PBD 40 – neue Maßstäbe in Präzision und Handhabung

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht Tischbohrmaschine PBD 40 2 Kommentare
Vom 27.01.12 Geändert 2012-01-27 17:10:16
Erst noch einmal vielen Dank, dass ich die Maschine testen und behalten darf.
Wie auf den Bildern zu erkennen ist, habe ich die ganze Bandbreite beim
Heimwerker - Hobbybohren getestet.

1. Begonnen habe ich mit dem Bohren von Sacklöchern in ein Aluminiumdouble meiner im Bau befindlichen Teslaturbine. Diese sind im Durchmesser 3 - 5 mm und eine Tiefe von 10 - 15 mm.
Diese Genauigkeit erreichte ich nach einigen Übungen sehr präzise. Die Digitale Einstellhilfe erleichtert das ungemein. Voraussetzung ist, man liest die Bedienungsanleitung. Hilfreich erwies sich das Einstellen von 10 mm über dem Werkstück als Null und dann zum Sackloch 10 mm zu geben. Die Reproduzierbarkeit erhöhte sich ungemein.
Die nächste Anwendung waren die Tests mit den Forstnerbohrern im Holz. Diese sind ja absolut scharfe Teile. So dass keine Fehler entstehen können. Auch hier mit ein wenig Geschick und ein mehr an Vertrautheit lassen das Heimwerkerherz höher schlagen. Mit Plexiglas und Pertinax habe ich auch sehr gute Ergebnisse erzielt. Jetzt kam Stahl dran, ein Vierkantrohr aus ST 38 mit einer Wandstärke von 5 mm war der Prüfling. Die wieder mit gelieferten Bohrern von 6 - 8 und 10 mm erwiesen sich auch als Profiwerkzeug. Wie im Bild zu sehen ist, sind alle Hürden genommen und ohne vor bohren. Ein hauseigener 12 mm Bohrer schaffte die Hürde einmal, trotz Bohröl ist er hin.

2. Bei allen Arbeiten konnte ich feststellen, dass die Leistung optimal am Bohrfutter ankommt. Wenn ich diese richtig einsetze, dann kann ich viel damit erreichen.
Durch die elektronische Drehzahl und Drehmomentregelung arbeitet der Bohrer immer im optimalen Bereich.
Selbst bei Stahl und einem 12 mm Bohrer, bleiben die vorgewählten Drehzahlen, im Beispiel Stahl, 2400 U/min fast immer konstant.

3. Die Handhabung ist gewöhnungsbedürftig, zum einen das Handrad, aber inzwischen will ich es nicht mehr missen.
Das Bohrfutter und auch die Bedienung im Display. Schnell ist man in der Übung und weiß dass mit dem Lösen der unteren Zange die gesamte Maschine in der Höhe geändert wird.

Die Höhe sollte man, im Hinblick u. a. auf optimale Einstellungen der Bohrtiefe auch unbedingt anpassen. Dann erst die Bohrtiefe mit dem Tiefenanschlag herstellen.
Das Werkstück ordentlich sichern. Dazu ist ein bequemer Feststeller stationär vorhanden.

Hilfreich ist auch der Aluminiumwinkel als Anschlag. Ich habe mir einen Maschinenschraubstock gegönnt. Ist für die Bastelarbeit eine Bereicherung.
Noch habe ich es nicht drauf beim Ausschalten in Stand by zu bleiben, anschließend ist dann wieder das praktische LED Licht aus. Das 3. Backenfutter erfordert ein wenig Übung, auch hier ist ein Blick in die Bedienungsanleitung hilfreich.

4. Mit den Arbeitsergebnissen bin ich sehr zufrieden, die BPD 40 würde ich im semiprofessionellen Bereich einsetzen.

Wobei immer ein gescheites Werkzeug, egal ob HSS Bohrer oder Holzwerkzeug die Garantie dafür sind.
Fräsen habe ich unterlassen, ich denke das wäre für die Maschine ihrem Bohrfutter abträglich.

Die Reproduktion des Tiefenanschlages ist für so ein Gerät genial, wenn man es denn beherrscht. Ich habe hinter einander weg 25 Löcher im Aluminium gebohrt und alle Tiefen gleich hin bekommen.

5. Die PBD 40 erfüllt alle meine Anforderungen und auch meine Erwartungen.
Schon alleine die elegante Drehzahlregelung, mit der mechanischen Vorwahl zweier Gänge.

Die Tiefeneinstellung übertrifft alle Vorstellungen. Interessant absolut praktisch, dass die gesamte Maschine in der Höhe verstellt wird.
Die Laserzieleinrichtung ist ein sehr praktisches Hilfsmittel und diese trifft man ja in vielen anderen Maschinen von Bosch. Ebenso die helle LED Beleuchtung.

6. Die Reflexion der Arbeitsplatte aus Aluminium ist gewöhnungsbedürftig, matt geschliffen wäre hilfreich.
Eine Überarbeitung des Bohrfutter, um auch mit Bohrern ab 0,5 mm arbeiten kann.
Ein wenig überrascht haben mich doch die etwas lauten Arbeitsgeräusche. Sollte das kostenmäßig vertretbar sein, dann würde ich mir eine Verringerung für die Zukunft wünschen. Bei zwei Maschinen parallel in einer Werkstatt, würde wohl selten, aber dafür nervend sein.


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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 160519#post160519.
2012-02-14 17:09:27

Hallo danielduesentrieb,
vielen Dank für Deinen Testbericht sowie Deine Hinweise. Diese haben wir gerne aufgenommen.
Deine Carina
2012-02-23 10:22:11

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