PWS 1300-125 CE - Der leistungsstarke Winkelschleifer von Bosch

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Mein Testbericht des PWS 1300-125 CE 1 Kommentar
Vom 17.11.14 Geändert 2014-11-17 10:58:03
Ich durfte als relativer Neuling hier im Forum den PWS 1300-125 CE Winkelschleifer testen! Hier folgt nun mein Testbericht. Ich hoffe, er hilft dem ein oder anderen bei einer Kaufentscheidung!

Erster Eindruck/Erste Gedanken
Der PWS 1300-125 CE Winkelschleifer wirkt grundsolide, dennoch leicht und handlich. Der mitgelieferte Koffer schützt das Werkzeug und sorgt für eine aufgeräumte Werkstatt. Ganz nach meinem Geschmack.
Mein erster Gedanke war jedoch, dass der Koffer ein klein wenig zu klein geraten ist. Ich finde es etwas unpraktisch immer den seitlichen Griff des Winkelschleifers abschrauben zu müssen, um ihn in den Koffer zu bekommen. Sicherlich ist das vielleicht ein wenig kleinlich, aber die Tests werden ja für Kritik und Verbesserungsmaßnahmen gemacht.
Toll hingegen ist, dass ich viel Zubehör in den Koffer bekomme! Leider fehlt ein kleines Starter-Set. Ich finde es immer toll, wenn man ein Gerät direkt ausprobieren kann. Hier wollte Bosch im Test laut Forum noch nach liefern – bei mir kam bislang leider nichts an!
Klar. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Zwei Standard-Scheiben dazu sind aber sicherlich eine gute Wahl. Ich bestellte also erst einmal großzügig Scheiben.

Projekt
Ich habe von meinem Carport-Bau noch Reste von Alu-Wellblechplatten übrig. Dazu habe ich noch einiges an Bretterresten aus Lärche vom Schuppenbau. Ich habe daraus schon Nistkästen gebaut, die dank des Winkelschleifers nun auch ein schickes Dach bekommen können. In dem Zuge werde ich gleich einen weiteren Nistkasten bauen.
Mit dem Winkelschleifer habe ich grob erst einmal mit einer Trennscheibe (1mm) ein Stück Wellblechplatte zugeschnitten und dann mit einem Hammer die „Wellen“ beseitigt. Zur „Wellen“-Beseitigung muss mir noch etwas anderes einfallen. Eventuell gibt sich das aber auch mit dem Anschrauben ans Dach. Ich übte noch mit weiteren Zuschnitten die Handhabung des Winkelschleifers.
Nach Anpassung auf die Maße des Bretter-Dachs des Vogelhauses konnte ich die Wellblechplatte präzise zuschneiden. Toll dabei ist wirklich der sanfte Anlauf. Das kenne ich anders, als ich das Leihgerät beim Carportbau hatte. Da liegen Welten zwischen! Laut ist das allerdings. Dank der stufenlosen Reglementierung kann man hier die Drehzahl und damit auch die Lautstärke reduzieren.
Mit einer Schruppscheibe habe ich dann nach dem Zuschnitt mit der Trennscheibe die Platte entgratet. Der Wechsel der Scheiben funktioniert dabei recht leicht. Der mitgelieferte Schlüssel muss nur jedes Mal wieder an seinen Platz in den Koffer. Sonst verliert sich dieser. Bei Zeiten probiere ich mal die werkzeuglose Variante. Hier ist es aber toll, dass der Schlüssel auch einen festen Platz im Koffer hat und nicht lose rumfliegen muss.
Mit dem Arbeitsergebnis bin ich zufrieden. Es ist bislang zwar nur ein kleines Projekt, zeigt aber doch die präzise Funktionsweise. Ohrenschützer und Schutzbrille sind wichtig! Zeitlich ging es ratz fatz, wenn ich das mal so salopp formulieren darf. Bislang habe ich solche Zuschnitte umständlich mit einer viel zu kleinen Eisensäge gemacht und habe die Säge ständig dabei verhakt. Nun reicht ein kurzer Schnitt und abgeschnitten ist mein Stück Blech.
Ich habe dann auch gleich noch die überstehenden Schrauben von meinem Carport kürzen können. Auch hier eine deutliche Arbeitserleichterung. Es wird einem bei diesen Temperaturen allerdings auch nicht mehr so schön warm beim SägenJ. Ich stellte fest, dass man beim abflexen nicht so stark aufdrücken sollte. So halten die Scheiben deutlich länger.

Handhabung/Präzision
Der Winkelschleifer ist, trotz des größten grünen Modells, kompakt und gut zu händeln. Da mir ein Schleifer fehlt, versuche ich demnächst mal die Möglichkeit mit Schleifblättern. Es ist aber schon ein Werkzeug mit dem man sich umzugehen trauen muss. Denn es steckt schon ordentlich Kraft dahinter. Schutzbrille und „Mickey Mäuse“ sind anzuraten!
Ich dachte erst, dass es ein wenig unpraktisch ist, dass der seitliche Griff extra anzuschrauben ist. Da ich aber feststellte, dass der Griff auch auf der anderen Seite anzubringen ist, macht das doch ziemlich Sinn.
Zur Handhabung gehört auch die Bedienungsanleitung. Hier ist meines Erachtens noch Potential nach oben. Die Erklärungen sind für mich als Handwerkerneuling recht schwer zu verstehen. Das Papier der Anleitung ist so dünn, dass es so nicht lange halten wird. Die ein oder andere detailliertere Zeichnung würde der Anleitung gut tun. Auf die anderen Sprachen kann ich dagegen verzichten. Ich weiß … aus Kostengründen macht man das so. Das ist aber nicht im Sinne des Endanwenders gedacht – außer vielleicht um die Kosten gering zu haltenJ.
Das Gerät arbeitet, wie von Bosch gewohnt, sehr präzise. Ich habe schon eine Handkreissäge, von der ich das gleiche sagen kann. Am Winkelschleifer ist an keiner Stelle „Spiel“. Hier wackelt nichts und die Verarbeitung des Gerätes ist top. Durch den Leichtanlauf kann man dazu auch sehr genaue Ergebnisse erzielen, weil der Winkelschleifer so nicht ausschlägt und man genaue Kanten schleifen kann.

Erwartungen
Der Winkelschleifer muss bei mir noch durch die ein oder andere Prüfung. Ich stelle aber jetzt schon fest, dass mir immer mehr Dinge einfallen, die ich jetzt endlich angehen kann. Bislang (bei meinem kleinen Projekt) hat er meine Erwartungen voll erfüllt! Die Handhabung ist schlüssig für meine Zwecke. Eine tolle Bereicherung meiner langsam wachsenden Werkzeugsammlung. Sollte bei keinem Hobbyhandwerker fehlen. Inwieweit man den Winkelschleifer auch z.B. als Exzenterschleifer-Ersatz nehmen kann, wird sich zeigen. Ich kann mir ja auch nicht 100 Geräte in den Schuppen stellen … - obwohl … - J.

Verbesserungen
Ich würde mir eine bessere Anleitung wünschen. Das Gerät ist zwar bislang für mich selbsterklärend, aber heute kann eine Anleitung auch gern wertiger, farbig und mit vielen erklärenden Zeichnungen versehen sein. Auf die einzelnen Sprachen kann ich verzichten. Ggf. kann man einzelne Hefte in den Sprachen produzieren und jeder behält die für ihn passende. Farbige Anleitungen mit Bildern und vielleicht sogar Erklär-Videos könnte man in der Papieranleitung auch mittels QR-Code im Internet verfügbar machen.
Der Koffer könnte ein wenig größer sein, sodass man den Griff montiert lassen kann. Dass ich allerdings in den Koffer auch noch haufenweise Scheiben bekomme und dort nah am Gerät lagern kann, ist schon sehr gut durchdacht! Meines Erachtens kann man auf die Aufkleber am Gerät verzichten.

Fazit/Verwendung in Zukunft
Hätte ich mir mal vorgestellt, was man mit einem Winkelschleifer alles so machen kann, hätte ich mir wohl schon eher mal einen zugelegt. So ist es natürlich auch angenehm. Der kleine Test und diese Testbeschreibung machten mir viel Spaß.
Ich verwende meinen Winkelschleifer in Zukunft öfter! Ein Projekt im Frühjahr wird dann mal Richtung Steinbearbeitung gehen. Ich kann meine vom Pflastern übrigen Pflastersteine zu passenden Beetkanten verarbeiten und zuschneiden! 
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Den Hinweis mit Internetseiten und QR-Codes finde ich hilfreich. Das gehört heutzutage einfach in eine Bedienungsanleitung rein. Auf die Aufkleber am Gerät könnte man hingegen wirklich verzichten.
2015-01-15 20:40:42

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