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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Testbericht vom 19.09.2010, Tester: Holzfan 0 Kommentare
Vom 19.09.10 Geändert 2010-09-19 16:18:22

Benutzer gelöscht


Der gesamte Bericht basiert auf Ergebnisse und Eindrücke eines Heimwerkers mit einfachen bis guten Heimwerkerfähigkeiten. Sollten Bereiche oder Situationen den „Profi-Heimwerker“ betreffen, habe ich diese gesondert angeführt. Mein Einsatzgebiet:
Die Bosch-Sägestation PLS 300 wurde von mir im Einsatz auf meiner „Baustelle: Terrassenverkleidung, Windfang mit integriertem Gewächshaus“ getestet.
Mit ihr wurden die Leisten, die Tür- und Fensterrahmen sowie die Sichtblenden für das Acrylglas geschnitten. Das Gesamtergebnis war sehr gut. Die Arbeit wurde mir durch die PLS 300 sehr erleichtert, denn meine Tischkreissäge PTS 10 konnte deshalb für die anderen Sägearbeiten in Bereitschaft bleiben.

Gesamteindruck, Verpackung:
Der mögliche Käufer im Baumarkt steht vor einem sehr großen, sehr gut gestaltetem Karton im Bosch-Design, sein Interesse wird bestimmt geweckt. Später, beim Auspacken, die Ernüchterung, nach dem Öffnen fällt ein weißer „Schnelldruckzettel“ heraus. Auf ihm sind nur Bildchen, teilweise durchgeixt und ohne ein Wort der Erklärung. Die Information auf dem Zettel kommt m. E. beim Leser nicht an.
Lässt man den Zettel beiseite, dann erfreut einem der gut aufbereitete Inhalt. Eine Freude für den neuen Besitzer.
Zusammenbau und Stichsäge:
Der Zusammenbau der Sägestation ist simpel, da durch die Bedienungsanleitung gut erklärt.
Die zur Verfügung gestellte Stichsäge PST 800 PEL machte mir Probleme mit der Sägeblattaufnahme, denn das rote Teil ließ sich fast nicht bewegen. Nach Rücksprache mit Susanne von der 1-2-do Community erhielt ich eine funktionierende Säge. In der Zwischenzeit testete ich mit meiner alten PTS 55 PE, Bj. 1986 weiter. Ich stellte fest, dass der Fuß der PST 55 genauso in den Führungsschlitten der Sägestation passte wie der Fuß der neuen Stichsäge. Meine alte PTS 55 sägte auf einmal viel genauer als vorher !
Stabilität:
Nachdem ich einige Male mit Holzresten getestet hatte, stellte ich fest, dass die Sägestation in sich „wackelte“ und sich verschob. Ich löste das Problem indem ich die Sägestation vorne mit einer kleinen Schraubzwinge an die Werkbank befestigte.
Mein Verbesserungsvorschlag: Vorne unten in die Führungsschiene ein/zwei Löcher für eine kleine Schraubzwinge (wie bei Halterung des Sägetisches der Stichsägen oder Bandschleifer) anzubringen.
Führungsschiene:
Hier muss man klar unterscheiden, ist der Anwender Neuling oder Fortgeschrittener. Ein Fortgeschrittener stellt sofort fest, dass der Fuss der Stichsäge min. 1mm Spiel hat, das er folglich ausgleichen muss.
Ein Neuling merkt das erst, wenn er einige Hölzer versägt hat. Mancher Neuling erwartet beim Kauf eines Gerätes, dass die präzise Einstellung automatisch ein präzises Ergebnis liefert. Das ist bei der Sägestation nicht gegeben, denn beim Einlegen des Sägegutes ist die Führungsschiene nach oben geöffnet und der Anwender sieht nicht, wo er später sägt (der Alu-Pfeil ist nicht mehr sichtbar). Außerdem muss er den Spielraum des Fußes in der F.-Schiene berücksichtigen. Wenn die Stichsäge an der linken oder rechten Seite der F.-Schiene angelegt wird, stimmt der mittig angebrachte Pfeil nicht mehr.
Ich meine ein Strich oder Skala für die genaue Anlage des Schneidgutes bei geöffneter F.-Schiene wären eine echte Verbesserung.
Die rote Schraube hinten an der F.-Schiene hat m. E. einen zu langen Weg (Zeit beim Arbeiten).
Das kratzende Geräusch auf der F.-Schiene beim Sägevorgang ist unangenehm, vielleicht legt sich das einmal.
Modulares Stecksystem:
mit ihm bin ich sehr gut zurecht gekommen. Da ich viele lange Teile zu sägen hatte, war es für mich eine große Vereinfachung mit langer Anlage, festem Halt des Holzes zu arbeiten, auch bei den Winkelschnitten.
Die sehr lange Anlage der Latten und Bretter ermöglicht ein wirklich genaues Arbeiten für den Heimwerker. Auch die leichte Umstellung für Neigungsschnitte ist sehr angenehm.
Mehr Verlängerungsteile wären sinnvoll.
Öffnung für Neigungsschnitte:
Meine Ergebnisse bei Neigungsschnitten waren sehr positiv. Die schrägen Schnitte gelangen mir sehr passgenau und ich war begeistert von den Ergebnissen. Mit der Bosch Sägestation wurde mir die „Furcht“ vor solchen Arbeiten genommen. Mein Fazit:
Die Bosch-Sägestation PLS 300 ist ein sehr gutes Heimwerker-Gerät um diffizile Schnitte an Leisten, schmalen Brettern oder auch Laminat gut zu erzielen. Egal, ob gerade oder im Winkel gesägt werden soll. Selbstverständlich ist noch Raum für Verbesserungen, meine habe ich unter den einzelnen Punkten zitiert.
Da die „Einsatzorte“ Werkbank, Fussboden oder auf Holzböcken wechseln können, ist es ein vielseitig verwendbares Teil mit immer gleichem Ergebnis.
Der normale Heimwerker sollte sich auf jeden Fall gewissenhaft, vor der ersten „richtigen“ Arbeit, mit dem Gerät beschäftigen. Denn auch hier gilt für mich: Vorbereitung genau, Ergebnis genau.
Es darf auch der Hinweis gestattet sein, dass das genaue Vorbereiten bereits beim Einstellen der Stichsäge beginnt…
Ganz positiv ist für mich, dass man sich den Arbeitstisch so zusammenstecken kann, wie man ihn benötigt.
Bereits heute möchte ich die Sägestation nicht mehr missen und mich dafür bedanken, dass ich testen durfte.
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