PBD 40 – neue Maßstäbe in Präzision und Handhabung

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht PBD 40 2 Kommentare
Vom 23.01.12 Geändert 2012-01-23 18:09:43
Der Zusammenbau ging leicht, dank der Bedienungsanleitung. Erster Eindruck, sieht gut aus und das Gewicht ist akzeptabel. Hervorragend ist auch die große Arbeitsfläche aus Alu. Nun studierte ich Inbetriebnahme und Funktionen. Alles war verständlich erklärt, sodass ich die PBD 40 einschalten konnte. Sichtlich überrascht, war ich von der Lautstärke, die sich mit Erhöhung der Drehzahl noch steigerte. Egal, ich muss testen. Der 2. Schreck – ein Knall beim herunterdrehen der PBD. Erster Bedienfehler: die Arretierung des Tiefenanschlages vergessen. Erleichtert, dass nichts Schlimmeres war, konnte ich den Test beginnen. Zuerst machte ich einige Bohrungen in Holz, um die PBD kennen zu lernen. Zum Einsatz kamen Ø 3 mm-in Fichte Leim-Holz, dann Ø 6 mm Hartholz und zuletzt Ø 10 mm beschichtete MDF. Hierbei musste ich feststellen, dass das Handrad doch sehr Gewöhnungsbedürftig ist. Da ich noch eine Verkleidung (24 mm starke MDF beschichtet) machen musste, testete ich gleich die Lochsäge mit Ø 60 mm. Die PBD schaffte die Bohrung problemlos. Weiter machte ich mit einem rechteckigen Ausschnitt, wobei ich die PBD als Fräse einsetzte. Auch dieses war ein leichtes für die PBD 40. Erfreut war ich über die Leistung der Bohrmaschine, da ich mit 2500 U/min fräste. In den Rest MDF, bohrte ich unter zu Hilfenahme der Bohrtiefenbegrenzung, 5 Sacklöcher Ø 10 mm mit dem Forstner-Bohrer und Bohrtiefe 10 mm. Genaue Einstellungen sind im Bildanhang zu sehen. Nun wollte ich auch in verschiedene Metallstärken bohren. Vom Blech bis hin zu 10 mm starken Eisen, welches ich für eine Linearführung brauchte. Zum Einsatz kamen Bohrer von Ø 3, 6, 10, 12 und 16 mm, mit unterschiedlichen Drehzahlen. Hierbei war ich von der Leistungsstärke der Maschine beeindruckt. Der Schnellspanner hat auch bei Ø 16 mm super gehalten, sogar als bei Ø 12 mm Bohrer, in ein 2 mm starkes Blech der Bohrer verhakte. So konnte ich auch den „ Not-Aus“ betätigen. Zum Vorbohren(Ø3mm) schaltete ich den Kreuzlaser ein und musste feststellen, dass einige 10tel zur genauen Mitte fehlten, welches ich aber nicht als Nachteil werte, da ich Laser wegen des grellen Lichtes nur äußerst selten nutze. Der Höhepunkt stellte das Bohren von Ø 16 mm in eine Metallstärke von 10 mm dar. Es war der Sitz für ein Kugellager und sollte 5mm tief sein. In den Bildern ist ersichtlich, dass ich die Drehzahl um die 500 wählte. Auch hier ließ die PBD 40 keine Wünsche offen und dank des Displays, konnte ich Punktgenau stoppen. So macht bohren richtig Freude. Zu guter Letzt, wollte ich es wissen, wie vorsichtig man den Vorschub dosieren kann. Da ich speziell gehärtete Bohrer für Glas besitze, kam dieser auch zum Einsatz. Ziel, in einen gerundeten Glasrahmen 2 Löcher a Ø 3mm. Um einen Glasbruch zu vermeiden, bohrte ich sehr langsam. Um ein ziemlich gutes und nicht ausgeplatztes Loch zu bekommen, muss ich das Glas von beiden Seiten bohren. Kreuzlaser kam nicht in Frage, wegen Blendung, so habe ich per Augenmaß angesetzt. Ein Loch dauerte immerhin 10 min, wobei ich verschiedene Drehzahlen probierte. Die Beste 560 U/min, was die Bilder wiederum beweisen. Mit dem Ergebnis bin ich vollends zufrieden. Nun zum Punkte-Programm von Carina 1. Anwendungen Metall, Acryl, Holz bzw. MDF bohren, Glas bohren, Holz fräsen 2. Leistung Mit der Leistung der PBD 40 bin ich voll zufrieden, vor allem im unteren Drehzahlbereich ist genügend Kraft vorhanden. 3. Handhabung Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Wie beim Einstellen der Höhe für unterschiedlich starke Materialien, vergisst man schnell die Arretierung der Bohrtiefe wieder zu lösen. Nicht ganz problemlos ist der Vorschub beim Bohren mittels Handrad. Hierbei wird oft zu viel Druck auf den Bohrer gebracht. Gut ist der große Bohrtisch mit der Klemm-Arretierung, dies ermöglicht einen schnellen Wechsel der Werkstücke. Sehr gut finde ich das Display mit Drehzahl- und Tiefenanzeige. 4. Arbeitsergebnisse Die Resultate an allen Werkstoffen waren sehr gut. Auch mit der Lochkreissäge gab es keine Probleme. 5. Anforderungen Rein vom Aussehen der PBD 40, hätte ich nicht gedacht, welche vielseitigen Möglichkeiten ich mit dieser Maschine habe. Die Anforderungen an Leistung und Kraft, wurden sehr gut erfüllt. 6. Verbesserungen Als erstes möchte ich die Lautstärke nennen, auf kleinem Raum ziemlich laut. Unzureichend ist auch die Genauigkeit des Kreuzlasers. Zu erwähnen ist auch das zu große Spiel im unteren Bereich der Bohrmaschinensäule, welches das mittige Ausrichten erschwert. Durch das Handrad ist eine feine Dosierung des Druckes auf den Bohrer, insbesondere bei Glas und Bohr Ø unter 2mm äußerst schwierig. Trotz einiger Mängel und Macken, ist die PBD 40 ein gutes Produkt von Bosch. Vielen Dank an das gesamte Bosch-Team, dass ich zum Test gewählt wurde.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 160280#post160280.
2012-02-13 16:31:40

Hallo Muldenboy,
vielen Dank für Deinen Testbericht.
Zu folgendem Punkt in Deinem Bericht habe ich noch eine Anmerkung:
"Zu erwähnen ist auch das zu große Spiel im unteren Bereich der Bohrmaschinensäule, welches das mittige Ausrichten erschwert."

Bitte prüfe mal, ob die Wurmschraube, die sich unten an der Bohrsäule befindet, richtig eingerichtet ist. Sie sorgt dafür, dass die Bodenplatte und die Säule perfekt gerade sind.
Evtl. ist diese zwar festgezogen, aber verhakt. Am besten nochmals die Schraube lösen und neu anziehen.
Außerdem sollte die Antriebseinheit nicht zu weit nach unten geführt werden und die Zahnstange an der Bohrsäule noch sichtbar sein. Dann hat die Bohreinheit auch kein Spiel.

Deine Carina
2012-02-17 15:14:42

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