PBD 40 – neue Maßstäbe in Präzision und Handhabung

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Testbericht Bosch-Tischbohrmaschine PBD 40 5 Kommentare
Vom 29.01.12 Geändert 2012-01-29 21:52:57

Benutzer gelöscht

Allgemeines
Zuerst sage ich auf diesem Wege „Danke“, dass ich testen durfte. Als „lupenreiner“ Heimwerker, der von der Kleinigkeit bis zum anspruchsvolleren Objekt vielerlei Heimwerkerarbeiten verrichtet, habe ich die PBD 40 bestimmungsgemäß ausprobiert. Als Heimwerker mit wenigen Kenntnissen was Tischbohrmaschinen betraf, lernte ich in dieser Testphase viel dazu. Meine Erfahrungen beschränkten sich vor diesem Test nur auf Bohrständer mit Bohrmaschinen und an fremden Tischbohrmaschinen zum Bohren von Löchern. Wenn man also will, schreibe ich hier einen Bericht in der Rubrik „Laie lernt Tischbohrmaschine näher kennen“.

Punkt 1, Gefühl für Maschine und Materialien.
Begonnen habe ich mit dem genauen Lesen der Bedienungsanleitung, anfangs nur im Sessel, dann direkt an der Maschine am „Arbeitsplatz“. Dann folgte „Learning by doing“, aber zuerst fettete ich die Bohrsäule mit Maschinenfett ein um ein gleichmäßiges, ruckfreies Auf und Ab der Bohreinheit zu erzielen
Um die Tischbohrmaschine praktisch kennenzulernen, habe ich zuerst Löcher in Resthölzer gebohrt. Zuerst normale Tiefen und Durchmesser, dann verschiedene Tiefen und Durchmesser von 2mm bis 40mm (Forstnerbohrer). Die Holzarten waren Weich- und Hartholz.
Punkt 2, diverse Bohrarbeiten.
Hauptsächlich bohrte ich, wie gewünscht Sacklöcher, Dübellöcher und Bohrungen.
Punkt 3, meine Arbeiten mit Metall
waren Bohrungen in Aluschienen. Ich stellte verschiedene Anschläge für die PBD40 her.
Punkt 4, das Display blieb während der Arbeiten immer eingeschaltet, um die eingegebenen Werte nicht zu löschen. Für mich war es zugleich eine „Beruhigung“ zu wissen, wo und wie bohre ich gerade.

1. Meine eigentlichen Anwendungen mit der PBD 40.
Das eine Projekt ist ein Weinregal mit Beleuchtung nach außen (die hintere Seite). Die Fächer für 12 Weinflaschen werden mit einer Rückseite versehen, diese wiederum wird durch indirektes Licht illuminiert. Viele gleichartige Bohrungen mit 6er Holzbohrer wurden mit dem Tiefenanschlag in die furnierten Eichenbretter gebohrt.

Das zweite Projekt ist ein verlängerter Anschlag für die PBD 40 aus Alu. Der Anschlag ist 70cm breit und zum seitlichen Verschieben mit 4 gleichen, passgenauen Bohrungen versehen. Damit der Anschlag nach links und rechts befestigt werden kann und längere Teile zusätzlich arretiert werden können. Außerdem baute ich einen flachen, 3mm hohen Anschlag für Bohrungen an der Stirnkante von Brettern.
Als weiteres Projekt erstellte ich eine Dübellehre aus Alu mit Löchern in 32mm Abstand.

2. Die Leistung der PBD 40
Die Leistung bei „normalen“ Bohrungen in/durchs Holz hat mich restlos überzeugt, egal, ob Weich-oder Hartholz oder Metall. Die Bohrungen waren nach der Kennenlernphase in allen Materialien kantenscharf und sauber.

3. Die Handhabung
Ganz toll war für mich das gefühlvolle Einspannen der Bohrer. Das schnelle Bohrer wechseln ohne Werkzeug wird bestimmt jeden Heimwerker begeistern, zumal es kein Nachspannen von Bohrern mehr braucht. Das Einstellen der Maschine auf unterschiedliche Materialstärken ist ebenfalls kein „Akt“ mehr, einfach tollgelöst. Durch den genauen Laserpunkt trifft der Heimwerker exakt den gewünschten Punkt zum Bohren. Zusätzlich sorgt das eingebaute, abschaltbare Licht für eine gut ausgeleuchtete Arbeitsfläche. Selbst runde Materialien kann man in der Nut in der Fußplatte mit dem Schnellspanner gut befestigen.
Das übersichtliche Display ist einfach zu handeln und gut lesbar, auch das Drehrad liegt angenehm sicher in der Hand.
Besonders begeistert bin ich von dem Schnellspanner. Diese Einrichtung hat den Namen „Schnell…“ wirklich verdient und sie hält auch noch kräftig das Material.

4. Die Arbeitsergebnisse waren allesamt sehr gut und für alle klassischen Heimwerkerarbeiten ausreichend. Das Gerät zeigte keine Schwächen, egal ob Metall, Hart- oder Weichholz, ob kleine oder große Bohrungen. Auch Sacklöcher wurden sauber und mit exakter Tiefe gebohrt. Bei Verwendung von guten Werkzeugen wird auch das Ergebnis gut.

5. Meine Anforderungen und Erwartungen
wurden mehr als erfüllt. Die Kraft der PBD 40 hat mich sehr begeistert, ebenso wurden die von mir gehegten Erwartungen voll übertroffen. Die Bandbreite von kleinen bis großen, von schmalen bis breiten Löchern, ist schon beeindruckend.

6. Mögliche Verbesserungen
gibt es für mich fast keine, außer, dass die Bedienungsanleitung (wie so oft bei Bosch) m. E. zu viel Fachwissen unterstellt. Nicht jeder Heimwerker ist von Berufs wegen, ein Holz- oder Metallarbeiter. Verbessert werden sollte auch die Info über das erhältliche Zubehör, z. B. Maschinenschraubstock. Was kann man als Zubehör noch kaufen? Denn als Käufer will ich sofort nach dem Auspacken meiner Maschine wissen, was an Zubehör noch möglich ist. Beim Bohren mit einem 40er Forstnerbohrer ist das Laserfadenkreuz nicht mehr sichtbar.
Der serienmäßige Winkelanschlag ist zu hoch und bei flachen und langen Teilen, die an der Stirnseite mehrmals gebohrt werden müssen, ist der Feststeller nicht mehr verwendbar. Ich habe mir eine Aluschiene (3mm stark) gebaut, die unter den Feststeller passt.
Ich habe für die PBD 40 zwei Anschläge gebaut: 1x Winkel 70cm lang mit 4 Bohrungen, 1x flache Schiene 30cm lang mit 2 Bohrungen.

7. Mein Fazit
Mit dieser Tischbohrmaschine erhält der Heimwerker ein präzises gutes Gerät angeboten, das Heimwerkerarbeiten, auch anspruchsvollere, sicher bewältigt. Die echten Grenzen der PBD 40 wird der Heimwerker sicher erst nach langer Zeit des Arbeitens mit der Maschine erkennen, wenn überhaupt...
Ich freue mich schon auf die Testberichte unserer vielen Fachleute.

8. Eigene Anmerkung, dieser Testbericht wurde von mir ausschließlich nach meinen eigenen Erfahrungen und Meinungen erstellt. Ich habe mich nicht an Meinungen und Aussagen von anderer Seite orientiert. Das erwähnte Projekt „Weinregal“ ist in Kürze fertiggestellt und wird wie immer, in unserer Community veröffentlicht.

Holzfan, im Januar 2012
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Hallo Holzfan,
vielen Dank für Deinen Testbericht.

Zu folgendem Punkt in Deinem Bericht habe ich noch eine Anmerkung:
"Der serienmäßige Winkelanschlag ist zu hoch und bei flachen und langen Teilen, die an der Stirnseite mehrmals gebohrt werden müssen, ist der Feststeller nicht mehr verwendbar. Ich habe mir eine Aluschiene (3mm stark) gebaut, die unter den Feststeller passt."

Das Problem kannst Du lösen, indem Du den Winkelanschlag an die Vorder- und den Schnellspanner an der Hinterseite befestigt.

Viel Erfolg,
Deine Carina
2012-02-10 13:22:35

Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 161218#post161218.
2012-02-16 11:36:21

Hallo Holzfan,
jetzt hab ich es verstanden. Vielen Dank für die gute Idee. Ich habe sie aufgenommen.
Deine Carina
2012-02-27 12:02:06

Ein sehr ausführlicher Testbericht DANKE.
2013-11-14 20:23:30

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