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Elektrowerkzeuge auf die Probe

PLS 300 in Action 0 Kommentare
Vom 23.09.10 Geändert 2010-09-23 18:38:42
"Hier steht ein riesiges Bosch-Paket!". Diesen Text bekam ich per SMS bereits einen Tag nachdem ich per E-Mail erfahren hatte, dass ich für den Test der Bosch Sägestation PLS 300 auserwählt wurde. Also schnell nach Hause und auspacken.

Bevor ich mit meinem eigentlichen Erfahrungsbericht beginne, möchte ich mich für diese Möglichkeit bei der Firma Bosch bedanken. Ich bin der Meinung, die Realisierung solcher Produkttests von Heimwerkern für Heimwerker ist eine großartige Idee und zeigt die Kundennähe, die Bosch bei der Entwicklung der grünen Heimwerkerserie verfolgt.

Nun zum eigentlichen Objekt der Begierde:

Sowohl die Sägestation PLS 300 als auch die Stichsäge PST 800 PEL sind vorbildlich verpackt bei mir angekommen und beide befinden sich in praxisnahen Aufbewahrungsbehältnissen. Der Karton der PLS 300-Sägestation ist aus Pappe, jedoch an den entsprechenden Stellen verstärkt und mit weiteren Pappunterteilungen versehen, so dass man den Karton auch gut als Aufbewahrung nutzen kann. Im Lieferumfang befindet sich neben der Aufbau- und Bedienungsanleitung zusätzlich eine Packung Stichsägeblätter. Der gesamte Aufbau und auch die Steckmodule zeigen die gewohnt gute Bosch-Verarbeitungsqualität.

Die Stichsäge ist im typischen Bosch-Plastikcontainer untergebracht, der neben den festen Plätzen für Stichsäge und Bedienungsanleitung noch genügend Platz für Zubehör bietet. Sehr praktisch ist die direkte Aufbewahrungsbox für Sägeblätter im Fuß der Stichsäge. Das zweihändige SDS-System ist, im Vergleich zum mir bisher bekannten einhändigen SDS-System, zunächst etwas hakelig, wenn man jedoch den Dreh einmal raus hat absolut problemlos. Zu erwähnen ist weiterhin, dass in die Führung der PLS 300 auch ältere Bosch Stichsägen passen.

Bereits bei der ersten Kontaktaufnahme wird deutlich, dass Arbeiten rund ums Laminatverlegen zu einem der Haupteinsatzgebiete der Sägestation gehören, wie es auch im Produktvideo bereits gezeigt wurde. Leider stehen bei mir in nächster Zeit keine Laminatarbeiten an, also habe ich mir ein anderes Testobjekt einfallen lassen.

Um der Sägestation ordentlich auf den Zahn zu fühlen, habe ich mir überlegt eine Lautsprecherbox zu bauen. Dabei ergeben sich automatisch hohe Ansprüche an die Schnittgenauigkeit, wobei im Normalfall nicht unbedingt die Wahl auf eine Stichsäge fällt. Allerdings interessierte mich, inwiefern die Sägestation den Einsatzbereich einer Stichsäge erweitern kann, so dass man nicht unbedingt auf eine (Hand-)Kreissäge angewiesen ist.
Neben dem eigentlich für die Box gedachten MDF habe ich im Baumarkt noch ein furniertes Regalbrett eingepackt, aus dem ich eine zusätzliche Box zum Test gebaut habe.

Zum Ergebnis meiner Sägearbeiten kann ich nur sagen, dass ich sehr zufrieden mit der Leistung der Kombination aus Stichsäge und Sägetisch bin, auch wenn ich kleine Optimierungsvorschläge habe.

Zunächst befestigte ich die Sägestation auf einem kleinen Arbeitstisch, um eine bequeme Arbeitshöhe zu erhalten. Begonnen habe ich mit einigen Probeschnitten in einer MDF-Platte. Dabei stellte ich ein leichtes Spiel von circa einem Millimeter in der Führung der Stichsäge fest. Für die meisten Arbeiten gar kein Problem. Da ich jedoch eine luftdichte Lautsprecherbox zusammenleimen wollte, war ich auf gerade Schnitte angewiesen. Diese ließen sich auch problemlos erreichen, indem man beim Sägen darauf achtete, die Säge am linken oder rechten Rand der Führungsschiene entlang zu führen.

Ich hatte bei der Konzeption der Box im Vorfeld auch überlegt die Bretter teilweise auf Gehrung zu schneiden, musste dann allerdings feststellen, dass Gehrungsschnitte in diesem Fall nur circa auf der Länge des roten Plastikeinsatzes in der Führungsschiene möglich sind. Dies ist aber nicht wirklich als Kritikpunkt zu sehen, denn damit wird die Sägestation auch nicht beworben. Kein Problem für meinen Zuschnitt, ich habe später die Bretter einfach stumpf verleimt. Die Box sollte ja sowieso lackiert werden. Für kurze Schnitte ist die Möglichkeit von gut geführten Gehrungsschnitten gegeben.

Um mir mehrere Bretter gleicher Länge zuzusägen habe ich mir einen Anschlag aus einer Schraubzwinge und einem Holzrest gebastelt. An dieser Stelle sehe ich auch ein echtes Optimierungspotential an der Sägestation. Es wäre sehr praktisch, wenn einer der (quasi im Lego-System) aneinandersteckbaren Ausleger der Sägestation die Möglichkeit eines verschiebbaren Anschlags bieten würde. Dieses Anschlagelement ließe sich dann flexibel einsetzen. Die Lösung mit Schraubzwinge und Reststück hat bei mir zu guten und reproduzierbaren Ergebnissen geführt und ging deutlich schneller, als immer den Schnitt genau abzumessen und anzuzeichen.

Abschließend noch ein Bild der fertigen Box, deren Anfertigung ohne die Sägestation wenn überhaupt nur mit deutlich höherem Aufwand mit der Stichsäge möglich gewesen wäre.

Mein Fazit lautet also: sehr empfehlenswert, um den Einsatzbereich von Stichsägen zu erweitern und den Komfort beim Arbeiten zu erhöhen. In meinen Augen eine sinnvolle Investition für Stichsägenbesitzer.

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