Der Schleifroller PRR 250 ES

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Mein erster Test: Der PRR 250 ES 2 Kommentare
Vom 30.09.13 Geändert 2013-10-01 00:01:53
Zuerst möchte ich mich dafür bedanken, dass ich nun auch zu den Produkttestern gehören darf. Da dies mein erster Testbericht ist ersuche ich um Nachsicht falls er nicht ganz so ausführlich ausfällt.

1. Welches Projekt hast Du mit dem Schleifroller PRR 250 ES gemacht? Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt.
  Zunächst wollte ich ein Fenster restaurieren, allerdings hat meine Schwiegermutter beschlossen, die Fenster komplett auszutauschen. Daher wollte ich mir die Arbeit auch nicht mehr antun, wenn kurz darauf die Fenster doch entsorgt werden. Ich beschloss daher, einen Stuhl zu restaurieren, da dieser Sprossen hat und einige Wölbungen, kam es mir als perfektes Testprojekt vor.

Ich habe zunächst die Sprossen mit dem Aufsatz SW 60 (ich glaube man nennt das Schwabbelscheibe) in grober Körnung bearbeitet. An den Stellen an den die Sprossen zu eng zueinander standen bin ich auf den Aufsatz SW 15 umgestiegen. Ich habe hier zwar auch den ASK 30 (das konische Ding) versucht, schien mir aber doch nicht ganz das richtige Aufgabengebiet, da ich mir schnell mal eine Kerbe einfing. Die glatten Stellen des Sessels, wie die Beine und die Sitzfläche, habe ich mit dem Aufsatz LR 60 bzw. an den weniger leicht zugänglichen Stellen, wie die Stellen zwischen den Sprossen, mit den kleineren Versionen dieses Aufsatzes geschliffen. Gut die Sitzfläche benötigt noch etwas Nachbehandlung, aber sonst kann ich sagen, dass ich für den Sessel kein anderes Schleifgerät als den PRR 250 ES verwenden musste. Wie lange ich gebraucht habe kann ich so gar nicht beantworten, da ich für gewöhnlich nicht viel bei der Arbeit fotografiere, außerdem musste ich mich ja erst mal mit dem ganzen Zubehör vertraut machen, aber ich würde sagen, der Sessel war innerhalb einer Stunde komplett geschliffen.

Da ich bei den Stuhl nicht alle Zubehörteile verwendet habe, hat mein Freund den Aufsatz SH 60 auch noch verwendet, um einen Türrahmen zu schleifen, allerdings hat er dass schnell wieder aufgegeben, da auch er hier eine Kerbe produziert hat. Er stieg darauf hin wieder auf den Exzenterschleifer um.

Den Aufsatz BM 10, die Messingbürste, habe ich dann auch noch testen müssen. Mit dieser habe ich dann den Rost am Gartentor entfernt.
  Außerdem habe ich noch einige feine Profile an Holzplatten mit dem SW60 geschliffen.


2. Wie beurteilst du die Leistung des PRR 250 ES?

Für mich war die Leistung mehr als ausreichend, auch das Angebot an Zubehör ist wirklich vielseitig. So war in dem Zubehörpaket eigentlich schon alles drin, was ich für mein Projekt gebraucht habe.

3. Wie leicht fällt dir die Handhabung?

Ich muss leider sagen, dass mir der PRR etwas zu schwer ist und mir schnell mal die Hand weh tut. Ansonsten ist das Gerät schon sehr handlich. Bedingt durch die Bauform kommt man nicht an alle Stellen, aber ist halt so. Ich hab mir geholfen, indem ich die Schutzkappe abgenommen habe, so konnte ich besser zwischen die Sprossen, sowohl am Holzsessel als auch beim Eisentor.

Beim Schleifen der Profile der Holzplatten (was es genau werden soll folgt später) war es mir etwas zu umständlich in einer Hand die Platte im anderen das Gerät zu halten, daher hab ich es auf den Tisch gespannt, und so stationär benutzt. Klar ich hätte auch das Werkstück festspannen können.

Bei der Benutzung der Schleifrolle (SH 60) ist viel Übung notwendig, um gleichmäßigen Druck auszuüben.

4. Bist du zufrieden mit Deinem Arbeitsergebnissen?

Im großem und ganzen ja, bis auf die Hoppalas mit der Schleifrolle, aber wie ich oben geschrieben habe ist es reine Übungssache.

5. Erfüllt der PRR 250 ES Deine Anforderungen und Erwartungen?

Ja, voll und Ganz wenn sie nicht sogar übertroffen wurden. Ich hätte nicht gedacht, dass gleich ein so breites Spektrum an Zubehör dafür verfügbar sein wird. Was mich echt überrascht hat, ist die Tatsache, dass das Zubehör auch wirklich Platz im Koffer findet. 

6. Was können wir zukünftig am Schleifroller PRR 250 ES verbessern?

Wenn ihr ihn leichter machen könntet, wäre das ein riesen Ding. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass eine Vorrichtung zum stationären Betrieb nicht schlecht wäre. Zum Beispiel die Schleifrolle könnte so gut eingesetzt werden.

Auch wären weitere Zubehörteile gut denkbar. Zum Beispiel die Schleifrolle in unterschiedlichen Durchmesser oder Polierscheiben. Außerdem könnte ich mir auch vorstellen, feinere Schleifpapiere zu verwenden.

Was mir aufgefallen ist, ist dass einige Zubehörteile „schlampig“ verklebt wurden, so hatte ich ein Teil dabei, dass bei den Lamellen verklebt war. Sicher so was kann immer vorkommen, sollte aber nicht.

Was auf jeden Fall verbessert werden muss ist die Verbreitung des Gerätes, vor allem beim Zubehör. Bei uns in Österreich habe ich ihn bisher nur beim Hornbach entdeckt. Die anderen Baumärkte (vor allem die in meiner unmittelbaren Nähe) hängen da noch etwas nach.

7. Würdest Du den PRR 250 ES in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?

Na sicher, ich glaube dass dieses Gerät in Zukunft noch sehr oft bei mir im Einsatz sein wird. Wenn ihr das mit der Vorrichtung für den stationären Betrieb hinbekommt, sogar noch öfter.


Mein Fazit:

Ein sehr vielfältiges Gerät mit massenhaften Einsatzgebieten. Kann ich mir gut in jeder Hobbywerkstatt vorstellen. Einige Teile brauchen vielleicht Übung aber ansonsten hab sogar ich mich damit zurechtgefunden.

PS: Die Absaugung habe ich nicht testen können, da ich nicht rechtzeitig den Adapter für die 19mm Aufnahme gefunden habe, bin mir aber sicher, dass die andere User ausgiebigst getestet haben.
 
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Na also... geht doch. Dein erster Testbericht ist super geworden... danke für die Mühe deines Berichtes... 5 Daumen
2013-10-28 20:54:25

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