erlaubt eine wesentlich genauere Ausgestaltung des Innenraums. Auf diese Weise kann man sehr viel mehr Einfluss auf den Klang des Instruments nehmen. Auch sollte nicht unerwähnt bleiben dass die Sandwichmethode auch ohne elektrische Werkzeuge betrieben werden kann. Für jede Elektrische Maschine gibt es auch ein handbetriebenes Werkzeug. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden ist lediglich der Zeit- und Kraftaufwand. Mein erstes Instrument (siehe Bild oben) habe ich seinerzeit bis auf das Trennen komplett von Hand hergestellt.


Haftungsausschluss:
Ich übernehme keinerlei Haftung für Sach- oder Personenschäden resultierend aus dem Gebrauch dieser Anleitung! Ich stelle dir anheim stets um deine Sicherheit bemüht zu sein.
 


Holz, WinkelschleiferAst, Musik, Didgeridoo, Kaindl, Musikinstrument, Blasinstrument, Woodcarverscheibe, Arbortech
4.9 5 56

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Ast  Holz  ca. 130 cm x Ø8 bis 13 cm 
Holzleim Wasserfest     
Rolle  Tesafilm  19 mm breit 
Schnellschleifgrund  Lack  0,5 l 
Alternativ  Kantholz  130 x 10 x 10 cm 
Alternativ  Bretter zusammen leimen  Endmaß: 130x10x10 cm 

Benötigtes Werkzeug

  • Stichsäge
  • Winkelschleifer
  • Exzenterschleifer
  • Bandschleifer
  • Woodcarverscheibe (Arbortech oder Kaindl Gold)
  • Hartmetall Topfscheiben (Grob, Mittel, Fein)
  • Schleifteller für Winkelschleifer (Scheiben Korn 80 und 120
  • Hohlbeitel und Holzhammer
  • Bleistift
  • Maßband oder Zollstock
  • Zirkel
  • Feinsäge
  • Schleifklotz für Handbetreib (weich)
  • Schleifpapier diverse Körnungen
  • Schleifscheiben für Exzenterschleifer Korn 80, 120, 240
  • ALTERNATIV: Ziehmesser
  • ALTERNATIV: Ziehhobel
  • ALTERNATIV: Spannsäge
  • ALTERNATIV: Surform
  • ALTERNATIV: Raspel
  • ALTERNATIV: Bandsäge
  • ALTERNATIV: Elektrohobel

1 1. Materialbeschaffung

Der Rohling
1/1 Der Rohling

Optimal ist ein natürlich gewachsener Ast. Ich verwende ausschließlich heimische Hölzer. Ich achte stets darauf das ich nur Äste verwende welche im Wald auf dem Boden liegen, bei Baumpflegearbeiten anfallen oder aus Nachbars Garten wenn er ein Baum fällt. Für jene die an der Küste wohnen wäre Treibholz ebenfalls gut geeignet.


Die Deutschen Wälder sind eine hervorragende Quelle für Rohlinge. Insbesondere nach heftigeren Stürmen liegt sehr häufig mehr als genug auf dem Boden. Bedenke bitte, dass niemand einfach in den Wald hinein darf um sich zu bedienen. Finde heraus wer der zuständige Förster ist und hole dessen Erlaubnis ein ehe du etwas herausholt. Wenn du siehst das der Gemeinde oder Nachbar gerade Baumpflegearbeiten durchführt gehe einfach hin und fragt ob du etwas bekommen kannst. Mir wurden solche Bitten noch nie mit Ablehnung begegnet.

Wenn du kein geeigneter Ast bekommst dann kann ein Pfosten aus dem Baumarkt genauso gut sein. Auch das zusammenleimen einzelne Bretter – wenn auch etwas aufwendiger – ist möglich.

Als Holzart kommt alles in Frage was man mit Werkzeug bearbeiten kann. Es gibt jedoch Holzarten von denen ich ein Anfänger abraten würde. Buchenholz, Holz von Obstbäumen und stark harzhaltige Hölzer wie z.B. Thuja. Buchen- und Obsthölzer neigen dazu während der Bearbeitung zu werfen. Dies hat zur Folge dass die beiden Hälften nach der Bearbeitung nur schwer passend zu Fügen sind. Darüber hinaus kann ein Instrument aus Buchenholz auseinander gehen wenn das Holz nicht ausreichend getrocknet wurde. Stark harzhaltige Hölzer machen ein das Leben schwer. Der Harz verklebt Werkzeug und Fußboden, und das macht einfach keinen Spaß.

Für dieses Instrument habe ich ein Rohling aus Eschenholz gewählt den ich seit 2009 gelagert hatte.

Natürlich solltest du kein Ast frisch aus dem Wald verarbeiten. Diese muss erst einiger Zeit trocknen. Auf natürlicher Weise dauert dies auch lange und man muss den Rohling im Auge behalten. Gelegentliches Prüfen der Feuchte macht Sinn und wenn diese auf 15% gesunken ist kann der Rohling zur Bearbeitung in die Werkstatt.

2 2. Vorbereitung des Rohlings

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Kreise
1/2 Kreise
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Die erste Vorbereitungsmaßnahme ist, sich den Rohling anzuschauen und zu versuchen sich das fertige Instrument vor zu stellen. Das dickere Ende wird später das sogenannte „Bell-End“ und das dünnere das „Mundstück.“. Wenn der Ast an beiden Enden den gleichen Durchmesser aufweist so ist die Entscheidung relativ einfach, suche dir das Ende aus das dir für Mundstück und Bell am besten gefällt.


Als nächstes wird die Länge des fertigen Instruments festgelegt. Hierzu sollten ca. 3cm bis 5cm von jedem Ende entfernt werden da diese Risse und Verfärbungen aufweisen können. Die Länge wird zwischen 120cm und 160cm liegen. Noch längere Instrumente sind für Anfänger recht schwer zu spielen. Optimal für ein Anfänger wäre eine Länge um die 120cm bis 130cm.

Nachdem beide Enden sauber abgeschnitten wurden wird endgültig festgelegt welches Ende das Mundstück sein soll. Jetzt werden wie in dem Bild unten gezeigt zwei Kreise mit einem Blei- oder Filzstift gezeichnet. Der Innere Kreis mit Durchmesser 30 mm wird die Öffnung des Mundstücks. 30 mm haben sich als gutes Maß für Anfänger heraus kristallisiert. Der äußere Kreis hat ein Durchmesser von 50 mm und bis hierhin muss das Material auch abgetragen werden. Das andere Ende bedarf noch keine Markierung, dass kommt später.

Hier ist es sehr wichtig die Biologische Mitte des Rohlings zu nutzen und nicht die Geometrische Mitte. Die Biologische Mitte ist meist ein dunkler Punkt um das die Wuchsringe herum liegen und sie ist meist auch weich. Die Verwendung der Biologischen Mitte bewirkt dass wir später die Wuchsform des Holzes folgen werden und nicht dagegen arbeiten müssen. Dies hat nicht nur Ästhetische gründe sondern trägt dazu bei eine gewisse Kontinuität der Maserung entlang des Instruments bei zu behalten.

Wenn du ein Pfosten aus dem Baumarkt hast dann findest du die Mitte indem du Diagonal Linien von Ecke zu Ecke ziehst. Die Kreise werden dann von dem Schnittpunkt ausgeführt.

Im Unterschied zu einem Ast muss hier auch das andere (Bell-End) mit Durchmesser ca. 8cm bis 10cm gezeichnet werden.
Sorge dafür dass die Kreise gut sichtbar sind denn später bei der Bearbeitung wirst du (hoffentlich) Augenschutz tragen und wenn hierauf Staub liegt ist die Sicht nicht ganz optimal.


3 3. Außenform

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Außenform
1/2 Außenform
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Der Rohling sollte jetzt zur Bearbeitung gut eingespannt werden. Hierzu verwende ich eine Verstellbare Klappwerkbank. Dieser hat seinerzeit bei Penny um die 25,- Euro gekostet. Früher habe ich eine WorkMate von Black & Decker benutzt doch der von Penny ist zusätzlich noch Höhenverstellbar und das tut mein Rücken gut  Ein Vorteil der Bank die ich verwende ist, dass ich beim späteren aushöhlen die gesamte Länge ohne umspannen zu müssen bearbeiten kann.


Wenn du kein solcher Werktisch zur Verfügung hast so kann es auch an einer normalen Werktisch oder Werkbank mittels Zwingen arretiert werden. Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Es muss nur sichergestellt werden dass der Rohling während der Arbeit nicht verrutschen kann.
Sollte der Rohling abstehende Äste haben wäre jetzt der richtige Zeitpunkt diese zu entfernen.

Den größeren Ast säge ich mit einer Japanische Zugsäge ab. Hierzu kann natürlich jede andere geeignete Säge verwendet werden. Das kleinere rechts daneben säge ich nicht ab. Diese entferne ich gleich (weil es schneller geht) mit dem Winkelschleifer und dem daran befestigten Hartmetall Topfscheibe.

Alternativ könnte das größere Ast auch stehen gelassen werden und daraus eine kleine Schnitzerei entstehen welches dem Instrument ein gewisses etwas verleiht. Dem Klang des Instruments beeinflusst dies nicht.

Jetzt geht es darum alles Material zu entfernen welches nicht nach einem Didgeridoo aussieht.

4 3a: Außenform

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Winkelschleifer mit Hartmetalltopfscheiben Schräge Variante (Grob, Mittel, Fein)
1/5 Winkelschleifer mit Hartmetalltopfscheiben Schräge Variante (Grob, Mittel, Fein)
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ACHTUNG: PSA (Persönliche Schutzausrüstung) erforderlich! Handschuhe, Augenschutz, Gehörschutz, Atemschutz.


Der Winkelschleifer wird jetzt mit dem groben Hartmetall Topfscheibe (schräge Variante) bestückt. Ziehe die Befestigungsmutter gut fest! Beginnend am Mundstück wird jetzt das Material abgetragen. Abweichend von allen Sicherheitsratschläge dich ich sonst von mir gebe wäre dies ein Fall, wo es besser ist die Schutzhaube des Winkelschleifers ab zu nehmen. So lässt sich viel besser mit der Scheibe arbeiten.

Wenn du mit einer solchen Scheibe noch nie gearbeitet hast sei anfangs etwas auf der Hut denn, diese Scheiben sind recht massiv und folglich sind die Fliehkräfte relativ hoch. Dies merkst du wenn du den laufenden Winkelschleifer in der Luft hin und her bewegst.

Übe nicht zu viel Druck auf das Werkzeug aus. Lasse die Scheibe die Arbeit für dich erledigen. Diese Scheiben tragen recht viel Material recht schnell ab. Verharre nicht zu lange an einer Stelle sondern halte das Werkzeug auf dem Werkstück in Bewegung. Es werden lange Züge entlang des Rohlings ausgeführt wobei stets ein Auge auf die Gesamtform gerichtet bleibt.

Beim Ablegen des Winkelschleifers halte sie solange fest bis die Scheibe nicht mehr dreht!

Wie im Bild oben zu erkennen gehe ich nicht bis an dem äußeren Kreis sondern lasse einige Millimeter stehen. Den Rest mache ich später mit der Feinere scheibe. Je näher du an die gedachte Form kommst desto feiner sollte die Scheibe sein.

Zunächst wird also dem Gesamten Rohling entlang die grobe Form gegeben. Die Grundsätzliche Form würde so aussehen (Bild Grundsätzlicher Form).

Aber hieran muss man sich nicht halten und Abweichungen können z.B. bedingt durch die Wuchsform des Asts gegeben sein. So kann es gut sein das ein leichter Bogen vorhanden ist. Dies wäre sogar – aus meiner Sicht – wünschenswert denn es gibt dem fertigen Instrument eine Eigenart. (Bild: Schöne Form)

Die endgültige Form ist annähernd frei wählbar. Achte aber bitte darauf dass es nirgendwo einem kleineren Durchmesser als das Mundstückende (5cm) erhält. Dies würde sich negativ auf die Wandstärke auswirken was zu Klangeinbußen führen würde.

5 ENTSCHEIDUNG ERFORDERLICH

Hellwach und voll Betriebsbereit.
1/1 Hellwach und voll Betriebsbereit.

Jetzt solltest du für dich entscheiden ob du heute weitermachen möchtest. Der Grund hierfür ist, dass wenn du dein Rohling wie im nächsten Schritt beschrieben trennst, du dann auch beide hälften heute noch wieder zusammen fügen musst! Wenn du das aushöhlen mittels Woodcarverscheibe erledigen willst so liegen noch ca. 2 bis 3 Stunden Arbeit vor dir bei dem du hochkonzentriert sein musst. Je länger die beiden Hälften liegen desto eher können sie sich verwerfen und das wird Probleme beim Fügen mit sich bringen. Das kann sogar so weit gehen, dass sie sich überhaupt nicht mehr fügen lassen und alles Bisherige umsonst war denn dann kannst du sie in den Ofen werfen. Auch wenn du müde bist solltest du überlegen ob es nicht besser ist das folgende an einem anderen Tag in Angriff zu nehmen. Woodcarverscheiben sind nichts für müden Geister!

6 4. Trennen

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Mein Aktueller
1/2 Mein Aktueller
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ACHTUNG: PSA (Persönliche Schutzausrüstung) erforderlich! Augenschutz, Gehörschutz, Atemschutz.


Nun ist es Zeit den Rohling in zwei möglichst gleich große hälften der Länge nach zu trennen.

Wie hier zu sehen habe ich links mein aktuelles Modell aus der Blauen Serie von Bosch und rechts jenes welche ich lange Zeit (gekauft 1991) verwendet habe. Beide Geräte sind mit dem gleichen Sägeblatt bestückt!

Die Stichsäge bietet mir den Vorteil, dass ich auch sehr unförmig gewachsene Rohlinge trennen kann. Eine Bandsäge tut sich in solchen Fällen sehr schwer. Daran ist auch zu erkennen dass der Rohling keineswegs gerade sein muss. Es können durchaus (mache ich sehr gern) „Krumme Dinger“ genutzt werden. Für Bühnenauftritte werden allerdings fast ausschließlich geraden Instrumente verwendet. Dies liegt daran das gerade Instrumente sehr gut in eine Bühnenhalterung platziert werden können. „Krumme Dinger“ sind schwierig zu befestigen.

Bei der PST 60 PEA (rechts) ist anzumerken, dass die angegebene Schnitttiefe für das die Maschine von Bosch freigegeben wurde (60 mm) womöglich dem einen oder anderen irritieren könnte. Darin befindet sich ein sehr viel längeres Sägeblatt als dafür vorgesehen und es funktioniert wunderbar. Mit dieser Maschine habe ich Rohlinge bis Ø130 mm bearbeitet.

Hier kommen wir also gleich zu einem entscheidenden Faktor beim Umgang mit der Stichsäge. „Lasse die Säge die Arbeit machen.“ Es macht überhaupt keinen Sinn zu versuchen das Blatt durch das Holz zu „Prügeln“ weil das fast immer dazu führt dass das Blatt bricht! Eine Stichsäge verlangt nach gefühlvollem Umgang und ist nichts für sogenannte Grobmotoriker. Den Beweis hierfür ist durch den Einsatz einer eigentlich viel zu kleine Maschine leicht zu erbringen. Der Unterschied zwischen den Blauen und dem Grünen liegt in der Zeit die benötigt wird um den Rohling zu trennen. Mit dem Grünen habe ich für ein Rohling mit Ø130 mm und einer Länge von 150 cm etwa 20 bis 30 Minuten benötigt. Das Blaue gerät erledigt die gleiche Aufgabe in unter 10 Minuten. Ein weiterer nicht unwesentlicher Faktor ist natürlich das Sägeblatt selbst. Hier kann ich aus Erfahrung sagen dass es sich auszahlt bestmögliche Qualität zu kaufen. Mit Billigware bin ich nie Glücklich geworden. Mit einem guten Sägeblatt kann ich mindestens 6 bis 10 Rohlinge trennen. Wenn ich um ein scharfes Blatt verlegen bin (weil ich vergessen habe auf Vorrat zu kaufen) schärfe ich die Stumpfen sogar nach.

7 4a: Trennen

Blatt lang genug?
1/1 Blatt lang genug?

Als erstes bevor du zu trennen beginnst solltest du dich vergewissern dass dein Blatt auch komplett durch den Rohling reicht. Hierzu ziehst du das Sägeblatt in die unterste Stellung der Maschine und hältst es an dem dicksten Ende des Rohlings


Sollte es nicht passen dann mache jetzt keine Experimente! Entweder ist das Blatt durch eine noch längere zu ersetzen oder der Durchmesser deines Rohlings muss reduziert werden.
Wer so etwas noch nie gemacht hat kann jetzt eine Hilfslinie entlang des Rohlings zeichnen. Diese dient als Orientierung für den Schnitt.
Stelle den Pendelhub auf Stellung „0“ und schalte die Maschine ein. Die Geschwindigkeit ist Erfahrungssache doch ich würde es anfangs ruhig etwas langsamer (Stufe 4) laufen lassen.
Ich fange an dem dicken Ende an! Das mache ich weil es auch gleich das schwierigste ist. Sowohl Maschine als auch Mensch sind voll Leistungsfähig und da beide bei dieser Arbeit beansprucht werden macht es Sinn die schwerste Arbeit zuerst zu erledigen. Im Lauf wird es dann (da der Rohling dünner wird) für beide einfacher.
Setze die laufende Maschine auf den Rohling wobei das Sägeblatt noch kein Kontakt zum Holz hat. Führe nun das Sägeblatt langsam an das Holz heran bis es zu sägen beginnt. Führe es langsam und kontrolliert in das Werkstück etwa 2 bis 3 cm hinein. Bedenke, das Sägeblatt macht die Arbeit.


8 4b: Trennen

Ein Anfang wurde gemacht.
1/1 Ein Anfang wurde gemacht.

Nachdem der Anfang erfolgreich verlaufen ist kann der Rohling jetzt komplett getrennt werden. Hierzu wird jetzt der Pendelhub zugeschaltet. Die Schaltstellung des Pendelhubs richtet sich im Wesentlichen nach der Härte des Holzes. Sehr harte Hölzer verlangen meist nach eine kürzeren Hub als weiche Hier ist ausprobieren erforderlich.


Es geht jetzt darum den Rohling komplett und sauber durch zu sägen und zwar ohne dass es zu Absetzerscheinungen kommt. Es wird unter keinen Umständen von beiden Enden angefangen! Absetzerscheinungen treten auf wenn man versucht die Sägerichtung durch zurückziehen des Sägeblatts zu korrigieren oder wenn man die Maschine angehalten hat und erneut zu sägen beginnt. Korrekturen dürfen ausschließlich in einer Vorwärtsbewegung ausgeführt werden! Durch zurückziehen und erneutes ansetzen wird holz dort entfernt wo es nicht erwünscht ist. Dies würde beim späteren Zusammenfügen der beiden Hälften dazu führen das an der Stelle ein Loch wäre. Löcher sind böse, Löcher mögen wir nicht. Wenn du die Maschine anhalten möchtest z.B. weil du deine Position verändern willst oder den Rohling umspannen möchtest dann schalte sie einfach aus und belasse sie genau da wo sie ist bis sich das Sägeblatt nicht mehr bewegt. Beim erneutes ansetzen führe das Sägeblatt (Maschine nicht einschalten) bis genau an der Stelle wo du aufgehört hast. Jetzt einschalten und säge dann weiter. Sollte es trotz allem zu einer Absetzerscheinung gekommen sein so ist dies kein Grund den Rohling weg zu werfen. Derartige Löcher können später verschlossen werden.

Wenn du ca. 3 cm vor dem Ende (Mundstück) angekommen bist empfehle ich den Pendelhub aus zu schalten und dann langsam aus dem Werkstück zu fahren.

9 4c: Trennen

Halbe halbe
1/1 Halbe halbe

Während des Sägens können Dinge geschehen die nicht erwünscht sind:


- Abweichung von der Sägelinie. Hier musst du lediglich langsamer sägen und den Schnitt in die richtige Richtung zurückführen. Die Sägelinie ist lediglich eine Orientierungshilfe und wenn du davon abgewichen bist ist das nicht schlimm.

- Das Blatt bricht. Kann passieren und davor ist niemand gefeit. Sorge dafür dass du ein Ersatzblatt hast damit du weitermachen kannst.

- Die Säge „holpert“ auf und ab.“ Zum einen kann es sein das du die Maschine nicht festgenug gegen das Werkstück drückst. Hier heißt es, fest aber nicht verkrampft halten. Es kann auch sein (besonders am dünneren Ende) dass das Werkstück federt. Wenn dem so ist musst du den Rohling näher an den Backen des Werktisches bringen damit das federn aufhört.

- Es steigt rauch auf aus dem Rohling oder riecht verbrannt. Wenn es verbrannt riecht dann ist der Rauch nicht weit. Die Hauptursache hierfür ist ein stumpfes Sägeblatt. Diese muss durch ein scharfes ersetzt werden. Beim Sägen entsteht sehr viel Wärme und wenn du zu lange an einer Stelle verharrst dann kann diese nicht abgeführt werden. Dies ist besonders bei harten Hölzer wie z.B. Buchenholz der Fall. Auch muss angemerkt werden das gerade hier Sägeblätter von guter Qualität von Nöten sind. Billigwaren vertragen diese Wärme nicht und quittieren durch Bruch ihren Dienst wenn sie zu viel Wärme erfahren.

Wenn alles gut verlaufen ist dann hast du jetzt zwei annähernd gleich große hälften. Es ist kein Beinbruch wenn eines deutlich kleiner ist als das andere. Gerade unerfahrene passiert das und es bedeutet lediglich das du beim späteren aushöhlen bei der schmalere hälfte nicht so tief eintauchen darfst wie bei dem dickeren.

Ich kann es nicht oft genug wiederholen. Die wahre Kunst des Sägens liegt darin das man die Säge die Arbeit erledigen lässt. Man muss unbedingt ein gutes Gefühl entwickeln und spüren wann die Säge überbeansprucht wird. Höre auf deine Maschine, sie hat immer Recht.

Alternativen:

Zum Trennen kann auch eine Bandsäge verwendet werden. Diese sollte mit einem Kurvenblatt bestückt sein und der Rohling sollte einigermaßen gerade sein.
Auch kann eine Spannsäge verwendet werden allerdings sollte man damit auch umgehen können ehe man sich an die Arbeit begibt.

10 5. Markieren

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Wandstärke übertragen
1/3 Wandstärke übertragen
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Jetzt solltest du die Sägeflächen von Staub befreien. Dies kann mit einer Drahtbürste mit leichten darüber fahren erledigt werden.


Eine hälfte kannst du erstmal beiseitelegen und mit dem Markieren beginnen. Es geht darum die Wandung entlang des Rohlings zu zeichnen. Ich verwende hierzu ein Zirkel bei dem ich das Bleistift soweit wie möglich zurückziehe.

Als erstes überträgst du die Markierung des Mundstückdurchmessers auf die Fläche wie im Bild unten zu sehen. Stelle sicher dass die Markierungen gut zu erkennen sind.

Als nächstes wird mittels Zirkel wie im Bild unten eine Linie entlang des Rohlings gezeichnet. Dies wiederholst du bei beiden Hälften.

Zum Schluss werden die dicken Enden wie im Bild unten markiert.

11 6. Innenraumgestaltung

Aufpassen sonst tut es sehr weh.
1/1 Aufpassen sonst tut es sehr weh.

ACHTUNG: PSA (Persönliche Schutzausrüstung) erforderlich: Augenschutz, Gehörschutz, Handschuhe, Atemschutz, Unterarmschutz (Langärmeliges Hemd reicht) Sollten Zuschauer da sein dann sollten auch diese eine Schutzbrille tragen. Die Späne fliegen sehr schnell und sehr weit!


Auf der Maschine montiert ist eine Woodcarverscheibe von der Firma Arbortech und davor liegt der Woodcarver Gold von Kaindl. Beide Scheiben sind in Deutschland erhältlich und zugelassen. Es sind auch ähnlich aussehende Scheiben im Internet erhältlich. Diese bestehen aus einem Metallkern um das eine Sägekette wie man sie von Kettensägen her kennt montiert ist. Diese haben in Deutschland keine Zulassung und ich rate von deren Verwendung ausdrücklich ab!

Für beide Scheiben wird jeweils eine Originalschutzhaube angeboten. Diese ist für das was wir hier tun wollen nicht geeignet und wäre damit Geldverschwendung. Beide Scheiben liegen Anleitungen bei und insbesondere das Schärfen dieser darf nicht außer Acht gelassen werden denn, nur mit einer scharfen Klinge könne gute Ergebnisse erzielt werden.

Bei den bisher verwendeten Werkzeugen hätten etwaige Verletzungen von dein Hausarzt behandelt werden können. Hier wird jedoch nur ein Chirurg helfen können! Verwende diese Scheiben NIEMALS ohne die Schutzhaube!

Um zu verstehen worum es hier geht beschreibe ich die Scheiben:
Sowohl der Arbortech als auch die Kaindl haben 6 Schneidzähne. Jeweils 3 nach rechts und 3 nach links gerichtet. Die Schneidzähne sind fast genauso geformt wie jene einer Kettensäge. Sie verfügen beide über Spanbegrenzer was das Arbeiten damit erheblich erleichtert. Beide werden mit Adapter ausgeliefert damit sie auf beinahe jeden Einhandwinkelschleifer passen.
Der Arbortech hat ein Durchmesser von 100 mm. Die Zähne können nachgeschärft werden und es gibt eine Grenzangabe auf der Verpackung der wissen lässt wie weit nachgeschärft werden darf.
Der Kaindl Gold hat ein Durchmesser von 115 mm und kann ebenfalls nachgeschärft werden besteht aber aus eine härterem Material.

Die beiden Scheiben unterscheiden sich nicht nur im Durchmesser sondern, sie sind auch aus unterschiedlichen Materialien. Der Kaindl ist deutlich härter als der Arbortech und die Kaindl kann z.B. aus diesem Grund kaum mit einer Feile geschärft werden. Meist wird ein Diamantrundschleifkörper zum Schärfen empfohlen. Meine Erfahrung nach trägt diese aber zu viel Material ab weshalb ich ein Schleifkörper aus Korund verwende.

12 6a Innenraumgestaltung

Atemnot
1/1 Atemnot

Jetzt zum nächsten Erklärungsbedürftige Gerät, der Winkelschleifer.


Winkelschleifer sind laut fast allen Hersteller für die Bearbeitung von Holz nur wenig oder garnicht geeignet! Das muss man erstmal sacken lassen. In der Praxis bedeutet es aber lediglich, dass du dein Winkelschleifer bei dieser Anwendung auf eigene Gefahr nutzt denn der Hersteller wird nicht für Schäden am Gerät bei dieser Anwendung aufkommen wollen.

Das erste wäre also, schließe dein Winkelschleifer am besten an einer Steckdosenleiste an welches ein An- und Ausschalter hat! Der Grund dafür mag dir erstmal nicht einleuchten doch wenn du das erlebst was ich immer wieder erlebt habe dann wirst du dir recht schnell einer solchen Leiste besorgen. Das Problem sind die Schalter am Winkelschleifer unter dem sich manchmal (je nach Schalter) Späne setzen können. Diese verhindern dann dass du das Gerät ausschalten kannst! Daher, wenn es passieren sollte kannst du es dann an der Steckdosenleiste einfach ausschalten anstatt den Stecker ziehen zu müssen. Dann erst ziehst du den Netzstecker aus der Steckdosenleiste und befreist dann den Geräteschalter von Späne ehe du es wieder einsteckst.

Das nächste Problem welches auch von den Spänen verursacht wird ist, dass diese die Lüftungsschlitze am Geräte zusetzen. Teilweise gelangen diese ins Gehäuse und werden am Ausgang wieder herauskommen. Das Schlimme an dieser Sache ist, dass wenn du es nicht bemerkst der Motor überhitzen kann. Es macht also schon Sinn öfter nach zu sehen und die Schlitze bei Bedarf zu befreien und, ein Ersatzgerät parat zu halten wäre auch keine schlechte Idee. Es ist allerdings nicht so das wir bei diese Arbeit stets Angst haben müssen das der Winkelschleifer jeden Moment seinen Geist aufgeben wird. Der Normalfall wäre, dass das Gerät durchaus viele Instrumente packen wird aber irgendwann wird er dann doch dahin scheiden. Einige Geräte sind da empfindlicher als andere denn es hängt davon ab wie sie konstruiert sind.

13 6b. Innenraumgestaltung

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Halber Mundstück
1/3 Halber Mundstück
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So, nun können wir uns ans Werk machen.


Als erstes muss das Werkstück sehr gut arretiert werden. Wenn es während der Arbeit mit der Scheibe abrutschen würde könnte das katastrophale Folgen haben also sei dir absolut sicher dass es gut hält.

Ich beginne immer am Mundstückende und forme diese so präzise wie möglich. Das Mundstück ist eminent wichtig für das Spielen und daher sollte hier ganz besonders sorgfältig vorgegangen werden. Wenn du dich nicht traust mit der Scheibe bis an der Markierung zu gehen dann lasse lieber etwas stehen und bearbeite den Rest mit einem Hohlbeitel.

Alsbald das Mundstück soweit fertig ist kannst du dich daran machen alles andere heraus zu holen. Am dünneren Ende ist es nicht sehr schwer zu beurteilen wie tief man eintauchen muss wobei die Form natürlich halbrund sein sollte. Je weiter du fortschreitest desto schwieriger gestaltet es sich und wenn man nicht aufpasst kann es passieren dass du durch die Außenwand fährst. Den besten Tipp den ich dir hier anbieten kann wäre, immer wieder mit den Fingern fühlen. Deine Finger werden dir sehr gut Auskunft geben können wie tief du bist und ob du noch weiter musst oder nicht. Solltest du doch irgendwo „Durchhauen“ sorge dich nicht. Das kann auch mit Spachtelmasse oder ähnliches Repariert werden und der Rohling so gerettet werden.

Nachdem beide Hälften ausgehöhlt wurden solltest du als nächstes alle losen Fasern entfernen denn diese sind dem Klang abträglich da sie vibrieren werden. Dies geht am einfachsten mit feinem (Korn 240) Schleifpapier. Alternativ kann man sie auch mit einem Brenner abflammen. Beim Abflammen solltest du aber wirklich nur kurz über die Flächen fahren und das Holz nicht verbrennen.

Als Alternative zur Woodcarverscheibe kann auch ein Hohlbeitel verwendet werden. Es braucht nur viel Zeit aber das Ergebnis ist am Ende die gleiche.

Was sich nicht bewährt hat sind Dinge wie Kreis- oder Kettensägen und Fräser aller Art.

14 7. Die Hochzeit

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Kanten leicht brechen.
1/2 Kanten leicht brechen.
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Du bist jetzt fast am heutigen Ziel angekommen denn, alsbald die beiden Hälften verleimt wurden hast du für heute Feierabend 


Es gibt noch zwei Kleinigkeiten zur Vorbereitung die du erledigen musst. Als erstes nimmst du einen Schleifklotz mit Schleifpapier Korn 120 oder 240 und brichst die Innenkannten ganz leicht wie im Bild unten dargestellt. Das ist erforderlich um sicher zu stellen das sich keine Fasern aus der Kante hervortun können.

Jetzt nimmst du eine Feingezahnte Säge zur Hand und streichst fest mit den Zähnen entlang der Klebeflächen wie im Bild unten dargestellt. Auf dieser Weise vergrößerst du die zu verleimende Klebefläche.

Zuletzt, schaue dir die Flächen sehr genau an. Stelle sicher das sich nirgendwo Schmutz, Späne oder dergleichen vorhanden sind die verhindern könnten dass die Flächen plan aufeinander liegen. Etwaige Späne und Staub welches auf der Werkbank liegt solltest du vor dem Leimauftrag entfernen. Es wäre durchaus denkbar, dass beim Hantieren ein Span (der für ein Luftspalt ausreicht) doch noch sein Weg auf die Leimfläche findet und wenn du es nicht bemerkst sind Probleme vorprogrammiert.


15 7a. Die Hochzeit

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Innenraumschutz.
1/2 Innenraumschutz.
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Versiegeln der Innenflächen ist jetzt erforderlich. Das Versiegeln verfolgt gleich zwei Ziele. Zum einen wird die Innenfläche des Instruments gegen Feuchtigkeit geschützt und zum anderen wird der Klang klarer.


Ich verwende hierzu Schnellschleifgrund von der Firma Clou. Ein großer Vorteil liegt in der schnellen Trocknungszeit allerdings will ich nicht unerwähnt lassen dass das Mittel nicht wirklich den Blauen Umweltengel erhalten würde. Gute Lüftung oder gar draußen zu arbeiten sind jetzt von Nöten. In meiner Werkstatt öffne ich die Tür und Fenster. Ins Fenster stelle ich dann ein Ventilator der die Dämpfe gleich nach draußen befördert. Wenn es draußen nicht zu kalt ist verlagere ich diesen Teil auch dorthin.

Die erste Schicht trocknet am schnellsten und ich warte meist nur etwa 15 Minuten ehe ich die zweite Schicht aufbringe. Es ist nicht erforderlich ein Zwischenschliff aus zu führen. Trage das Mittel ruhig schön satt auf allerdings nicht so satt das es läuft und Pfützen bildet. Die zweite Schicht braucht etwas Länger (ca. 30 Minuten) bis es soweit ist das die nächste aufgebracht werden kann. Bei diesem Instrument habe ich drei Schichten aufgebracht. Achte darauf dass nichts davon auf die Klebefläche kommt. Bei sehr weichen Hölzer werden durchaus bis zu fünf schichten aufgebracht.

Jetzt wollen wir die Teile miteinander verbinden.

Am besten sicherst du eines der Hälften sodass sich diese nicht bewegen kann. Das hilft beim Auftragen des Leims und auch beim aufeinander legen der Teile. Als Trockenübung lege jetzt die zweite Hälfte auf das erste und richte diese aus. So kannst du sehen wie gut (oder schlecht) die Teile zusammenpassen und eventuelle Problemzonen erkennen.

Lege alles was du jetzt benötigst (Leimflasche und Tesafilm) in greifbarer Nähe. Wenn du das noch nie gemacht hast kann es sich empfehlen eine zweite Person dabei zu haben. So nimmt jeder ein Ende.

Trage Sorge dafür das du in den nächsten 15 bis 20 Minuten durch nichts und niemand gestört werden kannst, falls erforderlich gehe jetzt auf die Toilette denn, alsbald der Leim aufgetragen wurde gibt es kein Zurück mehr und die Arbeit muss zügig und gut durchgeführt werden.

Trage den Leim mittig auf die Leimflächen der festgestellte Hälft auf.

16 7b. Die Hochzeit

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Arrest
1/2 Arrest
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Achte besonders darauf dass die Enden ihre gute „Dosis“ erhalten. Es ist nicht erforderlich den Leim auf der Fläche zu verteilen. Den Leim solltest du relativ zügig auftragen denn, er wird zu laufen beginnen kurz nachdem er aufgebracht wurde.


Nun kannst du die zweite Hälfte vorsichtig auflegen. Versuche gleich von Anbeginn an die Teile so genau wie möglich auf einander zu legen. Das verhindert das du die Teile hin und her schieben musst wobei etwas Leim heraus gedrückt werden könnte.
Alsbald beide Hälften zu deiner Zufriedenheit aufeinander liegen nimmst du dein Tesafilm in die Hand und wickelst es jeweils um die beiden Enden um die hälften zu fixieren.

Das Tesafilm musst du sehr stramm ziehen (ohne dass es reißt) und ca. 5 bis 8 Mal herum wickeln. Diesen Prozess wiederholst du nun etwa alle 10 cm. Je mehr Umwicklungen desto mehr Leim wird aus der Fuge quellen. Das ist auch gut denn so kannst du erkennen dass die Flächen gut aufeinander liegen. Den heraus quellenden Leim wirst du unweigerlich auf deine Hände bekommen. Zum Glück lässt es sich relativ leicht abwaschen bzw. abpellen. Störe dich bitte nicht daran das du etwas Leim (manchmal auch mehr) auf deine Hände bekommst. Viel wichtiger ist, dass die Fugen vernünftig unter Druck geraten.

Tesafilm hat sich bei mir seit Jahren bewährt. Es ist nicht teuer und erfüllt sehr zuverlässig seine Funktion. Alternativ könntest du auch Schlauchschellen aus Metall verwenden. Das habe ich eine Zeitlang auch gemacht. Angezogen habe sie (weil es schnell gehen muss) mit einem Akkuschrauber. Die Schlauchschellen erwiesen sich am Ende jedoch als nicht wirklich optimal. Zum einen sind sie relativ teuer, sie verursachen unerwünschte Abdrücke am Rohling und sie leiern recht schnell aus. Schraubzwingen sind auch denkbar wobei man da sehr aufpassen muss das nicht zu viel Druck aufgebaut wird denn, dass kann schnell dazu führen das eine Verformung auftritt und die Leimflächen nicht mehr plan aufeinander liegen.

Wenn dein Rohling jetzt so aussieht wie das im Bild oben dann hast du für heute gewonnen und kannst dich auf dein wohl verdienter Feierabend freuen. Wenn du ein kleines Erfolgserlebnis haben möchtest (mache ich immer) dann kannst du auch bereits jetzt die erste kleine Klangprobe durchführen. Achte jedoch darauf das daraus keine ausgedehnte Session wird denn, dass Instrument ist frisch verleimt und die Atemfeuchtigkeit sollte den Abbindeprozess nicht stören. Wundere dich aber nicht wenn das Instrument nicht den Klang hat den du womöglich erwartet hast. Das kann es auch noch nicht denn es wird durch das Tesafilm am Schwingen gehindert.

Werkstatt aufräumen, Hände waschen, Duschen und ab aufs Sofa 

17 8. Feinschliff

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Fürs Grobe.
1/3 Fürs Grobe.
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ACHTUNG: Persönliche Schutzausrüstung erforderlich: Augenschutz, Gehörschutz, Handschuhe, Atemschutz.


Heute erhält das Instrument sein Feinschliff und wird bis auf eine Oberflächenbehandlung fertiggestellt.

Vorausgesetzt der Leim ist getrocknet entfernst du jetzt das Tesafilm. Anschließend wird das Instrument komplett übergeschliffen. Ich beginne diesen Vorgang immer mit dem Winkelschleifer und Schleifteller. Als Schleifmittel kommt bei mir Korn 120 zum Einsatz aber das bleibt dir überlassen. Mit dem Winkelschleifer wirst du natürlich keine Perfekte Oberfläche erzielen aber es ist eine gute Vorstufe für den anschließenden Schleifgang mit dem Exzenterschleifer. Bringe das Instrument so gut in Form wie du magst bzw. kannst.

Anschließend geht es dann mit dem Exzenterschleifer weiter. Hier verwende ich als erstes Korn 80 gefolgt von Korn 120 und eventuell gefolgt von Korn 240. Die Hauptaufgabe des Exzenterschleifers ist es, alle noch verbliebene Unebenheiten usw. zu entfernen. Es können durchaus mehrere Durchgänge erforderlich sein bis du alle „Macken“ gefunden und entfernt hast.

Alsbald du mit der Arbeit mit dem Exzenterschleifer beginnen willst empfehle ich dir eine alte Decke oder ähnliches unter das Instrument zu legen wie im Bild oben zu sehen, denn du willst alle „Macken“ heraus arbeiten und nicht neue einbringen. Ab jetzt solltest du ohnehin sehr vorsichtig zu Werke gehen insbesondere wenn du das Instrument umdrehst oder sonst bewegst. Besonders weiche Hölzer bekommen schnell „Macken“ wenn man damit nicht sorgsam umgeht.

18 8a. Feinschliff

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Wie ein Käfer. Läuft und Läuft und Läuft.
1/7 Wie ein Käfer. Läuft und Läuft und Läuft.
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Als nächstes kommt das Begradigen der beiden Enden. Hierfür setze ich mein Bandschleifer ein.


Das Schleifband ist Korn 80 aber 100 oder 120 geht auch. Ich lassen das Instrument auf der Decke liegen und nehme den Bandschleifer in einer Hand. Ich führe diese dann an das Ende heran und trage nur so viel Material ab wie erforderlich.

Sind beide Enden erfolgreich behandelt worden geht es mit der Innengestaltung des Mundstücks weiter.

Mit eine Minibohrmaschine und eine Schleifwalze arbeite ich die endgültige Form des Mundstücks heraus. Entscheidend hier ist, dass nicht zu viel Material abgetragen wird. Sollte der Kreis noch sichtbar sein dient dieser als Orientierung. Sollte diese fehlen kannst du eine kleine Schablone aus Pappe darauf legen und den Kreis erneut zeichnen.

Wenn wie im rechen Bild rechts eine kleine Stufe entsteht ist diese nicht weiter wichtig. Das Mundstück sollte nicht zu groß ausfallen (optimal wären 28 bis 30 mm) und weitestgehend eine Runde Form aufweisen. Eine leichte Ovale Form (28x30) wäre auch akzeptabel.

Die äußere Form des Mundstücks ist als nächstes dran. Ich zeige hier die gebräuchlichste Form und dessen Herstellung ist mittels Bandschleifer relativ einfach.

Es ist dabei wichtig eine kleine Planfläche von 3 bis 5 mm zu haben. Diese dient als Dichtfläche für deine Lippen während du spielst.

Die Innenkannte des Mundstücks wird nur leicht gebrochen bzw. abgerundet. Die Innenkannte sollte so scharf bleiben wie es geht allerdings nicht auf Kosten des Komforts denn deine Lippen sind recht empfindlich und wenn es zu scharf ist wird das nach einer Zeit Schmerzen verursachen. Führe also das Mundstück immer wieder an deine Lippen heran damit du spuren kannst ob es sich gut anfühlt. Wenn du damit fertig bist muss das gesamte Mundstück (innen und außen) so glatt geschliffen werden wie es geht. Wenn du zufrieden bist wird das Mundstück mit Schnellschleifgrund drei Mal behandelt.

19 8b. Feinschliff

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Mundstück
1/2 Mundstück
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Alternativen für Mundstück:


- Sofern eine Drechselbank vorhanden ist kannst du auch ein Mundstück drechseln und diese dann auf das Mundstückende kleben. Anschließend mittels Schleifen an dem Instrument angepasst. Vor allem wenn du hier eine andere Holzart verwendest ist diese Möglichkeit durchaus reizvoll. Bedenke jedoch, dass unterschiedliche Hölzer auch unterschiedliches Schwindverhalten haben.

- Du kannst das Mundstückende plan belassen und ein Mundstück aus Bienenwachs daran formen. Gern wird hierfür auch Karnaubawachs verwendet weil dieser Härter ist als Bienenwachs. Anleitungen und Materialien hierfür findest du im Internet.

- Es gibt auch fertige Mundstücke welche du im Internet kaufen kannst.

Um heraus zu finden ob es wirklich gut für dich ist wäre jetzt eine ausgedehnte Spiel-Session angesagt. Wenn du zufrieden bist kann es dann mit der Oberflächenbehandlung weitergehen andernfalls kannst du dein Mundstück noch bearbeiten bis es dir gefällt.

Gerade das Thema Mundstück ist in der Didgeridoo-Szene ein heiß diskutiertes Thema. Je nachdem wem du fragst kann es durchaus sein das du unterschiedlichen Meinungen zu hören bekommen wirst. Hier gilt, wenn es sich für dich richtig anfühlt und du damit gut spielen kannst dann ist es auch richtig.

20 9. Oberflächenbehandlung

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Das Ding links ist gut zum Aufhängen
1/3 Das Ding links ist gut zum Aufhängen
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Grundsätzlich sind deiner Fantasie hier kaum Grenzen gesetzt und du kannst machen was dir gefällt. So kommen z.B.: Klarlackieren, Polieren, Bemalen, Brandmalerei und vieles Mehr in Frage.

Gleich was du vor hast empfehle ich die rohe Holzoberflächen vorher zu wässern. Nehme ein nasser Lappen und tränke alle Außenflächen damit. Lasse das Wasser kurz einwirken und wische es dann wieder ab. Lasse es anschließend gut abtrocknen. Alsbald die Flächen feucht werden wirst du bemerken das sie schlagartig rau werden. Dies liegt daran das jetzt alle losen Faser hoch kommen. Nachdem es wieder trocken ist kommt der finale Schliff. Diese führe ich stets von Hand aus denn ich kenne keine Maschine die es so gut kann wie meine Hände. Die Körnung wäre bei mir Korn 240. Es können auch andere Körnungen in Frage kommen doch das hängt davon ab was du anschließend damit tun willst. Wenn es mit Klarlack überzogen werden soll so genügt Korn 240 oder gar 120 vollkommen. Willst du es aber z.B. polieren dann wirst du sehr viel feiner werden müssen.


Zum Lackieren eignet sich ein Haken in der Decke an dem du dein Instrument aufhängen kannst.

Zum Aufhängen ist das links im Bild oben zu sehende kleine Hilfsmittel hervorragend geeignet. Der Faden wird vom Bell-End her durch das Instrument geführt und am anderen Ende wird das Instrument dann aufgehängt.

Eine Anmerkung bezüglich Lack und Co. Wenn du vor hast dein Instrument jetzt mit z.B. Klarlack zu behandeln bedenke bitte, dass das Holz über das nächste ca. 1 Jahr etwas schrumpfen könnte. Das wird dazu führen das entlang der Klebenaht eine kleine Wulst aus Klebstoff herausragen wird. Das liegt daran dass das Holz schrumpft der Klebstoff jedoch nicht. Das ist auch der Grund weshalb ich meine Instrumente erst als Fertig betrachte wenn dieser Vorgang komplett abgeschlossen ist. In solchen Fällen kannst du entweder das komplette Instrument erneut schleifen oder dich darauf beschränken nur den überstehenden Klebstoff z.B. mit ein scharfes Messer sorgfältig zu entfernen.

Wenn alles gut verlaufen ist dann darf ich dich jetzt zu dein erstes selbst hergestelltes Blasinstrument gratulieren  Sollten die Dinge nicht ganz so verlaufen sein wie gedacht dann tut mir das zwar sehr Leid aber auch das gehört dazu. Auch ich weiß oftmals nicht ob das Instrument den ich herstelle am Ende auch ein gutes wird. Ich habe im Lauf der Zeit schon einige dem Feuer übergeben weil sie meinen Ansprüchen nicht gerecht wurden. Gerade am Anfang wenn man noch nicht so genau weiß wie es geht, man etwas unsicher im Umgang mit den Werkzeugen kann das passieren.

21 10. Spielen

Such dir eines aus und spiele einfach drauf los
1/1 Such dir eines aus und spiele einfach drauf los

Du hast einiges an Zeit und Energie in der Herstellung deines Instruments investiert und nun stellst du dir womöglich die Frage, wie spielt man denn dieses Ding?


Um es kurz zu machen:

Es bedarf weniger Luft als das was man benötigt um eine Kerze zum erloschen zu bringen! Es ist keine Trompete also gibt nicht alles was du hast denn das wird garantiert nicht zum guten Ton führen. Lasse deine Lippen locker und blase gerade so viel Luft zwischen die Lippen das diese zu „Flattern“ beginnen. Jetzt nimmst du dein Instrument und versuchst das am Mundstück zu wiederholen. Presse das Mundstück nur so stark an dein Mund das es rundum abdichtet aber bitte nicht so stark das es dir schmerzen bereitet. Es mag einige Versuche bedürfen doch der sogenannte Grundton wird nicht sehr lange auf sich warten lassen. Wenn es dir gelungen ist ein Ton zu erzeugen dann übe diesen weiter und weiter bis du eine gewisse Stabilität erreichst. Von da an kannst du versuchen mal mehr und mal weniger stark zu blasen.
Ein Mythus möchte ich an dieser Stelle von vorn herein wiedersprechen. Vielfach wird behauptet, dass man Didgeridoo nur dann spielen kann wenn man die sogenannte „Zirkuläratmung“ beherrscht. Das ist falsch! Wäre dem so dann würde vermutlich niemand spielen denn niemand beherrscht von Anfang an diese Atemtechnik. Dass kommt zu einem späteren Zeitpunkt! Die Zirkuläratmung ist eine Technik welches uns erlaubt einen endlosen Ton zu produzieren.

Wenn in deiner Nähe eine VHS sein sollte dann schau dort mal vorbei denn es kann gut sein das Kurse angeboten werden. Auch kannst du in deiner Umgebung schauen ob es womöglich eine Spielgruppe gibt dem du dich anschließen kannst. Vielleicht gibt es irgendwo in deiner Nähe ein Workshop den du besuchen könntest.
Bei YouTube kannst du sehr viele Lehrfilme finden die dir sehr gut erklären wie man spielt. Was aber keinen Sinn macht wäre, ins nächst gelegene Musikgeschäft zu gehen und nach Noten für diese Instrumente zu fragen. Es gibt keine! Gerade das ist das Schöne daran, es gibt faktisch keine Noten für diese Instrumente. Jeder tut genau das was er will bzw. kann. Es gibt nicht richtig oder falsch es gibt nur Spaßhaben.

22 11. Pflege

Pflege tut gelegentlich gut.
1/1 Pflege tut gelegentlich gut.

Wie bei allen Musikinstrumenten gehört auch hier eine kleine Portion Pflege dazu. Äußerlich beschränkt es sich darauf eventuell etwas Möbelpolitur an zu wenden oder einfach mal mit einem feuchten Lappen darüber zu gehen. Der Innenraum und vor allem das Mundstück sollten je nach Spielhäufigkeit ab und an (einmal im Jahr) mit einer milden Seifenlösung gereinigt werden.


Während du spielst schlägt sich die Atemfeuchtigkeit an den Innenwänden nieder. Wenn du länger spielst kann dieses Kondensat (es ist Wasser und keine Spuke) durchaus unten herauslaufen. Viele Instrumente klingen erst richtig gut wenn ihre Innenwände feucht geworden sind. Wenn du mit dem Spielen fertig bist solltest du das Instrument so aufbewahren (am besten Waagerecht) das Luft hindurch kann. Auf diese Weise kann es trocknen. Hüte dich bitte davor es einfach in einer Ecke zu stellen. Wenn es nicht trocknen kann so kann es unter Umständen zu Schimmelbildung kommen.

23 12. Reparaturen

Ach du meine Güte, ein Loch.
1/1 Ach du meine Güte, ein Loch.

Im Lauf der Zeit kann eine Reparatur erforderlich werden. Zwei der häufigsten Schäden sind Rissbildung und geschrumpfte Äste. Beides führt dazu, dass Nebenluft gezogen wird was wiederum dazu führt das man keinen Ton produzieren kann.


In beiden Fällen können diese mit denkbar einfachen Mitteln behandelt werden. Das bekannteste ist Bienenwachs welches leicht erwärmt (z.B. mit einem Haartrockner) wird und dann in den Riss oder Loch von Hand gepresst wird. Dies wird häufig als Notlösung durchgeführt wenn man unbedingt spielen muss und keine Zeit für eine andere Lösung hat. Zur Not kann man auch einfach ein Stück Klebeband darüber kleben denn, es geht lediglich darum dass das Instrument keine Nebenluft ziehen kann.

Ausführlichere Reparaturen können ausgeführt werden wenn Zeit und Mittel vorhanden sind. So kommen z.B. Mischungen aus Holzstaub und Holzleim zum Einsatz. Es können auch diverse Spachtelmassen verwendet werden. Bei kleinen Schäden kann es oftmals ausreichen wenn man einfach etwas Holzleim oder gar Sekundenklebstoff in die „Wunde“ gibt.

Wie Anfangs erwähnt, stehe ich mit Rat zur Verfügung solltest du Fragen haben. Ich bitte lediglich darum dass du dich etwas geduldest sollte ich nicht sofort auf deine Frage reagieren.
Ich verabschiede mich jetzt und wünsche viel Freude am Tun und Spaß beim Spielen.

24 Noch was

Kleine Auswahl.
1/1 Kleine Auswahl.

Wer diese Anleitung als PDF erhalten möchte so sende mit bitte eine PN mit deiner E-Mailadresse. Im Betreff bitte "Didgeridoobauanleitung angeben.

58 Kommentare

zu „Didgeridoobau. Blasinstrument aus Holz“

Wahnsinn!
Mal was ganz anderes hier!
Eine tolle Beschreibung, für dieses Projekt sind 5 Daumen eigentlich zu wenig!

DANKE!
2016-01-31 16:45:37

Der Wahnsinn!! Echt knorke, was Du Dir für eine Arbeit mit der Anleitung gemacht hast! Dafür hagelt es direkt 5 DidgeriDaumen und ne Stimme hinterher..... Ich kanns kaum erwarten wieder eine Werkstatt und Zeit zu haben....
2016-01-31 17:37:06

Wer sowas bauen kann, der benötigt in der Einleitung keine Erklärung, dass man so ein Instrument auch anders bauen kann!

Absolut imposant, sowohl die Anleitung, als auch das Wissen! Von mir fünf Kängeruhs und meine Didgeeridoo-Stimme!

Wenn Du jetzt noch eine musikalische Kostprobe hinzufügst... ;o)
2016-01-31 17:40:31

Ein sehr umfangreich beschriebenes Projekt, welches ich mir zugegebenermassen nicht zur Gänze angeschaut habe. Warum? Ich mag keine Didgeridoos, ich finde den "Klang" dieser Instrumente ganz fürchterlich. Das möge man mir bitte nachsehen.
Aber George1959 hat hier sehr viel Liebe, Erfahrung und Wissen präsentiert und mit dem Resultat das Spektrum an Heimwerkerprojekten deutlich erweitert. Und das will ich gerne mit 5 Daumen honorieren. Nicht zuletzt, weil die Art der Holzbearbeitung sicher auch für andere Projekte einen gewissen Lehrcharakter haben kann.
2016-01-31 17:45:36

Eine Tolle Leistung 5d
2016-01-31 17:49:47

Einfach toll, wann spielst du uns was vor
2016-01-31 17:58:50

Hammerprojekt
2016-01-31 18:14:50

Ist schon eine tolle Sache, gut dokumentiert. 5 Daumen
2016-01-31 18:21:08

Klasse Teil kannst bei uns auf dem Dorffest zur Einweihungs des neuen Feuerwehrfahrzeuges spielen kommen. 5D
2016-01-31 18:23:06

Ich bin sprachlos, und finde es hammergei-l, das du dieses Projekt hier eingestellt hast. Die Beschreibung ist absolut klasse, die Vorgehensweise ist sehr interssant. Das einzige was hier noch fehlt, wäre das i-Tüpfelchen. Ein kleines Video wie das klingt. Den Klang einen Original Didgeridoos kenne ich, könnte mir aber vorstellen, das deine ganz anderst klingen, wegen unterschiedlichem Holz
2016-01-31 18:51:56

Eine wirklich sehr ausführliche Beschreibung, die nichts offen lässt.
2016-01-31 19:25:54

Also das ist mal ein Hammerprojekt, sowohl vom Bau als auch von der Beschreibung. Wenn da einer weniger als 5 Daumen vergibt, sollte er sich mal ernsthaft hinterfragen. Du hast die Bauanleitung so umfassend und genau geschrieben, dass man gleich Lust zum Nachbauen bekommt. Von mir alle möglichen Daumen und meine Stimme. Danke auch fürs Zeigen.
2016-01-31 19:36:35

Nur ein Wort..... HAMMER..... was soll ich sonst schreiben... Lücke...
2016-01-31 19:37:23

Hammer.....................Hammer
2016-01-31 19:55:30

GNz herzlichen Dank, dass Du Dein Hobby, Dein Wissen und auch Deine ganze Lersönlichkeit mit uns teilst. Du bist ein sehr wissender Heimwerker und ein ausgezeichneter Instrumentenbauer. Ich freue mich oft, dass Du unser Forum bereicherst. Und mit diesem Projekt hast Du uns endlich den heiß ersehnten Einblick in Dein Hobby mit den Didgeridoos gegeben. Nochmals Danke. 5 Daumen und meien Meisterstimme sind viel zu wenig ... Deshalb nochmals ein Dankeschön an Dich!
2016-01-31 21:58:40

Du hast ja schon mehrmals durchblicken lassen, dass Du so ein ungewöhnliches Hobby hast und ich war sehr gespannt, auf das versprochene Projekt und die Beschreibung.
Und jetzt bin ich beeindruckt, vom Ergebnis und auch von Deiner vorbildlichen Beschreibung.
Noch ein Video vom Didgeridoo in Aktion wäre toll.
Trotzdem 5D plus Stimme
2016-01-31 22:35:46

Ja, vielen Dank für deine Anleitung. Da hört man einfach nicht mehr auf, zu lesen .
Man kann spüren, dass dir dieses Hobby eine Freude ist . Nicht viele Musiker können behaupten, dass sie ihr Instrument von A bis Z auch selbst gebaut haben ...
Fünf dicke Daumen von mir dafür !
2016-01-31 22:56:18

Einfach ..... boh, mir fehlen wirklich die Worte. Genial. Danke
2016-01-31 23:19:02

Wahnsinn, jetzt weiß man auch warum die Australier das von Termiten machen lassen. Kommen hier vergleichbare Töne wie bei einem Orginal heraus oder merkt man einen Unterschied?
2016-02-01 05:28:19

einfach toll
2016-02-01 07:38:10

Es ist doch Wahnsinn was man alles aus Holz herstellen kann. Sieht einfach klasse aus und tolle Beschreibung.
2016-02-01 08:45:57

eine tolle Leistung, tolle Beschreibung
2016-02-01 09:10:24

Sehr schön erklärt und ein tolles Projekt
2016-02-01 09:20:06

Ein super Projekt
klasse beschrieben
5D von mir
2016-02-01 10:43:54

Es geht nicht anders,5D mehr darf ich nicht geben
2016-02-01 10:58:58

Das ist ein ganz faszinierendes Instrument, der Bau scheint sehr kompliziert zu sein, Du hast eine tolle Bauanleitung geliefert - nur eines ist schade, Du konntest der Anleitung keine Ton-Datei hinzufügen, ich hätte Dein Instrument zu gerne mal gehört........
5 Daumen und eine Stimme von mir
2016-02-01 14:34:55

Voll der Hammer! Vor allem deine sehr ausführliche Beschreibung! Da krieg ich direkt lust mir auch eins zu bauen!
2016-02-01 16:39:16

Respekt, tolles Projekt und tolle Anleitung
Da bekommt man lust ein Didgeridoo nachzubauen
5 Daumen oben
2016-02-01 18:01:11

Ein topp-Projekt!
Aber es gibt da einen Punkt, an dem ich mal nachhaken möchte:
In Arbeitsschritt 4-3a-Außenform empfiehlst Du ausnahmsweise aufgrund der besseren Handhabung auf die Schutzhaube zu verzichten.
Wäre ein Handschutz hier nicht sinnvoll einsetzbar?
Damit meine ich z.B. sowas: http://www.bosch-pt.com/de/de/accocs/zubehoer /2477169/handschutz-fuer-winkelschleifer/
2016-02-01 18:39:40

Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich die bisher nicht kannte. Ich greife die Idee aber sehr gern auf znd bedanke mich herzlich für den Hinweis.
2016-02-01 18:59:46

Respekt, George, Respekt. 5D.
2016-02-01 19:53:56

@ Alle,

mit so viel positive Resonanz hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Wie ich soeben erfahren habe wurde mein Projekt zum Projekt des Monats gekürt und dafür möchte ich mich bei euch allen herzlichst bedanken. Es freut mich sehr zu erfahren das ich euch offenbar eine Freude habe machen können und wenn der ein oder anderer sich entschließt mein Tun nach zu ahmen so würde es mit Glücklich machen deren Ergebnisse zu sehen oder von ihnen zu hören.
2016-02-02 07:36:08

Da ziehe ich mal den Hut......
Super Projekt und wie ich finde toll beschrieben..
dafür 5 Töne
2016-02-02 12:18:33

Einfach nur WOW!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
2016-02-02 21:19:07

Ein definitiv verdientes Projekt des Monats... ich bin begeistert... 5 D
2016-02-03 20:48:45

baff - bin sprachlos
2016-02-04 12:05:59

Klasse Arbeit, mit sehr viel Liebe zum Detail.
2016-02-04 14:22:40

Super Projekt, super Beschreibung, super sprachlos
2016-02-04 16:20:51

Das ist ja der Oberknaller Hammerarbeit bin Sprachlos.
2016-02-04 19:54:34

Ich gratuliere zum Projekt des Monats, das war verdient
2016-02-04 23:58:10

mir geht es auch so, sprachlos
2016-02-05 15:16:02

einmal ganz etwas anderes. topprojekt und -beschreibung!

da ich ja meinen dekupiersägen-alphornbau aufgegeben habe wäre das ev. eine möglichkeit doch noch ein instrument zu bauen
2016-02-15 23:37:38

@Holzopa,

"Dekupiersägen-Alphornbau" klingt auch sehr interessant. Der Sprung von einem Alphorn zum Didgeridoo ist nicht sehr groß. Wenn man das Mundstück von dem Alphorn nicht darauf steckt ist es auch ein Didgeridoo ;-)
2016-02-16 07:34:03

Wow das nenn ich mal eine Anleitung! Da wurde an alles gedacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Deine Instrumente gefallen mir sehr gut.
2016-03-01 19:32:33

Meine Bewunderung und 5 Daumen sind dir gewiss. 1a Beschreibung der erforderlichen Arbeitsschritte und super Anmerkungen warum und wieso. Mit deiner Beschreibung an Hand hätte ich keine Bedenken mich an dieses Projekt heran zu wagen. Absolut to und hervorragendes Anschauungsobjekt wie man eine Projektbeschreibung aufbaut.
2016-03-25 18:16:35

Ich verneige mich vor einem großem Holzkünstler!
Wie das Langloch in diese Instrumente kommt hab ich mich immer schon gefragt. Dabei ist die Lösung einfach genial. Die Beschreibung hier ist so anschaulich, dass es mich reizt selbst einmal so etwas zu bauen.
2016-03-26 09:11:34

Hallo George, ich habe mir das Projekt bisher nicht angesehen, weil ich eigentlich nicht vor hatte, Musikinstrumente zu bauen. Über das Forum und die Diskussion zu den Winkelschleifern bin ich dann doch neugierig geworden. Ich muss sagen, dank deiner Beschreibung bis ins feinste Detail, habe ich meine Meinung geändert!
Das ist TOP!!!!!
2016-03-27 08:23:08

@ joe171264, lieben Dank für deine sehr freundliche Worte

@ Waldviertler, Ja, es ist in der Tat eine Kunst und es braucht viele Jahre der Übung bis man es richtig beherrscht aber verneigen muss sich da (hoffentlich) niemand. Dieses Projekt soll jene unterstützen die damit beginnen wolle also, lasse dich ruhig von dem "reiz" leiten ;-)

@ vitalman, auch dir ein herzliches Dankeschön für deine freundlichen Worte.
2016-03-29 07:26:33

ist ja ja mal was richtig Außergewöhnliches, Klasse gemacht
2016-04-27 16:04:46

Ja das ist wie die vielen Vorgänger schon erwähnt haben der absolute Hammer.
Diese Beschreibung ist der Oberhammer!!!!!!!!!!!
5 Punkte ist eigntlich zu wenig
2016-05-17 15:13:54

Ich habe mir das nochmals angesehen, einfach toll.
2016-06-02 13:13:05

ganz tolles Projekt
2016-07-05 10:15:58

Georg, das ist der Hammer. Bin Sprachlos.
2016-09-07 13:30:39

Ich glaube wenn Du vor dem Uluṟu sitzt und das Didgeeridoo spielst,fangen die Vorfahren der Aborigines aus der Traumzeit zu tanzen an.5 Regenbogen Schlangen von mir
2016-09-10 10:28:01

Wahnsinn! Hochprofessionell! Höchste Anerkennung und 5 Respekt-Credits von mir!
2016-09-29 10:04:41

meine vollste Bewunderung
2016-11-26 19:23:53

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