Der Schleifroller PRR 250 ES

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Ein Schleifroller, kein Tretroller... 3 Kommentare
Vom 20.09.13 Geändert 2013-09-20 01:19:51
Erster Eindruck
Der PRR 250 ES wiegt knapp 1,4kg incl. Schleifrolle und ist damit handlich und ermüdungsfrei längere Zeit zu führen. Das uns im Nachhinein zur Verfügung gestellte Zubehör ist reichlich und läßt für Fummelarbeiten kaum noch Wünsche übrig.
 
Erstes Gewerk
Als erste Arbeit nahm ich mir einen Gartenstuhl vor, den ich im letzten Jahr mit meinem Deltaschleifer zu Leibe gerückt war. Leider hatte ich einige Stellen nicht sorgfältig genug abgeschliffen, so daß die Farbe abplatzte. Dies wollte ich mit dem PRR ausbessern und hatte so einen direkten Vergleich. Manche Stellen ließen sich mit dem Delta besser erreichen, manche mit dem PRR besser bearbeiten: In die engen Spalten zwischen den Lamellen kommt man besser mit dem Delta, die flachen Rundungen von Lehne und Sitzfläche lassen sich wiederum mit dem PRR besser bearbeiten. Und bei planebenen Flächen würde ich beide Geräte im Schrank lassen und mit dem Bandschleifer arbeiten. Jedoch schon der erste Gebrauch hat gezeigt, daß der PRR eine Ergänzung und kein Ersatz meiner Maschinen ist.
 
Zweite Arbeit
Zur zweiten Arbeit nahm ich mir die Seitenverkleidungen der Dachtraufe vor. Diese bestehen aus lasierten Profilholzbrettern, die ich in der Vergangenheit nur per Hand abschleifen konnte. Mit der flexiblen Schleifrolle SW 15 K80 kam ich problemlos in die Furchen und mit der 60mm breiten Rolle ging ich über die Flächen. Für die Arbeit habe ich – ohne die Zeit für die Fotos zu rechnen - keine fünf Minuten gebraucht.
 
Entrosten
Zuletzt nahm ich mir die Drahtbürste vor. Zu der hatte ich überhaupt kein Vertrauen. Messingbürste zum Entrosten?? Als ich sie auspackte und die Drähte befühlte, bekam ich Bedenken: Ist das wirklich Messing, obwohl es so aussieht, oder eher TIN-beschichtete Niro-Drähte? Magnetisch sind sie nicht, also schaltet vermessingter einfacher Stahldraht aus. Egal: Ran an den Feind bzw. den Rost. Es ging prima! Zum Entrosten würde ich der handlichkeit wegen nie wieder meine Bohrmaschine nehmen, sondern den PRR. Für ganz grobe Arbeiten habe ich dann ja noch meine Flex.
 
Das Abarbeiten des Fragenkatalogs von Bosch:
1. Welches Produkt hast Du mit dem Schleifroller PRR 250 ES gemacht? Wie bist Du dabei genau vorgegangen, und wieviel Zeit hast Du benötigt?
Siehe oben
 
2. Wie beurteilst Du die Leistung des PRR 250 ES?
Die Leistung ist ausreichend; bei starkem Drücken mit der breiten Lamellenrolle oder flexiblen Schleifrolle geht die Drehzahl merklich herunter, so daß man von selbst den Andruck vermindert. Allerdings wäre noch mehr Kraft nicht nötig.
 
3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung?
Ich habe nur zum Wechseln der Rollen die Bedienungsanleitung gebraucht. Alles Andere war sofort klar für mich. Die Maschine liegt ergonomisch gut in der Hand. Allerdings ist man versucht, wie bei anderen Geräten, den PRR unterhalb des Schalters anzufassen. Da ist er dann unhandlich.
 
4. Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen?
Uneingeschränkt: Ja.
 
5. Erfüllt der PRR 250 ES Deine Anforderungen und Erwartungen?
Ich stellte von vornherein keine Anforderungen und Erwartungen – ich ließ mich überraschen.
 
6. Was können wir künftig am Schleifroller PRR 250 ES verbessern?
Wie unter Punkt 3 erwähnt, müßte der Schalter bei Betrieb im Bereich des Daumens liegen, da man sonst die zweite Hand zum Ein-/Ausschalten benötigt, die im Ernstfall als Halte-Hand auf der Leiter benötigt wird. (Beim Winkelschleifer geht’s ja auch…)
Bei der flexiblen Schleifrolle SW 15 K80 stellte ich fest, daß beim Schleifen in Furchen der Schleifkörper manchmal stehen blieb; er rutschte auf der Achshülse durch. Hier wäre eine bessere Verbindung zwischen Hülse und Schleifkörper angebracht.
Die flexiblen Schleifrolle SW 60 K80 ließ sich nur mit Gewalt bis zum Einrasten aufstecken; entsprechend schwierig war es, diese wieder zu entfernen. Hier sollte an den Toleranzen gearbeitet werden.
Weiterhin hat man seine Granzen in der Anordnung der Staub-Absaughaube: Wenn man Arbeiten hat, wie in den Bildern »Kante 1+2« gezeigt, muß man die Haube abnehmen und bekommt den ganzen Dreck ins Gesicht geschleudert.
 
7. Würdest Du den PRR 250 ES in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?
Würde ich – ja. Er ist eine Erleichterung und Ergänzung zu anderen Schleifmitteln, wie Winkelschleifer, Bohrmaschine, Delta- Band- und Excenterschleifer.
 
Fazit:
Der PRR erfüllt das, wofür er gedacht ist – nicht mehr und nicht weniger. In meinem Fall hätte ich mir das Gerät nicht gekauft, weil ich bereits mit anderem Gerät gut versehen bin. Wer allerdings des öfteren alte Sachen aufmöbeln möchte, ist mit diesem Gerät gut bedient. Aber – siehe Punkt 7 – vergeudet ist der PRR an mir nicht.
 
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Wer sagst denn... es gibt doch immer wieder tolle Testberichte... 5 D
2013-10-31 16:14:17

Auch ein sehr aussagekräftiger Testbericht, der nichts beschönigt
2013-11-17 17:39:13

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