PTK 14 EDT - der vielseitige Universal-Tacker mit einzigartiger „DuoTac“-Funktion

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Testbericht PTK 14 EDT – An den Tacker, fertig, los! 1 Kommentar
Vom 30.07.15 Geändert 2015-07-30 22:20:07
Hallo liebe Mitheimwerker,
als ich Anfang Juli nach Hause kam, war die Überraschung groß. Stand doch da ein Paket mit großem Bosch-Aufdruck. Hatte ich noch einige Zeit vorher viel Werkzeug für das Großprojekt Eigenheim 21 bestellt, konnte ich mich partout nicht daran erinnern weiteres Werkzeug bestellt zu haben. Umso größer war die Freude beim öffnen, dass meine Bewerbung zum Testen des Universal-Tackers PTK 14 EDT angenommen wurde und ich damit einer der stolzen Tester sein darf die dieses hübsche Gerät auf Herzen und Nieren prüfen dürfen. Leider hatte sich zu dem Zeitpunkt schon herauskristallisiert, dass das eigentlich mit dem Tacker angedachte Großprojekt, die Neudämmung des Daches unseres neuen Eigenheims, sich aus beruflichen Gründen auf ca. Mitte/Ende August verschieben würde. Ich werde dann noch mal in einem separaten Beitrag über meine Erfahrungen mit dem Tacker im harten Baustellenalltag berichten.
Aber jetzt will euch nicht länger auf die Folter spannen und von meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Tacker berichten. Als ich die Verpackung des Tackers in den Händen hielt, ist mir zunächst einmal aufgefallen, dass die Verpackungen einen Tragegriff hat und dieser nicht mittig an der Verpackung angebracht ist. Ha, dachte ich mir, da hat jemand mitgedacht und den Griff in den Schwerpunkt gesetzt und nicht einfach stupide in die Mitte. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit und ob man bei dem Gewicht einen Tragegriff unbedingt braucht weiß ich nicht, aber ich persönlich stehe schon sehr auf solche kleinen Details die zeigen, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat. Der Eindruck setzt sich auch nach dem Öffnen im Inneren der Verpackung fort. Alles ist aufgeräumt und hat seinen Platz. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich da allerdings schon. Der Bereich in dem das Kabel untergebracht ist, ist von einem Pappdeckel abgedeckt. Das macht es zwar beim Öffnen auf den ersten Blick sehr aufgeräumt, auf die Dauer wird es aber lästig das Kabel da jedes Mal nach der Benutzung wieder drunter zu pfriemeln. Außerdem muss ich zugeben, dass ich sehr auf die L-Boxxen der blauen Bosch Geräte als dauerhafte Aufbewahrungslösung stehe. Aber das ist ein anderes Thema, hier geht es schließlich nicht um das täglich im Einsatz befindliche, oft transportierte und deutlich teurerer Profigerät, sondern um ein hin und wieder genutztes Gerät für den ambitionierten Heimanwender zu einem fairen Preis. So viel erst einmal zu meinem ersten Eindruck beim Auspacken.
Da ich leider, wie eingangs erwähnt, den Tacker noch nicht in seinem eigentlich geplanten Einsatz bei der Befestigung der Dampfsperre unserer neuen Dachdämmung testen konnte, habe ich mir alternative Projekte gesucht. Da kam es mir gerade recht, dass eine Bekannte, ihres Zeichens leidenschaftliche Malerin, gerne Leinwand auf einen Rahmen gezogen haben wollte. Quasi eine klassische Win-Win Situation, ich konnte endlich meine Neugierde befriedigen wie sich der Tacker denn so bewährt und sie musste sich nicht selbst um das für sie lästige Befestigen der Leinwand auf dem Holzrahmen kümmern.
Also vor Beginn des Projektes erst einmal den Tacker aus seiner Verpackung genommen und ihn von dem restlichen Verpackungsbalast befreit (Kabelbinder und ein Anhänger). Danach erst einmal schauen wie man eigentlich die Klammern einlegt. Ein kurzer Blick in das Handbuch genügte bzw. man wäre eigentlich auch intuitiv darauf gekommen. Einfach unten hinten mit zwei Fingern die Verriegelung zusammendrücken und leicht nach hinten ziehen. Und schon lässt sich der Schlitten nach hinten ziehen und sich das „Magazin“ der beiliegenden Klammern einlegen. Nach dem Einlegen der Klammern einfach wieder nach vorne schieben bis der Schlitten wieder einrastet. Wichtig für den Einsatz auf der Baustelle, dass diese Arbeitsschritte auch mit Handschuhen problemlos zu bewerkstelligen sein sollten. Danach geht es erst einmal an die Findung der richtigen Schlagkraft. Hierzu verfügt der Tacker über ein leicht zu bedienendes Wahlrad mit 6 Schlagkraftstufen. Wobei Stufen in dem Fall eigentlich der falsche Begriff ist, da sich das Rad und damit die Schlagkraft stufenlos einstellen lässt. Mit Hilfe der Anleitung ist dann auch schnell eine Einstellung für die ersten Versuche getroffen. Hier wäre es natürlich perfekt, wenn sich die Hinweise zur Schlagkraftauswahl auf dem Gerät selbst befinden würden und man nicht erst in die Anleitung schauen müsste. Aber ich denke da bekommt man mit der Zeit ein Gefühl dafür und wie die perfekte, intuitive Darstellung auf dem Gerät aussehen könnte weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber vielleicht fällt da einem findigen Boschler ja noch etwas ein ;-). Die letzte zu treffende Entscheidung bevor es mit dem Tackern losgehen kann betrifft die neue und einzigartige DuoTac-Funktion. Mit dieser Funktion kann man zwei Klammern gleichzeitig einschlagen, um so bei rissempfindlichen Materialien die Gefahr des Einreißens zu verringern. Zur Auswahl dieser Funktion findet sich an der Vorderseite des Gerätes ein eindeutig beschrifteter Schiebeschalter mit dem man die Funktion zu- und abschalten kann.
So, nun wollte ich aber endlich loslegen. Da ich mit Leinwand ein rissempfindliches Material verarbeiten wollte, entschied ich mich doch direkt die DuoTac-Funktion zu verwenden. Ein kurzer Blick in das Handbuch verriet mir dann noch, dass ich es in Kombination der DuoTac-Funktion mit einem scheinbar mittelharten Holz erst einmal mit einer Schlagstärke von 4-5 versuchen kann. Zum Tackern der Leinwand kann ich nichts Spektakuläres berichten. Nach ein paar Klammern musste ich nur feststellen, dass die gewählte Schlagstufe, ca. 5, nicht zuverlässig zum vollständigen Versenken der Klammern führte. Also auf volle Stufe gestellt und problemlos alle Klammern im dem Rahmen versenkt. Leider kann ich die Härte des Rahmens nicht wirklich beurteilen. Aber ich würde schätzen, dass es durchaus noch härtere Hölzer gibt und möglicherweise kommt der Tacker in Kombination mit der DuoTac-Funktion dann doch an seine Grenzen. Aber wie gesagt, das kann ich bisher nicht beurteilen und vielleicht habe ich auch einfach einen Rahmen aus relativ hartem Holz erwischt oder mit Stufe 6 war doch noch genug Luft für noch ein wenig härteres Holz. Wie gesagt, ich war auf Stufe 6 mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. Insofern hat der Tacker bisher meine Erwartungen voll erfüllt.
Mit Blick auf den Einsatz Überkopf bei der Befestigung der Dampfsperre ist mir allerdings das für meine Begriffe etwas zu kurz geratene Netzkabel aufgefallen. Zwar muss man in der Regel immer mit einer Verlängerung arbeiten, aber da finde ich es sehr angenehm wenn die Verlängerung noch auf dem Boden aufliegt und man damit das zwar geringe, aber nun mal vorhandene Gewicht der Steckverbindung nicht permanent mittragen muss. Aber auch das ist jammern auf hohem Niveau und tut der Freude beim Einsatz des Tackers mit Sicherheit keinen Abbruch.
Wofür ich den Tacker in Zukunft noch einsetzen werde? Also wie bereits schon mehrfach erwähnt, zunächst einmal bei der Isolierung des Daches unseres neuen Eigenheims. Und da ich gesehen habe, dass es neben den üblichen Klammern auch „Magazine“ mit Nägeln gibt, werde ich bestimmt bei der Befestigung der Rückwände unserer Möbel aus dem bekannten schwedischen Möbelhaus gerne wieder auf den Tacker zurückgreifen. Außerdem stehen noch ein paar Stühle auf dem Programm die gerne mit einem neuen Überzug versehen werden wollen. Also Anwendungen habe ich noch genug für das gute Stück!!
Bleibt mir nur noch euch eine Weisheit aus der Mutter aller Filme mit auf den Weg zu geben: „Heb nie ab vom Acker, ohne Deinen Tacker!“
Viele Grüße,
Markus
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 951457#post951457.

Viele Grüße,
Björn
2015-08-21 16:57:10

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