24 V 10 A Netzteil für Gleich und Wechselstrom

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24 V   10 A  Netzteil für Gleich und Wechselstrom Trenntrafo,Gleichspannung
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Elektrik/Elektronik
von danielduesentrieb
28.09.11 10:29
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Als ständiger Besucher unseres nahe gelegen Wertstoffhofes, gelingt mir so ab und ein guter Fang.

Wie dieser Netztrenntrafo mit 220 V ~ primär und 24 V ~ mit 10 A Dauerentnahmestrom.
Er diente früher zur Speisung von elektrischen Handgeräten, wie Bohr- oder Poliermaschinen. Welche potentialfrei z. B. in Luftfahrzeugen oder Tankwagen ihren Dienst taten, weil keine Schutzerdung hatten.

Zu Hause angekommen sprühten die Gedanken, was kann aus dem tollen Trafo in seinem schönen Bakelitgehäuse wohl werden.

Mein großer Fleischwolf zum Wurst machen, wird von einem starken 24 V Gleichstrommotor angetrieben. Unpraktische erfolgt da die Speisung mit einem Ladegleichrichter.
Also flugs das Trafogehäuse geöffnet. Folgende Bauteile: Einen 10 A Graetzgleichrichter aus dem Fundus, einen dicken Elektrolytkondensator, 2 dicke fette Laborbuchsen, einen Netzschalter, eine LED und eine Kaltgerätebuchse.
Weiterhin ein Einbauamperemeter, weil ich ja den Strom fließen sehen will. Alles ein wenig geschickt platziert, dann die Aussparungen hergestellt. Ein Dremel wäre echt hilfreich gewesen.

Die Originale 24 V ~ Steckdose beließ ich an ihrem Platz. Wer weiß, vielleicht finde ich noch so eine Bohrmaschine. Nach dem ich alle verdrahte hatte, kurzer Test und haut alles schwer hin.

Beim Nachbau unbedingt ohne Netzspannung werkeln sonst lauert der


Trenntrafo, Gleichspannung
2.7 5 13

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße
Netzschalter 2-+polig     
Kaltgerätebuchse     
LED mit Fassung     
Einbauamperemeter    15 A  
  div Drähte, Litzen     
  div. Schrauben    3 - 5 mm 

Benötigtes Werkzeug

  • Schraubendreher
  • el. Lötkolben
  • Zangenset (Seiten Schneider Kombizange Spitzzange)
  • Laubsäge
  • Diverse Feilen
  • Metallbohrer 3-5 mm

1 Öffnen des Gehäuse, Vorbereitung zum Umbau

Vorsichtig und mit Umsicht und ohne Akkuschrauber dieSchrauben lösen.
Wichtig, weil das Bakelitgehäuse schnell platzen kann.

Nun die vorhandene Verkabelung so ändern und ergänzen, dass die neuenKomponenten geschickt eingebunden werden können.

Entfernt habe ich die direkte Handleitung für Netzeinspeisung durch eineKaltgerätebuchse.

Jetzt wurden die Durchbrüche für die neuen Teile der Frontplatte angezeichnet.

Anschließen mit der Laubsäge die Öffnungen hergestellt, die Ränder sauberentgraten.
Das Bakelit erinnert stark an die Plaste vom Trabant.
Das Loch für das Einbauamperemete stellte ich mit einer Lochkreissäge eines Mitbewerberserfolgreich her.

Nun alle Bauteile an ihren Plätzen befestigt, das Bakelit erträgt schon mal einGewinde.
Somit ersparte ich mir an schwer zugänglichen Stellen das Brechen der Fingerbeim Schrauben.

Den Gleichrichter befestigte ich im Gehäusedeckel von innen.

2 Elektrische Verindung

Ein kleiner handgemalter Spickzettel diente als Vorbild zum Verdrahten.

Für die Verbindungen zum Gleichrichter verwendete ich Litze mit einem Querschnitt von
2,5 mm², ebenso die Laborbuchsen für den Gleichstromausgang.
Ein Niedervoltelko mit 1000 µF 60 V glättet den Gleichstrom.

Alle Verbindungen sauber verlötet und die Enden verzinnt.

3 Inbetriebnahme

Nach dem alle Verbindungen hergestellt waren, begann ich mit dem Testen, dazu verband ich das neue Teil mit dem Trennregeltrafo und begann mit 50 V.
Alles im grünen Bereich und ich konnte bei 230 V gut 250 VA Leistung entnehmen.
Dafür habe ich 4 Halogen Lampen aus Fahrzeugscheinwerfern zusammen geschaltet.

12 Kommentare

zu „24 V 10 A Netzteil für Gleich und Wechselstrom“

Richtig antikes Teil, vielleicht ist der auch unter Sammlern schon was Wert. Also besser nicht daran herumschrauben.
2011-09-28 12:42:24

Tolles Gerät, das würd mir auch noch gefallen :) - naja ich hab mir nen PC-Netzteil umgebaut für mein altes Autoradio und den alten B&D Akkuschrauber ohne Akkus :)

5 Daumen als Finderneidlohn ;)
2011-09-28 12:55:47

Hallo,

nach Rücksprache mit unseren Technikern raten wir dringend von einem Nachbau ab.

Markus_H
2011-09-28 15:24:07

Hallo Markus,

der eigentliche Transformator hat auf dem Kern 2 galvanisch getrennte Wicklungen.
D. h. im Klartext ein Trenntransformator, die Sekundärwicklung ist völlig potentialfrei.
Das war der Grund für das Betreiben von elektrischen Handgeräten mit Niederspannung und galvanischer Netztrennung, z. B. in Luftfahrzeugen.

An diese Sekundärwicklung habe ich parallel zum serienmäßigen Wechselspannungsausgang einen Gleichrichter und eine Glättung gebaut.

Gerne hätte ich von Euren Technikern näheres erfahren.
Bitte Roß und Reiter nennen, das kann mit Sicherheit hilfreicher sein als nur die karge Versagung eines Nachbau.

Vielen Dank, Gruß und baldige Nachricht wünscht sich der Daniel
2011-09-28 18:29:31

Ich finde es gut, dass Du ab und an mal was für die Elektronikfreunde rein stellst. Sicherlich ist die Warnung berechtigt, dass ein Nachbau nichts für Laien ist, aber der Laie kann mit den Bauanleitungen meiner Meinung nach auch nichts anfangen.
2011-09-28 20:18:52

die Dinger waren sehr gefragt zu DDR Zeiten !! da hast ja 'nen echten Fundus !!
...auch in Behältern nutzbar !!
2011-09-29 07:49:51

Hallo Daniel,

bei Projekten mit Strom sind wir immer sehr kritisch. Das hat nichts damit zu tun, dass wir Deine Projekte schlecht heißen, doch Du musst verstehen, dass wir hier viele Leser haben deren technisches Wissen und Können wir nicht kennen und auch nicht einschätzen können.
Um daraus enstehenden Gefahren vorzubeugen, haben wir uns zu diesem Hinweis verpflichtet gefühlt.

Markus_H

2011-09-29 13:10:12

Die Warnung von Markus ist sicher berechtigt. Es wir hir immer Vergessen dan nach dem Öffnen (oder Rep) von Elektrogeraten eine Hochspannungsprüfung durchzuführen ist. (VDE)
Diese Möglichkeit dürfte wohl den meisten fehlen.
2011-09-29 21:04:42

Vielleicht sollten wir uns dann für die Zukunft mal was gescheites einfallen lassen.

Es wurde zumindest vorab auf die Gefahren hingewiesen.

Wir sollten öfters mal wieder einen auffallenden Hinweis auf die Gefahren des elektrischen Stromes einstellen. Mehr kann man nicht tun - denke ich. Es wird sich (fast) niemand davon abhalten lassen am elektrischen Anschluß zu arbeiten.

Also können wir als Fachkräfte immer nur wieder auf die Gefahren hinweisen. Wo immer es auch geht. Es wird sehr leicht verharmlost. Und da besteht die Gefahr.

Gruß

Michael (Energieelektroniker für Anlagentechnik)
2011-10-02 00:05:58

Klasse umgesetzt 5d
2013-12-07 18:56:41

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