PBD 40 – neue Maßstäbe in Präzision und Handhabung

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

PBD 40 2 Kommentare
Vom 31.01.12 Geändert 2012-01-31 10:56:26
Als erstes nochmals vielen Dank, dass ich die PBD 40 testen durfte.

Der Test hat mir viel Spaß gemacht, was hauptsächlich daran lag, dass es sich um eine super Maschine handelt.

Die PBD 40 ist für jeden ambitionierten Heimwerker eine Empfehlung.

Die Maschine ist nicht nur für große Projekte geeignet, sondern ist auch sehr hilfreich wenn es um schnelle Reparaturen im Haushalt geht.

Als Beispiel kam die Tischbohrmaschine beim Umzug meiner Mutter ins Spiel. Neue Wohnung heißt auch neuer Klodeckel und eine ganz neuartige Halterung, die nicht zum Deckel passt.

Also war die Divise aus zwei mach eins. Dazu musste ich in die Halterung (Metall) ein Loch bohren. Da dies später auch etwas sichtbar ist, dachte ich mir mach’s mal lieber sauber.

Das Ergebnis war für mich ein erstaunlich sauberes Loch. Keine Erhebungen oder Kanten an den Bohrrändern und es ging kinderleicht.

Weiterhin habe ich mit der PBD 40 etliche Sackbohrungen durchgeführt. Von kleinen bis großen und von flachen bis tiefen. Dabei hatte ich nie Probleme und die waren sauber Löcher, wie ich sie mir vorgestellt habe. (Die Teelichter kippeln nun nicht mehr ;) )

Das Handrad hat sich dabei sehr gut gemacht. Für den Test habe ich mit dem mitgelieferten 10 Sacklochbohrer eine Tiefe von etwas über 60 mm gebohrt. Da der Bohrer etwas klein war, musste ich ihn zwischendurch ab und an etwas säubern. Sonst ging das Spitze. Der Bohrer ist sauber und gerade gelaufen.

Als nächstes habe ich die Tiefeneinstellung geprüft. Dazu habe ich den Bohrer auch dem Werkstück abgesetzt und die Anzeige genullt. Dann losgebohrt bis die Anzeige auf 5,8 mm stand. Das Loch habe ich dann mit dem Messschieber nachgemessen, was eine Tiefe von 5,77 mm ergab.

Damit hatte die Messung der PBD 40 eine Abweichung von 0,03 mm. Da stell ich mir die Frage war die Maschine ungenau oder der Messschieber ;)

Damit volle Punktzahl bei der Tiefenanzeige.

Als nächstes hat mich Interessiert wie sauber das "Innere" der Löcher wird. Hatte vor kurzen etliche Löcher in einen Holzstern aus Kiefer gebohrt. Dazu hatte ich den Akkubohrschrauber genommen.

Was mich da am Ergebnis gestört hatte, waren leichte Fransen im Bohrloch. Diesen Stern holte ich wieder hervor und nahm auch wieder den gleichen Bohrer. Der Stern war zwar etwas Sperrig aber ich kam an jedes Loch gut ran. Beim Einspannen ist nur der Wunsch nach einer zusätzlichen Spannmöglichkeit entstanden, dazu aber später mehr.

Nachdem ich die erste Hälfte der Löcher im Stern nachgebohrt hatte, nahm ich diese in Augenschein. Die Bohrungen waren sehr viel sauberer, es keinen Fransen mehr zu sehen.

Da ich zuvor schon mit dem Akkubohrschrauber und einer Bohrmaschine versucht hatte die Bohrungen sauberer zu bekommen, kann das für mich nur heißen das die PBD bei dieser Anwendung einfach die beste Wahl ist.

Ich habe mir für den Test eine Prüfpunkte einfallen lassen und werde nun auf diese kurz eingehen:

Tiefenanzeige

Diese arbeitet nach dem sie justiert wurde (Nullen auf dem Werkstück) sehr genau. Anzeige ist gut sichtbar.

Ich habe kleinere Serienbohrungen (Anzahl < 10) schnell ohne Tiefenstopp gebohrt, nur mit der Anzeige und habe dabei immer die richtige Tiefe erreicht.

Tiefenstopp

Bei vielen Bohrungen mit gleichen Randparametern machte sich der Tiefenstopp sehr gut. Erste Bohrung habe ich mit Anzeige gemacht und den Anschlag eingestellt. Die restlichen Löcher kamen dann zügig aus dem Handgelenk ;)

Längsanschlag

Wenn der Tiefenstop und der Längsanschlag kombiniert für Serienbohrungen genutzt werden kann, dann fängt das Arbeiten im Akkord an.

Leistung

Habe ist nicht geschafft das die PBD 40 schwächelt. Hatte vor der Tischbohrmaschine Sacklöcher immer mit einer Bohrmaschine gebohrt. Mit der PBD 40 habe ich das gefühlt, dass der Bohrer leichter eintritt und auch einen besseren Vortrieb hat.

Laser

So nun zum Laser. Dieser in Verbindung mit dem Längsanschlag, gibt der Maschine einen großen Vorteil bei Serienbohrungen. Viele Löcher lassen sich so sehr schnell Bohren.

Bei meiner Maschine war der Laser genau eingestellt. Bei ganz genauen Bohrungen peile ich mit dem Bohrer eh vorher an, da die Laserlinien etwas dick sind.

Mich erstaunte, dass der Laser trotz zugeschalteter Beleuchtung gut sichtbar war.

Der Laser ist fürs "schnelle" bohren sehr hilfreich.

Beleuchtung

Das Werkstück wird durch die LED gut ausgeleuchtet und ist sehr hilfreich bei den erforderlichen Einstellungen vor dem Bohren. Jedoch wirft der eingespannte Bohrer einen Schatte auf das Werkstück. Vielleicht ist sollte die LED anders angeordnet werden oder eine zweite dazu genommen werden oder man muss einfach mit dem kleinen Schatte leben (war nicht so tragisch).

Handrad

Durch das Handrad lässt sich sehr präzise arbeiten und der Druck wird gut übertragen. Ich hatte mit dem Rand keinerlei Probleme. Bei tiefen Bohrungen habe ich mit zwei Händen umgegriffen. (Da das Werkstück ja fest eingespannt ist)

Spannmöglichkeiten

Die PBD 40 hat einen Schnellspanner. Dieser wird einfach bei der Bohrung auf das Werkstück gelegt und mit einem Hebel fixiert. Wenn dieser nicht benötigt wird, kann er einfach nach hinten gedreht werden.

Die Öffnung ist auf den Maximalen Bohrdurchmesser in Holz angepasst mit 40 mm. Der Anpressdruck der Backen ist gut und das Werkstück wird sicher in der Position gehalten.

Mit Schnellspannvorrichtung lassen sich schnell und gut die Werkstücke befestigen und halten auch bombenfest, bei Weichholz jedoch sollte immer etwas Restholz dazwischen gelegt werden.

Bei Spannen mancher untypischen Werkstücken (Naturholz, Sterne, etc.) hatte ich die Idee zwei Spannbacken an den Fuß anzubringen wäre spitze!

Hintergrund ist das ich schon ein paar mal etwas gebohrt habe, wo ich die Spannbacken nicht in der Nähe der Bohrung verwenden konnte, sondern seitlich versetzen musste.

Die Backen konnten also, Werkstück bedingt, an der Bohrung nicht halten.

Wenn man am Fuß zwei Backen montieren könnte, wo ich entweder eine nur nutzen kann oder beide, eine Rechts und eine Links auf das Werkstück, damit sich dieses nicht wegdrehen kann. Gut könnte ich mir das auch als optionales Zubehör vorstellen.

Platzbedarf

Da ich eine sehr kleine Werkstatt besitze, habe ich nicht ganz so viele Stellmöglichkeiten auf den Werktischen. Deshalb stelle ich die Tischbohrmaschine immer in die Ecke, wenn ich sie nicht benötige. Da stört sie mich nicht und ist ja schnell wieder hingestellt. Durch die große Grundplatte, steht die Maschine auch sehr sicher.

Gerade Bohrungen

Bei mir sind die Bohrlöcher immer gerade verlaufen. Der Bohrer wurde nicht weggedrückt. Dafür habe ich habe ich die Maschine kurz über dem Werkstück eingestellt und bin dann immer langsam (sicherlich langsamer als nötig) ins Material rein.

Ergebnisse

Wie man schon an der Grundstimmung des Berichtes merkt, bin ich von den Ergebnissen und der Maschine begeistert. Alle Bohrungen sind sauber geworden, ob Holz oder Metall.

Ich habe sogar ältere Projekte (mit offenen Bohrungen) nochmals rausgeholt und aufgebohrt.

Dabei kann ich sagen, dass ich immer mit den Ergebnissen sehr zufrieden war. Prinzipiell sollte man sich auch bei einer Tischbohrmaschine Zeit nehmen. Klingt schon etwas blöd aber ich hatte das Gefühl, wenn ich zu starken Druck ausüben kann der Bohrer durch die Holzfasern eher weg gedrückt werden.

Tabelle an Maschine

Die Tabelle an der Maschine ist sehr hilfreich. Vielleicht sollte jedoch auch Holz mit angezeigt werden.

In dem Wissensbereich auf 1-2-Do befindet sich auch eine Sehr schöne Tabelle (http://www.1-2-do.com/wissen/index.php/Bohrer), die wäre auch was für die Anleitung

Werkzeugwechsel

Der Wechsel der Bohrer ging bei mir hervorragend. Bohrer rein und mit der Hand das Futter festdrehen. Dann noch das Futter „locken“ und fertig. Hatte nie Probleme und ging immer zügig. Werde mir irgendwann ein zusätzliches Futter holen, was ich in das jetzige einspannen kann, für Bohrer kleiner 1 mm.

Randbemerkung:

In der Bedienungsanweisung steht das in Holz maximal mit einem Durchmesser von 40 mm gebohrt werden kann mit der PBD. Vorab 45 mm geht auch.

Dies finde ich sehr schade, denke das die Maschine sicherlich mehr schafft, denn bei 45 mm hatte ich keinerlei Probleme.

So nun damit ich es nicht vergesse, noch kurz zu den Fragen

1. Welche Anwendungen habe ich mit der PBD 40 umgesetzt?



- Bohrungen in Holz (Fichte, Kiefer, Buche) und Metall

- Sacklochbohrungen (10- 45 mm Durchmesser) in Holz

- Tiefe Sacklochbohrungen bis 6 cm

- Serienbohrungen mit Längsanschlag



2. Wie beurteile ich die Leistung der PBD 40?



Ich bin nie an eine Leistungsgrenze gekommen. Die Leistung der PBD 40 hat mich bei meinen bisherigen Anwendungen überzeugt.

3. Wie leicht fällt mir die Handhabung?

Nachdem ich die Anleitung gelesen hatte und ein paar Sachen mit Resthölzern ausprobiert hatte, war mir die Bedienung der Maschine ziemlich schnell klar. Wie oben schon beschrieben, gibt es nix wirklich auszusetzen an der PBD 40. Handrad lässt sich gut bedienen,

Laser ist bei mir genau, Tiefenanzeige arbeitet genau, Tiefenanschlag funktioniert und der Schnellspanner erfüllt auch seinen Zweck.

4. Bin ich zufrieden mit den Arbeitsergebnissen?

Das Arbeitsergebnis sind saubere und gerade Löcher. So wie ich es von einer Tischbohrmaschine erwarte habe. Meine Maschine hat auch so gut wie kein Spiel. Dazu fixiere ich immer auch die Höheneinstellung.

Also ja ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

5. Erfüllt die PBD 40 meine Anforderungen und Erwartungen?

Die PBD 40 erfüllt alle meine Anforderungen und Erwartungen. Es gibt ein paar winzige Funktionen die mir noch gefallen würden, diese Fallen sind jedoch ehern für spezielle Arbeiten ausschlaggebend.

- Bohrungen in Holz mit Durchmesser größer 40mm

- Zusätzlicher Schnellspanner (optionales Zubehör)

- Anordnung LED

6. Was könnte verbessert werden?

Im Prinzip stört mich nicht wirklich etwas an der Maschine. Sie arbeitet genau, hat schöne Zusatzfunktionen (Laser, Beleuchtung, Schnellspanner, Längsanschlag) und steht sicher auf der großen Grundplatte.

Ich wurde und habe Sie jeden Heimwerker in meinem Umfeld weiterempfehlen.

Deshalb möchte ich mich auch zum Schluss nochmals für den Test bedanken. Es hat mir Freude gemacht mit der Maschine zu arbeite und Ideen umzusetzen. Welche ich auch beld hier vorstellen, sobald sich der Bohrstab gelegt hat ;)
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Hallo hargon,
vielen Dank für Deinen Testbericht. Zu folgendem Inhalt habe ich noch eine Anmerkung:

"Die Tabelle an der Maschine ist sehr hilfreich. Vielleicht sollte jedoch auch Holz mit angezeigt werden. In dem Wissensbereich auf 1-2-Do befindet sich auch eine Sehr schöne Tabelle (http://www.1-2-do.com/wissen/index.php/Bohre r), die wäre auch was für die Anleitung."

Eine solche Tabelle wäre sehr komplex (Hartholz, Weichholz, verschiedene Holzarten) und so groß, dass hierfür kein Platz auf dem Gerät wäre.
Am besten orientierst Du Dich an anderen Tabellen (z.B. aus dem Internet) oder an der Verpackung der Bohrer. Hier gibt Bosch immer die empfohlene Drehzahl an.

Deine Carina
2012-02-17 16:34:48

Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 162392&posted=1#post162392.
2012-02-20 14:31:53

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