PBD 40 – neue Maßstäbe in Präzision und Handhabung

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Produkttest PBD 40 aus Sabo's Sicht 2 Kommentare
Vom 24.01.12 Geändert 2012-01-24 20:20:53
Ich gestehe ....
Ich bin ambitioniert. Ambitionierte Hobbyhand- und Heimwerkerin, Hobbyfotografin, Hobbystrickerin.

Soll heißen, ich kann von allem etwas aber ich beherrsche nichts bis zur Perfektion.

Dementsprechend kann ich auch die PBD 40 nur nach meinen Kriterien beurteilen.

Bislang habe ich Löcher in Bretter auch nur gebohrt. Es gibt tatsächlich Maschinen, die das können. Sei es ein Akku-Schraub-Bohr-Gerät oder eines mit Strippe. Zu grauen Urzeiten musste ich im Werkunterricht die Löcher sogar von Hand bohren. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

Und ich gestehe ein weiteres Manko meinerseits. Ich mag keine Bedienungsanleitungen. Manchmal schaue ich zwar rein, aber für mich müssen Geräte selbsterklärend sein. Im Normalfall sind sie es auch.


Also gut. Pakete auspacken kann ich schon ohne Anleitung. Und ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, als ich die PBD 40 auspacken durfte. Auch das netterweise beigelegte Zubehör war einfach toll. Es passte hervorragend zu den Plänen, die hier anstanden. Nämlich Möbelbau. Aus alt mach neu und noch was dabei.

Der Zusammenbau der Maschine gestaltete sich auch recht einfach. Das habe ich nämlich meinem Mann überlassen.


Ich gebe es zu, das ich mir die Bedienungsanleitung erst nach der Umfrage, ob wir sie genutzt haben oder nicht, zu Gemüte geführt habe. Und das sicherlich auch nicht ganz so intensiv wie andere Mitglieder.


Tja und dann kam der erste Test. Der Stecker passt in die handelsübliche Steckdose und nach dem Betätigen des Anschalters kann es auch losgehen.

Ob nun das Laserkreuz an oder ausgeschaltet ist, macht dem dann folgenden Bohrgeräusch nichts. Empfehlenswert ist es aus meiner Sicht schon, wenn punktgenaue Bohrungen vorgenommen werden müssen.

Entgegen den Aussagen einiger Mittester hatten wir kein Problem mit der Justierung und es hat genau gepasst.

Auch das zusätzliche und gut durchdachte Beleuchtung gefällt mir gut. Die habe ich bei anderen Geräten aus der grünen Reihe (dem IXO und dem PSR 18 Li2) schon zu schätzen gelernt.

Ebenso wird die Erkennbarkeit des Lasers wird durch das Powerlight nicht gemindert.


Nach ein paar Probeläufen mit der Maschine konnten wir auch mit unserem eigentlichen Projekt, dem Umbau des Bades beginnen. Nicht das das Bad von der Maschine abhängt, aber es war ein zusätzlicher "Druckverstärker", damit wir endlich mal in die Gänge kommen.


Natürlich ließ sich nicht alles, was zum Umbau nötig war mit der PBD 40 erledigen. Aber viele Dinge schon. Zurechtsägen der Materialien mußten wir schon noch mit anderen Werkzeugen erledigen. Und auch diverse Bohrungen mit dem Akkuschrauber / Bohrer.


Nun aber zur PBD:


Bei der ersten Bedienung dachte ich ja, das Stellrad würde wackeln, aber das war ich, die zu vorsichtig an das ganze rangegangen ist. Ich wollt ja nichts kaputtmachen. Ein wenig verunsichert hat mich anfangs das Nachgreifen am Stellrad, vielleicht könnte es so etwas wie einen "Führknauf" geben. Ich weiß nicht ganz genau, wie ich es beschreiben soll. Einen drehbar gelagerten "Knubbel", der das gleichmäßige Absenken etwas einfacher macht.


Mir gefällt das schlüssellose Bohrfutter. Denn wenn ich bei anderen Bohrmaschinen etwas suche, dann meistens den Schlüssel. Nicht nur, das die Zeitersparnis durch das Nicht-Suchen-Müssen gegeben ist, ich empfinde es auch als arbeitserleichternd. Das Einspannen der Bohrer erfolgte also problemlos. Ebenso das Wechseln von Bohrer X auf Bohrer Y oder Z. Nur das nach ein paar Sacklochbohrungen der Bohrer heiß ist, war mir kurzfristig entfallen und so hätte ich ihn fast fallenlassen. Das schreibe ich aber mir und nicht der Maschine zu. Da habe ich einfach einen Moment lang nicht mitgedacht.


Mit dem Bohrfutterdurchmesser habe ich soweit auch kein Problem, denn es passen alle handelsüblichen und von mir genutzten Bohrer bis zu einem Durchmesser von 13 mm hinein. Sollen größere Löcher gebohrt werden, finde ich den Forstnerbohrer sowieso sinnvoller.


Was mir persönlich nicht so toll gefällt, ist die Führung der Spannvorrichtung und der dazugehörige Schnellspannhebel. Irgendwie verkantet der Fuß bei mir immer. Beim Arbeiten mit größeren Brettern hätte ich mir gerne eine dritte Hand gewünscht, die entweder das Brett noch mit festhält, oder den Spannhebel betätigt und verschiebt. Denn irgendwie habe ich es immer wieder geschafft, das sich alles ein wenig ineinander verkeilte. Und der Schnellspannhebel ist mir ein wenig zu umständlich. Vielleicht ist es auch Gewöhnungssache, aber entweder hatte ich ihn auf einer Seite zu weit herausgezogen oder zu weit hineingeschoben. Irgendwas hat einige Male nicht gepasst, so das ich ein wenig in mich hineinfluchend gedacht hab: Das hätte man auch anders lösen können. Allerdings bin ich noch nicht auf eine adäquate Lösung gekommen.


Allerdings ist die Möglichkeit des Parallelanschlags Klasse. Gerade für kleinere Arbeitsstücke. Ich habe mir zum Probebohren ein Stück Kantholz gewählt, was normalerweise zum Brennholz-Anfeuern gedacht ist. Das hat in der Länge und auch in der Breite gut gepasst und nichts ruckelte. Allerdings musste ich schon drauf achten, das beide Flügelschrauben wirklich korrekt zugeschraubt sind. sonst fängt das Material schon mal fix an zu flattern. Ich denke aber, das das einfach eine Frage der Gewöhnung ist, und keine Frage der Konstruktion.


Viel besprochen wurde ja auch das Flattern des Bohrers und damit verbundene gewisse Ungenauigkeiten. Die konnte ich nun auch bei den vielen Löchern nicht bemerken. Aber vielleicht liegt es auch daran, das ich keine wirklich micrometer genauen Bohrungen brauche. Bei der Arbeit mit Metall oder Glas ist es sicherlich wichtiger, das die Bohrungen immer sehr exakt sind. Allerdings finde ich, da es sich bei der PBD 40 um ein Gerät für Heimwerker und nicht um ein Profigerät handelt, ist mir die Genauigkeit für meine Belange ausreichend.


Die Einstellbarkeit der RPM finde ich Klasse, genauso wie die kleine Tabelle an der Seite, so muss ich nicht immer irgendwo einen Zettel hinkleben, für welches Material welche RPM empfohlen sind.


Auch die Festlegung der Bohrtiefe ist meiner Meinung nach sinnvoll. gerade für Scharniere sollten die Löcher schon einheitlich tief sein. Natürlich geht es auch über die Anzeige, aber mal einen Moment lang nicht aufgepasst und schwupps hat man sich verbohrt. Das kann damit eben nicht passieren.


Ich für meinen Teil finde das Bohrgeräusch nicht zu intensiv. Es ist halt kein Akkuschrauber, der relativ geräuscharm läuft. Daher stört es mich weniger, weil ich ja weiß, womit ich arbeite.


Da ich vom Bad-Umbau nicht so viele Bilder gemacht habe, habe ich das Projekt http://www.1-2-do.com/de/projekt/Zahnbuerstenordnung-/bauanleitung/5312/ genutzt, um meine Arbeit zu dokumentieren. Die ARbeit mit der PBD 40 macht mir richtig viel Spaß und nicht nur mir. Auch mein Mann war begeistert im Umgang mit der Maschine.


Wie auch schon in dem Diskussionthread festgestellt, wäre es Klasse, wenn direkt auf der Umverpackung ein Hinweis auf mögliches Zubehör (Schraubstock) bereits mit Bild vermerkt wäre.

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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 160280#post160280.
2012-02-13 16:31:45

Hallo sabolein,
vielen Dank für Deinen Testbericht sowie Deine Hinweise. Diese haben wir gerne mit aufgenommen.
Deine Carina
2012-02-23 10:23:27

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