Bienenhaltung / Zanderbeute nach Dr. Liebig Part1 - Die Zarge

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Bienenhaltung / Zanderbeute nach Dr. Liebig Part1 - Die Zarge  Bienen,Zarge,beute,honig,Imker,Bienenbeute,Zander
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Heimwerken für Tiere
von TheGreenArrow
09.04.15 10:03
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Hallo liebe Leute,


Da ich im Sommer meine ersten drei Bienenvölker bekomme, habe ich gestern mit dem Bau meiner "Bienenbeuten" begonnen.

In Deutschland haben sich eine Hand voll Beutensysteme durchgesetzt. Eine davon davon ist die "Zanderbeute nach Dr. Liebig" (Auch Hohenheimer Einfachbeute genannt)

Wenn man sich nun an das Vorgegebene Maß hält, so kann man sämtliche Anbau- und Zubehörteile aus dem Fachhandel mit den selbstgebauten Teilen kombinieren.

Eine Zander-Bienenbeute besteht immer aus drei verschiedenen teilen.

1. --> Der Boden (Mit Einflugloch vorne Schutzgitter im Boden und Schublade hinten)
2. --> Die Zarge (Eine als Brutraum und min. eine weitere als Honigraum)
3- --> Der Deckel

Auf den Boden setzt man immer eine Zarge, in die die Rähmchen mit den Waben eingehangen werden. Dies ist der Brutraum. Die Königin legt ihre Eier hinein und die Arbeiterinnen verschließen die Kammern.
Auf die erste Zarge kommt dann ein Absperrgitter, durch das die Arbeiterinnen problemlos durch passen, die etwas größere Bienenkönigin aber nicht. Darauf setzt man dann eine zweite "Zarge" mit Waben. Die Arbeiterinnen beginnen nun die Waben mit Honig zu füllen und diesen kann man dann ernten. Wenn man geerntet hat, setzt man einfach eine weitere leere Zarge an die stelle der gerade abgeernteten und die Bienen starten von neuem.

Im ersten Part möchte ich nun zeigen, wie man eine einfache Zarge nach Normalmaß baut.


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Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Fichte-Leimholzbrett  Hoz  200 * 30 *1,8 

Benötigtes Werkzeug

  • Tischkreissäge
  • Druckluftkompressor mit Nagelpistole

1 Anleitung anbringen

Anleitung anbringen
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Da ich alleine für mich 3 komplette Beutensysteme benötige, muss ich natürlich öfter die Gleichen Sachen bauen. deshalb habe ich die Anleitung aus dem Internet mal fest angebracht.


Ich benutze hierfür die Anleitung von "Ingolf Hofmann". Diese hat er etwas abgeändert/vereinfacht. Z.B. winkelt er die Setz- und Griffleisten nicht an. Da ich aber das Passende Werkzeug habe (Er scheinbar nicht) um sie nach Standart zu bauen, habe ich dieses für mich wieder geändert.

2 Alle Teile zusägen

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Alle Teile zusägen
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Als Basis diente hier ein Fichte-Leimholzbrett in den Maßen 200*30 cm und einer Stärke von 18mm.


Ich benötige folgende Teile:

2 Seitenteile 51,6 x 22,7 cm
2 Stirnseiten 38 x 21 cm
2 Griffleisten 38 x 4,5 cm (20 grad abgewinkelt)
2 Griffleisten 38 x 2,5 cm (20 grad abgewinkelt)
2 Rutschleisten 38 x 0,3 cm

Benutzt habe ich hierfür meine TKS

3 Zusammen bauen

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Zusammen bauen
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Im ersten Step habe ich die Seitenteile mit den Stirnseiten verbunden und auch direkt die Setzleisten (untere Leisten) mit wasserfestem Leim verleimt und mit der Nagelpistole fest verbunden. 

4 Die Griffleisten

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Die Griffleisten
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Die Griffleisten werden etwas versetzt angebracht. So entsteht eine Auflagefläche für die später einzuhängenden Rähmchen. Außerdem entsteht hier die Fläche, auf die das nächste Bauteil aufgesetzt wird.


Die 45 Grad Kante wird bei den Griffleisten nach hinten gesetzt, damit man reingreifen kann.

Diese Sache hatte (45 grad abgewinkelt) "Ingolf Hofmann" für sich abgeändert und oben und unten einfach gerade Leisten angebracht.

Nachteile: 
Griffleiste lässt sich nicht so sicher tragen und auf der Setzleiste kann sich wasser sammeln, was zur schnelleren Alterung der Zargen beiträgt.

5 Ölen

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Ölen
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Im letzten Step habe ich alle Kanten nochmal ganz sauber abgeschliffen und mit Leinöl versiegelt

33 Kommentare

zu „Bienenhaltung / Zanderbeute nach Dr. Liebig Part1 - Die Zarge “

Super Sache, genau auf so was habe ich hier schon lange gewartet, da ich ebenfalls einen Imkerlehrgang mache.
Kommt da noch ein Futterkasten nach, und wie machst Du das mit dem Deckel?
2015-04-09 10:23:21

die ersten drei Anleitungen werden nun Beute, Boden und Deckel. Danach noch ein Ablegerkasten. Da ich selber Anfänger bin, muss ich mich mit den Futtertaschen und den ganzen anderen Dingen noch beschäftigen aber dann werde ich auch sicher diese mal nachbauen. Auf einfach kaufen steh ich absolut nicht.

@ Straubi: Habe dir ne PN geschickt
2015-04-09 10:30:18

Lediglich die Rähmchen werde ich mir kaufen, da der Selbstbau bei dem Anschaffungswiderstand von weit unter 1€ sich nicht lohnt
2015-04-09 10:32:05

Klasse gemacht 5d
2015-04-09 14:14:23

Klasse gemacht und geworden .......
2015-04-09 14:53:34

vielen Dank. Heute Abend baue ich den Boden ;-)

Habe gerade gemerkt, dass ich vergessen habe den Anbau der Rutschleisten zu dokumentieren. Das Hole ich natürlich noch nach
2015-04-09 16:08:08

Gefällt mir sehr gut. Gute Beschreibung und Foto.
2015-04-09 17:59:08

Die Klasse!
2015-04-09 19:37:23

toll gemacht 5d
2015-04-09 21:37:05

Ein tolles Hobby, mein Opa war auch Imker. Aber die netten Bienchen mochten mich irgendwie nicht so sehr. Sie hatten mich zum stechen gern.

Für viele hier ist ein Nachbau eher unwahrscheinlich, aber erfahrungsgemäß findet man Dein Projekt über Tante Gugl sehr schnell. Also ist das auf dem Weg für viele andere sehr hilfreich. Also stell die weiteren Bauteile hier mit rein. Von mir 5D.
2015-04-09 22:01:56

Dein Projekt weckt bei mir längst verschüttet geglaubte Erinnerungen!
In meiner Schulzeit war ich Mitglied der AG "Junge Imker". Beuten haben wir zwar nicht selbst gebaut, u.a. aber Mittelwände eingesetzt und auch viel über Bienen und deren Haltung gelernt. - Imkerei ist ein sehr interessantes und zudem noch nützliches Hobby.
Für die Umsetzung und Beschreibung gibts von mir 5 Bienchen.
2015-04-09 23:01:37

Ich habe da Null Ahnung von, aber die Beschreibung liest sich sehr gut! Und das Endprodukt sieht ansprechend aus!
2015-04-09 23:12:42

Vielen Dank! Ich beginne da gerade erst mit, da die Imkerei sehr gut in unsere anderen Hobbys passt. Ich habe es halt hauptsächlich mit Hühnern (200 Stück) und meine Frau unterhält den Gemüse- und Obstgarten. Somit passt die Imkerei super in das Gesamtkonzept "Meine kleine Farm"
2015-04-09 23:37:55

Das werden sicherlich interessante Einblicke in die Bienenarchitektur - bin gespannt auf den Rest.

Bisher: super Anleitung und Erklärung.
2015-04-10 08:16:27

Danke! Bin Gerade dabei, die Anleitung Part2 zum Boden zu machen. ;-)
2015-04-10 08:26:26

Sehr schöne Anleitung und total toll, das Du auch Imker werden willst!
Ich imkere auf Langstroth - das ist schon fast etwas zu groß, weil die vollen Honigzargen superschwer werden...

Wenn Du die Zargen baust, musst du unbedingt darauf achten, das sie gut verschraubt und verleimt sind. Mir sind einige selbst gebaute Zargen (aus einem Bausatz) im Spätsommer bei feuchter Witterung aufgequollen und haben sich dermaßen verzogen, das durch die Schlitze die Bienen fremder Völker rein und rausgeflogen sind. Konnte gerade noch so die Räuberei verhindern. Ein 5mm-Schlitz genügt schon, damit eine Biene durch passt und wenn einmal Räuberei ausgebrochen ist, dann kann man sie nicht mehr stoppen.
2015-04-10 09:42:51

Alles klar. Vielen Dank für die Tipps. Also Meinst du, dass ich die Zargen, die ich noch bauen muss auf jeden fall auch zusätzlich verschrauben und nicht nur vernageln soll?
2015-04-10 11:13:53

Unbedingt! Meine Zargen sind oben und unten an den Stößen aufgegangen. Dort ist es besonders wichtig. Schön verleimen und nochmal eine Schraube zur Sicherheit reindrehen.

https://www.parzelle94.de/2015/0 1/bienen-umstellen-auf-kurze-distanz-funktion iert/

In diesem Artikel kann man gut sehen, wie ich meine Schlitze zustopfen musste ;-) Habe Schwammtücher genommen - geht zwar, ist aber nicht die Ideallösung, weil das Holz an den Stellen immer naß bleibt. Besser ist es, diese Schlitze von vornherein zu vermeiden.

Wichtig ist auch, das die Zargen 100% gerade auf dem Boden stehen. Bei mir hatte sich die gesamte Zarge verzogen, so daß sie auf anderen Beuten gekippelt hat. Worauf man nicht alles achten muss... ;-)
2015-04-10 12:00:02

Danke! Deinen Blog habe ich mir bereits angesehen. Sehr schön!

Um alle zargen untereinander und natürlich auch mit dem Boden und dem Deckel zu verbinden, hatte ich mir gedacht, noch zusätzlich mit den Schnappverriegelungen zu arbeiten. dann ist auf jeden fall alles bomben fest
2015-04-10 12:05:34

Neeeeee! Die Zargen stehen einfach nur so aufeinander! Schnappverriegelungen sind bei Bienenbeuten absolut unüblich und auch hinderlich.
2015-04-10 13:13:16

ja, das mag sein. Aber ich würde mich damit besser fühlen. Aber ich werde berichten.
2015-04-10 13:21:44

Falls Du Angst wegen Wind hast - meine haben jetzt bei dem Sturm letztens komplett ohne Verspannung draußen gestanden und es ist nichts passiert. Da liegt ein Stein auf dem Deckel und gut ist.
2015-04-10 13:30:09

Deine Arbeit ist Perfekt, leider hab ich keine Ahnung mit Bienen, doch eine habe ich,, eine hat mir mal in die Oberlippe gestochen und den Rest brauch ich wohl nicht beschreiben ,,,, Oder,,,,,,,
2015-04-10 17:58:55

Toll gemacht.
Liebigbeuten waren damals meine ersten selbstgemachten Projekte. War leider vor der 1-2-do.com Zeit. Deshalb hab ich es hier nicht eingestellt.
5D
2015-04-10 21:19:04

Kurze Anmerkung: Da die meisten Bauanleitungen für die Zanderbeuten auf 2cm Holzstärke ausgelegt sind, habe ich mich an einer Stelle verechnet. Da das Innenmaß der Bauteile das Wichtigste ist, müssen die Seitenteile von 52 cm auf 51,6 cm gekürzt werden, da sonst 8 mm zu viel im Innenraum sind. Alle was über 1cm an Lücken im Innenraum entsteht, wird von dien Bienen gern mit eigenen Waben zugebaut.

Kompatibel sind sie mit den Fabrikgefertigten Bauteilen Trotzdem ;-) bzw. jetzt erst recht.
2015-04-11 09:10:11

Super . Dann gibts ja bald den ersten selbstgemachten Honig 5 Honiggläser von mir.
2015-04-12 10:24:20

Gute Arbeit. Irgedwannn.....auch))
5D
2015-04-15 09:50:48

Super Arbeit, wieder was gelernt. 5D
2015-04-17 05:57:40

Vielen Dank und danke woern63 für deine Stimme
2015-04-17 07:31:19

da kann man ja noch ziemlich was lernen
2015-05-21 21:15:13

Gefällt mir sehr gut. 5 Daumen!
Die würde ich gerne nachbauen.

Aber oben beschreibst Du die Seitenteile so:
"2 Seitenteile 51,6 x 22,7 cm"
Und im Kommentar gibst Du eine Kürzung von 52 cm auf 51,2 cm an.

Da ist nix, was von 52 cm auf 51,2 cm gekürzt werden könnte.
Oder meinst Du, dass die Seitenteile von 51,6 cm auf 51,2 cm gekürzt werden müssen?
Oder verstehe ich da etwas nicht richtig?

Grüße
Friedemann
2015-05-26 09:31:11

Verdammt...... ich habe mich vertippt!

Zur Erklärung:
Die originalen Zargen haben immer ein Außenmaß von 52 * 42 cm und werden aus 20mm starker Weymouthkiefer gefertigt.

Da in meinen Bauanleitungen bislang 18mm Starkes Fichtenholz verwendet wurde ist das Außenmaß nun 51,6 * 41,6. Es fehlen somit rundherum jeweils 2 mm. Das Innenmaß wird hiermit eingehalten, damit man Standart-Zanderrähmchen einsetzen kann. Außerdem kann man so die 18mm starken Zargen mit den 20mm starken Zargen kombinieren.
2015-05-26 10:22:42

5 Bienchen direkt 24 mal gebaut
2015-11-19 01:01:48

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