Bau einer Kinderrutsche für ein Hochbett - Prinzessinnenschloß Teil 2

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Bau einer Kinderrutsche für ein Hochbett - Prinzessinnenschloß Teil 2 Kinderzimmer,Schrank,Rutsche,Kinderbett,Kindermöbel,Hochbett,Themenbett,Schloss
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Heimwerken
Kreatives Verschönern
von Redskin
15.07.10 08:13
11904 Aufrufe
  • 3-4 TageMittel
  • 3-4 Tage3-4 Tage
  • 8080,00 €

Im Zuge meines Großprojekts "Prinzessinnen-schloss" stelle ich nun nach und nach die einzelnen Bestandteile vor. Hier nun der Bau einer Rutsche mit integrierten Schrank und Schubladenfächer.

Das endgültige Gesicht (Lackierung) wird mit Abschluss des gesamten Projekts vollzogen!

Weitere Bestandteile des Projekts:

- Burg-/Schlosstürme
- Treppe für ein Hochbett


KinderzimmerSchrankRutsche, KinderbettKindermöbelHochbettThemenbett, Schloss
5.0 5 7

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
  Holzleim     
  Spanholzplatte für Seitenprofile 16mm  Spanholzplatte  200 x 200 [cm] 
Spanholzplatten für die Zischenwände und Verstärkungen 20mm  Spanholzplatte  65 x 200 [cm] 
  Rutschfläche, einseitig laminierte Pressspanplatte  Pressspanplatte  37 x 220 [cm] 
  Diverse Spanplattenteste für Regalböden und Schublade.  Spanholzplatte  divers 

Benötigtes Werkzeug

  • Bosch Tischkreissäge, PTS 10 T
  • Bosch Bandschleifer, PBS 75 A
  • Bosch Stichsäge, PST 800 PEL
  • Bosch Akku-Bohrschrauber, PSR 18 LI-2
  • Oberfräse
  • Dampfreiniger
  • Spannzwingen

1 Rutschenprofil aus Spanholzplatte sägen

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Rutschenprofil aus Spanholzplatte sägen
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Ich habe mir in meinem Holzmarkt meines Vertrauens eine 200x200cm große und 16mm dicke Spanholzplatte zuschneiden lassen.

Aus dieser Platte entstehen die beiden Seitenprofile der Rutsche. Das gewünschte Profil lässt sich aus der Skizze ersehen. Die Platte wurde so bestimmt, dass beide Profile aus einer Platte, durch einen Schneidvorgang gefertigt werden konnte.

2 Führung für die Rutschfläche

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Führung für die Rutschfläche
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Die Rutschfläche, ebenfalls aus´m Holzfachmarkt, eine 3mm dicke 2400mm lange und 370mm breite Pressspanplatten mit einseitiger weißer Laminierung soll in eine Führungsnut liegen.

Diese wurde im zweiten Arbeitsschritt auf die Profile aufgezeichnet und mit der Oberfräse in die Spanplatte, mit einem 3,5mm Fräser 0,5cm tief gefräst. Dies garantiert ein hundertprozentigen Halt im Alltagsgebrauch.

Um die vorgezeichnete Linie mit der Oberfräse sauber zu treffen wurde ein Führungsbrett genutzt. Der Ein- und Auslauf der Rutsche wurde abgerundet, um das Rutschwerkzeug der Kinder zu schonen!

3 Montage der Rutschprofile

Vor dem unmittelbaren Einziehen der Rutschfläche habe ich die Seitenprofile der Rutsche zusammengefügt. Mittels vorgefertigter Wände werden die beiden Teile zu einer Sollmaß von 36cm (Innenmaß) verschraubt und verleimt werden. Damit muss die Rutschfläche vollständig von der zuvor gefrästen Nut aufgenommen werden. - Eventuell sollte die Nut je 1-2mm tiefer sein, um Verkantungungen zu vermeiden - Es gilt aber, je enger je stabiler!.

4 Montage der Rutschfläche

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Dampf macht die dünne Pressspanplatte biegsamer
1/3 Dampf macht die dünne Pressspanplatte biegsamer
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Die Rutschfläche, aus 3mm dicken Pressspanplatte mit einseitiger weißer Laminierung bricht relativ schnell, wenn man versucht diese in Form zu drücken. Um dies zu verhindert habe ich einen Dampfreiniger genutzt. Mit Hilfe des Dampfes lässt sich das Material schnell und effizient so biegsam machen, dass die Rutschfläche, zwar unter größter Kraftanstrengung aber relativ unfallfrei in die Führungsnut geschoben werden kann.Es werden bei diesem Arbeitsschritt mindesten zwei Personen benötigt. Eine Person muss die Rutschfläche ziehen, die andere versucht sie im unteren Bereich hinein zudrücken. - Eine schweißtreibende Arbeit!Tipp: Stellt die Rutsche auf! Die Rückwand der Rutsche direkt an die Zimmerwand, nur so kann man die maximale Kraft aufwenden! Mit Presszwingen sollte man die Seitenwände ein wenig aufspannen, um den Einziehprozess zu erleichtern. Vorsicht in den Krümmungen des Ein- und Auslaufsbereichs! - Sollte hier die Rutschfläche aus der Nut springen ist es nahezu unmöglich das Material wieder in die Nut zu drücken! - Im Gegenteil zu den Geraden, hier ist es mit Spanzwingen (Profile zusammendrücken) ohne Weiteres möglich, die Rutschfläche wieder in die Nut zu drücken, sie springt auf Grund des Drucks quasi von alleine zurück in die Nut.Dieser Arbeitsschritt war der kraft- und zeit-intensivste. Alles in allem hat es etwa 2Stunden benötigt, bis die Rutschfläche komplett eingezogen war.

5 Rutschfläsche verstärken

Ansicht von unten
1/1 Ansicht von unten

Nach erfolgreichen Einziehen der Rutschfläche muss diese noch verstärkt werden, denn 3mm halten nicht viel!Passende Bretter aus 20mm Spanplatten werden unmittelbar unter die Rutschfläche mit Holzleim und 60er Schrauben angebracht. So ausgestattet können die späteren Bewohner des Hochbetts unbeschwert rutschen, die Rutsche herauf laufen oder zu mehreren Personen gleichzeitig Rutschen.

6 Stauraum schaffen

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Führungsschiene für Schublade
1/3 Führungsschiene für Schublade
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Da die Rutsche später auch als Stauraum für Spielsachen bzw. Puppenutensilien genutzt werden soll, müssen geeignete Öffnungen in die Rutschprofile gesägt werden. Natürlich immer unter dem Gesichtspunkt, die Stabilität nicht zu gefährden.Hier sind unmittelbar unterhalb des Hochbetts (Einlaufbereichs) zwei Öffnungen für Regale, mit einer Breite von 40 bzw. 30cm und eine weitere Öffnung unterhalb des Auslaufs, in der eine Schublade integriert wird, entstanden.Die Schubladenaußenseite wurde mit einem Schnittwinkel von 45° abgewinkelt.

7 Rutsche veredeln

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vor dem Schleifen
1/4 vor dem Schleifen
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Ebenso wie bereits bei den Türmen, müssen auch hier die Schraublöcher, Ritzen und weitere Materialbeschaffenheiten durch Modellierungsgips (oder Holzpaste - zu teuer!) kaschiert werden. Der Anschließende Schleifprozess garantiert eine saubere und glatte Oberfläche. Man bedenke auch hier das ALLE Kanten gebrochen werden müssen. Der Handlauf wurde mittels Oberfräse abgerundet.

8 Rutsche grundieren und lackieren

Analog zu den Türmen und den weiteren Projektteilen muss die Rutsche grundiert werden um die Saugfähigkeit der Spanplatten zu verringern und den Gipsstab zu binden. Eine eventuelles Nachschleifen bleibt nicht aus.Die Lackierung erfolgt, wie bei den nachfolgenden Teilen auch, mit Abschluss des gesamten Projekts, also in einigen Wochen.

9 Kommentare

zu „Bau einer Kinderrutsche für ein Hochbett - Prinzessinnenschloß Teil 2“

Ein Klasse-Projekt und vor allem eine Super-Anleitung, nach der man die Rutsche wirklich nachbauen könnte. Danke Redskin – und fünf Daumen von mir.
2010-07-15 10:39:22

Da kann ich mich Petra nur anschließen, redskin! Ich kann das Endergebnis kaum erwarten: So viele tolle Details und Ideen stecken in Deinem Prinzessinnenzimmer! :-)
Und Deine Bauanleitung: TOP! :-) Vielen Dank dafür!
2010-07-15 12:27:53

Wircklich eine tolle Anleitung. Meine Große hätte sowas auch gern! Mir gefällt auch die Lösung den Platz darunter als Stauraum zu nutzen. Man sieht dass alles sehr durchdacht ist und sehr viel liebe drin steckt! Von mir auch fümpf Daumen!!!
Grüße aus Mittelfranken
Mädel für Alles
2010-07-18 11:01:33

Gute Arbeit !
2010-07-22 21:57:54

Endspurt. Der Aufbau beginnt! :-)
2010-10-18 12:54:52

toll
2013-04-05 19:46:56

Toll gemacht, werde ich etwas abgeändert nachbauen 5D
2014-10-05 13:21:45

Die schaut toll aus, gut beschrieben.
2016-03-24 04:20:21

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