Schneller Boden unter den Füßen

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Vielseitiger als man denkt 0 Kommentare
Vom 23.09.10 Geändert 2010-09-23 17:31:58
Einleitung
Klar, so 100% Objektiv kann ich nicht sein. Meine bevorzugte Marke im Bereich Heimwerken ist Bosch, die Freude als Tester ausgewählt zu werden ist immer noch groß und ich darf die Sägestation + Stichsäge nach dem Test behalten. Trotzdem halte ich mich für einen kritischen Tester.

Verwendet habe ich die Sägestation beim Bau eines Schuhregals aus Fichtenlatten und beim Legen von ~40qm Laminat + Sockelleisten. Des weiteren habe ich 18mm Leimholzbuche mit einem 10Grad Winkel und mehrere Kabelkanäle auf Maß gesägt.

In Form eines Videos habe ich einige Sägeschnitte für euch digital zusammen geschnitten :-)

Allgemein

Die PLS 300 wird in einem Pappkarton geliefert und enthält 9 zusätzliche Sägeblätter. Ein Handbuch ist wie bei Bosch üblich in mehreren Sprachen (27 an der Zahl) vorhanden. Als zusätzliche Kurzanleitung dienen Bilder auf der Innenseite (siehe Foto) des Kartons, so wie auf einem beigelegten Zettel. Ganz im ernst, mehr habe ich nicht gebraucht um mit der PLS 300 zu arbeiten.

Der Basisaufbau ist selbsterklärend. Lediglich für Gehrungsschnitte bei dem die Bodenplatte der Stichsäge einen 45Grad Winkel eingestellt hat, musste ich anfangs auf die Bilder schauen.

Was gefällt mir gut
  • Die Skala zum Ablesen der Winkel ist gut ablesbar und auch gut einstellbar. Einen (digitalen) Winkelmesser oder eine Schmiege zum exakten einstellen würde ich dennoch empfehlen.

  • Die Vielseitigkeit ist enorm. Ich nutze die PLS 300 erstaunlich oft auch ohne Führungskanal, einfach nur als Sägetisch um z.B. Aussparungen ins Laminat zu sägen. Bisher habe ich es nur freihand übers Knie gemacht, aber mit einer solch stabilen Unterlage geht es letztendlich doch viel genauer.

  • Für den Bau des Schuhregals aus Fichtenlatten musste ich 52 gleich lange Stücke sägen. Mit einem Stoppblock (Restholz+Schraubzwinge) habe ich nur einmal gemessen und alle benötigen Werkstücke in kürzester Zeit erstellt. Da ich leider keine Kapp- und Gehrungssäge besitze, ist das eine gute Alternative für mich.

Was gefällt mir nicht so gut
  • Der Führungskanal aus Aluminium hat etwas gelitten. Die Bodenplatte der Stichsäge scheint nicht 100% sauber gearbeitet zu sein und somit etwas von dem Material abzutragen. Dadurch ist auch das Bewegen der Stichsäge etwas schwergängiger als beim ersten mal.

  • Die Stichsäge hat etwas über 1mm Spiel im Führungskanal. Es muss also etwas Druck beim sägen auf die linke oder rechte Seite ausgeübt werden, um einen geraden Schnitt zu erhalten. Es sollte vorher am Restholz geübt werden, um die finalen Werkstücke nicht durch falsch dosiertem Druck zu versauen.

Was könnte besser gemacht werden
  • Eine Möglichkeit um Werkstücke mit Schraubzwingen zu befestigen.

  • Eine Möglichkeit um Stoppblocks anzubringen. Ich mach es bisher mit einer Schraubzwinge und einem Restholzstück, was nicht so einfach zu handeln ist.

  • Zwei weitere Verlängerungen zum bezahlbaren Preis (zusammen nicht mehr als 10-15 Euro, ist ja nur Kunststoff) als zu Zubehör. Besondern bei längeren Holzlatten habe ich das vermisst.
  • Der Holzstaub legt sich magisch zwischen der Winkelskala um dem Plexiglas darüber ab. Vielleicht könnte hier eine offene Variante besser sein um auch ohne Aufwand den Staub wegpusten zu können.

Mein Fazit
Gebe es hier ein Bewertungssystem mit Sternchen, würde ich 4 von 5 verteilen. Trotz der einen oder anderen kleinen Schwäche bin ich von der PLS 300 überrascht. Und das positiv.

Hätte ich die Sägestation nicht nach dem Test behalten dürfen, würde ich sie mir im Anschluss kaufen.
Bosch PLS300 Test
1/1 Bosch PLS300 Test
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