PST 1000 PEL -
Hohe Präzision

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Produkttest PST 1000 PEL - mein kleines Allroundtalent 1 Kommentar
Vom 28.11.11 Geändert 2011-11-28 15:56:15


Ich danke Bosch von Herzen, dass ich diese Stichsäge testen und meine alte Bosch PST 50 A in den Ruhestand schicken durfte.
Erster Eindruck:Der erste positive Eindruck machte sich breit, als ich aus dem Paket einen Koffer holte.Also kann das Gerät bequem im Schrank in der Werkstatt verstaut werdenund ich muss mich nicht mit einem Pappkarton herum ärgern.
Dann ein kleines WOW als ich den Lieferunfang begutachtete und bei manchen Dingen die Frage :"Wozu mag das gut sein?"Also habe ich nach langer Zeit mal wieder eine Gebrauchsanleitung gelesen, um mich mit den Möglichkeiten der Verwendung vertraut zu machen.
Dieses Mal war das Paket auch schneller als der Begleitbrief von Bosch.
1. Welche Anwendungen hast Du mit der PST 1000 PEL gemacht?
Ich hatte noch ein paar Schneemänner und Elche liegen, die zeitnah fertig gestellt werden mussten.Daher habe ich diese als erstes aus 20 mm Multiplex Platte ausgesägt, wobei die Platten immer doppelt aufeinander genagelt waren.Da ich mit links und rechts säge, sah man bei meiner alten Stichsäge immer, wo ich die Hand gewechselt habe. So war ich gespannt wie das bei der neuen Säge ist.Ich war positiv überrascht, dass ich keinerlei Spuren des Wechsels sehen konnte und die Figuren dank des Gleitschuhs auch keine Kerben in der Oberfläche hatten.
Einen einzelnen Elch hatte ich noch auf einer 28 er Fichtenleimholzplatte aufgezeichnet. Auch dieser ließ sich mühelos aussägen und auch das ausfransen des Holzes wurde durch den Spanausrisschutz weitestgehend vermieden.
Für Vogelhäuser und Futterplätze habe ich sowohl Leisten als auch kleinere Platten für die Dächer auf 45 ° Gehrung gesägt. Anfangs hatte auch ich das Problem, dass der Fuß erst nach einer Drehung des Spannhebels gelöst wurde und nicht durch einfaches lösen. Aber nach Studium des Forums, war das Problem schnell gelöst und die Gehrungsschnitte gingen in Serie.
Nachdem dann endlich mein Heizungsmonteur kam, konnte ich mein eigentliches Projekt starten.Im Obergeschoss steht meine unverkleidete Gastherme. Dieser wollte ich gerne einen Schrank o.ä. verpassen.Da ich mir nicht sicher war, ob das einfach so geht, oder ob etwas besonders bedacht werden muss, bat ich J. sich das mal anzuschauen.Leider tat er das so spät, dass das Projekt noch nicht fertig ist. Aber die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen und wenn der Einbau gerichtet ist, reiche ich die Fotos nach.
Da der Raum nur zum malen und basteln genutzt wird, dachte ich mir, ich baue das ganze aus OSB Platten,die ich später noch mit meiner Nichte und meinem Neffen gestalten kann.
Als die Meinung des Fachmanns stand, fuhr ich also in den Baumarkt und besorgte alles was ich brauchte.Die OSB Platten ließ ich im Verhältnis 2:1 teilen, damit ich sie a) ins Auto bekam und b) hier auch die Treppen hoch kam.
Dann habe ich auf die 1,20 m langen Stücke die späteren Belüftungsschlitze aufgezeichnet und diese mit der PST ausgesägt.Dank der leichten Handhabung und des Spanrisschutzes ging das sägen schneller als gedacht.Gerade Schnitte waren mit dem Parallelanschlag einfach zu sägen (meine alte Säge brachte nicht mal mehr das zustande)und die kurzen Seiten habe ich mit dem Kurvensägeblatt herausgearbeitet.

2. Wie beurteilst du die Leistung und Präzision der PST 1000 PEL ?
Da ich nur den Vergleich zu meiner uralt Stichsäge habe, bin ich positiv überrascht, wie präzise ich auch auf längeren Strecken gerade Schnitte ausführen kann.Dank des CutControls sind auch auf Gehrung gesägte Schnitte präzise und vor allem gerade auszuführen.
Beim aufeinander genagelten Multiplex, waren mit der alten Stichsäge nicht einmal senkrechte gerade Schnitte möglich. Die PST 1000 PEL geht da durch wie das berühmte warme Messer durch die Butter.Bei allen Arbeiten, die ich verrichtet habe hatte sie noch reichlich Leistungsreserven und erreichte ihre Grenzen nicht mal im Ansatz.
Durch das Zuschalten des Pendelhubs kommt man gerade in stärkeren Materialien gut vorwärts, in dünneren Materialien wird mir persönlich der Schnitt zu ungenau,da die Säge schneller ist als ich. Sprich mir verläuft die Säge im Material.
3. Wie leicht fällt dir die Handhabung (Intuitivität, Führung)?
Nachdem ich die Gebrauchsanleitung ausgiebig und intensiv studiert hatte und wusste, welches Zubehör welche Aufgabe hatte,war die Anwendung denkbar einfach und angenehm.Durch das Softgrip liegt die Säge auch dann gut in der Hand, wenn man Handschuhe trägt, oder aber ins Schwitzen kommt und feuchte Hände hat.Besonders begeistert bin ich persönlich, dass ich sowohl mit der rechten, wie mit der linken Hand arbeiten kann,ohne, dass man am Material den Wechsel der Hand sieht.Als weiteres Plus sehe ich den Sägeblattwechsel an.Nicht mehr erst die Schraube mit dem Schraubendreher lösen und dann wechseln, sondern Sägeblatt einsetzen und loslegen und zum Wechseln die SDS Schraube drehen und schon fällt das Blatt heraus, vorausgesetzt, dass der kleine Metallbügel nicht gerade im Wege steht.Das Arbeitslicht habe ich ja schon beim PSR 18 schätzen gelernt und das ist auch bei der PST 1000 PEL etwas, dass ich nicht mehr missen möchte.

4. Wie zufrieden bist du mit den Arbeitsergebnissen im Hinblick auf die Schnittqualität?
Die Schnittqualität ist m.E. nach hervorragend, selbst das sonst leicht splitternde OSB ist säuberlich zersägt worden, ohne dass großartig Splitter zu spüren / sehen waren.Der Spannrissschutz leistet dort hervorragende Arbeit.Bei den Gehrungsschnitten bin ich überrascht, wie gut sich die Säge "auf Kurs" halten lässt. Das war mit meiner alten Säge nicht möglich und ich habe jedesmal auf die Kapp- und Gehrungssäge zurückgegriffen.

5. Inwieweit erfüllt die PST 1000 PEL Deine Anforderungen und Erwartungen?
Alles in allem bin ich schwer begeistert von der PST 1000 PEL . Mit geringem Kraftaufwand bekomme ich gerade und präzise Schnitte hin,die noch dazu ein minimum an ausgefranstem Material hinterlassen.



6. Was können wir Deiner Meinung nach zukünftig an der PST 1000 PEL verbessern?
  • Die Gebrauchsanweisung müsste in Bezug auf den Spanhebel überarbeitet werden, da dort missverständlich ist, dass dieser gedreht werden muss um den Fuß zu lösen.
  • Ich persönlich hätte es schön gefunden, wenn auch ein Sägeblatt für Metall oder Kunststoff dabei gewesen wäre.
  • Mir selber ist der Spanrissschutz zu schnell ausgefranst. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass er bei meinen Deko-Sachen dauerhaft im Einsatz ist.
  • Die Vorrichtung zum wegblasen der Späne von der Arbeitslinie könnte manchmal ein wenig kräftiger sein, da sie bei hohem Spanaufkommen die Linie nicht freihält.
  • Manchmal ist der Metallbügel vor der SDS Schraube hinderlich, da man an die Schraube in bestimmten Stellungen nur schwer herankommt.
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auch bei 40 mm Dicke sauber gesägt
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 135236#post135236.
2011-12-19 14:41:13

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