PWS 1300-125 CE - Der leistungsstarke Winkelschleifer von Bosch

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht zum PWS 1300-125 CE 3 Kommentare
Vom 30.11.14 Geändert 2014-11-30 18:32:34
Hallo.
Auch wenn ihr es hier wahrscheinlich schon hunderte Male gelesen habt, ich möchte mich an dieser Stelle als erstes bei Bosch bedanken, dass ich dieses Elektrowerkzeug testen durfte. Es ist eine tolle Ergänzung zu meinem Maschinenpark.
Und nun lasst uns keine Zeit verlieren, Schutzbrille aufgestetzt, Stöpsel in die Ohren und Staubmaske bereit halten. Und nichts wie ran an die Arbeit, es geht durch Stein und Stahl, es wird geschliffen und getrennt.
Nicht wundern, falls einer beim ersten Blick noch keine Zahlen zu den Fragen gefunden hat. Die Fragen habe ich im Text beantwortet, die Stellen werden aber recht eindeutig eingeleitet und beschrieben.
Als das Paket endlich ankam habe ich es voller Freude geöffnet. Was mir gleich ins Auge fiel war die Bauweise des Koffers, nicht lang und flach, wie fast jeder Koffer, sondern eher (liegend) dick, aber nicht so lang. Als ich ihn dann öffnete war mir dann auch direkt klar warum, auf diese Art und Weise kann man genügend Scheiben und Zubehör darin unterbringen, und die Scheiben stehen dadurch im Koffer, so findet man die richtige Scheibe mit einem Blick, lästiges stapeln hat ein Ende. was man auch noch vor der ersten Entnahme des Gerätes auffiel, war das man den Winkelschleifer samt eingebauter Scheibe in den Koffer legen kann, das kannte ich so bisher auch noch nicht. Somit erhält der Koffer alleine schon volle Punktzahl :) .
Dann habe ich das Gerät aus dem Koffer geholt und dabei habe ich direkt gedacht "Mensch der ist ja leichter als vermutet" denn der Winkelschleifer ist doch recht groß, und kommt dennoch auf ein angenehmes Arbeitsgewicht, zweiter Gedanke war "Das wird ein schönes Arbeiten" wo kam dieser Geistesblitz wohl her? Scheinbar strahlte die Maschine das dierekt aus, durch eben ihr Gewicht, das Gefühl wie sie in der Hand liegt und die, wie ich finde, robuste Bauweise.
Dann ging es an Projekte, als erstes habe ich das Gestell meiner alten Werkbank verlängert, dieses ist aus L-Profil geschweißt worden und irgendwann zu tifsten DDR-Zeiten entstanden, also kaufte ich 12 Meter L-Profil (30x30x3) gekauft, damit wollte ich die Werkbank auf eine Breite von 3,7 Meter, von ursrünglich 1,5 Meter, bringen. Die Arbeit für den PWS lag darin alten Rost und Farbe von der Werkbank zu entfernen, dies tat ich mit einer Fächerscheibe. Mit einer Trennscheibe begradigte ich dann die Kanten, denn diese waren zu schief um dort die neuen Profile anzuschweißen. nachdem die Werkbank vorbereitet war und an ihrem zukünftigen Platz stand konnte ich Maß nehmen für die Anbauten. Ich habe mir die einzelnen Teile angerissen und dann mit dem PWS und einer Trennscheibe auf Länge gebracht. Bei den Ecken habe ich mir Winkel angerissen und dementsprechend getrennt. Anschließend habe ich mit der Fächerscheibe die geschnittenen Kanten entgratet und die Oberflächen glatt gemacht, die war nötig um eine haltende Schweißnaht zu ziehen. Als Auflagepunkte für die längeren Ausleger der Werkbank schnitt ich 2 Profilenden zu die ich dann bohrte und an die Wand schraubte. 
Nun wurden die Einzelteile zusammengeschweißt und anschließend ans Werkbankgestell geschweißt. Jetzt folgte wieder ein Auftritt des PWS. Mit einer der nachgesendeten Schruppscheiben glättete ich die Schweißnähte von innen und außen, damit es besser aussieht und damit die Holzplatte anschließend auf dem Profil aufliegt und nicht auf den Schweißnähten. In die Ecken kam ich natürlich nicht, aber das schafft man auch mit keinem anderen Winkelschleifer ;) Dann war das Getell soweit vorbereitet und die Holzplatten konnten angepasst und eingelegt werden. Diese Arbeiten haben in etwa zusammen 10-12 Stnden, verteilt auf eine Woche, in Anspruch genommen.
Dann hatte ich endlich wieder einen Schraubstock zur Verfügung der mir als Hilfe für die zweite Aufgabe des PWS dienen sollte. Beim aufräumen in der Feuerwehr haben wir einen Uralten Kupplungsschlüssel (Ein Hilfsmittel um Schlauche und Geräte zu verbinden) gefunden, den wollte ich wieder schick machen und dann den Namen unserer Feuerwehr drauf schreiben und in dann als Dekoration in die Fahrzeughalle hängen. Zuerst glättete ich mit einer Schruppscheibe die alten schweißnähte, und dann versuchte ich dem Rost mit einer Topfbürste zu Leibe zu rücken, dies funktionierte recht gut. Den Anstrich bekommt der Schlüssel dann mal im Warmen.
Um auch mal die Arbeit mit anderen Werkstoffen zu testen, habe ich mir eine alte Gewegplatte genommen, in den PWS eine Diamantscheibe eingespannt und ein aar Scheiben von dem Stein Abgeschnitten, dabei entsteht viel Staub, soviel dass ich schnell die Schnittlinie aus den Augen verloren habe. Also bevor ich soetwas nochmal versuche, besorge ich mir vorher das entsprechende Zubehör. Aber die Schnitte und die Führung durch den Stein waren trotzdem gut, selbst bei einem Versuch mit etwas mehr Druck blieb die Drehzahl oben.
Als kleine Aufgaben zwischendurch habe ich dann noch ein Auspuffrohr von einem Motor getrennt, ein paar Bolzen gekürzt und ein bischen Schrott zerkleinert.
Mit der Handhabung bin ich sehr zufrieden, durch die nach hinten verlegte Griffposition ist man nicht so dicht an der Scheibe, dadurch hat man einen längeren Hebel. Das hilft beim führen der Maschine, aber es ist auch besser zum Gegenhalten. Jeder kennt es wenn die Scheibe mal "hacken" bleibt, aber dadurch das die Hand ein ganzes Stück weiter hinten sitzt, kann man da viel besser gegenhalten.
Die Bedienung hat so ihre Vor- und Nachteile, gut finde ich den Startknopf, der ja 3 Funktionen zugleich erledigt, entrigeln, Tippbetrieb, Dauerbetrieb. Damit musste ich mich nur kurz einfuchsen und dann lief es wie ein Kinderspiel. Einfach und eine tolle Sache ist die Drehzahlverstellung, kann nicht jeder Winkelschleifer, und wenn ers kann reicht ein einfacher Drehregler, gute Lösung. Ich hatte so meine Probleme mit der Verstellung des Scheibenschutzes, auch wenn es ohne Werkzeug geht habe ich micht ziemlich gequält. Wenn man die rote Nase entriegelt hat und dann den Schut dreht rastes die Nase nicht mehr richtig ein, da sie nicht mehr in der Flucht zu den Aussparungen steht. Das heißt dann Scheibe raus und gucken wo die Nase denn hingerutscht ist. Also dieser Bügel wo die Nase dran ist scheint etwas auf Spannung zu sitzen. Ja und dann wäre da noch der Knopf zur Scheibenfeststellung, da muss man eigentlich nicht viel sagen, der verhält sich wie auch bei jedem anderen Gerät: rein drücken, drehen bis sie einrastet, weiter drücken, halten. Wie immer, jeder versteht es und das reicht, es muss an der Stelle ja nichts besonderes sein.
Mit meinen Arbeitsergebnissen bin ich sehr zufrieden, saubere Schnitte, das Gerät quält sich nicht durch das Material. Es ging schnell und wurde trotzdem richtig gut, das liegt denke ich an der hohen Leistung auf einer 125er Scheibe und zum Anderen an der guten Handhabung. auch bei den Schleifergebnissen bin ich auch sehr zufrieden, man konnte in der hinteren Hand fühlen ob man sich auf der Schweißnaht befindet oder nicht, das Gerät lief so schön ruhig. 
Dieses Gerät erfüllt meine Anforderungen in vollem Umfang denke ich, wenn das ein oder andere Zubehör noch angeschafft wird auf jeden Fall. So schnell werde ich das Gerät nicht an seine Grenzen bringen, auch wenn ich es wohl des Öffteren nutzen werde.
Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. Ich hab schon den ein oder anderen Winkelschleifer in den Händen gehabt, durfte, musste und sollte damit arbeiten, aber eine solch geschmeidige Führung durchs und über das Material konnte ich bisher noch nicht erleben. Dies ist somit kein Werkzeug nur für grobe Arbeiten, trotz seiner Kraft und der Größe.
Verbesserungswürdig ist eigentlich nur die Verstellung des Schutzes, das hat mich schon etwas enttäuscht, aber sonst fällt mir nichts weiter ein :) das ist auch gut so.
Dieser Winkelschleifer wird mir wohl noch so einige treue Dienste leisten, der Koffer steht immer griffbereit unter der Werkbank. Es sind auch schon ein paar Sachen in Planung, wie ein Wandgestell für den Schleifbosck und solche Sachen.

So die Vor- und Nachteile nochmal auf einen Blick zusammengefasst:
+ Handhabung und Führung des Gerätes
+ Bedinung des Startknopfes, der Scheibenarretierung, der Drehzahlverstellung
+ durchzugsstark
+ Produktmerkmale wie Sanftanlauf, Wiederanlaufschutz, kompakte Bauweise
+ Der Koffer, er bietet Platz für Scheiben und Zubehör
- Verstellung des Scheibenschutzes
- Schnellspannmutter ist Sonderausstattung und somit nicht im Lieferumfang enthalten

Ich bin froh und sehr dankbar, dass ich an diesem Test teilnehmen durfte. Der Test hat mir eine große Freude bereitet, und jetzt wo der Testbericht fertig ist freue ich mich auf konstruktive Kritik zu meiner Arbeit als Bosch Produkttester.

Mit Freundlichen Grüßen Detlef
NEXT
das ursprüngliche Werkbankgestell
1/12 das ursprüngliche Werkbankgestell
PREV

Kommentar schreiben

Toller Bericht und klasse geschrieben. Macht Spaß zu lesen, was Du alles gemacht hast. Paar Absätze zwischendrin wären für die Lesbarkeit hilfreich gewesen. Alles in allem ein guter Testbericht.
2015-01-15 19:38:02

Ja ein paar Absätze wären echt besser gewesen, bei "Word" sah das noch anders aus :D
2015-01-16 12:13:34

So, hab' den Bericht jetzt 3x gelesen und kann endlich sagen: Gefällt mir!

Die Fließtext erschwert das Lesen echt ganz schön, und das ist wirklich schade, denn der Test an sich ist fein.
Wünsche viel Spaß mit der neuen Werkbank und hoffentlich freuen sich die Kollegen von der FW bald über den neuen Deko-Schlüssel!

(Ich hab' den Bericht auch -entsprechend der Hinweise für Testberichte- zunächst in Word vorgeschrieben und war dann überrascht/genervt, dass die Formatierung hier online nicht übernommen wurde und ein Großteil online neu formatiert werden wollte...
..dies übrigens auch als kleiner Wink an die Forenbetreiber.. keine Ahnung, ob sich das technisch überhaupt besser umsetzen lässt.)
2015-01-17 01:24:10

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!