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Brunnen selber bauen

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Brunnen selber bauen Bauanleitung Selber machen
von danielduesentrieb
15.03.10 12:00
  • Mehr als 4 TageSchwer
  • Mehr als 4 TageMehr als 4 Tage
  • 450450,00 €











Wer hat nicht schon sehnsüchtig auf Regen gewartet, wenn der Nachbar frisch und


frei seinen Rasen sprengt.







Mir ging es ähnlich. In Kürze werden wir an ein zentrales Abwassernetz


angeschlossen. Da würde für das Gießen noch Abwassergebühr zahlen.







Einige Nachbarn habe sich für erheblich viel Geld Brunnen bohren lassen.







Ich war der Meinung es selber zu können.






  1. Voraussetzung ist eine Anzeige bei der Stadt, dass man so ein


    Projekt beginnt. Sicher unterschiedlich von Stadt zu Stadt.
  2. Die genauen Daten über die Bodenbeschaffenheit erkunden, wer selber


    das Haus baute, kennt sich schon aus. Bei den Nachbarn habe ich


    geschnüffelt und ein annäherndes Profil des Boden erarbeitet.
  3. Unser Boden beginnt mit einer kargen Schicht Muttererde, dieser


    folgen etwa 6 - 8 m Lehm, Ton übelster Sorte. Dann bei 8 m beginnt eine


    grausame Kiessandschicht, durchsetzt von Wackersteinen.
  4. Bei etwa 9 m beginnt Sand und die Wasserader.
  5. Das I. Werkzeug war eine Wünschelrute und ein Erdbohrer mit 175 mm


    Ø. Dazu passendes Gestänge in Form von Meterstücken aus 40 mm Vierkantrohren.


    Einen Dreher, etwa 90 cm lang.
  6. Mit der Wünschelrute habe ich nach einer Wasser führenden Stelle


    gesucht. Wasser war sicher, aber nach dem die I. 2 m gebohrt waren, ein Wackerstein.


    Das Spielchen habe ich noch 2-mal gemacht. dann endlich freie Fahrt.
  7. Auf den Bilder ist zu erkennen, dass ich eine elektrische. Seilwinde


    zum Heben des Bohrgestänge anbrachte, es kostet zwar mehr Zeit, aber spart


    viel Kraft.
  8. Die Lehmschicht schnitten wir in 2 Stunden etwa 34 - 50 cm tiefer.


    Manchmal auch weniger. Die Konstruktion der Bohrkrone hilft auch so


    manchen Wackerstein zu heben.
  9. Als wir in die Kiessandschicht kamen, lief der Bohrer mit dem


    inzwischen 10 m langen, doch flexiblen Gestänge seitlich in etwa 9 m Tiefe


    weg. Mit einer Videokamera konnten wir uns von der Schieflage überzeugen.


    Wir füllten das Bohrloch mit Wasser und versenkten jetzt die 2 m


    Filterrohr und 8 m Brunnenrohr.
  10. Von nun konnte nur die Kiesbüchse - Plunscher helfen. Sie ist im


    Bild zu sehen.











Mit diesem Gerät, es ist ein Stahlrohr mit einem Ventil am Boden und einem Seil


zum Heben. Fällt es in das Kieswassergemisch füllt sich die Büchse und man


zieht sie hoch, dabei wird das gesamte Brunnenrohr um die Menge des Aushubes


Stück für Stück abgesenkt.



Wir erreichten am Ende eine Gesamttiefe von 11 m, davon letztendlich 2 m


Grundwasser.







Einer 800 Watt Tiefpumpe mit einem Ø von 90 mm arbeitet zur vollsten


Zufriedenheit. Bei mehreren Messungen habe ich immer ein Ergebnis von 2,5 m³ Wasser


/ Stunde erzielt.







Natürlich habe ich dann die Inbetriebnahme des Brunnen angezeigt.







Wichtig ist, dass man sehr viel Ausdauer und Willen aufbringt, sonst wird das


nichts.







Auch muss man Zeit haben. Wenn wir bohrten, häufig zu zweit, nur am Vormittag,


maximal 2 Stunden.







Empfehlen würde ich das von mir verwende blaue Brunnenrohr, gibt es im


Fachhandel. Es ist schlagfester, robuster und hat zur Verbindung ein


Trapezgewinde. Abraten würde ich von billigem KG - Rohr. Durch die


Beanspruchung beim Plunschen mit der Kiesbüchse ist sind schon etliche geplatzt


und die Mühe war umsonst.













Das Bohrloch ist 11 m tief,


da kann man unten fast nichts mehr richten.



Als der Brunnen fertig gebohrt und verrohrt war, habe ich zwischen Rohr und Erdreich feinen Sand eingefüllt, damit das Rohr gut fixiert ist. Mit so einer Bohrtechnik und ohne Arbeitsrohr wird er nie 100 % lotrecht.









Noch ein hilfreicher


Hinweis, in manchen Gegenden erreicht man nach schon 3 – m Oberflächenwasser.


Damit würde ich mich nicht zufrieden geben. Die Wassermenge ist zu gering, <


als 1 m³ / Stunde und dann ist wieder Pause angesagt.














Material und Werkzeug:






  1. Wünschelrute
  2. Brunnenbohrer, etwa 175 mm Ø, die Schneide sollte mindestens 5


    Spiralen haben.
  3. Passendes Gestänge, aus 4 Kantrohr, 40 mm. je dicker desto schwerer


    beim Bohren.
  4. Ein passendes Gerüst, Anfangs reicht ein Dreibock.
  5. Eine Seilwinde, möglichst elektrisch.
  6. Eine Schubkarre zum Aushub auffangen
  7. Einen Plunscher Kiesbüchse, mit 90 - 100 mm Ø, nicht mehr, weil


    sonst alles verkeilen kann, hatte ich!!!!!
  8. Tiefpumpe, > 800 Watt, 1- 5/4 " Druckrohr. Später


    einen Druckschalter.



Zur Wünschelrute kann man geteilter Meinung sein.

Ist die Grundwasserader sehr mächtig, wird sie in einem 1100


m² Grundstück fast immer ausschlagen.





















Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

1 Bauanleitung

Werkzeug:

1 Wünschelrute aus Schweißdraht

1 Brunnenbohrer - Erdbohrer Ø 175 mm mit wenigsten 6 Wendeln

10 Verlängerungen a. 1 m

1 Antrieb

1 Dreibock oder besser ein Gerüst von 3 m Höhe und an 2 Seiten abgestützt.

1 Seilwinde elektrisch

1 Kiesbüchse - Plunscher

1 Schubkarre

1 Bandmaß > 10 m

2 m Filterrohr 115 mm Ø

10 m Brunnenrohr 115 mm Ø

Die Länge des Rohres kann abweichen, je nach örtlicher Gegebenheiten.



1 Tiefpumpe > 800 Watt 230 V

PE Rohr von 1" Ø und der Länge des des zukünftigen Brunnen.


9 Kommentare

zu „Brunnen selber bauen“

Da kann man wieder einmal sagen: " Selbst ist der Mann " diese Arbeit tut sich so schnell wahrscheinlich keiner an.
Du hast aber recht mit dem Wünschelruten gang, ich kenne einen der kann es und es passt auch 100%ig, bei mir geht das nicht, no way.
2010-03-15 13:34:39

Hallo!

Man merkt schon nach einiger Übung, dass die Route aus schlägt.

Wer die ganze Geschichte meines Brunnen lesen will sollte mal diesen Link aufmachen und unter Brunnenbau schauen:

******http://www.kirschbergsiedlung.com/*** ***
Viel Spaß dabei.
2010-03-15 14:18:51

Hallo danielduesentrieb,

wieder mal ein ganz ungewöhnliches, witziges Projekt von Dir! Super! :-)
Ein kleiner Tipp: Die Anleitung – vielen Dank dafür – kannst Du Dir allerdings erleichtern, wenn Du "Bauanleitung hinzufügen" wählst. Dann hat Deine Anleitung schon eine Struktur, und Du fügst nur noch die Arbeitsschritte, und bei Bedarf die Bilder, entsprechend hinzu.
2010-03-15 17:15:01

Hallo!

Das mache ich gerne, nur es ist sehr schwer aus einer unterirdischen Baustelle Bilder zu bekommen.

Ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen beschrieben.

Das Grundwerkzeug ist der Bohrer mit seiner Verlängerung und der Plunscher - die Kiesbüchse.

Der Rest ist örtlich anzupassen, bei Fragen bin ich gerne bereit zu hilfreich zu antworten.

Dies tat ich auch und hatte keine Anleitung wie diese hier.

Das hätte mir bestimmt geholfen.

Gruß

2010-03-15 19:35:04

Nach der Schufterei hast Du bestimmt viel Wasser gebraucht :)

Ton - Lehm, das kenne ich auch. Nur haben in meiner Ecke die meisten auch mit größeren Geräten aufgeben müssen. Also bleibt mir nur unser Oberwasserbrunnen. Vielleicht nehme ich es ja irgendwann nochmal in Angriff. Dann aber doch lieber mit schwerem Werzeug. Die Leute dazu sind oft in unserer Firma da wir auch solche Bohrer und Verlängerungen bauen. Ich mache die Gewindeverbinder an den Rohren. Da ist dann vielleicht was verhandelbar
2010-03-15 23:24:48

Hallo!

Ich hatte wirklich schweres Erdreich, das Bohrgerät mit 40 mm Vierkantrohr, verbunden durch 8 mm Ø Schrauben haben klaglos mitgemacht.

Gruß
2010-03-15 23:33:40

Respekt vor dieser Knochenarbeit!
2010-03-21 16:50:13

Nicht schlecht.
Aber die pauschal Aussagen, das bein 2-3 m nur geringe Fördermengen zu erwarten sind, kann ich nicht unterstützen. Es gibt Gebiete in denen man bei 2m Wasser in rauen Mengen findet und man nicht mal ne Pumpe braucht (gespannte Grundwasserleiter).
Mann kann sich die Arbeit auch erleichtern, bei dem angesprochenen blauen Brunnenrohren, gibts auch Schlagfilter, die man mit nem größeren Bohrhammer in den Boden rammt. Bei der Kieslage wäre ich aber vorsichtig.
2010-06-10 07:25:34

Hallo,

ohne übertreiben zu wollen.

Schön finden wir, dass der Brunnen in der mächtigen Grundwasserader steckt.
Während der Trockenheit fördere ich etwas 9 - 10 m³ kaltes Brunnenwasser täglich.
Leider ist die Wassertemperatur nur 11 ° C, doch der Flora und Fauna scheint das kalte Wasser doch zu bekommen.
Einige Pflanzen und Sträucher haben Dimensionen erreicht, wie ich sie nur aus Prospekten kannte.
Der Rasen wächst auch absolut saugut.
Gruß Daniel
2010-07-13 22:43:28

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